Kapitel 22

Unheilvolle Trommelschläge lassen Skyla erschaudern. Eine der unschönsten Erinnerung keimt in ihr auf. Der Kopf dreht sich zögerlich zu den Kühlfächern, wo lautes Atmen und Stöhnen sich mit den Hammerschlägen vermischt. Agnar dreht sich ruckartig um zur Geräuschquelle. Skyla sieht, wie sich Emilies Leiche bewegt. Die bleichen Arme suchen Halt am Rande der Liegefläche.
Doch Agnar greift mit einem Befehl hinab: „Schlaf!“
Aufs Wort weicht sämtliches Leben aus Emilie und die Arme fallen schlaff hinab. Respektvoll schnappt sich der Spinnendämon Emilies Leichensack und trägt sie zu der nächstbesten Transportliege. Somit entkommt er einer Tür eines Kühlfaches, die achtlos aufgestoßen wird. Beim Aufspringen fallen die großen Beulen im Metall auf. Nach und nach steigen Tote aus ihren Fächern. Ehemalige Menschen in sämtlichen Altersklassen. Sogar Kinder. Alle haben eine Gemeinsamkeit: weiß leuchtende Augen.
Mystisch und dennoch bedrohlich.
Eine jede Leiche wird in schwarzen Rauch gehüllt und mit einem mattschwarzen Anzug ausgestattet. Eine glänzende Rüstung, die sich dem Körper anpasst.

Die Luft bleibt Skyla weg, als die erste männliche Leiche auf sie zuschreitet. Doch Rettung naht. Milan eilt herbei. Er drückt ihr ein Handtuch auf die blutende Wunde und fordert sie auf, dieses feste gegen ihre Verletzung zu pressen. Schließlich schnappt er sie sich und begibt sich mit ihr in den Hintergrund. Der Schockzustand endet und ein fürchterliches Brennen und Pochen macht sich an der Verletzung bemerkbar. Skyla muss die Zähne zusammenbeißen, denn jede einzelne Bewegung lässt sie Sterne sehen.
„Was passiert hier, Milan?“
Ein Blick zur Seite zeigt, dass die ersten Toten sich auf die Ritter stürzen. Mit einer animalischen Kraft, dass ein jeder Schlag den Feind umhaut. Anders als sie wirkt Milan wenig beeindruckt von dem Spektakel. Mit angespanntem Kiefer scheint er Ausschau nach etwas zu halten.
„Sie stiehlt mir immer die Show!“, beschwert er sich leise. „Aber was erwarte ich eigentlich? Die Leichenhalle ist immer ihre erste Anlaufstelle!“
Noch ehe Skyla seine Aussage hinterfragen kann, dringt ein vertrautes Lachen an ihre Ohren.

Weißes Haar fließt hinab und streift Skyla fast im Gesicht. Naomi muss sich angeschlichen haben, denn sie steht plötzlich neben ihnen und blickt grinsend hinab. Ihre Augen leuchten auffällig hell. Womöglich ein Zeichen, dass sie Magie wirkt?




„Du hast an mich gedacht, Skyla. An mein Angebot. Ich rieche deine Sorgen und Verzweiflung. Du bist verwundet? Wie schlimm ist es?“
„Nicht schlimm!“, antwortet Milan bissig. „Skyla hatte Glück. Das Schwert schnitt nicht tief genug. Ihren Arm wird sie behalten.“
Naomi streckt den Rücken durch und mit einem Wink kommt ein Ritterschwert angeflogen, dass vor ihr in der Luft schwebt. Auf Augenhöhe, wo es kurz inspiriert wird.
„Gefährlich! Damit können sie unsere Macht unterdrücken und sogar stehlen. Lass mich mal sehen, Milan. Ich kann die Verletzung nicht nur heilen, sondern auch zerstörte Verbindungen reparieren. Wäre nämlich schlecht, wenn Skyla ihre Macht nur eingeschränkt nutzen könne.“
„Nicht nötig, Hexe. Ich kann mich ebenfalls darum kümmern“, meldet sich Agnar.
Er tritt heran, woraufhin Skyla ihn fragt: „Was ist mit Emilie?“
„Das Mädchen ist zugenäht und sicher geborgen. Ihre Leiche befindet sich in meinem Reich. Fern von euch Menschen. Der Feind kann sie nicht bergen. Selbst mit meiner Auslöschung nicht“, antwortet ihr Schutzgeist tonlos und kniet nieder, um das Tuch zu entfernen.

