Kapitel 38 – Zeichen

Kapitel 38 – Zeichen

 

Aurelie

„Schneller!“, verlangte ich enthusiastisch und Imani versuchte zu folgen. Seit drei Wochen trainierten wir regelmäßig zusammen, auch wenn mir die Fähigkeiten im Gegensatz zu Imani geradezu zugeflogen kamen. Wenn ich vorher noch gedacht hatte, ich wäre unfähig, dann musste ich, so böse das auch klang, nur Imani anschauen und ich fühlte mich überaus talentiert.

Mit dem schnellen Laufen hielt ich mich stark zurück. Ich wagte es teilweise, über ganz kurze Strecken und auch nur an Orten, wo ich nicht Gefahr lief, mich irgendwie zu verletzen. Geblutet hatte ich zwar nicht mehr, aber die Sorge um das Ungeborene war da. Ich konnte es immerhin nicht sehen. Mein Bauch war noch nicht einmal ansatzweise rundlich. Wie klein und zerbrechlich musste mein Kind also noch sein?

„Ich kann nicht mehr!“ Die junge Vampirin, mit dem hellbraunen, prachtvoll geflochtenen Haar, kam schwer schnaufend auf mich zu. „Ich schaffe es einfach nicht über lange Strecken!“

Lange Strecken waren ihrer Definition nach ein Trainingsfeld von etwa drei Manneslängen.

„Imani, mit aufgeben wird das nichts“, erklärte ich, nahe dran, die Augen zu verdrehen. Ich hatte es in einer der letzten Nächte ausprobiert. Bei helllichtem Tag lagen immerhin jedermanns Augen auf mir, auf dass ich es auch ja nicht wagte, körperliche Anstrengung auf mich zu nehmen. Selbst die Tatsache, dass ich jetzt nicht in meinem Bett lag, sondern eingemummelt in einem dicken Mantel auf der Seite des Trainingsfeldes stand, wurde mit zusammengekniffenen Augen und gerunzelten Stirnen kommentiert.

„Ich weiß …, aber können wir nicht vielleicht mit dem Hören oder Riechen weitermachen? Oder generell eine Pause einlegen?“

Die machte sie in der Tat gerne. „Natürlich“, entgegnete ich widerwillig. „Dann lege ich mich hin. Am besten, wir machen erst Morgen weiter.“

Die Augen der jungen Vampirin leuchteten bei der Aussicht, den ganzen Tag keine Anstrengung mehr auf sich nehmen zu müssen. „Ja, unbedingt! Ihr braucht viel Ruhe!“

Wenig später lag ich in meinem Bett und starrte zur Decke hoch. Götter, war das deprimierend. Während der Übungseinheiten mit Imani hatte ich immerhin einen Grund, so zu tun, als ob ich glücklich wäre. Aber das war ich nicht. Ich hasste es hier! Kretos lag mir ständig mit seinen Weltuntergangsszenarien in den Ohren, Irina sah ich kaum, da sie ständig auf Nahrungssuche war und Emili … Emili konnte ich nicht mehr einschätzen. Sie verhielt sich anders. Noch viel distanzierter als für gewöhnlich. Die meiste Zeit verbrachte sie in ihrem Zimmer. Wussten die Götter, was sie dort drinnen tat. Vielleicht hielt sie sich auch nur von dem Fürsten fern. So wie er sie ansah oder gar behandelte, konnte ich es ihr noch nicht einmal verübeln.



Mein Leben ging den Bach hinab und ich fand keinen Baumstamm, um mich festzuhalten. Cyrus war schon so lange weg, dass ich mittlerweile nicht mehr damit rechnete, dass er wieder zurückkam. Vielleicht hatte er eine schöne Vampirin getroffen, sie geschwängert und sich mit ihr irgendwo niedergelassen. Gut, das mit dem Schwängern war unrealistisch. Aber das war es doch, was er die ganze Zeit gewollt hatte. Seitdem wir das Goldene Reich verlassen hatten. Mich loswerden, mein Kind loswerden und alle Verantwortung ebenfalls. Und er hatte es geschafft. Er hatte uns verlassen.

