Kapitel 31 – Krankenbesuch

Kapitel 31 – Krankenbesuch

 

Aurelie

„Du solltest etwas essen, Naya“, murmelte Emili besorgt und setzte sich auf die Bettkante. Zwei volle Tage lag ich schon im Bett und fieberte vor mich hin. „Und trinken.“ Sie hielt eine Karaffe mit frischem Blut hoch. Allerdings verspürte ich weder Hunger noch Durst.

Als ich nicht weiter reagierte, legte sie mir achtsam eine Hand auf die Stirn. Murrend wandte ich ihr mein Gesicht zu. „Lass das“, nuschelte ich. „Ich mag nicht.“

„Du musst wenigstens trinken“, flüsterte sie und reichte mir nun ein Glas Milch. „Auch wenn alle Vampire sagen, Blut würde die Heilung beschleunigen … Vielleicht war es auch zu viel Blut.“

„Wenn man zu viel Blut trinkt, verfällt man einem Wahn. Wenn man zu wenig trinkt auch“, grummelte ich und ratterte damit das Wissen aus einem der unzähligen Wälzer herunter, die ich in meiner Ausbildung lesen musste. Dennoch, um Emili einen Gefallen zu tun, griff ich nach dem Glas und führte es an meine Lippen.

„Doch nicht im Liegen!“, meckerte sie.

„Lass mich …“ Ich kippte das Glas und schluckte die weiße Flüssigkeit in kleinen Schlucken. Schwups und schon lief etwas über meine Wange. Nur, dass es mir herzlich egal war.

Emili seufzte. „Bist du nicht eigentlich erwachsen?“

Kurz warf ich ihr einen bösen Blick zu, hatte aber bald schon nicht mehr die Kraft dazu und schloss meine Augen wieder. Ich reichte ihr das Glas zurück, aus dem ich kaum getrunken hatte. Um zu trinken, hatte ich einen Arm unter meiner Decke hervorholen müssen. Jetzt zitterte mein Körper wieder vor Kälte.

„Mir ist heiß“, bibberte ich. So ging das schon seit vorgestern. Heiß, kalt, heiß, kalt …

„Wir haben eine Kräuterhexe geholt. Sie meinte, du brauchst nur Schlaf und Ruhe. Es würde von selbst wieder gehen, wenn du nur genug trinkst.“ Diesmal half Emili mir, mich hinzusetzen und führte das Glas an meine Lippen. „Oder möchtest du Wasser? Oder Tee?“

„Ich…“, wollte gar nichts. Nur schlafen und vergessen. Doch durch ein leises Klopfen wurde ich vor einer Antwort bewahrt. Ich hörte Stimmen. Doch ungeachtet dessen, dass ich mich auf sie konzentrierte, verstand ich nur Wortfetzen. Aurillia musste zur Tür gelaufen sein, denn diese öffnete sich leise.



„Was wollt Ihr?“

„Er möchte zu ihrer Majestät und lässt nicht locker“, sagte Lee.

„Schläft sie?“, fragte Gilead mit Besorgnis in der Stimme. Mein Herz geriet für einen Moment aus dem Takt. Er war hier. Aber wieso? So wie wir auseinandergegangen waren …

„Ja!“, antwortete Aurillia. „Ihre Majestät braucht Ruhe!“

„Ich möchte sie nur kurz besuchen, bitte!“, hörte ich den Vampir flehen.

Wieder schüttelte es mich vor Kälte. „Lass ihn rein, Aurillia“, rief ich müde. Zwar fühlte ich mich nicht in der Lage für eine langwierige Diskussion, aber eine solche erwartete ich von Gilead nicht. Er würde kommen und sagen, was er wollte. Nicht sicher, ob sie mich gehört hatte, gab ich Emili einen Wink. „Hol ihn bitte rein.“

Emili seufzte leise. Dann stellte sie das Glas auf den Beistelltisch und verließ das Schlafzimmer. „Euer Gnaden? Ihre Majestät wünscht, Euch zu sehen.“ Sie nahm Kaldor mit, der sich gähnend auf meinem Bett streckte.