Kaum hebt der Dämon die Hand, stoppt die Blutung.
„Du hast viel Blut verloren, Skyla. Willst du bei einen der Gefährten naschen oder soll ich dir dein Blut zurückholen?“
Skyla öffnet empört den Mund. „Naschen? Bin ich ein Vampir?“
Agnar legt den Kopf zur Seite, als verstehe er ihren Einwand nicht. „Dein Partner würde dir doch sicherlich etwas Blut gönnen.“
Milan räuspert sich. „Eine Transfusion wäre für mich kein Problem, nur stellt sich die Frage, ob ich überhaupt ihre Blutgruppe besitze.“
„Kompliziert!“, beschwert sich Agnar. „Ihr Menschen erschwert euch den Alltag selbst.“
Naomi kichert leise und mischt sich ebenfalls ein: „Dämon! Reinige Skylas Blut bitte, bevor du es ihr zurück in den Körper quetscht. Es könnte kontaminiert sein. Allein durch meine Nekromantie.“
Verständnislos blickt Agnar sie an: „Wie soll ich das denn anstellen? Reicht es nicht, ihr Blut einfach zurück zu befördern?“
„Nein! Willst du, dass gesundes Gewebe abstirbt?“
Entschlossen erhebt sich Agnar. „Das wird mir zu kompliziert! Ich gebe ihr einfach was von meinem Blut!“
„Unterstehe dich, Dämon!“, zischt Milan.




„Doch, doch! Lass ihn machen, Milan! Ich will sehen, was Dämonenblut mit einem Medium macht!“, äußert sich Naomi ganz aufgeregt dazu.

Die Hexe muss viel Vertrauen in ihre untoten Soldaten haben, denn sie quatschen bereits gefühlt eine halbe Ewigkeit. Skyla hält sie zu lange auf.
„Ich will ja nichts sagen, aber solltet ihr euch nicht lieber um die Feind kümmern?“, spricht sie die Problematik an.
Naomi dreht sich schwungvoll zur Seite, um sie herum wurde es still. Während hinter der Wand ihre Leichen laut fauchen und Geschrei zu ihnen durchdringt.
„Wieso? Mason wütetet mit seiner Fee dort draußen“, berichtet die Hexe ihnen.

Mason!
Er mag ebenfalls stark sein, aber Skyla kann nicht befürworten, dass Naomi ihn allein mit der Säuberung lässt.
„Geh schon, Naomi! Hilf ihm!“
Eingebildet reckt die Hexe das Kinn. „Um zu verpassen, wie du mit Dämonenblut gefüttert wirst? Oh nein! Lass mich jedes noch so kleine Detail dokumentieren und hoffen, du verfällst dem Wahnsinn, damit ich dich später sezieren kann.“
„Deine Blutgruppe, Süße!“
Milan klingt gereizt und ungeduldig. Doch Skyla wird ganz schummrig. Die Sicht verschwimmt, woraufhin Agnar handelt und sein Handgelenk an ihre Lippen drückt. An einer offenen Stelle, sodass sein Blut ihre Lippen benetzt.
„Trink!“, fordert er streng.
Der Schwindel mag kicken und doch verengen sich ihre Augen. Ihr Ausdruck wird zu einer einzigen Anklage. Zum Glück handelt Milan für sie und stößt Agnar von ihr fort. Milan macht Anstalten, mit seinem Jackenärmel das Dämonenblut aus ihrem Gesicht zu wischen, doch Naomi fängt seinen Arm ab.
„Bist du bereit, sie aufgrund von Blutmangel zu verlieren?“
„Nein! Aber Dämonenblut ist keine Alternative!“

