Kapitel 33 – Der eine Freund, den es nur einmal gibt

Kapitel 33 – Der eine Freund, den es nur einmal gibt

 

Cyrus

Es dämmerte bereits, als ich zurück in meine Gemächer ging. Gedanklich war ich bei den eingesperrten Frauen und ihren Kindern. Ich fragte mich, was ich mit ihnen tun sollte. Die Frauen freizulassen, kam nicht infrage. Oder?

Was würde passieren, wenn sich herumspräche, dass der alte König einen Harem besessen und fünf Vampimrinnen über mehrere Jahrzehnte eingesperrt und sich an ihnen vergriffen hatte? Es würde sofort die Frage nach dem Nachwuchs aufwerfen. Und genau diesen wollte ich unerwähnt lassen. Drei Kinder waren im Harem geboren worden, und ich hatte mich nicht dazu überwinden können, das Geschlecht der Kinder festzustellen. Ich würde erneut in den Harem gehen müssen, um die Frauen von den Kindern zu trennen. Denn die Kinder waren potenzielle Erben. Potentielle Thronfolger. Potentielle Thronräuber.

In meiner Wohnstube blieb ich irritiert stehen. Der Geruch von Blut stieg mir in die Nase. Kein altes Blut, wie das, wonach es im Schlafzimmer stinken musste, sondern Frisches. Ich folge dem Geruch und öffnete die Tür zum Ruheraum. Aurelie saß, nein, sie lag vielmehr auf der großen Polsterliege. Sie blutete und ich konnte nicht klar erkennen, wo genau. Es waren mehrere Wunden, so viel stand fest.

„Aurelie!“, rief ich lauter, als beabsichtigt, und eilte auf sie zu. Dabei griff ich nach meinem Schmuckdolch, der gerade aus ihrer rechten Hand zu rutschen drohte. Den Dolch legte ich unter die Liege und griff nach ihrem linken Arm. Am Oberarm war ein hässliches Muster eingeritzt, das wie ein A aussah. Stand es für Aurelie? Asha? Ashur? Warum hatten alle in der Familie einen Namen mit A? Mehrere mehr oder weniger tiefe Schnitte waren wild darüber verstreut, als hätte man versucht, es auszuradieren. Obwohl meine Fangzähne beim Anblick des Blutes ausfuhren, blieb der damit verbundene Durst auf Blut aus. Ich verspürte kein Interesse, es zu trinken. Nicht mal, davon zu kosten. Stattdessen wollte ich nur, dass es endlich zu bluten aufhörte!

„Was hast du getan?“, fragte ich anklagend. „Wolltest du dich umbringen?!“ Ein Blick in ihre Augen zeigte mir, dass sie zwar wach, aber zeitgleich nicht anwesend war. Ihr Blick glitt durch mich hindurch und war völlig entrückt. „Dummes Kind!“, schimpfte ich. Jedoch, so wurde mir bald bewust, sollte ich nicht sie ausschimpfen, sondern mich. Immerhin hatte ich ihre beste Freundin in den Kerker gesteckt, ihr indirekt mit dem Tod gedroht und dabei angenommen, dass es dieses kleine, verletzliche Wesen einfach so hinnehmen würde. Was war nur mit ihr geschehen? Was hatte Aurelie alles erleiden müssen? Und warum? Wer hatte die Klinge geführt, die ihren Körper so verunstaltet hatte? Fragen, auf die ich so brennend eine Antwort wollte! Und doch hatte ich nicht wirklich danach gefragt.



Ich zog mein Leinenhemd aus, riss einen Ärmel ab und begann, das Blut von ihrem Arm zu tupfen. Am anderen Arm ebenso. Zum Glück waren die meisten Schnitte nicht tief, sodass ich vorerst nur das Tuch abwechselnd gegen die Wunden presste, um die Blutung zu stillen.

