Kapitel 14 – Heldenhaft
Kapitel 14 – Heldenhaft
Aurelie
„Meine Königin!“ Leeander preschte in meine Gemächer, wo er mich in einer eher unvorteilhaften Situation vorfand.
Ich lag auf dem Boden. Mein Schwert, mit dem ich eigentlich gegen Targes kämpfte, hatte er mir aus der Hand geschlagen. Es war unter das Sofa geschlittert und ich lag auf dem kalten Stein.
Leeander reagierte sofort. Targes konnte gar nicht schnell genug die Klinge von meinem Hals nehmen, da hatte der Grigoroi schon sein Schwert gezogen und Targes‘ Klinge abgewehrt.
„Haltet ein!“, rief Graf Targes und parierte einen zweiten Angriff Leeanders.
Metall klirrte auf Metall, als Lee erneut ausholte. Die Schläge kamen schnell nacheinander. Nun sah ich, was Targes die letzten Tage damit gemeint hatte, dass ein Angriff darauf abzielte, die Deckung des Gegners zu schwächen und nicht eine schlechte Deckung als Angriff zu nutzen.
„Es war nur ein Training!“, rief Targes wieder und beschränkte sich darauf, Leeanders Angriffe abzuwehren. Mittlerweile nutzte Targes die Deckung und lenkte den Kampf ganz bewusst von mir weg.
„Stopp! Lee, halt!“, schrie ich. Schnell rappelte ich mich auf, doch Lee hörte nicht auf mich. „Leeander, wirst du wohl aufhören! Er hat nichts Falsches getan!“
„Wir haben erst vor einer Woche zwei ehemalige Minister gehängt! Und nun wird sich der nächste dem Urteil stellen!“ Erneut sauste seine Klinge auf Targes nieder. Dieser parierte den Schlag, sodass die Lees Klinge ein Kissen auf dem Sofa aufschlitzte. Federn verteilten sich in der Luft.
Selbst Kaldor lief mit eingezogenem Schwanz in mein Schlafzimmer. So viel dazu, dass er mich bewachen sollte, wenn er erst ausgewachsen wäre …
„Leeander!“, rief Targes, „Ihre Majestät bat mich um Training. Ich habe nicht die Absicht, ihr etwas anzutun!“
„Ach ja? Und wo ist dann die Waffe Ihrer Majestät?“, erwiderte Lee und drängte Targes weiter zurück. Die Schwerter krachten in den Kamin und Putz bröckelte vom Kaminsims.
Schwer atmend, sah ich mich um. Ich fand es in der Hektik nicht! „Bei allem, was mir lieb und teuer ist, wirst du wohl einhalten, dein Schwert gegen meinen Lehrmeister erheben!“, schrie ich erbost, ging auf ihn zu und riss von hinten an seiner Tunika. „Er spricht die Wahrheit! Und jetzt senke augenblicklich deine Klinge!“
Lee senkte sein Schwert. Allerdings legte er den anderen Arm um mich und schob mich etwas beiseite, weg von Targes. Diesen behielt er akribisch im Blick.