Kopfschüttelnd dreht sich Naomi um und ihr Grinsen wird breiter.
„Sieh an, ein paar Trottel haben es an meinen Toten vorbei geschafft. Seid ihr sicher, dass ihr euch mit mir anlegen wollt?“
Statt einer Antwort werden Taten gesprochen. Mit einem Sprung überwindet einer der Ritter die Distanz. Zwei Schwerter werden überkreuzt geschwungen und verfehlen. Der Windzug lässt Naomis langes Haar wie einen Umhang in einer leichten Böe flattern. Als gehöre alles zu einer Tanzeinlage, holt sich der Ritter in den Knien Schwung und will sich mit den angewinkelten Schwertern drehen. Doch auf dem Boden unter ihm entstehen Funken. Der Blick des Feindes fällt hinab, da schnappt die Falle bereits zu. Blitze klettern wie Ranken hinauf und umschlingen ihn. Unter Geschrei und Dampf geht der Ritter in die Knie. Unter den starken Zuckungen verliert er seine Schwerter. Naomi streckt den Arm zur Seite und schwarze Rauchpartikel umwickeln diesen. Eine gewaltige Klaue aus Rauch und Dunkelheit legt sich wie ein Handschuh über ihre Haut. Mit der Klaue holt sie schließlich aus, um den nächsten Ritter tödlich zu verletzen. Die Klauen ziehen sich vom Hals abwärts tödlich über den Rumpf. Noch während der Feind blutend zu Boden geht, konzentriert sich Naomi schon auf die Nächsten.



So beeindruckend Naomis Art zu kämpfen sein mag, fallen Skyla die Augen zu. Milan arbeitet gegen ihre Müdigkeit und ermutigt sie, wach zu bleiben. In klaren Momenten sieht sie ihn sogar telefonieren.
„Du bist dir sicher?“, hört sie ihn fragen. „Gut, dann ziehe ich das jetzt durch. Irrst du dich jedoch, verzeihe ich dir nicht!“
Kaum legt er das Telefon fort, ruft er streng nach Agnar. Doch mehr bekommt Skyla schon gar nicht mit. Die Augen fallen zu und Kälte bricht über sie ein. Licht bricht die Dunkelheit. Ermüdet findet sich Skyla auf einen Hocker an einer Theke. Der Geruch von Basilikum und Oregano liegt in der Luft. Die Umgebung wirkt vertraut. Ein Restaurant, das sie schon öfter besuchte. Gestaltet mit warmen Erdtönen und Marmor. Im Hintergrund der vertraute Gesang. Sanfte Töne, die an Lautstärke gewinnen und plötzlich landet direkt vor Skyla ein riesiger Teller Pasta. Der Geruch von karamellisierten Zwiebeln steigt ihr in die Nase.
„Buon appetito!“
Stolz grinsend beugt sich Emilie zu ihr hinüber und reicht ihr Besteck. Verwirrt hebt Skyla den Kopf. Das Lokal wirkt trostlos leer. Dabei erinnert sie sich gut, wie ausgebucht der Laden sonst immer ist. Emilies Arbeitsplatz. Ein hervorragender Italiener.

Ihr Zögern macht Emilie anscheinend ganz hibbelig, denn sie fleht förmlich: „Nun probiere schon, Skyla! Du wirst überrascht sein.“
Kurz inspiriert die Angesprochene das Gericht und hinterfragt: „Vegetarisch?“
„Ja! Aber vertraue mir! Das ist so himmlisch lecker!“
„Weil die Zwiebeln karamellisiert sind und du eine Naschkatze bist!“
Emilie zwinkert frech. „Ertappt! Ich könnte mich in das Essen reinlegen!“
So gut die Speise auch duftet, fühlt es sich an, dass etwas nicht stimmt.
„Emilie? Wo sind die Gäste?“
Verwirrt legt ihre Freundin den Kopf schief. „Wieso? Ist es nicht gemütlicher, wenn wir ungestört sind?“
„Okay!“ Skyla erhebt sich vom Hocker und dreht sich im Kreis. „Hier stimmt etwas nicht. Was ist hier los?“
Sich zu erinnern, sorgt jedoch nur für fürchterliche Kopfschmerzen. Emilie umrundet die Theke und eilt herbei, um ihr zurück auf den Hocker zu helfen. In der Schnelle organisiert sie ein kühles Getränk und hält es ihr hin.
„Hey, schon gut. Trink, das wird dir helfen.“




Eine Aussage, die sich bewahrheitet. Kaum sind die ersten Schlucke getätigt, schwindet der stechende Kopfschmerz.

