Ascardia-Kapitel 50
~Ascardia~
»Töte sie«, schrie Fürst Dorne. Dieses Mal voller Wut und Ärger. Er verlor die Beherrschung.
Trotzdem änderte das nichts daran, dass Ayden seine ausführende Hand war.
Dieser zog sein Schwert nicht wieder zu sich, sondern stand einfach nur da und stand Cayden an. Ich spürte das unangenehme Kribbeln der Magie, das über meine Haut fuhr und direkt zu Ayden gezogen wurde.
Magie sammelte sich um ihn herum und plötzlich begann seine Haut zu leuchten.
Ich schnappte nach Luft, als mir die Hitze entgegenschlug.
Es fühlte sich an wie ein Lavafluss im Gluthain.
Mein Herz klopfte stürmisch und drängte mich dazu, etwas zu tun.
Würde er explodieren?
Mein Mund wurde trocken und ich setzte mich in Bewegung. Die Schmerzen in meinem Bein zogen sich bis zu meiner Hüfte, doch ich ignorierte es. Das war jetzt nicht wichtig. Nur Ayden war wichtig.
Wenn er das tat, würde er sich selbst verletzen. Das durfte nicht passieren!
Ich rannte so schnell ich konnte, während ich meine Ausdauer und Kraft als Werwolf das erste Mal richtig zu schätzen wusste. Obwohl ich nur eine Omega war, konnte ich trotzdem mit dem meisten Verletzungen umgehen. Seitdem ich hier lebte, fiel es mir sogar noch leichter.
Das einzige Problem war, dass ich keine Magie beherrschte. Als vor mir ein Feuerball auftauchte, konnte ich mich nicht dagegen wehren.
Ärger machte sich in mir breit, als die Hitze immer näherkam. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das war nicht gut.
Etwas Silbernes huschte durch mein Blickfeld.
Fell, das zu einem großen Wolf gehörte.
Er zog sanfte Nebelschwaden hinter sich her, doch als der Feuerball in den Wolf einschlug, krachte er zu Boden. Feuer flimmerte auf seinem Fell und ich hielt den Atem an.
Was war hier gerade passiert?
Der Wolf zuckte und verwandelte sich in Issabella zurück. Ihre Arme und Beine mit Brandwunden überzogen.
Hatte sie gerade …
Bevor ich diesen Gedanken zu Ende bringen konnte, hörte ich sie flüstern: »Los jetzt. Rette ihn.«
Diese Worte sorgten dafür, dass ich sofort wieder losrannte.
Ich hatte keine Ahnung, was ich tun wollte, wenn ich ankam, doch irgendwas würde mir schon einfallen.
Die Hitze wurde immer schlimmer, doch es gelang mir, Ayden zu erreichen, ohne erneut von einem Feuerball zurückgedrängt zu werden. Dabei bildeten sich diese überall im Raum.
Als ich meine Arme um Ayden schloss, hatte ich das Gefühl, einen Vulkan zu umarmen.
Meine Haut brannte, als die Hitze sie berührte. Der Geruch von verbranntem Fleisch stieg mir in die Nase, doch das interessierte mich nicht. »Ayden«, schrie ich. »Hör auf damit.«
Ich konnte spüren, wie er sich versteifte, dann zuckte. Seine Arme schlossen sich vorsichtig um mich. »A-Ascar…«, setzte er an, als würde er sich endlich aus dem Griff befreien. Dann brach seine Stimme in einem leisen Blubbern, während sich stechender Schmerz in meinem Bauch breit machte.
Ein metallischer Geschmack machte sich in meinem Mund breit und meine Augen weiteten sich.
Plötzlich brach Kälte aus. So heftig und intensiv, dass sie den gesamten Raum einnahm.
Sie breitete sich knisternd über den Boden aus, schloss Ayden und mich mit ein und traf am Ende Fürst Dorne.
Ich hatte das Gefühl, Caydens Wut in der Magie zu spüren, doch ich konnte mich nicht darauf konzentrieren. An den Rändern meiner Sicht tauchte Schwärze auf, die sich immer weiter ausdehnte.
»Asca«, keuchte Ayden, der mich noch immer hielt.
Das Stechen in meinem Bauch wurde stärker und dann fiel etwas klappernd zu Boden. Ein Schwert?
Ich konnte nicht darüber nachdenken, was genau passiert war, da wurde mein Blick völlig schwarz und meine Beine gaben nach.
Ich hatte das Gefühl, jemand würde meinen Namen schreien, doch die Schwerelosigkeit nahm mich ein und trennte mich von der Welt, die ich lieben gelernt hatte.



































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