Und seit die erste Woche um war, hatte ich kein einziges Mal mehr geweint. Meine Gelüste waren zurückgekommen, wenngleich der Hunger fehlte. Doch es war nicht mehr Honig, der mich interessierte, sondern Fleisch. Sehr blutiges Fleisch. Eigentlich am liebsten roh, aber das gab man mir nicht. Vielleicht hatten sich die Wünsche meines Kindes ja an meine Gefühlswelt angepasst. Kalt, blutig und geschmacklos.

Beinahe lautlos betrat Emili mein Gemach und kam zu mir ans Bett. „Du wirkst abwesend“, stellte sie fest.

Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte gelacht. „Das Kompliment kann ich nur zurückgeben“, entgegnete ich trocken.

„Ich …“ Sie senkte den Blick und strich sich über die Oberarme. „Ich weiß. Es tut mir leid. Es ist nur … Irgendwas passiert mit mir, Naya. Und es macht mir Angst.“

„Und deshalb verziehst du dich in dein Gemach? Du könntest mit mir reden, Emili.“

„Wenn ich nur wüsste, wie! Ich weiß nicht, wie ich es in Worte fassen soll! Ich weiß nicht, was mit mir passiert. Ich … Es verändert mich.“ Emili stand neben meinem Bett und fing an zu zittern. Sie rieb ihre Arme noch fester und zog dabei die Schultern hoch. „Es ist so kalt hier!“

Ich seufzte. „Ja. Da hast du recht. Soll ich dir warm geben? Ich habe geübt.“ Geübt, mein Feuer in meinem Körper zu behalten und es trotzdem nutzen zu können. So, dass es auch jemandem half, und nicht nur wahllos verletzte.

Emili kroch zu mir ins Bett und legte sich dicht an mich. „Ja, bitte. Nimm mir die Kälte.“ Ihr ganzer Körper bebte.

Eng legte ich meine Arme um meine Freundin und zog tief ihren Geruch ein. Allerdings ließ mich dieser stocken. Es roch nicht nach Emili. „Emili? Was genau hast du mit ‚es verändert dich‘ gemeint?“



„Ich weiß es nicht, Naya. Aber manchmal glaube ich, ich bin gar nicht mehr hier. Wenn ich die Augen öffne, sitze ich in einer kalten, zugigen Höhle.“ Tränen liefen aus ihren Augen. „Manchmal liege ich dort. Und sterbe.“

„Sh…“ Meine Arme zogen sie beschützend näher. „Du stirbst nicht. Das würde ich nie zulassen.“ Nicht, bevor ich nichts mehr tun könnte. Denn gegen die Zeit wäre auch ich machtlos.

„Ich will nicht allein sein, Naya. Ich will nicht einsam und allein in einer kalten Höhle sterben.“

„Wirst du nicht“, flüsterte ich leise. „Wenn du jemals gehst, dann bin ich an deiner Seite und halt deine Hand“, versprach ich. Nun kamen auch mir Tränen. „Aber so weit sind wir noch nicht, verstanden!“

„Aber warum ist mir dann so kalt?“ Emili begann leise zu schluchzen und kuschelte sich noch näher in meine Arme, suchte Schutz vor ihren Träumen. „Was passiert nur?“

„Immer noch?“, fragte ich verwundert. Sollte ich versuchen, noch wärmer zu werden? „Hast du es schon mit einem warmen Bad versucht?“

Emili rieb ihre kalte Nase an meiner Wange. „Deine Wärme geht schneller. Deine Kraft wächst stetig.“

Ich unterdrückte ein Lachen und stieß stattdessen ein Grunzen aus. „Schön. Dann habe ich ja endlich meine Bestimmung gefunden, nicht? Der lebende Ofen, stets zu Diensten.“ Ich grinste und schmiegte mich ebenfalls näher an meine Freundin. Ernst fügte ich hinzu: „Feuer ist aber nicht nur warm. Es brennt auch.“ Egal ob mit Absicht oder ohne. Leeander hatte mit seinem Leben für meine Angst gebüßt. Angst, die für den Ausbruch meiner Kräfte verantwortlich gewesen war. Die Haremsfrauen ebenfalls. Nur, dass da die Wut in mir gebrannt hatte.