Zufrieden lächelt Emilie und fordert sie erneut auf, zu probieren. Wahrlich meldet sich der Hunger und Emilies Empfehlung schmeckt besser als erwartet. Im Nu leert Skyla den Teller und wischt sich mit einer Serviette den Mund sauber.
„Warte, lass mich spülen“, schlägt sie vor, als Emilie abräumt.
„Oh nein!“ Emilie hebt zwar mit einem strengen Blick den Zeigefinger, doch die Albernheiten brechen direkt heraus. Sie kichert leise und zwinkert schließlich. „Du bist doch schließlich mein Gast.“
Da sich Skyla geschlagen gibt, gleitet ihr Blick durch das schöne Restaurant. Nicht mal halb so groß wie ihr Arbeitsplatz und doch finden ordentlich viele Gäste Platz.
„Wo ist der Chef, Emilie?“
„Ich will ihn gerade nicht hier haben. Viel lieber mag ich die Zeit allein mit dir genießen.“
Kaum runzelt Skyla die Stirn, spricht sie ihre Zweifel aus: „Du hast deinen Chef rausgeworfen?“
Emilie kichert erheitert und nickt. „Kann man so sagen. Du hast echt keine Ahnung oder?“
In der Tat!
„Kläre mich bitte auf, Emilie“, fordert Skyla ungeduldig.
Doch stattdessen hinterfragt ihre Freundin: „Wie klappt es mit Milan? Seid ihr jetzt ein Paar?“
Milan… Skyla meint, ihn erst kürzlich gesehen zu haben. Doch die Erinnerung wirkt fern.
„Ich glaube schon, aber ich bin mir nicht sicher“, gesteht Skyla und massiert die Schläfen. „Irgendwie erinnere ich mich kaum.“
Beunruhigt blickt Emilie zu ihr rüber. „Dich hat es echt übel erwischt oder?“
Fragend hebt Skyla die Augenbraue. „Was meinst du?“
Emilie deutet auf die Schulter und als Skyla ihrem Blick folgt, blickt sie in eine klaffende Schnittwunde. Sie hat freie Sicht auf den Knochen. Panisch erhebt sie sich und wundert sich darüber, keine Schmerzen zu empfinden.
„Was zur Hölle! Wie ist das denn passiert?“

Emilie legt das saubere Geschirr beiseite und kehrt zu ihr zurück. Sie begutachtet die Wunde und verzieht ihr Gesicht.
„Sieht schmerzhaft aus. Tut es nicht weh?“
„Ehrlich gesagt nicht. Müsste es auch nicht bluten?“, wundert sich Skyla laut.
Emilie schüttelt den Kopf. „Ich denke, dass liegt daran, weil du gerade behandelt wirst.“




„Wie? Ist das hier nur ein Traum? Oder bin ich etwa tot?“
Skyla plappert einfach drauf los und doch trifft Emilies Antwort sie wie ein Blitz: „Du befindest dich an der Schwelle des Todes.“
Skylas Augen weiten sich vor Schrecken. „Du etwa auch, Emilie? Hatten wir einen Unfall?“
Emilie seufzt bitter und entledigt sich ihrer Schürze. Als sie ihre Kochjacke aufknöpft, erblickt Skyla die riesige Narbe, die sich über den gesamten Oberkörper erstreckt. Damit prasseln die fehlenden Erinnerungen auf sie ein. Wie ein Pfeilhagel. Bevor Skyla auf die Knie gezwungen wird, greift Emilie ihr unter die Arme und gibt ihr nötigen Halt. Anders als Skyla lächelt sie noch immer fröhlich, obwohl die Nachrichten fürchterlich erschüttern.