„Das war dumm!“, schimpfte ich erneut. Ich hatte Aurelie einmal zu oft in die Ecke gedrängt. Was hatte ich denn auch erwartet? Dass das Mädchen wie ein Vampir handeln würde? Sie war noch ein Kind! Anstatt herauszufinden, was ihr Schreckliches widerfahren sein musste, fügte ich weitere Wunden zu. Wunden, die zwar nicht sichtbar, aber dafür umso tiefer gingen, direkt in die fragile Seele eines Kindes.

Als die Blutungen endlich beinahe gestillt waren, nahm ich den Dolch und schnitt mir selbst über den Daumenballen. Dann drückte ich mein Blut auf ihre Wunden. Es wäre keine Wunderheilung, würde ihren Körper bei der Heilung aber unterstützen. Wenigstens hatte sie nicht zu tief geschnitten, sondern nur oberflächlich auf der Haut. Immerhin. Dadurch hatte sie nicht zu viel Blut verloren. Dadurch hatte ich sie noch lebendigen Leibes gefunden.

Wütend über mich, die Situation und einfach alles, stand ich auf und ging ins Badezimmer. Dort stand immer frisches Wasser, in das ich jetzt den Rest meines Hemdes tunkte. Mit dem Eimer ging ich zurück in den Ruheraum und begann, Aurelie zu waschen. Anschließend säuberte ich die Liege und schrubbte die Tropfen aus dem Teppich, so gut es nun mal möglich war. Auch wenn diese Arbeit normalerweise von Dienern verrichtet wurde, rief ich nach keinem. Denn es half mir für den Moment, den angestauten Frust loszuwerden. Eine körperliche Tätigkeit, die meine Gedanken zur Ruhe brachte.

Immer wieder warf ich einen prüfenden Blick auf Aurelie, die mittlerweile ihre Augen geschlossen hatte. Allerdings schlief sie nicht. Es wirkte, als wäre sie in ihren eigenen Gedanken eingesperrt.

 

Nachdem so weit alles sauber und Aurelie versorgt war, stellte ich den Eimer zurück und ging ins Schlafzimmer. Die Leiche war fort. Aber der Teppich war noch voller altem, mittlerweile getrocknetem Blut. Ich konnte nicht erwarten, dass sich die paar Diener, die mittlerweile wieder im Schloss arbeiteten, in mehreren Zimmern zugleich verausgabten. Sie sollten die königlichen Gemächer herrichten. Die Zimmer hier waren eigentlich egal. Dachte ich bis eben.



Seufzend ging ich zurück in den Ruheraum, nahm den Dolch und kehrte zurück ins Schlafzimmer. Dort schnitt ich großzügig die Blutflecken aus dem Teppich. Morgen könnte ich einen Läufer darüber legen lassen. Zurück im Ruheraum hob ich Aurelie auf meine Arme. Sie lehnte ihren Kopf ergeben an meine Schulter und ich trug sie rüber ins Schlafzimmer. Dort setzte ich sie auf dem Bett ab. Aber diesmal auf der richtigen Seite.

„Willst du dich selbst entkleiden oder soll ich das wieder übernehmen?“, fragte ich, nicht wirktlich mit einer Antwort rechnend.

Sie blinzelte einige Male langsam. Fast schon in Zeitlupe. Aber schlussendlich fielen ihr die Augen wieder zu und sie rührte sich nicht vom Fleck. Ich seufzte auf und machte mich daran, ihr die Kleider auszuziehen. Wie schon am Abend zuvor zog ich sie nur bis auf das Unterkleid aus und besah mir noch kurz ihre Wunden. Geschlossen hatten sich diese natürlich noch nicht, aber sie bluteten nicht mehr und eine kleine Blutkruste hatte sich gebildet.

Ich deckte sie zu, setzte mich neben sie auf das Bett und betrachtete sie eine Weile. Zeit, zu reden. So konnte das nicht mehr weiter gehen … „Sieh mich an!“, befahl ich harscher als gewollt.

