Noshiko-Kapitel 13

Nachdem ich mich von Satoru verabschiedet hatte, begann ich, über das Schulgelände zu laufen.
Im Grunde hatte ich keine Freunde und kannte niemanden außer Yuri, Akita und Sam. Durch Yuri war ich auch mit den beiden Männern in Berührung gekommen, doch so wirklich Freunde waren wir wohl nicht. Aber ich kannte sie. Was schon mehr war als bei den meisten anderen. War es mir überhaupt möglich, andere Freunde zu finden?
„Hat er dich abserviert?“, fragte eine junge Frau, die mir schon die ganze Zeit hinterherblickte und nun neben mir herlief.
Sie hatte langes, schwarzes Haar und dunkelblaue Augen. Obwohl sie sehr direkt war, war sie nicht unhöflich oder klang herablassend.
„Ich denke nicht“, murmelte ich, weil ich nicht genau wusste, was ich sonst sagen sollte.
„Oh“, machte sie, als würde sie das überraschen. „Warum bist du dann allein unterwegs?“, wollte sie wissen.
„Einfach so“, erwiderte ich und fand es schon irgendwie seltsam, dass sie so direkt auf mich zugekommen war.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie damit ein Ziel verfolgte. „Du musst aufpassen“, flüsterte sie mir zu. „Melody hat vor, es dir heimzuzahlen“, gestand sie mir, wobei sie sich immer umsah, als würde sie erwarten, dass jemand uns beobachtete, oder zuhörte.
„Du meinst die … alte Freundin von Yuri?“, fragte ich leise zurück. Ich erinnerte mich noch gut an sie. Die Sache mit dem Kaffee hatte ich ihr noch nicht verziehen.
Die Schwarzhaarige nickte heftig. „Sie ist gefährlich. Wenn sie jemanden nicht mag, kommt es nicht selten vor, dass diese von der Schule fliegen oder verschwinden“, erklärte sie mir und strich eine Strähne hinter ihr Ohr.
Ich lächelte schief. „Kann sie versuchen“, meinte ich lediglich.
„Ich bin übrigens Airi“, stellte sich die Frau vor und reichte mir sogar die Hand. Ich lächelte und nahm sie an. „Noshiko“, stellte ich mich vor, da sie auch nur ihren Vornamen genannt hatte.
Airi kicherte. „Ich bin wahrscheinlich die erste, die deinen Namen kennt“, sagte sie mit funkelnden Augen. „Alle anderen kennen dich nur unter Püppchen“, stellte sie fest.
Ich lächelte lediglich schief. „Das war Yuris Entscheidung“, sagte ich. Es störte mich tatsächlich gar nicht. Es kam mir eigentlich recht gelegen.




Airi nickte. „Du trägst übrigens sehr schönen Schmuck“, bemerkte sie, was mich dazu veranlasste, meine Hand zu heben, um an die Ohrringe zu greifen. Das hatte ich ganz vergessen. Ich hätte sie wieder abmachen und in meinen Schrank einschließen sollen.
„Ein Geschenk“, sagte ich, wobei ich absichtlich ungenau blieb, damit man auch denken konnte, es kam von Yuri.
Airi pfiff leise. „Ein sehr schönes Geschenk. Sicher auch teuer“, sagte sie, weil sie scheinbar den Wert erkannte. Ich wusste, dass Großmutter darauf geachtet hatte, dass es ein kleines Meisterwerk war. Sie liebte schöne Dinge.
Ich spielte lächelnd mit den Ohrring, während ich es genoss, einen Gesprächspartner zu haben. „In welche Klasse gehst du?“, wollte ich neugierig wissen.
„In die erste. Ich habe mitbekommen, dass du hättest bei uns sein müssen. Aber du hast eine Klasse übersprungen, oder?“, fragte sie, wobei sie mir naiver vorkam, als ich angenommen hatte. War sie auch schon neunzehn oder sogar jünger? Vielleicht sechzehn und ihre Magie war vorher erwacht?