Targes steckte seine Waffe in die Schwertscheide. Trotz seines fortgeschrittenen Alters wirkte er kein bisschen außer Atem. Nicht einmal Schweiß stand auf seiner Stirn. Als habe er nur mit Lee getanzt, anstatt gegen ihn zu kämpfen. „Euer Schwert ist unter das Sofa gerutscht, Majestät.“
„Oh. Danke.“ Schnell ging ich zum Sofa, kniete mich hin und holte es hervor. „Siehst du?“, sprach ich keuchend an Leeander gewandt. „Alles in Ordnung. Er hat mir nichts getan. Und er hat auch nichts getan, worum ich ihn nicht ausdrücklich gebeten habe.“
Erst jetzt steckte auch Lee seine Waffe weg und atmete wohl aus Gewohnheit tief durch. „Seit wann?“
„Seit … etwas mehr als einer Woche, denke ich. Oder meintest du, seit wann ich das Schwert führe?“
Lee winkte ab. „Cyrus und Timmok sprachen schon darüber. Aber es erleichtert mich, dass Ihr um Hilfe gebeten habt.“ Er lächelte kurz, straffe sich aber augenblicklich wieder. „Cyrus‘ Berater sind eingetroffen. Ich habe Ihnen bereits Zimmer zugewiesen. Aktuell ruhen sie sich von der Reise aus. Wann wünscht Ihr mit ihnen zu sprechen?“
„Sie dürfen mich mittags im Thronsaal aufsuchen.“
Leeander nickte und verbeugte sich. „Sicher, Majestät.“
Bevor er meine Gemächer wieder verließ, rief ich ihn noch mal zurück. „Lee!“
„Ja, Majestät?“
„Cyrus erfährt hiervon nichts, haben wir uns verstanden?“
Leeander nickte knapp. „Ich verdanke ihm alles, aber ich bin ihm nicht verpflichtet.“ Kurz darauf verließ er meine Gemächer und schloss die Tür leise hinter sich.
„Dass er sich darauf einlässt, hätte ich nicht erwartet“, flüsterte ich baff.
„Vermutlich gab der König ihm die Anweisung, gut auf Euch zu achten und alles zu tun, was Ihr wünscht. Allerdings verstehe ich nicht, warum er seinem Erschaffer nicht verpflichtet sein sollte“, bemerkte Targes. „Im Übrigen muss ich Euch loben für Euren Ehrgeiz. Ich habe tatsächlich jeden Tag damit gerechnet, dass Ihr das Training wieder abbrechen wollt. Eure Frustration stand Euch täglich dick ins Gesicht geschrieben. Aber die Reife steht Euch gut.“
Mitten in der Bewegung erstarrte ich. Schließlich blickte ich ganz langsam zu ihm auf. „Was habt Ihr gerade gesagt?“ Meine Stimme bebte vor unterdrückter Emotion.
„Eure Reife, Majestät. Sie formt nicht nur Euren Körper, sondern auch Euren Geist.“
„Ich weiß, was die Reife ist!“, zischte ich. „Aber wie kommt Ihr darauf, dass ich bereits dabei wäre, sie zu durchschreiten?“
„Euer Herzschlag verlangsamt sich, wenn wir miteinander üben. Das war beim ersten Mal nicht so. Da raste er so sehr, dass ich mir schon Sorgen gemacht habe. Aber nun haltet Ihr das Schwert jeden Tag ein wenig fester. Ihr werdet kräftiger, schneller und eleganter in Euren Bewegungen. Eine Eleganz, die für den ungeformten Körper eines Kindes unmöglich ist, stellte er nüchtern fest.
Verflucht, verdreckt, bei den Göttern, konnte auch einmal etwas Gutes passieren?! Ich biss mir auf die Zunge und hinderte mich nach Möglichkeit daran, meine Gedanken laut auszusprechen. Ein verzweifeltes Stampfen mit dem Fuß konnte ich allerdings nicht unterdrücken. Genauso wenig hatte ich Einfluss auf meine geballten Fäuste oder meine verbissene Miene. Mein Atem wurde schwer, als ich schlussendlich realisierte, was das bedeutete. Ich konnte es nicht mehr verstecken. Es ging nicht mehr.
„Und nun seid Ihr wieder wie ein störrisches, bockiges Kind.“ Seine Miene erhellte sich und er lachte leise. Es war allerdings kein boshaftes Auslachen. Dafür lag zu viel Wärme und Güte in seinen Augen. „Meine Enkeltochter hat erst vor vier oder fünf Jahrzehnten ihre Reife durchlebt. Da gab es auch diese Momente. Ich sehe sie an und sehe vor mir die junge Frau. Dann verlasse ich nur kurz das Zimmer und wenn ich wiederkomme, ist sie wieder mein kleiner Schatz. Jung und unbedarft.“
„Um Kind zu sein, habe ich keine Zeit“, flüsterte ich leise. „Und erwachsen darf ich nicht werden.“ Verzweifelt setzte ich mich aufs Sofa, legte das Schwert neben mir ab und verbarg mein Gesicht in meinen Händen. Zittrig atmete ich ein.