„Ja, aber Feuer bedeutet auch, Leben. Und Wärme ist Geborgenheit.“ Emili seufzte leise.

Ich hingegen runzelte verwirrt die Stirn. „Ich schaffe es nicht“, stellte ich verwirrt fest. „Ich bin kälter, als ich sein sollte.“ Das Wärmeempfinden meines eigenen Körpers hatte sich die letzten Wochen hindurch massiv verfeinert. Und ich war nicht so warm, wie ich das mittels der aufgewandten Anstrengung sein sollte. Als ich in mich hineinhorchte, um zu verstehen, wieso ich auf einmal nicht mehr richtig Magie wirken konnte, erschrak ich. „Meine Magie …“, flüsterte ich fassungslos. Es war, als wäre sie weg. Oder zumindest größtenteils.



„Was ist damit?“, fragte Emili leise. „Ist etwas? Warum machst du es nicht warm?“ Emili fing noch stärker an zu zittern.

„Tut mir leid, aber … ich kann nicht, Emili.“ Fassungslos stützte ich mich auf. Es fühlte sich an, als wäre ich komplett ausgebrannt. Nur die üblichen Symptome der Überanstrengung fehlten. Angst kam in mir auf. Wo waren meine Kräfte? Hatte ich mich dermaßen übernommen? Tief durchatmen. So war es schon öfter. Wenn ich mich überanstrengte, verflogen sie. Aber sie waren bisher immer wieder gekommen, also gab es keinen Grund zur Panik.

Emili zitterte. Mitleidig sah ich auf sie herab, wobei mein Blick jedoch weit aufgerissen an ihren Händen kleben blieb. „Emili?! Was ist das?“ Ich griff nach ihrer Hand und betrachtete eingehend deren Rücken. „Was …“

„Ich weiß es nicht“, flüsterte sie und schniefte leise. Sie zog den Ärmel ihres Kleides etwas höher. Rote-braune, verschnörkelte Linien und Muster zogen sich von ihrem Handrücken über den Unterarm und vermutlich noch weiter hinauf. Mittlerweile weinte Emili dicke Tränen. „Es fing vor … vor einer Woche an.“ Sie wischte sich über das Gesicht und schniefte laut. „Zuerst nur an den Händen. Aber es wächst immer weiter …“ Sie befreite auch ihren zweiten Arm von der Kleidung. Ihr ganzer Körper zitterte. Vor Kälte. Vor Angst. „Ich habe Angst, Nayara. Ich habe Angst, dass es mich umbringt.“

Ich wusste nicht mehr, was ich sagen sollte. Ich hatte keine Ahnung, womit wir es hier zu tun hatten. „Hast du … Kretos gefragt? Vielleicht weiß er was?“ Aber so wie ich ihn kannte, würde er sie nur wieder als Hexe beschimpfen.

„Denkst du, ich zeige ihm… zeige ihm diese Muster?“ Emili schluchzte so stark, dass ich sie kaum noch verstehen konnte. „Er hasst… mich…grundlos… Ich habe ihm…doch nichts…getan!“

„Sh … sh …“ Ich zog Emili wieder in meine Arme, sodass ihr Kopf an meiner Brust zum Liegen kam. Mittlerweile war ich größer als sie. Und älter, von der geistigen Entwicklung her betrachtet. Aber ich wusste bei den Göttern nicht, was ich hier tun sollte. „Ich weiß. Er ist nicht gerecht“, murmelte ich leise, denn das war er nicht. Kretos hatte Emili von Anfang an verurteilt. Vermutlich würde er sie sogar für seine apokalyptischen Visionen verantwortlich machen, wenn er erfuhr, dass jetzt plötzlich irgendwelche Zeichen ihre Haut zeichneten.