Kurz darauf erschien Gilead in der Tür, die er leise hinter sich schloss. Nur langsam trat er näher und musterte mein Gesicht eingehend. „Ich glaubte bis eben, es sei eine Lüge, dass Ihr krank wäret.“ Er streckte eine Hand nach mir aus, aber bevor seine Finger mich berühren konnten, hielt er in der Bewegung inne.

Die emotionale Distanz zwischen uns traf mich direkt ins Herz. „Und jetzt glaubt Ihr den Gerüchten. Soll das ein Kompliment zu meinem erfrischenden Aussehen sein?“

Gilead ließ seine Schultern sinken. Ganz sanft legten sich seine Fingerspitzen auf meine Wange. „Es sind viele Gerüchte, die sich im Schloss erzählt werden. Hier gibt es nichts als Lügen und Intrigen.“ Seine Finger glitten über meine Wange, hinab zu meinen Lippen. „Wisst Ihr, wie sich Liebe anfühlt, Majestät?“

Zitternd atmete ich gegen seine Hand aus und schluckte. „Nein. Ich würde behaupten, meinen Bruder geliebt zu haben. Aber ich glaube nicht, dass Ihr diese Liebe meint.“

Seine Hand glitt von meinen Lippen weiter, hinab zu meinem Hals. An der Stelle, an der das Seil in meinen Hals eingeschnitten war, blieb er mit seinen Fingern stehen.

„Liebe ist unergründlich. Auch, wenn es nur ein Gefühl ist, ist es stärker als alles andere. Es ist stärker als Hunger oder Durst.“ Ganz langsam glitten seine Finger tiefer, hinab zu meinem Dekolleté. „Und damit geht oft ein anderes Gefühl einher. Lust. Dieses raubt uns die Sinne und den Verstand. Es bringt unseren Körper zum Glühen. Diese Lust verzehrt uns, wenn wir ihr nicht nachgeben.“



„Dann denkt Ihr, ich bin gar nicht krank?“, fragte ich hoffnungsvoll.

„Wir können es herausfinden. Wenn Ihr gestattet, dass ich Euch berühre.“ Seine Hand stoppte an meinem Nachthemd. Nur ganz leicht berührten seine Fingerspitzen meine Haut, direkt am Ansatz meiner Brüste.

Ich sah schluckend zu seiner Hand und schließlich ganz langsam zu ihm hoch. „Ich habe das, was ich das letzte Mal gesagt habe, nicht so gemeint. Ich möchte, dass Ihr das wisst. Ich würde Euch niemals so ausnutzen. Und sowieso will ich noch lange keine Kinder“, gestand ich leise.

Er beugte seinen Kopf zu mir und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. „Und ich hätte wissen müssen, dass du dich in Anwesenheit deiner Anstandsdame gänzlich anders verhältst. Mein Stolz war verletzt.“ Seine Lippen kräuselten sich zu einem Lächeln, bevor er seine Lippen wieder sanft auf meine legte.

„Ich …“ Ich kicherte leicht. „Das war nicht meine Anstandsdame. Mit der hast du dich letztens vor der Bibliothek so angeregt unterhalten. Nein, Irina ist seit kurzem meine eigene Grigoroi und war mir die letzten drei Jahre Mutter und Freundin in einem. Ich habe es ihr zu verdanken, dass sich die letzten Jahre niemand an mir vergriffen hat“, gestand ich leise und senkte den Blick. „Daher hat sie dich auch so angesehen. Wenn sie mich in der Nähe eines Mannes sieht, dann kommt ihr Beschützerinstinkt auf. Und weil ich ihr so vieles zu verdanken habe, habe ich irgendwelche Worte gesucht, um sie zu beruhigen …“ Verlegen biss ich mir auf die Lippe.

„Und wo ist Irina jetzt? Nicht, dass sie gleich in dein Zimmer stürmt und mir einen Dolch ins Herz sticht.“ Ganz langsam glitt seine Hand über meinem Nachthemd nach unten und er berührte hauchzart meine Brüste.