„Wahrscheinlich kommt Eure Reife nun so schnell und überraschend, weil sich die Ereignisse überschlagen haben. Erst die Ermordung Eurer Familie, dann die sehr überraschende, spontane Hochzeit und Krönung. Und nun ist der König fort und die ganze Verantwortung ruht auf Euren zarten Schultern. Natürlich bricht da die Reife hervor. Vermutlich seid Ihr in ein, zwei Wochen schon durch damit.“ Er machte eine Pause, trat auf mich zu und kniete vor mir nieder. Dabei legte er eine Hand auf mein rechtes Knie. „Aber warum sagt Ihr, Ihr dürftet nicht erwachsen werden, meine Königin? Was ängstigt Euch?“
Ich lachte affektiert auf. „Vor dem Rat geben der König und ich vermutlich ein wunderbares Paar ab, nicht?“
„Der Blutschwur macht vieles einfacher“, begann er und stockte kurz. Er musterte mich so eindringlich, dass ich begann, mich unwohl zu fühlen. „Nun“, nahm er den Faden wieder auf, „arrangierte Ehen gibt es leider zu viele unter Vampiren und oftmals dauert es Monate oder Jahre, bis Vertrauen, Zuneigung und letztendlich Liebe daraus erwächst. Es ist völlig normal, dass die Partner am Anfang aneinandergeraten. Ecken und Kanten müssen sich einschleifen.“
„Ich mag nicht besonders viel von meiner Familie gehalten haben, aber trotzdem hätte es sicher einen anderen Weg gegeben …“, murmelte ich leise. „Doch er geht lieber den Weg der Gewalt.“ Mein Blick war starr nach vorn gerichtet. „Reißt dem König den Kopf von den Schultern, rammt meiner Mutter mithilfe seines Flittchens ein Stuhlbein ins Herz und meinem Bruder wird die Kehle durchgeschnitten, sodass sein Hals förmlich zu einem Springbrunnen mutiert ist.“ Ich sah die Bilder vor mir, als wäre es gestern gewesen. Alexanders Blick. Der letzte Funke in seinen schönen, braunen Augen, und wie er verglomm, während seine Lippen sein letztes Wort formten. Lauf.
Der Graf nickte langsam und nahm seine Hand von meinem Knie. Im Anschluss setzte er sich zu meinen Füßen auf den Boden, sodass er mit der Seite gegen das Sofa saß und einen Arm auf die Sitzfläche legen konnte. „Wusstet Ihr, dass es vor tausenden Jahren auch unter den Menschen Königreiche gab? Damals gab es nur einen Vampirkönig, keine Fürsten. Die Menschen lagen ständig miteinander im Krieg. Und immer, wenn ein König einen anderen angegriffen hat, starb auch seine gesamte Familie. So wurde jeglicher Anspruch auf den Thron ausgemerzt. Es wurden Säuglinge wie Kinder ermordet. Selbst entfernte Verwandte des Königshauses starben. Zumindest die Männlichen. Den Mädchen und Frauen erging es in den meisten Fällen schlimmer.“
„Dann durften Frauen damals noch nicht herrschen. Bei einer Übernahme müssen alle möglichen Thronerben ausgemerzt werden.“ Apathisch blickte ich auf meine ineinander verschränkten Hände. „Eine Schande, dass er meinen Tod versäumt hat.“ Eine Weile blieb ich still. „Wäre ich nicht auf diesem Fest gewesen, hätte er mich nie in die Finger bekommen.“
„Bei den Menschen erben nur die Männer Land und Titel. Frauen sind nur da, um Kinder zu gebären“, erklärte er kurz, seufzte dann aber. „Es hieß, Ihr wäret tot, Majestät. Es wäre für Cyrus ein Leichtes gewesen, Euch zu töten. Immerhin wusste niemand von Eurer Existenz. Wieso also tat er es nicht?“
Wieso hatte er es nicht getan? Wieso …?