Stirnrunzelnd nahm ich noch einmal ihren Arm in die Hand und führte mir die Zeichen vor Augen. „Warst du schon in der Bibliothek? Du und Aurillia habt bei Darleen doch das Lesen gelernt. Hast du schon die Bücher nach solchen Mustern durchforscht?“ Denn wenn nicht, wäre das mein nächster Anhaltspunkt. Natürlich war Kretos‘ Bibliothek hier nicht so groß wie die des Goldenen Reiches, aber klein war sie auch nicht gerade.

„Vor zwei Tagen …“ Sie schniefte wieder. „Kretos war da und hat mich rausgeworfen. Er…er meinte, am liebsten würde er mich aus dem Schloss werfen. Aus seinem Fürstentum.“ Mit zittrigen Händen wischte sie die Tränen weg. „Ich verstehe das nicht. Ich verstehe nicht … Ich sah doch, dass ich hier hin muss. Ich…ich sah dich und Cyrus weiterreisen. Euch beide! Aber…“ Sie unterbrach sich und fing wieder an zu weinen. „Aber jetzt ist alles so anders!“

Kretos machte mich mit seinem Verhalten wütend. Ich konnte nicht verstehen, wie man so einfältig sein konnte!

Es klopfte an der Tür. Emilis Schluchzen verstummte augenblicklich. „Ich gehe“, murmelte sie flüchtig, ehe sie sich aus meinen Armen schälte, ihre eigenen wieder mit dem Stoff ihrer Ärmel überzog und sie dann frierend um sich schlang. Hastig öffnete sie die Tür und schlüpfte an der Person davor vorbei.

Verwirrt streckte Imani einen Moment später den Kopf hinein. „Ist hier alles in Ordnung?“

Ich seufzte, verbiss mich einen Kommentar und nickte. „Wie kann ich Euch helfen, Imani?“

Kretos‘ Verlobte holte mich, wie jeden Tag in den letzten drei Wochen, zum gemeinsamen Abendessen ab. Und seit Emili sich in ihren Gemächern versteckt hielt – wie ich nun wusste, aufgrund der seltsamen Zeichnungen auf ihrem Körper – hatte sich uns auch Kretos wieder angeschlossen. Irina akzeptierte er, den Kopf abgewandt, am Tisch. Doch nicht Emili, die Hexe. Sein Starrsinn war dem eines Stiers würdig.

 

Nach dem eher schweigsam verlaufenen Abendessen kehrte ich in meine Gemächer zurück, legte mich bäuchlings auf mein Bett und las mir im Licht der Kerze noch einige Korrespondenzen durch. Meine Tür hatte ich angelehnt und nicht geschlossen. Der Grund dafür sollte einige Minuten später mein Zimmer betreten und mich stillschweigend von hinten beobachten.



Ein Schauer fuhr mir durch den Körper, als meine Nackenhaare sich aufstellten, und Lust sammelte sich zwischen meinen Beinen. Ich hatte seine Schritte längst gehört, ebenso sein Herz, sein Atem, oder dass er die Tür hinter sich geschlossen hatte. Doch ich nahm mir die Zeit und las den Brief zu Ende, der mich über die neuesten Vorgänge in der Hauptstadt in Kenntnis setzte.

Als ich den Brief zur Seite legte, sprach ich: „Ihr dürft Euch nähern, Grellos.“

Ein Blick über die Schulter offenbarte einen gut gebauten, attraktiven Vampir mittleren Alters, der, die Arme vor der Brust verschränkt, an der Wand dem Bett gegenüber lehnte und mich lüstern mit seinen Augen verschlang. Auf meine Worte hin zuckte ein amüsiertes Schmunzeln über seine Lippen. Sein braunes Haar trug er kurz; seine himmelblauen Augen funkelten vergnügt. „Sicher, dass Euch meine Anwesenheit heute genehm ist, meine Königin? Ihr wirkt erschöpft.“ Seiner Worte zum Trotz kam er näher, die Schritte raubtierartig. Denn trotz seiner beinahe zweitausend Jahre war er ein Schelm ohne Ende. Umso verwunderlicher, dass er einer von Kretos‘ engsten Vertrauten war.

