Kapitel 7
Fiona
„Ihr habt doch sicherlich alle etwas zu tun oder?“ erhebt Dad seine Stimme. Alle wuseln daraufhin geschäftigt auseinander. Nur Hanna und Lillys Familie bleiben noch.
Hannas Mutter kommt nochmal zu uns „Schön dich gesund hier stehen zu sehen Fiona.“ spricht sie in ihrer üblichen sanften Ruhe. An meine Mutter gewandt fragt sie „Luna, soll ich mir ihre Verletzung mal anschauen?“ Mom scheint sich jetzt erst wieder an die Kopfverletzung zu erinnern. „Oh, das wäre super Marlene, Danke dir.“
Zusammen gehen sie in Richtung der Krankenstation. Hanna wendet sich mir zu, genau wie Julie und Lilly. „Na kommt, die beiden werden bestimmt später zu uns dazustoßen. Wir machen einen Frauentag und bringen uns gegenseitig auf den neusten Stand.“ bestimmt Lilly und zieht uns Frauen alle mit.
„Das können wir gerne Lilly, aber vorher würde ich dann doch gerne etwas anderes anziehen.“ melde ich mich zu Wort. Lilly bleibt stehen und lässt ihren Blick an mir herab wandern. „Ja, das wäre vielleicht der beste erste Schritt.“ stimmt sie mir zu. „Ich würde auch gerne Zeit mit meiner Tochter verbringen.“ protestiert Dad.
Lilly öffnet ihren Mund, um ihm zu widersprechen, als auch Ted spricht. „Genau Liebling. Fiona ist meine Patennichte, ich möchte auch wissen, wie es ihr erging.“ Grinsend sehe ich dabei zu, wie Lilly ihrem Alpha hätte widersprechen können, aber bei ihrem Mate wackelt ihr Widerstand.
„Meinetwegen tragen wir auch bunte Haarbänder und Gesichtsmasken oder was auch immer ihr vorhattet.“ spricht Ted. Bei Teds Worten schaut Dad ihn entgeistert an „Das hast DU jetzt gesagt.“ Und spricht gleichzeitig mit Lilly: „Abgemacht“ Dad schaut zu Lilly und schüttelt den Kopf „Hier ist gar nichts abgemacht.“
Lilly lächelt hinterhältig „Du willst doch auch Zeit mit deiner Tochter verbringen?“ Dad nickt langsam „Jaaa, aber“ „Nichts aber. Wenn du Zeit mit ihr verbringen willst, muss du mitmachen. Ted hat es verstanden.“ spricht Lilly weiter und küsst Ted. Dann schiebt sie fröhlich Ted und winkt uns ihr zu folgen.
„Unsere Luna wird auch dabei sein.“ ruft Lilly über ihre Schulter zu Dad zurück. Grummelnd folgt uns schließlich doch noch Dad. „Wehe das macht die Runde, dass ich mitmache.“
Es dauert nicht lange und wir finden uns alle im Wohnzimmer von meinen Eltern wieder. Inzwischen habe ich von Julie Jeans und ein T-shirt bekommen, welches ich mir auch direkt angezogen haben.
Lilly hat zusammen mit Hanna für unser Leibliches Wohl gesorgt, währenddessen Ted und Dad sich um Stühle, Decken und Kissen gekümmert haben. Tatsächlich kommt in dem Moment, als wir alle fertig sind auch Mom und Marlene dazu.
„Hier sieht es ja gemütlich aus.“ freut sich Mom und macht es sich gleich in ihrem Sessel bequem. „Und wieso sollte ich Die mitbringen?“ fragt Marlene und hebt eine Box mit Gesichtsmasken und anderen Cremen hoch. Lilly klatscht freudig in die Hände „Super, ich habe auch die passenden Haarbänder gefunden.“
Während sie das sagt, wirft sie Ted und Dad jeweils pinke Haarbänder zu. „Haare weg und dann Maske ins Gesicht.“ befiehlt Lilly schon fast. Dad lässt ein warnendes Knurren los, doch tut er wie geheißen, als Ted schon die Gesichtsmaske im Gesicht verteilt.
Grinsend beugt sich Mom zu mir und wendet ihren Blick von ihrem Mate zu mir. Prüfend schaut sie sich mein Gesicht an „Du brauchst auch eine. Stand zwar nicht auf meinem Plan für heute, aber was solls.“ spricht sie und greift nach Masken und Haarbändern.
Wenig später haben wir alle eine Gesichtsmaske auf. Lilly hat zudem ihre Nagellacke herausgeholt und bei Ted begonnen verschiedene Muster auf die Nägel zu malen, da sie sich nicht entscheiden kann. Ted lässt es grinsend über sich ergehen.
„Ich habe lange aufgehört dagegen anzukämpfen. Sie bekommt eh ihren Willen und so kann ich es schneller wieder abmachen.“ hat er Schulterzuckend gemeint.
Ich erzähle, wie ich die Jahre verbracht habe, auch wenn es nicht viel zu erzählen gibt. Denn von Aufträgen darf ich nicht erzählen und ansonsten habe ich nicht viel gemacht. Bei der Erkenntnis wird mir wehmütig. Wie konnte ich mich so von meiner Angst leiten lassen?
Meine Neugier bricht schließlich dann auch aus mir heraus „Was ist eigentlich hier passiert, nachdem ich weg war?“
Eine bedrückende Stille breitet sich aus. Hanna räuspert sich als erste „Naja, dein Verschwinden hat ordentlich für Trubel gesorgt und nachhaltige und vor allem positive Veränderungen.“
Lilly lackiert ihren letzten Nagel, ehe sie alles wegräumt und beginnt zu erzählen:…
























































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