„Der Hohepriester“, flüsterte ich irgendwann realisierend. „Er hat erfahren, dass ich noch lebe und Cyrus ein Ultimatum gestellt.“ Schwer atmete ich aus.
„Der Hohepriester? Es wäre für Cyrus ein Leichtes gewesen, ihn zu töten. Sein Lehrling hätte ihn krönen können.“ Der Graf schüttelte den Kopf. „Findet heraus, warum Cyrus Euch am Leben gelassen hat. Bringt in Erfahrung, was er von Euch will. Dies wird Eure Lebensversicherung sein.“ Sein Blick glitt nachdenklich in die Ferne. „Aber ich kann mich auch irren.“ Sein Blick wurde dunkel. „Ihr habt in den letzten Jahren viel durchgemacht. Womit auch immer ihr Eure Zeit verbracht habt, nutzt, was ihr dabei gelernt habt, und findet heraus, wie es Euch weiter am Leben erhalten kann. Es mag grausam erscheinen, das einer erst gerade erblühenden Blume sagen zu müssen, doch liegt es allein in Eurer Hand, Majestät.“
Ich schluckte bitter und zwang mich, nicht hysterisch aufzulachen. „Selbstverständlich. Ich habe in der Küche sicher das eine oder andere Geheimnis seiner Spione mitbekommen. Und auf den Aborten, die ich geputzt habe, erfahren, wieso er so machtgierig geworden ist. Natürlich! Oh, nicht zu vergessen, die angenehme Gesellschaft des Kronprinzen im Kerker! Ich habe auf jeden Fall die Kunst des gefoltert Werdens erlernt!“ Ich presste die Zähne zusammen. Seine Worte hatten mich verletzt. Sicher, er hatte recht. Es spielte keine Rolle, was die letzten drei Jahre geschehen war. Für ihn. Für mich war es der Anfang meines Endes gewesen. Aber er lag auch richtig damit, dass ich herausfinden musste, wieso ich noch lebte. Kindsmord hielt Cyrus nicht auf, das wusste ich mittlerweile.
„Dinge, zu denen Euch Eure Eltern gezwungen haben, nehme ich an. Einschneidende Erlebnisse fördern die Reife. Es entschuldigt nicht, was Euch angetan wurde, Majestät. Aber es war der alte König, der seinem Sohn befahl, Euch im Kerker zu quälen. Es war der alte König, der Euch diese demütigenden, niederen Arbeiten verrichten ließ. Der neue König hingegen überlässt Euch Schloss und Zepter, um zu verreisen. Dazu lässt er seinen fähigsten und loyalsten Grigoroi hier, der nicht gezögert hätte, mich zu töten, um Euer Leben zu retten.“ Der Graf nahm meine Hand und drückte diese leicht. „Ich will aus Cyrus keinen Heiligen machen und ich kann Euch auch nicht versichern, dass er Euch kein Haar krümmen wird. Aber aktuell seid Ihr wichtig für ihn. Und das hat nichts damit zu tun, ob Ihr nun Eure Reife erreicht oder nicht. Er ist Euch als kampferprobter Mann deutlich überlegen. Wir müssten zusammen mehrere Jahrzehnte trainieren, damit Ihr in einem fairen Kampf auch nur ansatzweise gegen Cyrus bestehen könntet.“ Er machte eine kurze Pause und sah mich dabei eindringlich an. „Noch einmal: Findet heraus, was er will! Dann habt Ihr ihn in der Hand.“
Auf einmal war ich furchtbar erschöpft. „Ja. Danke, Graf Targes.“ Mit diesen Worten entließ ich ihn und das war auch ihm klar.
„Nicht dafür, Majestät.“ Er verbeugte sich.
„Bitte behaltet das mit der Reife für Euch“, fügte ich leise hinzu.
Einen Moment betrachtete er mich schweigend. Schließlich nickte er. „Wie Ihr wünscht, meine Königin.“
Emili und Aurillia gab ich frei. Ich wollte im Moment keine Gesellschaft. Dafür war mein Kopf zu voll. Voll mit Gedanken, die keine Ruhe fanden und Fragen, auf die es keine Antworten gab.