„Hätte Euch meine Tür ansonsten offen gestanden, Baron?“

„Wie beinahe jeden zweiten Tag. Ich frage mich, was Euch mehr fehlt. Starke Hände, die Euch festhalten oder ein harter Schwanz, der Euch ausfüllt.“ Seine Augen funkelten, als er begann, den Knoten an seinem Hemd zu öffnen, nur um es sich gleich darauf in einer ungeduldigen Bewegung über den Kopf zu ziehen.

Erregt biss ich mir auf die Unterlippe. Meine Augen tasteten gierig seinen entblößten Oberkörper ab. Gerne hätte ich etwas erwidert, wie ‚weder noch‘ oder ‚mir soll was fehlen?‘. Fakt war aber, dass ich sowohl die starken Hände, die meinen Körper mit ihrem Können und ihrer Kraft verwöhnten, vermisste, als auch von dem Gemächt eines Mannes ausgefüllt zu werden. Und dann war da noch etwas. Während des Aktes konnte ich vergessen.

Ich drehte meinen Kopf wieder nach vorn und wandte mich damit von ihm ab. In meinem Nachtgewand auf dem Bauch liegend, hob ich abwechselnd meine Schienbeine an und ließ das Nachtgewand auf diese Weise Stück für Stück hochrutschen. Mein hüftlanges weissblondes Haar lag offen, teils auf meinem Rücken, teils daneben.



„Hat es Euch die Sprache verschlagen, Majestät?“ Seine Stimme klang amüsiert und schon um einiges näher als noch gerade eben. Seine Hände glitten über meine nackten Beine, bis hinauf zu den Oberschenkeln. Dann störte der Stoff, doch das war für den Baron kein beachtenswertes Hindernis. Er spreizte meine Beine und atmete gierig ein. „Ihr seid jetzt schon nass. Wie oft muss Eure Bettwäsche gewechselt werden?“ Er lachte leise.

Und er hatte recht. Der Geruch meiner Erregung verpestete die Luft regelrecht. Ich schmunzelte verhalten und kicherte leise, doch der Laut ging schnell schon in ein zurückhaltendes Stöhnen über, als seine Hände an meinen Beinen immer weiter hochglitten. Mein Becken bewegte sich drängend, als wolle es ihn auffordern, sich endlich dem interessanten Teil zuzuwenden. Dabei genoss ich das Gefühl, das er in mir auslöste, wenn er meinen Körper berührte. Er konzentrierte sich nicht nur auf die erogenen Stellen, sondern berührte auch meine Beine, meine Arme und machte mich damit wahnsinnig. Wahnsinnig wollüstig.

„Mein Bett muss nur gewechselt werden, wenn mein Liebhaber nicht aufzulecken weiß, was er mit mir anrichtet“, entgegnete ich belehrend, und drückte meinen Rücken durch, sodass mein Hinterteil näher zu ihm rückte.

Seine Hände schoben mein Nachthemd noch höher, sodass er kurz darauf meinen Hintern entblößte. Beherzt biss er in eine meiner Pobacken; zeitgleich fand einer seiner Finger meinen Eingang.

„Schon so willig, Majestät. Ihr könnt es kaum erwarten, nicht wahr?“ Er drückte sich zwischen meine Beine, hob mein Becken noch mehr und grub die Finger seiner zweiten Hand in meine Hüfte. „Ich frage mich, ob ich Euch nicht sofort ficken soll. Und nur, wenn Ihr bettelt, gönne ich Euch einen Höhepunkt.“

Ich keuchte vor Erregung. „Ihr wollt … wirklich Eure Königin betteln lassen?“ Bei der Vorstellung, wie es wäre, um meine Erlösung betteln zu müssen, krampfte mein Unterleib begeistert und schoss eine weitere Welle der Lust durch meinen Körper. Um Himmels Willen, wieso erregte mich dieser Gedanke so sehr?!

Seine Finger verließen mich, sodass ich leise wimmerte.