Ein Stöhnen verließ keuchend meinen Mund. „Keine Ahnung“, keuchte ich und griff nach seinem Nacken. Schon allein diese sachte Berührung meiner Brust hatte ausgereicht, um meinen Körper zum Kribbeln zu bringen. Also zog ihn zu mir hinunter, sodass unsere Lippen aufeinandertrafen. Diesmal war der Kuss fordernd, besitzergreifend. Seine Zunge glitt über meine Lippen, schob sich in meinen Mund und neckte mich. Dabei beugte er sich noch mehr zu mir hinunter, bis ich spürte, dass er sich zu mir auf das Bett gelegt hatte. Mit meinen Händen fuhr ich zu seiner Brust, weiter nach unten zu seiner Hüfte und griff nach dem Stoff seines Oberteils, um es nach und nach aus seiner Hose zu ziehen.



Er löste den Kuss, richtete sich auf und zog sich das Hemd über den Kopf. Sofort danach lag er wieder neben mir, zog mich mit einer Hand dicht an seinen Körper, während er mit der anderen Hand tiefer bis zu meinem Bauch glitt. „Du solltest leise sein. Falls Irina in der Nähe ist.“ Er grinste frech. Dann glitt seine Hand noch tiefer und stoppte kurz über meinem Schambereich.

Ängstlich zuckte ich zusammen. Mich hatte dort noch kein Mann … nun ja, keiner, mit meinem Einverständnis, berührt. Ulras hatte es in der Tat einmal gewagt.

„Soll ich aufhören?“, fragte er leise, während seine Lippen dicht über meinen schwebten.

Ich blickte hoch in das eisige Blau seiner Iris und suchte Kälte. Aber alles, was ich fand, war Wärme, Zuneigung, Besorgnis.

„Nein“, brachte ich über die Lippen. „Nur …, mach langsam, ja?“

„Ich werde nicht zu weit gehen, ich verspreche es. Ich möchte nur, dass es dir gut geht.“ Ganz langsam glitt seine Hand tiefer und legte sich zwischen meine Beine, direkt auf meine Mitte. Unter der Bettdecke versteckt und noch über meinem Nachthemdchen liegend, war mir seine Hand zwar verborgen und nah, doch zeitgleich nicht nah genug.

Scharf zog ich die Luft ein und stieß sie zittrig wieder aus. „Weiter“, verlangte ich. „Und uns wird ganz sicher niemand unterbrechen! Egal wie laut ich bin!“ Ich hatte das drängende Bedürfnis gehabt, das noch klarzustellen. Ich war die Königin. Das würde doch wohl kaum jemand wagen!

Die Tür ging auf. Sowohl Gilead als auch ich rissen die Köpfe herum, um den Störenfried erkennen zu können. Dabei schirmte mich Gilead mit seinem Körper ab, sodass von der Tür aus nicht zu erkennen war, wo seine Hand gerade lag.

„Leeander fragt wie lange … oh. Ich … sag ihm dann mal, dass ihr noch etwas … Zeit … braucht“, stotterte Aurillia vor sich hin und schloss paralysiert wirkend die Tür. Kurz darauf hörte ich sie laut fluchen: „Hättest du nicht mal deine Götterkräfte anrufen können und mir sagen, was die da drinnen gerade machen?! Hast du eine Vorstellung, wie unangenehm das gerade war?“

Ich lachte leise. „Gut. Jetzt wird uns niemand mehr unterbrechen.“ Verlegen, meine Lippen aber noch immer zu einem dicken Grinsen verzogen, biss ich mir auf die Lippe.



„Deine Zofen sind ganz schön eigensinnig“, entgegnete er und lachte leise. Kurz darauf lagen seine Lippen bereits wieder auf meinen. Seine Hand ruhte noch immer auf meiner Scham und er bewegte sie kein Stück.

Ich erwiderte den Kuss hingebungsvoll. Und noch während unsere Lippen sanft miteinander spielten, spürte ich immer mehr, wie meine Lust anschwoll. Plötzlich schnappten meine Fangzähne heraus.

Gilead pausierte den Kuss. Beide atmeten wie schwer. Dann grinse er an meine Lippen, was mich dazu brachte, meine Augen zu öffnen.

