Gefährten (18+)
Dieses Kapitel ist erst ab 18 Jahren!
„Ja.“
Johanna erschauderte. Es war nur ein kleines Wort, doch es stellte alles auf den Kopf.
„Das erklärt einiges… wie lange weisst du es schon?“
Nur einer von beiden konnte wissen, wer der Gefährte war und Mutter Natur war so grausam, dass es sich nach Zufallsprinzip verhielt.
Mal wusste es das Weibchen, mal das Männchen.
Johanna hatte es nie gewusst.
„Wie lange weisst du es schon?“, fragte sie leise und drehte ihren Kopf, damit sie sein Gesicht sehen konnte.
„Seit ich 10 Jahre alt war“
Seine Stimme war rau und Johanna hob ihren Kopf.
Das war selbst für sie ungewöhnlich zu hören und sie hatte schon allerhand gehört.
„Wie hast du es geschafft, so lange zu warten?“, wollte sie wissen und legte ihren Kopf wieder auf seine Schulter.
Reaper lachte säuerlich auf.
„Nutten und die Barmädchen. Gut war es nicht, aber es half über das Gröbste hinweg.“
Sie schwiegen wieder, bis Johanna die Stille erneut durchbrach.
„Du weisst, dass wir es nicht an die grosse Glocke hängen dürfen?
Ein Reaper und ein Diamantwolf als Gefährten sind eine Verbindung, die die meisten tot sehen wollen…“
„Dann sollen sie kommen!“, knurrte Reaper und schlang seine Arme um sie.
„Keiner wird dich mir wegnehmen und wer es versucht, wird sterben!“
Sie schmiegte sich an ihn, nun wusste sie, warum sich das alles für sie so richtig angefühlt hatte.
Es war äusserst selten, dass ein Reaper und ein Diamantwolf Gefährten wurden, denn eigentlich waren die Diamantwölfe dazu da, um Reaper zu töten, wenn sie ausser Kontrolle gerieten.
Im Laufe der Jahrtausende waren sie zu der Praxis übergegangen, Reaper gleich zu töten, aus Vorsorge, wie man den Rudeln versuchte weis zu machen.
Johanna hatte sich jedoch davon abgewandt, nachdem sie zugesehen hatte, wie ihre Eltern einen Reaper – ein kleines Kind, das noch nicht einmal wusste, was ein Reaper war – regelrecht zerfetzt hatten.
So etwas wollte sie nicht tun.
Phil war der dritte Reaper, auf den sie getroffen war.
Die anderen beiden hatte sie zwar getötet, ja, aber die hatten beide bereits einige Rudel ausgelöscht, weil man die Diamantwölfe zu spät kontaktiert hatte.
Sie waren dem Tötungswahn verfallen und der einzige Weg, sie noch zu stoppen, war der Mord an ihnen gewesen.
Diamantwölfe waren einen Dreck besser als Reaper, denn ihre Aufgabe war die Gleiche, nur das Motiv wurde bei den Diamantwölfen als ‚edel‘ bezeichnet.
Johanna löste sich aus Reapers Armen und richtete sich auf, sah in seine Augen.
„Du bist dir bewusst, dass ich keine weitere Frau in deinem Bett dulde?“, fragte sie ihn scharf.
Er zog eine Augenbraue hoch.
„Warum sollte ich weiterhin Barmädels abschleppen? Ich habe dich!“
Zufrieden mit dieser Antwort erhob sich Johanna und streckte Reaper ihre Hand entgegen, um ihm aufzuhelfen.
Er rappelte sich hoch, packte sie an ihrer Taille, zog sie zu sich und küsste sie, diesmalig jedoch sanft.
Auf dem Rückweg zum Clubhaus diskutierten sie leise.
Am Ende waren sie sich einig, dass sie ihren Gefährtenbund auch im Rudel nicht grossartig rausposaunen, sondern nur den Alpha und den Beta informieren wollten.
Je weniger definitiv Bescheid wussten, desto besser.
Die anderen konnten es für eine Affäre oder eine Fickbeziehung halten, das war ihnen einerlei. Solange nicht rauskam, dass Johanna eine Diamantwölfin war, war es okay.
Am Waldrand angekommen suchten sie ihre Klamotten zusammen und zogen sich wieder an.
Diesmal war es Johanna, die Reaper zu sich zog und ihn küsste, bevor sie sich ins dunkle Clubhaus schlichen und so leise wie möglich auf ihren Zimmern verschwanden.
Reaper zögerte nicht und ging schnurstracks ins Badezimmer, wollte die Tür zu Johannas Zimmer öffnen, doch sie war schneller.
Er konnte das Lodern in ihren Augen sehen, das sofort auf ihn übersprang.
Er wollte losstürmen und sie auf ihr Bett werfen, doch sie legte ihre Hand auf seine Brust und stoppte ihn im Türrahmen.
Langsam ging sie in die Knie und öffnete seinen Gürtel, danach seine Hose und zog sie langsam in seine Kniekehlen runter.