„Oh ja“, schnurrte er erregt. „Und Ihr solltet besser überzeugend sein …“ Mehr sagte er nicht, denn gleich darauf steckte seine Zunge in meiner Scham. Zeitgleich umkreiste sein Finger meine Lustknospe.



Ich stöhnte auf und drückte ihm meinen Unterleib willig entgegen. Zunge und Finger brauchten tatsächlich nicht lange, und ich rekelte mich nach Erlösung suchend auf dem Laken. Noch ein Bisschen! Ich stöhnte. „Schneller!“

Seine Finger wurden langsamer und seine Zunge verschwand sofort. „Keine Befehle!“, knurrte er. „Bettelt!“

Mit ausgefahrenen Fängen drehte ich meinen Kopf herum und fauchte ungeduldig.

Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er nahm seine Hand von meiner Knospe und schlug mit dieser auf meinen Hintern, sodass es laut knallte.

Erschrocken jaulte ich auf. Mein Po allerdings reckte sich ihm nach dieser unangebrachten Behandlung aus mir unerfindlichen Gründen noch williger entgegen.

„Bettelt!“, verlangte er lauter und schlug wieder hart zu. Mit der anderen Hand glitt er wieder zwischen meine Beine und schob zwei Finger in meine verlangend zuckende Mitte.

„Hm …!“ Schleunigst sah ich zu, dass ich seinen Fingern entgegenkam, doch da zog er sie schon wieder zurück, die Augenbrauen fordernd erhoben. Es war im Ernst …? Ich schluckte schwer. Dann nahm ich meinen Mut zusammen, unterdrückte den Gedanken, was das Volk von mir denken könnte, und sprach ganz leise: „Bitte?“

„Das ist ganz sicher kein inständiges Betteln, Majestät.“ Wieder sauste seine Hand auf meinem Hintern hinab. Zeitgleich stimulierte er mich, bis ich erneut kurz vor meinem Höhepunkt war.

Meinen Kopf hatte ich erregt und heftig atmend in den Nacken gelegt, als seine Finger wieder langsamer wurden und mich erneut unbefriedigt zurückließen. Es hatte nicht einmal halb so lange gedauert wie vorhin. „Das wagt Ihr Euch nicht!“, sprach ich drohend, klang durch mein Keuchen aber eher verzweifelt.

„Findet es nur heraus.“ Kurz darauf spürte ich seine Männlichkeit an meinem Eingang. Langsam und vorsichtig schob er seine harte Erektion in meine triefende Mitte. Von hinten. Was fanden die Männer nur daran? Allerdings kam ich mit meiner Gedankenspinnerei nicht weit. Die Geduld, die Grellos an den Tag legte, um sein Gemächt in mich zu schieben, brachte mich schier um den Verstand. Meine Mitte zuckte unkontrolliert und wollte mehr. Ich wollte mehr! Er sollte sich beeilen!



Entsprechend meiner Gedanken verhielt sich mein Körper, was den Vampir leise lachen ließ. Aber ich hörte es nicht. Mein Blut rauschte mir in den Ohren, während sich tatsächlich leise Worte des Flehens über meine Lippen stahlen. Meine Schwäche jedoch war mir peinlich, sodass ich – hoffentlich ehe er etwas davon vernehmen konnte – mein Gesicht in die Matratze drückte, um mich daran zu hindern, weiter dieses erbärmliche Verhalten an den Tag zu legen.

Seine Bewegungen wurden schneller; wie von selbst kam ich ihm entgegen. Mit jeder Bewegung stieg meine Erregung. Zusätzlich stimulierte er mich wieder mit seinen Fingern. „Los, sagt mir, wie sehr Ihr kommen wollt!“

Mein Verstand wurde des klaren Denkens plötzlich gänzlich beraubt. „Bitte!“ Ich war so nah dran. Ich wollte es so dringend! Mein Kopf legte sich aller Unbequemlichkeit zum Trotz wieder in den Nacken. „Bitte, Grellos! Bit…te!“ Fast schon schreiend hatten die Worte meinen Mund verlassen. Nicht unbedingt klar und deutlich, aber laut und zitternd unter der Erregung, die mir der Vampir verschaffte.

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