„Tut mir leid“, murmelte ich beschämt und hob die Hand vor meinen Mund.

Er schüttelte unverständlich den Kopf. „Nimm deine Hand weg, sie sind wunderschön.“

Vielleicht. Aber ich konnte nicht kontrollieren, wann sie hervortraten … „Was … ist dann?“ hauchte ich.

Er schmunzelte. „Deine Beine. Sie sind schon deutlich weiter auf als noch vor wenigen Sekunden. Und, wenn ich das anmerken darf, meine Königin, du reibst dich an meiner Hand.“

Wie bitte? Oh, Götter, er hatte recht! Und ich tat es immer noch! Schnell brachte ich meine Hüfte zum Stillstand. Das Nachthemd war durch meine Bewegungen schon ein ganzes Stück weiter hochgerutscht und bedeckte mittlerweile nur noch die Hälfte meines Oberschenkels.

Er küsste meine Stirn. „Mir scheint, deine Temperatur sinkt ein wenig.“ Nun rieb er leicht und dennoch mit Druck über meine Mitte.

Stöhnend sank ich in die Kissen zurück und wölbte ihm meinen Unterkörper entgegen. „Ich habe … das bisher nur einmal … gemacht“, gab ich keuchend zu. „Doch bei dir fühlt es sich“, ich schluckte angestrengt, „noch viel besser an!“

„Dann genieße es einfach“, flüsterte er an meinen Lippen und küsste mich wieder. Zeitgleich zupfte seine Hand an meinem Schritt quälend langsam mein Nachthemd nach oben, bis seine Hand zwischen meinen entblößten Beinen lag. Sehr zu meinem Bedauern legte er seine Hand aber nicht wieder auf meine Mitte, sondern streichelte mich nur außen herum.

„Gilead!“ Die Anspannung in meinem Körper nahm immer mehr zu. Und er berührte mich nicht … richtig! Ich wollte mehr!

Er hob amüsiert seine Augenbrauen. Nur ganz leicht fuhren seine Finger über meine Scham, stupsten gegen die empfindliche Stelle und kurz darauf glitt er mit seinen Fingern durch meine feuchte Mitte.



„Ah! Mehr!“, verlangte ich, mein Atem schwer. Er hatte mich bisher kaum berührt und doch konnte ich nicht mehr ruhig liegen. Meine Hüfte drückte sich unablässig seiner Hand entgegen und versuchte mehr zu bekommen, während sich mein Oberkörper ebenfalls emporreckte, mit der Absicht den seinen zu berühren.

Gilead legte seinen Oberkörper auf mich und küsste mich wieder. Seine Hand tat, was ich verlangte. Immer wieder glitten seine Finger durch meine Nässe, nur um dann mit Druck über meine empfindliche Stelle zu kreisen. Als die Berührung immer intensiver wurde, zuckten meine Beine zusammen und zerdrückten dabei seinen Arm. Schwer atmend sah ich ihn an.

Er lächelte, küsste wieder meine Stirn und rutschte von mir weg. Dabei schob er die Decke komplett beiseite, sodass mein Unterkörper entblößt da lag.

Verlegen drückte ich meine Beine noch weiter zusammen, konnte den Blick aber nicht von ihm abwenden. „Was machst du?“, wollte ich schüchtern wissen, wobei ich wegen meiner Fänge leicht zischte.

Anstatt zu antworten, hockte sich Gilead zu meinen Füßen, drückte sanft meine Beine auseinander und sah direkt auf meine Scham.

Mein erster Reflex war, sie zu verdecken. Aber meine Hände griffen stattdessen seine Haare. Auf einmal war mir sein Kopf so nah, ich spürte seinen Atem heiß auf meiner Lust!

„G…gilead?“

„Shht“, kam es von seinen Lippen. Er drückte meine Beine noch weiter auseinander und setzte sich genau zwischen sie. „Du riechst so gut!“ Und schon war seine Zunge an meiner Mitte und glitt durch sie hindurch.