Ich wusch mich, band mir mit einem Kopfschütteln die Brüste ab und schlüpfte in die Kleidung meines Gatten. Mittlerweile war auch der Schneider noch einmal gekommen und hatte, sehr zu seiner Verwunderung, Irinas Masse genommen. Irina war nicht viel größer als ich und unsere Statur glich sich immer mehr. Ich selbst wollte nicht vermessen werden, einfach weil sich da gewisse Dinge an meinem Körper nicht mehr verstecken ließen. Bis die Kleidung aber fertiggestellt war, müsste ich weiter mit der meines Gatten vorliebnehmen.
Nach dem Ankleiden sorgte ich dafür, dass mein Haar, welches in der vergangenen Woche noch länger geworden war, einigermaßen akzeptabel frisiert war und die mittlerweile erreichte Länge versteckt. Ich wollte sie nicht abschneiden. Dafür hatte ich mein langes Haar doch zu sehr vermisst. Aber es sollte eben auch nicht auffallen.
Meine Hüfte war breiter geworden und auch meine Schultern waren ein wenig in die Breite gewachsen. Zusätzlich hatte mein Körper sicher zwei Zentimeter an Länge zugelegt. Alles Dinge, die mir so einige schlaflose, schmerzerfüllte Nächte beschert hatten. Und der Graf hatte zweifellos recht. Wenn es in diesem Tempo weiter ging, gäbe es bald überhaupt nichts mehr zu verstecken. Weil dann nämlich alles an mir ‚erwachsen‘ schreien würde!
Gegen Mittag würde ich also Cyrus‘ Berater empfangen. Welche vermutlich die zukünftigen Minister werden würden. Ich war froh, dass Cyrus sie hergebeten hatte. So erübrigte sich die Suche nach neuen, fähigen Männern. Das Drama mit den letzten Ministern wollte ich nur zu gerne vergessen.
Seibling und Achos waren tot. Vor einer Woche waren sie gehängt worden, mit Leeander als Scharfrichter. Seiblings Frau und Tochter waren noch am selben Morgen, unter zahllosen Tränen, abgereist. Begleitet wurden sie von einer kleinen Delegation der Stadtwache, die dafür sorgen würde, dass sie wirklich nur ihre persönlichen Gegenstände aus dem Haus mitnahmen. Der Mutter hatte ich gesagt, sie solle die wichtigsten Dinge ihres Sohnes ebenfalls einpacken und den Soldaten nach ihrer Abreise mitgeben. Diese hatten außerdem den Auftrag, Mutter und Tochter bis in die sicheren Arme der Familie zu geleiten. Weniger deswegen, weil ich mich sorgte, dass sie Dummheiten begehen könnten, als mehr, weil ich mir um die Sicherheit von Mutter und Tochter Gedanken machte. Die Delegation war noch nicht wieder zurück, allzu lange sollte es aber nicht mehr dauern.
Indessen benahm sich Gilead gerade zu vorbildlich. Die meiste Zeit verbrachte er, soweit mir Elok das berichtet hatte, in der Bibliothek und vertrieb sich die Zeit. Der eine Brief, den er bereits versandt hatte, ging an seine Tante, mit der Information, seine Mutter und Schwester wären auf dem Weg, und der eindringlichen Bitte, sie aufzunehmen. Um es kurz zu machen: Er benahm sich ohne Fehl und Tadel.
Eber hatte ich die Stelle als Haushofmeister angeboten. Die Stellung gab ihm und seiner Familie nicht nur Obdach im Schloss, sondern wurde auch ansehnlich entlohnt. Vor drei Tagen hatte er den Posten übernommen. Und ich war zunehmend gespannt, wie er sich machen würde. Denn eines war klar: Ich würde es mir nicht nehmen lassen, mit den Dienern und Dienerinnen des Schlosses persönlich über sein Verhalten ihnen gegenüber zu sprechen.




































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