„Ja, ich musste aber ganz schön viel Theorie nachholen“, gestand ich mit einem schiefen Lächeln. „Daher war ich auch so selten irgendwo zu sehen.“ Es stimmte nicht ganz, aber eigentlich hatte ich trotzdem viel Zeit auf das theoretische Studium der Magie verwendet.
„Ist die Prüfung sehr schwer?“, wollte Airi wissen. Ich lächelte weiterhin schief. Manchmal hatte ich das Gefühl vergessen zu haben, wie man das richtig machte.
„Es war tatsächlich leichter, als ich gedacht habe“, gestand ich. Darum glaubte ich auch immer noch, dass Yuri irgendwie nachgeholfen hatte. Was mir persönlich gar nicht gefiel. Ich mochte es nicht, auf diese Art zu betrügen.
Obwohl die Art von Airi sehr nett war, musste ich gestehen, dass es schwer war, Interesse zu zeigen und beim Gespräch zu bleiben. Es war nicht wirklich so, dass ich sie nicht mochte, aber noch immer war mein Interesse an anderen recht gering. Was nicht unbedingt an den Tabletten lag, sondern mehr daran, dass es mir schwerfiel, Gefühle zu spüren.
Da ich aber vorhatte, Anschluss zu finden, musste ich wohl da durch. Zudem war es nur höflich, sie war immerhin auch nett zu mir.
„Da du nun das erste Mal wirklich mit jemanden sprechen kannst, willst du meine Freundin kennenlernen?“, fragte Airi, was mich nicht sonderlich überraschte. Vielleicht wollten sie sich auch nur mit mir anfreunden, damit sie in Yuris Nähe kamen. Irgendwie hatte dieser hier sehr viel zu sagen.




„Warum nicht?“, fragte ich mit einem Lächeln, das hoffentlich fröhlich wirkte. Ich konnte es selbst nicht einschätzen.
Airi strahlte und nahm meine Hand, bevor sie mich mit sich zog. Es erinnerte mich an Yuri, doch es war eher unangenehm. Sie hielt meine rechte Hand und nicht meine linke, doch es war trotzdem komisch.
Schließlich zog sie mich hinaus zu einem Fleckchen im Garten. Ich hatte diesen bisher nur gesehen, aber eigentlich nicht betreten. Daher sah ich mich nun neugierig um. Die großen Büsche waren blätterlos und an sich wirkte alles eigentlich recht trostlos, weil der Winter nahte.
Auf einer Decke auf dem Gras saß eine braunhaarige Frau mit ebenfalls braunen Augen, die gerade malte. Als Airi mit mir zu ihr kam, sah sie auf und lächelte.
„Hallo“, sagte sie, bevor sie sich wieder dem Bild widmete.
Ich erwiderte ihren Gruß und versuchte dann, zu sehen, was sie malte. Es war eine Skizze des Gartens. Sie konnte wirklich sehr schön zeichnen.
„Das ist Noshiko“, stellte mich Airi vor und strahlte dabei. Ich verstand nicht ganz war. „Noshiko, das ist Sada.“
Angesprochene hob sie Hand. „Schön, dich kennenzulernen“, sagte sie, ohne aufzublicken. Sie war so in ihrem Bild versunken, dass sie mir dadurch sehr sympathisch wurde.
Langsam setzte ich mich zu ihr, bevor Airi ein Gespräch begann. Im Grunde ging es um Tiere, Blumen und Sadas Zeichnungen.
Ich genoss es, mit ihnen im Garten zu sitzen und einmal musste ich sogar lachen, als sich Airi und Sada über Kröten stritten. Es war ein so seltsames Thema, dass es richtig absurd wurde.
Schließlich war die Pause jedoch vorbei. „Es tut mir leid, wir müssen wieder in den Unterricht“, erklärte Airi, die enttäuscht klang.
Ich erhob mich und lächelte. „Wir sehen uns bestimmt bald wieder“, versicherte ich, war mir da aber nicht sicher.
„Ich würde mich freuen“, sagte Sada, die ihre Sachen zusammenpackte.
Da ich selbst noch krankgeschrieben war, musste ich noch nicht wieder in den Unterricht. Es war noch nicht sonderlich spät, weshalb ich noch Zeit hatte, aber was sollte ich tun?