Sie lag auf dem Rücken, ihr Kopf auf der Seite mir zugewandt. Träge öffnete sie die Augen, wobei ihr Blick kaum einen Fokus fand. Ihre Augen glitzerten vor unvergossener Flüssigkeit und ihre Lider flatterten leicht. Wenn ich mir ihr Gesicht genauer ansah, konnte ich keine einzige Tränenspur darauf entdecken. Sie sah nicht aus, als hätte sie geweint. Ihre Augen waren weder geschwollen noch rot.

„Schön, dann hörst du einfach nur zu und ich rede“, beschloss ich. Allerdings wollte ich nicht, dass sie zu mir aufsehen musste, daher stand ich vom Bett auf und setzte mich auf den Boden. „Hat dir deine Familie jemals beigebracht, wie wichtig Menschen sind? Nicht nur, was Nahrung angeht. Sie sind die Bauern, die das Feld bestellen. Die Müller, die das Korn mahlen. Die Bäcker, die Brot backen. Sie hüten die Tiere, sind Schlachter und Metzger.“

Ich verstummte, beobachtete, wartete auf ein Zeichen des Verständnisses, ein Zeichen dafür, dass sie mir zugehört hatte. Aurelie blinzelte. Das musste wohl genügen.



„Die Menschen sind keine Sklaven, wie sie hier im Goldenen Reich seit Generationen leben müssen. Sie dürfen nicht darauf reduziert werden, nur unsere Nahrung herzustellen oder unsere Nahrungsquelle zu sein. Wir Vampire brauchen die Menschen. Gibt es keine Menschen mehr, wer bestellt dann die Felder? Wer schlachtet das Vieh?“

Wieder ein Blinzeln.

„Ein Menschenleben sollte nicht leichtfertig genommen werden. Wenn du dich dann aber dazu entschließt, solltest du es direkt, schnell und ohne unnützes Leid des Menschen tun.“

Ihre Augen verengten sich und sie presste ihre Lippen leicht zusammen.

Ich beugte mich etwas vor, winkelte ein Bein an, legte einen Unterarm darauf und stützte damit meinen Kopf. „Ich bin bereit, Irina zu opfern, wenn es sein muss. Sie schreit förmlich danach, zu sterben. Und warum das alles? Ich habe gehört, dass sie ein Grigoroi werden will. Du kannst sie nicht verwandeln. Aber du willst auch nicht, dass ich es mache.“ Es wäre leicht, ihr nun ihre eigene Argumentation entgegenzuwerfen und damit ihren Egoismus hervorzuheben. „Auch Irina kommt nicht auf die Idee, mich darum zu bitten. Offensichtlich aus den Gründen, die du angebracht hast. Also will sie lieber sterben, als mich darum zu bitten.“ Ich stand auf und sah, dass ihre Augen mir folgten. „Bist du überhaupt mal auf die Idee gekommen, sie zu fragen, warum sie das will? Oder war dir nur dein eigenes Wohl wichtig?“ Mit diesen Worten wandte ich mich von ihr ab, ging zu der großen Tür, die zum Balkon führte, und trat in die angenehme Abendluft. Es war schon fast schwül draußen und ich hörte die Zikaden im Garten.

Mein Blick glitt hoch zu den Sternen. Ora-Fides war um diese Zeit noch nicht sichtbar, allerdings konnte ich Ignis-Robur schon rotglühend am Himmel ausmachen. Durch die angelehnte Tür drang erst ein Schniefen, dann ein Schluchzen. Schließlich raschelte es – wohl weil sie sich im Bett drehte. Kurz darauf war nur noch ihr leises Atmen zu hören, in unregelmäßigen Abständen von leisem, unterdrücktem Wimmern unterbrochen.