„Götter!“, stieß ich sowohl erregt als auch fassungslos hervor. Er leckte mit seiner Zunge durch meine Leibesmitte! „Ich dachte“, keuchte ich, „das kann man nur bei … Männern!“

„Hat deine Mutter dir den Blödsinn erzählt?“, fragte er belustigt. „Denk einfach nicht nach“, fügte er hinzu und seine Zunge fuhr langsam höher zu meiner empfindlichen Stelle, die er nun mit seiner Zungenspitze umrundete.

„Mhh!“ Meine Mitte pochte; meine Hände vergruben sich noch tiefer in seinen Haaren. Noch immer war die Scham da, doch sie wurde von einem Lustgefühl übertrumpft, wie ich es noch nie erlebt hatte. Ohne nachzudenken, drückte ich seinen Kopf näher an meine Scham. Ich brauchte mehr!



Geschickt umrundete seine Zunge diesen Punkt und dann fing er plötzlich an zu saugen. Ich stöhnte überrascht auf und hob mein Becken. Ich hatte mich absolut nicht mehr unter Kontrolle und konnte nicht glauben, wie gut es sich anfühlte!

Immer drängender bewegte sich sein Kopf zwischen meinen Beinen. Er neckte mich mit seiner Zunge, glitt damit durch meine Mitte und drückte sie gegen meinen Eingang. Ganz leicht nur, aber genug, um mich überrascht nach Luft schnappen zu lassen. Und schon war er wieder oben am empfindlichen Punkt, um zu saugen. Nach viel zu kurzer Zeit jedoch hörte er plötzlich auf und hob seinen Kopf ein wenig an.

Mein Atem kam nur noch stoßweise. Wieso hörte er auf? „Mach … mach weiter!“, befahl ich nach Luft schnappend.

„Gib mir einen Moment“, entgegnete er und atmete ebenso schwer wie ich. Allerdings grinste er breit und entblößte dabei seine wunderschönen Fangzähne. Meine eigene Feuchtigkeit glänzte auf seinen Lippen, deren Anblick mich sowohl faszinierte als auch beschämte.

Schon nach wenigen Momenten hatte er seine Zähne eingezogen und sich wieder zwischen meinen weit gespreizten Beinen vergraben.

„Gha … mh, Gilead!“ Meine Hände klammerten sich fest in die Matratze unter mir, wodurch der feste Stoff des Überzugs riss. Vampirkräfte, ging es mir durch den Kopf. Heilige Ignis! Er quälte mich! „Schneller, bitte!“, flehte ich und er gehorchte. Mittlerweile war ich nur noch ein röchelndes, heißgelaufenes Bündel Sehnsucht.

Irgendwann durchfuhr es mich wie ein Schlag. Laut stöhnend, vielleicht auch schreiend, überkam mich ein Schauder nach dem anderen. Mein Mund war, durchdrungen von Lust, geöffnet und präsentierte meine Fänge. Immer wieder zuckte es, von meiner Mitte ausgehend, durch meinen ganzen Körper und meine Beine drückten sich zusammen. Mein Rücken bog sich durch und mein Kopf drückte sich nach hinten.

Als diese Gefühle abflachten, fielen meine Beine erschöpft zur Seite, ohne dass ich noch irgendeine Kontrolle darüber gehabt hätte.

Zufrieden grinsend wischte sich Gilead über den Mund, robbte etwas hoch und legte seinen Kopf auf meinem unteren Bauch ab. „Geht es dir gut?“

Noch ehe ich dazu kam, zu antworten, hörte ich von draußen einen Radau. „Nein!“, rief Emili entschieden und klang, als ob sie direkt vor meiner Zimmertür stand.



„Ihre Majestät hat geschrien!“, fuhr Leeander sie an. „Dem Vampir ist nicht zu trauen, ich hätte ihn niemals mit ihrer Majestät allein lassen dürfen!“

„Leeander du wirst mein Gemach unter keinen Umständen betreten!“, mischte ich mich in ihre Diskussion ein und ließ in meiner Tonlage keinen Widerspruch zu.