Es war noch gar nicht so spät, aber ich wusste nicht, was ich noch machen sollte, weshalb ich mich langsam auf den Weg zu den Zimmern zu machen.




Als ich allerdings an meinem vorbei und zu Yuris lief, bemerkte ich Melody, die vor seiner Tür stand. Als sie mich sah wirkte sie, als würde sie mich gleich anspringen. Ich wich jedoch nicht zurück.
Melody stellte sich mir in den Weg. „Du bist hier nicht willkommen. Halt dich von meinem Freund fern“, sagte sie mit so viel Selbstbewusstsein, dass ich ihr sogar glaubte, dass sie wieder mit Yuri zusammen war. Jedoch nur für einen kurzen Moment.
Ich antwortete nicht, sondern wollte eigentlich an ihr vorbei und klopfen, spürte jedoch, dass ein Schild vor der Tür aufgebaut war. Dieser musste von Melody kommen, denn es fühlte sich nicht an wie Yuris Magie. Was sollte das?
„Hast du mich nicht gehört? Du bist hier nicht willkommen“, wiederholte Melody, die sich wie eine Wache vor Yuris Zimmer aufbaute.
Da ich selbst keine Lust auf Ärger und Stress hatte, wandte ich mich einfach wieder um. Sollte ich in der Nähe bleiben und auf Yuri warten oder mir die Zeit anders vertreiben?
Weil ich nicht wusste, was ich tun sollte, lief ich im Flur auf und ab. Allerdings so, dass Melody mich nicht sehen konnte. War Yuri in seinem Zimmer und wartete auf mich? Ich wusste es nicht, weshalb ich ein wenig nervös wurde.
Mein Blick glitt zum Fenster. Es war Nachmittag. War er vielleicht noch im Unterricht?
Weil mir langweilig war, lief ich nach unten und dort sah ich mich um. Auch hier gab es weitere Zimmer, doch mich interessierten ehe die Bilder an den Wänden. Es waren Landschaftsgemälde.
Ich war so fokussiert auf die Bilder, dass ich nicht bemerkte, dass sich mir jemand näherte. „Hallo, Süße“, erklang eine raue Stimme. Als ich aufsah, blickte ich direkt in Keans Gesicht. Sofort raste mein Herz und Panik machte sich in mir breit. Ich wusste nicht wieso, doch die Angst sorgte dafür, dass ich einfach nur wegwollte.
Ohne etwas zu sagen, rannte ich los. Weg von Kean und runter in den Garten.
Während ich lief, kramte ich in meiner Tasche herum, um meine Tabletten zu finden. In meinem Kopf erklang erneut das leise Flüstern, dass ich ihn töten sollte. Das durfte nicht sein.
Ich fand meine Tablette und schluckte eine davon, in der Hoffnung, dass es mir helfen würde.
Als mein Körper nicht mehr konnte, fand ich mich in einem Bereich der Schule wieder, den ich gar nicht kannte. Es war eines der Gebäude, das mich immer an ein altes Kloster erinnerte. Mein Blick glitt umher, während ich versuchte, mich zu beruhigen. Es schien, als hätte ich Kean abgehängt und war sicher.




Was war hier? War das so eine Art Lager? Immerhin wurde wohl immer frisch gekocht und diese Dinge mussten hier irgendwo gelagert werden.
Neugierig und einfach, weil ich mich ablenken wollte, begann ich, an dem Gebäude entlangzulaufen, um durch die Fenster zu sehen. Es war seltsamerweise kaum jemand hier.
Ich hörte Geräusche aus den Räumen, was mich nur noch neugieriger macht. Mit Hilfe des Windes sorgte ich dafür, dass die Geräusche direkt an mein Ohr getragen wurden.
„Das wird ja immer teurer“, beschwerte sich jemand, was mich die Stirn runzeln ließ.
„Guter Stoff kostet halt, also? Zahlst du oder lässt du es bleiben?“ Eine weitere Männerstimme.
Mein Blick glitt umher. Es war seltsam, dass hier niemand war.
Hörte ich hier vielleicht sogar etwas, was ich nicht hören durfte?