Ich stützte den Kopf in die Hände und schüttelte ihn. Jetzt hatte sie sich aufgrund meiner Drohungen schon so zugerichtet und ich setzte sie gleich noch mehr unter Druck. Erneut zu den Sternen blickend, kam in mir die Frage auf, was das alles sollte. Wieso war sie so … so arrogant? Manchmal. Und in anderen Situationen wirkte es, als ergäbe sie sich mir. Frustriert fuhr ich mir mit den Händen durchs Gesicht. Vermutlich waren die Momente, in denen sie zutraulich wirkte, das Kind in ihr. Wie weit sie mit ihrer Reife wohl wirklich schon war? Körper und Seele konnten die Entwicklung bis zu einem gewissen Grad getrennt angehen. Es ließ sich nicht weiter bestimmen. Klar war nur, dass sie langsam, zumindest äußerlich, die Figur einer Frau bekam. Es war noch nicht besonders viel davon zu sehen, und ich wusste nicht, wie lange der Ist-Zustand schon anhielt, doch früher oder später würde sie erwachsen werden.



Das mit dem Kuss jetzt einmal außen vorgelassen. Beim Gedanken daran könnte ich mir alle Haare vom Kopf reißen! Aber nein. Sobald sie erwachsen wäre, würde die zutrauliche Art verschwinden und lediglich die überhebliche Vampirin, die verzogene Tochter einer Königin übrigbleiben.

Ich ging wieder zurück ins Schlafzimmer und ließ die Tür offen, um weiterhin das beruhigende Zirpen der Zikaden zu hören. Aurelie lag auf der Seite, die Beine dicht an den Körper gepresst und die Arme darum geschlungen. Von Kindern hatte ich keine Ahnung. Ich war als Einzelkind aufgewachsen und meine Eltern waren viel zu früh gestorben. Wahrscheinlich einer der Gründe, warum ich mich mit Aurelie so schwertat.

Obschon ich nicht müde war, zog ich meine Schuhe aus, entledigte mich der Hose und legte mich ebenfalls ins Bett. In mir wuchs das Bedürfnis, die Kleine an mich zu ziehen und sie an meine Brust zu drücken. Aber im schlimmsten Fall wurde sie davon noch wach und weiter traumatisiert.

Verlangte ich zu viel von ihr? War ich zu taktlos? Wahrscheinlich. Es wäre so viel einfacher, wenn sie endlich ihre Reife hinter sich bringen würde. Oder die Probleme fängen damit erst so richtig an. Ich legte mich auf den Rücken und starrte an die Decke, als hätte diese alle Antworten für mich. „Es tut mir leid, Aurelie“, flüsterte ich leise.

Natürlich kam keine Antwort. Aurelie schlief tief und fest. Ich hingegen konnte nicht schlafen und stand nach einigen Minuten wieder auf. Leise zog ich meine Hose wieder an und schlüpfte in die Stiefel. Während ich zur Tür ging, warf ich noch einen Blick zurück und betrachtete die schlafende Königin. Sie sah wieder so jung und unschuldig aus. So verletzlich. Und ich hatte auch noch dazu beigetragen, sie noch mehr zu verletzen.

 

Beinahe fluchtartig verließ ich meine Gemächer. Vor der Tür stand Timmok, den ich anwies, die Königin zu bewachen. Eiligen Schrittes ging ich den Flur entlang zu den hinteren Treppen, die in den Garten führten. Und dort, an der Tür zum Garten, traf ich auf Lee.

„Majestät.“

„Es ist niemand hier, Lee.“

„Wo ist deine Königin?“

„Sie hat sich in den Schlaf geweint“, erwiderte ich seufzend und trat weiter hinaus in den Garten. Das Geräusch der Zikaden war hier lauter und rief mich förmlich weiter in den Garten hinein.



„Was ist passiert?“

„Ich habe keine Ahnung!“, rief ich frustriert. „Sie ist nur ein Kind und treibt mich in den Wahnsinn!“

Lee legte von hinten seine Hände auf meinen Rücken, allerdings beruhigte mich das heute nicht. In einer schnellen Bewegung wirbelte ich herum, griff dabei nach seiner Hand und im nächsten Moment lag Lee vor mir auf dem Boden. Sofort sprang ich auf seinen Brustkorb. Lee umgriff meinen Hals mit beiden Händen und wir drehten uns auf dem Boden, bis er auf mir saß.