Gilead lachte leise und küsste meinen Bauch. „Ich könnte noch schnell durch das Fenster flüchten“, schlug er vor. Langsam verteilte er Küsse auf dem Stoff meines Nachthemdes und wanderte dadurch immer höher. An meinen Brüsten angekommen, leckte er über den dünnen Stoff und reizte damit meine Brustwarzen.

Ich erschauderte, lächelte aber sanft. „Danke. Für deine Hilfe.“ Ich umfasste sein Gesicht mit meinen beiden Händen und zog ihn für einen Kuss zu mir hoch.

„Aber Majestät!“, rief es von außen.

Ich drehte meinen Kopf zur Tür und rief: „Untersteh dich, Leeander! Warte draußen vor der Tür. Wenn ich mit ihm fertig bin, kommt er schon wieder raus!“ Ich schaute wieder zu Gilead hoch, der sich über mich gestützt hatte, die Arme beide neben meinem Kopf aufgestützt. Entschuldigend lächelte ich. Ich hoffte nur, er verstand das jetzt nicht wieder falsch.

„Wenn du mit mir fertig bist, ja? Und was, wenn ich mit dir noch nicht fertig bin?“, fragte er neckend und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. „Du siehst übrigens hinreißend aus mit diesen Zähnen.“

Peinlich berührt schoss mir das Blut ins Gesicht. „Ich finde, sie sind zu groß …“, murmelte ich verlegen. Nach einem kurzen Moment fing ich mich wieder und erwiderte seinen musternden Blick. „Sag mir, was hast du denn vor, noch mit mir zu tun?“ Allein beim Gedanken, was wir gerade getan hatten, wurde mir wieder heiß. Aber ironischerweise hatte ich wirklich das Gefühl, es ginge mir besser. Für den Moment zumindest.

Gilead zog mich in seine Arme und bettete meinen Kopf auf seine Schultern. Dann streichelte er mit einer Hand über meine Schulter. „Nähe genießen. Nichts weiter.“ Sanft platzierte er einen Kuss auf meine Stirn.

Langsam beruhigte sich mein Körper und meine Fänge verkürzten sich wieder. Ich drehte meinen Kopf zur Seite, sodass meine Wange auf seiner Brust lag, schloss die Augen und genoss die Wärme, die von ihm ausging.



Nach einer Weile fragte ich: „Und du?“

„Ich bin gerade wirklich sehr zufrieden, meine Königin.“ Seine Hand streichelte mich immer noch und seine Lippen legten sich wieder auf meine Haare.

Das glaubte ich ihm nicht. Ich schielte nach unten und sah dort eine beträchtliche Beule. Unverwandt auf seinen Schritt starrend, fragte ich: „Warst du schon einmal verliebt?“

Er rutschte mit dem Oberkörper leicht zur Seite, sodass er mich ansehen konnte. „Ich bin sechshunderteinundzwanzig Jahre alt. Natürlich war ich schon häufiger verliebt. Aber heiraten wollte ich nur ein einziges Mal in meinem Leben.“ Er seufzte tief und streichelte meinen Rücken. „Aber jetzt ist sicher nicht der passende Moment, um darüber zu reden, meine Königin. Du sollst dich einfach nur entspannen und wohlfühlen.“

„Das tue ich bei dir“, murmelte ich, drehte mich auf den Bauch und robbte näher zu ihm. Meinen Kopf legte ich wieder auf seine Brust, dieses Mal jedoch bäuchlings. Meine rechte Hand legte sich auf seine Brust und fing wie von selbst an, sanfte, streichelnde Muster auf seiner Haut zu zeichnen. „Das hat mein Bruder immer bei mir gemacht, wenn ich nicht schlafen konnte“, nuschelte ich müde und lächelte sacht bei der Erinnerung.

„Ruh dich aus und schlaf ein wenig.“ Er legte sein Kinn an meinen Kopf. „Du wirst dich besser fühlen.“

„Bleibst du?“, fragte ich erschöpft, die Augenlider bereits flatternd vor Trägheit.

„Natürlich. Ich bleibe bei dir“, hauchte er zärtlich und ließ seine Hand über meinen Rücken gleiten. Kaum hatte er fertig gesprochen, fielen mir endgültig die Augen zu.

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