Ich lauschte weiter darauf, was die beiden sprachen. Sie schienen zu feilschen. Wurden hier vielleicht sogar Drogen verkauft? An sich war eine Schule vielleicht sogar ein recht guter Ort für solche Dinge. Ich wusste von meinen Eltern, dass es im Grunde geduldet war.
Weil ich nicht genau wusste, ob das so eine sichere Gegend war, bewegte ich mich wieder von diesem Bereich weg und zurück zu den Räumen wo die Schüler wohnten. Ob Melody noch da war?
Mittlerweile wurde es sogar schon dunkel. Yuri wartete sicherlich schon auf mich. Ich wollte ihm keinen Grund geben, böse auf mich zu sein. Gleichzeitig fragte ich mich aber auch, ob das ein Zeichen war, dass ich mich von ihm fernhalten sollte.
Als ich in den Fluren mit Yuris und meinem Zimmer angekommen war, bemerkte ich, dass Melody immer noch da war. Es war ärgerlich, denn so konnte ich noch immer nicht klopfen.
Frustriert zog ich mich in mein eigenes Zimmer zurück und schmiss mich aufs Bett, bevor ich meine Augen schloss. Irgendwie war ich müde und erschöpft.
Ich glaube, dass ich gerade erst eingeschlafen war, als es bei mir an der Tür klopfte.
Müde richtete ich mich auf, rieb mir die Augen und blickte zum Fenster. Es war dunkel. Wer klopfte um so eine Uhrzeit?
Langsam schwang ich mich aus dem Bett und tapste zur Tür. Kaum öffnete ich diese, kam Yuri herein, drängte mich von dieser zurück und schloss sie. Dann sah er mich von oben herab musternd an. Alles ging so schnell, dass ich es geistig einfach nicht richtig erfassen konnte, weil ich noch zu müde war.




„Du bist zu spät“, sagte er tadelnd und mit einem Ton in der Stimme, der mir deutlich machte, dass er nicht begeistert war.
„Melody hat vor deinem Zimmer wache gehalten“, grummelte ich müde und gähnte sogar.
„Ausrede“, widersprach er mir, was dafür sorgte, dass ich leicht den Mund verzog. Bevor ich jedoch etwas sagen konnte, zog er mich an sich und küsste mich innig.
Ich schloss meine Augen und erwiderte den Kuss zögerlich. Sein Griff war fest und ich spürte seine Verärgerung förmlich.
Er löste sich von mir und ich schnappte erst einmal nach Luft, während sich mein Körper noch immer über den Kuss freute, der ein leichtes Kribbeln auf meinen Lippen hinterließ.
Plötzlich hob mich Yuri hoch und bevor ich richtig realisierte, was los war, trug er mich aus meinem Zimmer und in seines. Dort warf er mich auf sein Bett, bevor er mich mit einem Blick bedachte, der mir sehr bekannt war. Er sorgte dafür, dass ich schaudern musste und sich ein aufgeregtes Kribbeln in meinem Körper ausbreitete.
Yuri beugte sich über mich und verwickelte mich erneut in einen innigen Kuss. Dabei nahm er meine Hände und legte sie über meinen Kopf. Wie ich es schon kannte, spürte ich dort, dass mich etwas hielt.
Ein leises Keuchen verließ meine Lippen, während sich in meinem Bauch ein aufgeregtes Kribbeln breit machte.
„Ich habe dir gesagt, was passiert, wenn du nicht kommst“, flüsterte er schließlich an meine Lippen. Seine Worte sorgte dafür, dass mir nur noch heißer wurde. Das Kribbeln in meinem Bauch wurde ebenfalls stärker.
Eigentlich wollte ich etwas sagen, doch kein Ton verließ meine Lippen, was dafür sorgte, dass ich Yuri mit großen Augen ansah. Dieser lächelte. „Ich möchte nicht, dass du mir Widerworte gibst“, sagte er mit einem Schnurren. Hatte er mir etwa einen Zauber auferlegt? Das war gemein!
Leicht wand ich mich unter ihm, während ich ihn mit großen Augen ansah. Was würde er mit mir machen? Würde er mich wieder so bestrafen wie beim ersten Mal?
