Ascardia-Kapitel 48
~Cayden~
Als Fürst Dorne seinen Blick auf Ascardia richtete, rutschte mir das Herz in die Hose. Sein Lächeln warnte mich vor, weshalb ich meine Magie um Issabella legte, um sie daran zu hindern, sich zu bewegen. Allerdings drang ich nicht bis zu ihr durch. Irgendwas blockierte meine Magie.
War ich noch zu schwach?
»Komm her, Kleine«, befahl er mit einer Stimme, die selbst an mir hängenblieb wie Honig.
Manipulation!
Ascardia war nicht stark genug, sich dagegen zu wehren! Wenn selbst Issabella ihr verfiel, dann war es bei Ascardia …
Obwohl ich wusste, dass es vergebens war, versuchte ich auch Ascardia einzuhüllen. Am besten wäre, wenn sie sich nicht bewegte, sonst würde sie das Messer umbringen.
Ascardia blinzelte und griff nach Issabellas Hand, als würde sie diese festhalten wollen. »Selbst, wenn ich wollte, wie stellst du dir das vor mit einem Messer an den Hals?«, fragte sie so verwirrt, dass in mir einem Moment ein Lachen aufstieg.
Es war eine Mischung aus Verzweiflung und Überraschung. Sie zeigte keinerlei Reaktion auf Fürst Dornes Versuch, sie zu kontrollieren.
Ich blickte zu ihm zurück und bemerkte weit aufgerissene Augen, als hätte er ebenfalls nicht damit gerechnet.
Dann ballte er die Fäuste. »Issabella«, rief er aufgebracht.
»Scheiße«, knurrte Ayden, doch er konnte genauso wenig tun wie ich.
Panik schnürte mir die Kehle zu, während ich versuchte, Issabellas Bewegungen festzuhalten, doch meine Kraft prallte erneut an der von Dorne ab.
»Issabella. Warum tust du das?«, fragte Ascardia, die noch immer ihren Arme hielt.
Es hatte keinen Sinn mit ihr zu sprechen, doch das konnte sie nicht wissen.
Durch Issabellas Körper rann ein Schauer, der sie erzittern ließ. Ich konnte an ihren Augen erkennen, dass da etwas war.
Issabellas Lippen bewegten sich, doch kein Ton kam hervor.
»Du musst das nicht tun«, flüsterte Ascardia, als würde sie ihr Zögern nicht ganz verstehen. Vermutlich war ihr nicht klar, dass Issabella kontrolliert wurde und sich nicht wehren konnte.
Fürst Dorne lachte. »Sie steht unter meiner Kontrolle«, prahlte er und schnippte mit den Finger.
Issabellas Augen wurden dunkler und sie machte einen Schritt nach vorn und schob Ascardia mit sich.
»Das reicht«, rief ich und wandte mich zu Fürst Dorne. Ich hatte keine andere Wahl! In einem Versuch die Situation zu retten, ließ ich meine Macht frei.
Raureif zog so schnell über den Boden, dass sie Fürst Dorne erreichte, bevor er überhaupt daran denken konnte, auszuweichen.
Meine Kraft zog sich über seine Beine, hinauf zu seinen Armen.
Wenn er nicht mehr sprechen konnte, konnte er keine Befehle mehr geben. Das war mein Plan, doch plötzlich spürte ich Widerstand.
Schwarze Blitze schossen in mein Eis und drängten es langsam zurück.
Seit wann war Fürst Dorne so stark? War das alles dem Schattenlicht zu verdanken? Aber wie hatte er das geschafft?
»Issabella«, rief er erneut, doch dieses Mal machte sie nicht einmal einen Schritt nach vorn. Stattdessen nahm sie langsam das Messer herunter.
Ascardia hatte die ganze Zeit auf sie eingeredet und ich hatte das Gefühl, ihre Worte hätten sie wirklich erreicht.
Jetzt, wo Ascardia außer Gefahr war, griff auch Ayden ein. Ich hörte das Sirren, als er sein Schwert aus der Scheide zog und auf Fürst Dorne zustürmte.
In dem Moment, in dem ich ihn warnen wollte, war es zu spät.
Macht sammelte sich in Fürst Dorne, der sich zu meinem Bruder wandte.
Schwärze schoss auf Ayden zu und nahm ihn ein.




































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