Ich begrüßte diesen kurzen, aber wilden Kampf, denn er sorgte dafür, dass ich endlich den Kopf freibekam. Also ließ ich meinem Freund für den Moment die Oberhand. Aber schon im selben Moment holte ich mit der rechten Faust aus und schlug ihm heftig seitlich in den Bauch.

Jaulend stieß er die Luft aus und hielt sich die Seite, während sich sein Oberkörper auf meinen herabbeugte. Ich muss ihn ordentlich getroffen haben, dachte ich mir fast schon etwas besorgt.

Keinen Moment später wurde mir bewusst, wie falsch ich doch lag. Schon zog er seinen Vorteil aus meiner Unachtsamkeit und rammte mir seine rechte Faust in den Kiefer.

„Huff!“

Den Schmerz ignorierend, schwang ich meine Beine herum und uns mit ihrem Schwung gleich mit. Jetzt saß ich wieder auf Lee. Ein siegessicheres Lächeln machte sich auf meinen Lippen breit. Aber da hatte ich meinen Freund schlecht gekannt. Mit einer Bewegung seines rechten Beins schoss mir ein unsäglicher Schmerz die Wirbelsäule entlang, sodass ich zwangsweise von ihm runterrollte. In Sekundenschnelle war er auf den Beinen.

„Na, los. Komm schon!“, rief er und spornte mich damit an. Die Schmerzen klangen schnell ab – eine der zweifellos schönsten Seiten am Vampirleben. Wunden heilten unglaublich schnell und Schmerzen vergingen entsprechend ebenfalls schneller. Kaum war ich auf den Beinen, stürmte Lee wieder auf mich zu. Er gönnte mir keine Pause. Er kannte mich besser als sonst jemand in dieser Welt. Und er wusste, wie sehr ich das gerade brauchte.

Mit einem grimmigen Lächeln und ausgebreiteten Armen empfing ich ihn. Er schlug einen rechten Haken, ich duckte mich darunter weg. Meinen Schwung nutzend, setzte ich zu einem Kinnhaken an, dem er allerdings mittels eines Sprungs nach hinten ausweichen konnte. Rechts, links, ducken, Schlag, Faust. Ich blendete meine Umwelt aus und fokussierte mich auf den Kampf. Das war auch bitter nötig, denn jetzt kämpften wir übernatürlich schnell. Natürlich war ich da theoretisch im Vorteil. Vampire waren ein wenig schneller und stärker als Grigoroi. Aber Lee war ein Kämpfer, der Seinesgleichen suchte. Mit meinen besseren Reflexen war ich ihm ebenbürtig. Wie ein Kampf auf Leben und Tod zwischen uns aussehen würde, wollte ich gar nicht wissen.



Weiter folgte ein Kick seinerseits, den ich aber mit Leichtigkeit blockte. Sein Bein hielt ich fest, auf meinen Lippen bildete sich ein diabolisches Grinsen. „Gewonnen!“, rief ich triumphierend aus. Ich brachte ihn zu Fall, setzte mich auf seine Hüfte und zerrte an seinem Ledergürtel. Noch bevor ich ihn komplett von Lees Hose gezogen hatte, warf er mich um. Ich landete hart mit dem Gesicht um Boden und schmeckte die Erde unter mir.

Im selben Moment war Lee auf mir drauf und vergrub seine Zähne in meiner Schulter. Ich stöhnte auf und schloss einen Moment die Augen, während Lee gierig mein Blut trank. Dabei wanderten seine Hände über meinen nackten Rücken und nun war er es, der an meiner Hose zerrte. Nur konnte er sie nicht öffnen, da ich auf dem Bauch lag.