Obwohl ich meinen Mund öffnete und protestieren wollte, verließ noch immer mein Geräusch meinen Mund, was Yuri scheinbar lachen ließ. „Ich mag es sehr, wenn du so nervös bist“, flüsterte er, bevor er sich hinabbeugte und mir einen Kuss auf die Kehle gab.




Blitze zuckten durch meinen Körper, die mich erzittern ließen und ich stöhnte lautlos, während ich meinen Rücken durchdrückte.
Die Hitze lief zwischen meinen Beinen zusammen, was dafür sorgte, dass ich unruhig meine Hüfte hin und her bewegte.
Yuri lachte. „Das gefällt mir gut“, flüsterte er, bevor er an meinem Hals entlang küsste und schließlich hineinbiss. Ich quietschte überrascht, was man hören konnte. Als würde der Zauber nur Worte blockieren. „Du nimmst deine Tabletten nicht, oder?“, fragte er belustigt, während seine Hände über meinen Körper wanderte.
Ich schüttelte meinen Kopf, weil ich sie nahm. Er hatte also Unrecht, doch sie wirkten nicht mehr so gut.
Yuri hob eine Augenbraue. „Also nimmst du sie doch?“, fragte er, was mich nicken ließ. Er verengte leicht die Augen. „Wieso bist du dann so widerspenstig?“, fragte er. Ich öffnete schon meinem Mund, um zu antworten, bevor mir einfiel, dass ich sowieso nichts sagen konnte. Daher schloss ich ihn wieder und blickte ihn beleidigt an. Das ließ ihn erneut lachen. „Das macht Spaß“, bemerkte er grinsend.
Beleidigt blies ich meine Wangen auf. Natürlich war es lustig. Für ihn!
„Sei nicht beleidigt“, lachte er und fuhr mit seiner Hand unter mein Kleid, bevor er dieses hochschob und so erst meine Beine, dann meinen Bauch und schließlich auch meine Brüste freilegte. Als er es mir über den Kopf schob, ließ er es bei meinen Armen liegen.
„Was hältst du von einem Deal?“, fragte er, was mich neugierig machte. „Ich löse den Zauber und du erlaubst mir dafür, ein paar Dinge zu probieren“, bot er mit einem Lächeln an. Ich verengte die Augen. Was, wenn ich mich dagegen entschied? Dann würde ich nicht mehr sprechen können, doch sicherlich nur für eine gewisse Zeit. Im Grunde wusste ich, dass es zu seiner Art der Bettspiele gehörte. Ich war nicht abgeneigt. Im Gegenteil. Ich war sogar ein wenig neugierig, was er vorhatte.
Langsam nickte ich, was Yuri noch mehr grinsen ließ. Dann küsste er mich erneut und als er sich von mir löste, war meine Stimme wieder da. „Du muss mich nur küssen, um den Zauber zu wirken?“, fragte ich atemlos und fasziniert. Yuri grinste.
„Ja, im Grunde reicht das“, sagte er, bevor er meine Hände löste und das Kleid von diesen entfernte. „Also? Bist du bereit mit mir zu spielen?“




„Was genau schwebt dir vor?“, fragte ich zögerlich, aber mit einer gewissen Neugier.
Yuri grinste, bevor er sich erhob, eine Schublade öffnete und mit einem Seil in der Hand wiederkam.
Ich legte den Kopf schief. „Ein Seil?“, fragte ich. Er hatte mich doch gerade erst gefesselt, warum jetzt noch einmal aber magielos?
„Das ist nicht für deine Hände“, bemerkte er und bedeutete mir, dass ich aufstehen sollte.
Nun wurde ich noch neugierig. „Nein? Für was dann?“, wollte ich wissen, während ich mich erhob und nackt, wie ich war, vor ihn stellte.
„Nimm deine Haare hoch“, wies er mich an. Ich ging seinem Befehl nach und hob meine Haare hoch, sodass mein Hals frei lag.