Reapers Shorts spannte sich knalleng über seine Erregung. Mit sanften Fingern strich Johanna über den Stoff, bevor sie mit den Fingern am Bund einhakte und auch die Shorts langsam nach unten zog.
Sie umfasste sein Glied und bewegte ihre Hand langsam auf und ab.
Reaper grummelte ein bisschen, doch Johanna lächelte nur. Das Grummeln würde ihm gleich vergehen.
Langsam nahm sie seine Spitze in den Mund, leckte mit ihrer Zunge über das dünne Häutchen auf der Unterseite.
Ein Schaudern durchlief Reapers Körper und er hielt sich am Türrahmen fest.
Johanna liebkoste seine Männlichkeit mit allen Facetten, die ihr bekannt waren, doch bevor er soweit war, hörte sie auf.
Sie erhob sich und nahm ihn bei den Handgelenken, zog ihn sachte zu ihrem Bett und schubste ihn drauf, danach zog sie sich aus.
Er sah sie leicht fragend von der Bettkante aus an, sie wusste haargenau, weshalb.
„Ich dachte, du würdest nie mit mir ins Bett wollen?“, grinste er und zog sie auf seinen Schoss.
„Ich sagte, dein Bett, nicht mein Bett“, erwiderte sie und setzte sich so auf ihn, dass er gleich in sie glitt.
Reaper stöhnte, Johanna war einfach nur geil anzufühlen, die Hitze, die sie mit sich brachte, war der pure Wahnsinn!
Sie bewegte ihre Hüften so, dass seine Spitze durch ihre Höhlenwand an Knochen rieb.
Das Anblasen war für ihn schon göttlich gewesen, aber das hier sprengte den Rahmen.
Er vergrub sein Gesicht zwischen ihren Brüsten, seine Finger umzwirbelten ihre Brustwarzen, die hart abstanden.
Reaper schob einen Finger zwischen sie beide und suchte Johannas Klitoris.
Sie navigierte ihn kurzerhand an die richtige Stelle und beschleunigte ihre Bewegungen.
Sie war wieder so kurz davor, ihren Höhepunkt zu erreichen und sie konnte spüren, dass es auch bei Reaper der Fall war.
Er packte sie an den Hüften, vergrub seine Zähne in ihrer Brust und stöhnte in ihr Fleisch, während sie sich an seinen Schultern festkrallte und sich in seinen Hals verbiss.
Sterne tanzten vor ihrer beider Augen, als Reaper sich nach hinten sacken liess und Johanna mit sich zog.
Sein Atem rasselte, doch nach einer Weile beruhigte er sich.
Johannas Atem ging deutlich ruhiger und als er den Kopf hob, bemerkte er, dass sie eingeschlafen war.
Er griff nach der Decke und warf sie über sie beide.
Morgen würden sie sicher Muskelkater haben, so hart, wie sie es miteinander getrieben hatten.
Der nächste Morgen begann mit Lärm aus dem Aufenthaltsraum des Clubhauses.
Johanna und Reaper schossen hoch, starrten sich einen Augenblick an, danach sprangen sie beide aus dem Bett.
Reaper zog seine Shorts und Hosen hoch, Johanna schlüpfte in ihren Slip und warf sich ein Tanktop über, dann rannten sie nach unten.
Es herrschte ein gewaltiges Getümmel aus Wolfsleibern, die aufeinander losgingen.
Sowohl Reaper als auch Johanna überblickten die Situation in Sekundenschnelle und erkannten, dass ein verfeindetes Rudel ins Haus eingedrungen war.
Ohne zu zögern verwandelten sich beide und stürzten sich mit gefletschten Zähnen ins Getümmel.
Sie waren beide massiv grösser, als normale Wölfe und auch um einiges stärker!
Nach wenigen Minuten ergriffen die Angreifer die Flucht.
Zurück blieben Johanna, Reaper, der Alpha und der Beta, sowie drei Gammas von ihrem Rudel.
Vom feindlichen Rudel lagen drei Leichen auf dem Boden.
„Geht es allen gut?“, fragte Johanna, als sich alle zurück verwandelt hatten.
„Sag uns lieber, was mit dir passiert ist!“, knurrte der Prez und blickte erst auf ihre Brust, dann auf ihre Hüfte.
Der Biss von Reaper und die blauen Flecken waren nicht zu übersehen.
„Später“, mischte sich Reaper ein, „die Leichen müssen weg!“
Der Prez drehte sich zu den drei Gammas und nickte mit dem Kopf in Richtung der Leichen.
Ohne ein Wort trugen sie die Leichen raus und waren verschwunden, Geralt, Yves, Reaper und Johanna waren nun allein.
„Also? Wer war das? Ich bring den Scheisskerl um, und wenn es das Letzte ist, was ich tue!“, knurrte der Prez und blitzte Johanna an.
Sie verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich gegen die Bar.
„Wenn du gegen Reaper antreten willst, dann tu dir keinen Zwang an, aber sei dir gewiss, dass du dann auch wirklich tot bist.“



































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