Lee musste von mir ablassen und ich wirbelte in einer schnellen Bewegung herum. Auf keinen Fall würde ich mich erneut in die devote Position bringen lassen! Ich zog Leeander in einer schnellen Bewegung den Gürtel aus und trat ihm in die Seite, sodass er kurz das Gleichgewicht verlor. Dieser Moment reichte mir, um seine Hände zu ergreifen und mit seinem eigenen Gürtel zu fesseln. Mit einem Ruck zog ich seine Hose herunter, zwang Lee in die Knie und spreizte seine Beine. Mein Blick lag auf seinen Pobacken und ich leckte mir über die Fangzähne. Bedauerlich, dass das Blut eines Grigoroi ungenießbar war. Ein Grund, warum viele Vampire die Intimität mit Menschen bevorzugten. Ich zerrte an meiner eigenen Hose, befreite meinen Schwanz und feuchtete ihn mit meinem Speichel an.

Lees Gegenwehr kam zum Erliegen, als er leise und voller Vorfreude aufstöhnte, während er seinen Oberkörper willig auf den Boden drückte und mir so seinen Hintern entgegenstreckte.

Erst glitt ich mit einem Finger in sein enges Loch und bewegte ihn ein paar Mal. Dann nahm ich einen zweiten Finger dazu und zuletzt einen dritten. Lee stöhnte immer lauter und ich sah, dass er seine vor seinem Bauch gefesselten Hände zu seinem Schwanz bewegen wollte, um sich selbst zu befriedigen.

„Nein, nicht heute!“, knurrte ich. In Windeseile löste ich den Gürtel, legte seine Hände hinter seinen Rücken und band sie dort wieder fest. „Wann du kommst, entscheide ich!“ Und im selben Moment setzte ich meine pulsierende Eichel an sein Loch und schob mich langsam in seinen Arsch. Stöhnend legte ich den Kopf in den Nacken, während ich Lee am Gürtel zu mir zog, sodass er mir mit seiner Hüfte entgegenkommen musste. Zuerst bewegte ich mich nur langsam, gab ihm Zeit, sich zu dehnen. Aber schon nach kurzer Zeit holte ich schwungvoller aus und genoss das Geräusch, wenn meine Eier gegen seine Lenden klatschen. Lee stöhnte lauter und ich zog das Tempo an. Ich ließ jegliche Vorsicht fallen, ließ seine gefesselten Hände los und griff seine Hüften, um immer wieder fest in ihn zu stoßen.



Die Erlösung ließ nicht lange auf sich warten und ich spürte, wie ich mich in seinem Hintern ergoss. Aber ich stieß weiter, bis mein kleiner Freund erschlaffte. Erst dann zog ich ihn heraus, erlöste Leeander von seinem Gurt und stand schwer atmend auf. Meine Hose wieder in Position bringend, ging ich einen Schritt zurück.

Leeander richtete sich in der Zwischenzeit halb auf und drehte sich zu mir um. Als er aber aufstehen wollte, hob ich eine Hand.

„Nein! Bleib auf den Knien und befriedige dich selbst. Für mich.“

Nur kurz haderte mein engster Vertrauter. Aber dann nickte er, legte eine Hand an seinen Schaft und begann, sich selbst dientlich zu sein. Fasziniert sah ich ihm dabei zu, wie seine Hand immer schneller über seinen Schwanz glitt. Sein Stöhnen wurde kehliger und er schloss die Augen. Ich leckte mir über die Lippen und spürte, dass meine Hose schon wieder eng wurde. Verdammt, die Intimitäten mit Leeander waren so ganz anders als die mit irgendeiner Frau! Rauer, wilder, animalischer! Als Leeander stöhnend seinen Samen auf den Boden spritzte, stöhnte ich ebenfalls auf.

Zeit, den Ort zu wechseln und dort weiterzumachen, wo wir aufgehört hatten. Denn ich war noch längst nicht fertig.

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