„Keine Sorge, ich erwürge dich nicht“, sagte er, als er mir plötzlich das Seil um den Hals legte. Allerdings nur am Nacken. Es reichte trotzdem, um mich nervös zu machen. Mein Herz klopfte schneller, doch ich sah neugierig zu, wie er am Schlüsselbein einen Knoten ins Seil machte.
Es folgten einige weitere Knoten, bis er mir das Seil zwischen den Beinen entlang legte. Er zog ein wenig, sodass das Seil an meiner feuchten Mitte rieb und auf meine Perle drückte. Ein Keuchen verließ meine Lippen, weil es mich reizte.
„Wie fühlt sich das an?“, hauchte Yuri fragend an mein Ohr. Ich schnappte leise nach Luft.
„Es … Erregend“, brachte ich hervor, was ihn lachen ließ.
Yuri machte auf meinem Rücken weitere Knoten, bevor er das Seil durch die Schlaufe an meinem Nacken zog. Er zog die Enden nach vorn und verband sie mit den Schlaufen an meinem Bauch. Das sorgte dafür, dass sich das Seil immer enger um meinen Körper legte und damit auch fester auf meine Perle drückte.
Als ich mich etwas bewegte, spürte ich, dass das raue Seil nicht nur an meinen Brüsten, sondern auch an meiner Mitte rieb.
Ich wusste nicht warum, aber es erregte mich.
Yuri lachte, bevor er das Seil verknotete.
„Beweg dich“, wies er mich an. Weil ich nicht genau wusste, was ich tun sollte, drehte ich mich ein Stückchen. Ich spürte dabei, dass das Seil rieb und mich erregte.
„Was bringt dir das?“, fragte ich mit rauer Stimme.
Yuri lachte. „Genau das“, sagte er heiser, bevor er mich an sich zog und küsste.
Ich erwiderte den Kuss, verstand aber nicht genau, was er nun damit bezweckte. Als er sich von meinen Lippen löste und ich tief einatmete, spannte das Seil erneut, was dafür sorgte, dass es über meine Perle rieb und Blitze von dieser Stelle ausgingen.




Yuri schob mich ein kleines Stück von sich, um mich zu betrachten.
Ich legte den Kopf schief, während ich zurückblickte. „Du bist schön“, sagte er plötzlich, was mich überraschte.
„Ich bin zu dünn“, antwortete ich nuschelnd, während er mich zum Spiegel führte.
Das Seil brachte meine Figur tatsächlich sehr gut zur Geltung, was ich gar nicht erwartet hatte.
Yuri machte ein tadelndes Geräusch. „Das stimmt, aber du isst auch nicht wirklich“, bemerkte er. Er stand hinter mir und begann von dort meine Brüste zu massieren. Es ließ mich leise keuchen, denn es fühlte sich sehr gut an.
Ich legte meinen Kopf an seine Schulter. Uns so im Spiegel zu sehen, war ein ganz eigenartiges, aber sehr schönes Gefühl.
Yuri massierte meine Brüste weiter, was mich immer wieder stöhnen ließ.
Dann hörte er plötzlich auf und starrte mich über den Spiegel an. „Vertraust du mir?“, fragte er plötzlich sehr direkt.
Die Frage überraschte mich, weshalb ich den Blick erwiderte. Vertraute ich ihm?
„Alle sagen mir, ich soll mich von dir fernhalten“, flüsterte ich, weil es mir auf der Seele lag.
„Das war nicht meine Frage“, sagte er rau, bevor er meinen Hals küsste. „Vertraust du mir?“, wiederholte er hauchend an mein Ohr.
Für einen Moment überlegte ich, weshalb ich schwieg. Yuri drängte mich nicht, auch wenn seine Hände über meinen Bauch wanderten. Dort, wo keine Seile waren. „Ich vertraue dir“, sagte ich schließlich. Er hatte mich immerhin schon ein paar Mal gerettet und mir geholfen.
Yuri legte beide Arme um mich und zog mich noch fester an sich. „Das ist gut, dann kann ich noch ein bisschen mehr mit dir spielen“, flüsterte er an ihr Ohr. „Es macht keinen Spaß, wenn die Frauen glauben, ich würde sie umbringen wollen.“
Ein Schauer rann mir über den Rücken. Was meinte er damit?

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