„Weißt du, ich habe das Rezept erst kürzlich für mich entdeckt und ich war einfach süchtig danach. So oft wollte ich es mal für dich kochen und nun endlich habe ich die Gelegenheit erhalten“, flötet Emilie stolz, „Oh lass uns den Moment noch auskosten. Wollen wir uns hinsetzen und einen Cocktail trinken oder lieber raus spazieren gehen? Ich bin für alles offen.“
Skyla blickt über die Schulter und fixiert die Tür. „Können wir eigentlich raus?“
„Aber klar doch! Warte, ich hole meinen Mantel. Setz dich erst einmal. Ich bin gleich da!“
Stürmisch wie eh und je eilt Emilie fort. Skyla schwankt jedoch und klammert sich am Rand des Tresens fest. Ihr Kopf dröhnt und so viele Emotionen toben in ihr. Frust aufgrund des Versagens. Trauer über den Tod ihrer Freundin. Furcht vor dem Ungewissen.

Kaum kehrt Emilie zurück, hebt Skyla traurig den Kopf.
„Warte, Emilie. Bist du mir nicht böse? Schließlich habe ich versagt, dich zu retten.“
„Ich bin dir böse. Ein bisschen. Aber nicht wegen der Rettung.“ All das Gesagte passt nicht zu ihrer fröhlichen Stimmung. Doch zum Glück erklärt sich Emilie. „Was mich eher getroffen hat, sind deine Geheimnisse. Warum konntest du nicht einfach ehrlich zu mir sein? Warum musste ich anderweitig erfahren, dass du anders bist?“
Skyla schämt sich. Ähnlich wie bei Lukas. Nur schlimmer.

„Was haben sie dir gesagt, Emilie?“, fragt sie vorsichtig nach.
„Sie nennen dich ein Geschwür. Infiziert mit Dunkelheit. Doch ich kenne dich und halte dich mehr für eine Heldin. Ich bin ehrlich, ich bin kein Fan von so etwas. Aber ich weiß, du stehst total auf Superhelden und so. Daher freue ich mich für dich, dass du nun auch solch eine Begabung bekommen hast und als Held durchstarten kannst.“ Neugierig tritt Emilie heran. „Kannst du mir deine Kräfte zeigen? Meine Entführer gingen nicht ins Detail, dabei wäre ich echt neugierig, was dich ausmacht. Hast du unmenschliche Stärke? Sie bezeichnen dich als Hexe. Also kannst du zaubern?“




Skyla schüttelt bitter den Kopf. „Nein. Sie irren sich. Ich bin keine Hexe, sondern ein Medium. Vererbt wie es scheint. Mein Vater wurde dabei übersprungen. Aber wie meine Oma besitze ich telekinetische Fähigkeiten.“
Zum Beweis lässt Skyla Emilies aufgefangene Handtasche heran schweben. Mit einem Lächeln schnappt sich ihre Freundin diese und klatscht begeistert.
„Irre. Du kannst Gegenstände aus der Ferne steuern?“
„Unter anderem.“ Skyla nickt Richtung Tür. „Lass uns rausgehen und ich erzähle dir unterwegs davon.“
Freudestrahlend eilt Emilie zur Tür, um ihr diese aufzuhalten und sie mit einer einladenden Geste hinaus zu bitten. In einen sonnigen Tag, voll Vogelgezwitscher und friedvoller Stimmung. Als erkenne Emilie, dass Skyla die Geisterstadtatmosphäre weniger begrüßt, folgt ein Schnippen und im Nu füllt sich die Stadt mit Leben.
„Schau mal! Ich kann auch zaubern!“ Emilie kichert und hackt sich glücklich an Skylas Arm. „Somit haben wir etwas gemeinsam.“
In der Tat! Skyla staunt nicht schlecht. Ihre Umgebung wirkt trotz vertrauten Elementen bedrohlich fremd und noch weiß Skyla nicht, wie sie über jenen Moment denken soll. Aber kaum geht es hinaus, übernimmt Emilie die Führung. Wohin es auch gehen mag, Skyla will den Spaziergang genießen. Jede einzelne Sekunde.

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