Kapitel 49 – Flehe

Kapitel 49 – Flehe

 

Cyrus

Während Elok und ich ein paar Schritte gingen, war ich gedanklich bei Nayara. Mir war nicht entgangen, dass sie die Vorstellung, ich würde sie über das Knie legen, enorm erregte. Dabei hatte ich bisher angenommen, aufgrund ihrer Erfahrungen würde die Androhung von Schlägen das exakte Gegenteil hervorrufen.

In den letzten Jahrhunderten waren mir immer wieder Frauen begegnet, die eine gewisse Form der Züchtigung mochten. Über die Zeit hinweg hatte ich erkannt, dass dahinter eine riesige Palette an Gefühlen, Wünschen und Sehnsüchten steckte. Frauen, die Grenzen austesten wollten und es sogar schätzten, wenn sie in ihre Schranken verwiesen wurden. Für sie war es meist ein Spiel.

Zuweilen genoss auch ich es, Frauen bewusst in eine devote Stellung zu treiben, wie ich es auch bei Irina einmal getan hatte. Mit der Aussicht auf Befriedigung ihrer körperlichen Gelüste stimmten viele Frauen zu, sich unterzuordnen. Aber nicht Nayara. Nicht nach allem, was ihr angetan worden war. Was ich selbst ihr angetan hatte! Nayara würde nicht willentlich die Kontrolle abgeben und sich fallen lassen. Das bedurfte Vertrauen. Vertrauen, das Nay in mich verloren hatte und das erst in vielen, vielen Jahrzehnten wieder hergestellt sein würde.

„Und jetzt?“ Eloks Frage riss mich aus meinen Gedanken. Mitten im Wald war ich stehen geblieben und wusste nicht, wieso. Tatsächlich hatte ich bloß ein wenig spazieren gehen wollen. Aber nun erblickte ich einen Baum, der mehr tot als lebendig war und entsprechend trocken aussah.

Ich deutete auf den Baum. „Kannst du zurückgehen und schauen, ob wir Äxte haben? Wenn nicht, frag im Dorf nach. Wir können uns nützlich machen und Feuerholz schlagen.“

 

Beinahe eine Woche später kamen Amaro und Stinan zurück. Die zweite Brücke sei zu stark beschädigt. Wir hatten zwischenzeitlich aber auch erfahren, dass die Brücke neu gebaut werden sollte. Elok hatte sich sofort daran beteiligt und tatkräftig mitgeholfen. Die Dorfbewohner mochten ihn.

Ich konnte zumindest für unsere Hütte das Holz hacken. Aber körperliche Arbeit war anstrengend. Es würde noch Wochen dauern, bis ich wieder vollständig gesund wäre.





Amaro und Stinan halfen ebenfalls beim Neubau der Brücke. Sie sollte noch größer und stabiler werden. Jedoch halfen die Grigoroi nur wenige Stunden aus. Mehr wäre es zu auffällig, dass sie weder etwas zu trinken oder zu essen, noch eine Pause brauchten. Wir wollten die Bewohner des Dorfes nicht verängstigen. Und dann war da auch noch Nayara, die es sehr mochte, normal und bei ihrem Namen angesprochen zu werden. Wir waren hier weder König noch Königin, sondern ganz normale Reisende.

Die ersten zwei Wochen vergingen wie im Flug. Aber es wurde Zeit, Nayara einzuweihen. Sie hatte heute wieder einen köstlichen Eintopf gekocht, sodass wir nun zusammen am Tisch saßen, um zu essen.

„Nay?“

„Cyrus?“, gab sie schnurrend zurück, was meine Lenden augenblicklich heißlaufen ließ. Ich atmete tief durch, um zumindest dieses Thema sachlich zu besprechen. Es war manchmal schwer, ihren Reizen zu widerstehen. „Dir ist klar, dass diese Brücke nicht in zwei Wochen gebaut werden kann, oder? Vor allem im tiefsten Winter, wenn es schneit und windet.“

Sie senkte die Gabel und stützte das Handgelenk an der Tischoberfläche auf. „Das ist mir bewusst, ja.“

„Es wird Monate dauern, Liebes.“ Ich holte tief Luft. „Wahrscheinlich kann die Brücke erst im Frühjahr fertiggestellt werden, wenn kein Schnee liegt.“

Nay starrte auf ihren Teller. Die Gabel ließ sie los, sodass sie mit dumpfem Klirren auf dem Rand des hölzernen Tellers aufkam. „Frühjahr“, murmelte sie. „Bis dahin geht es dir wieder gut. Dann kehren wir zurück, gestärkt und erholt. Nach einer Reise, die länger gedauert hat, als unsere Anwesenheit seit Amtsantritt.“ Geräuschvoll blies sie sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Zum Glück habe die beiden Taugenichtse von Minister hängen lassen.“

„Was ist mit den Warnungen von Kretos? Diesen Schatten, von dem er immer sprach?“ Ich wünschte, ich hätte ihre Zuversicht. Allerdings breitete sich die Sorge in mir aus, es könnte ein Teil seiner Visionen wahr werden. Aber hätte er dann nicht auch gesehen, dass wir hier festsitzen würden?

„Kretos‘ Visionen lassen sich vielseitig deuten, Liebster. Hat er nicht auch behauptet, ein Sklavenmädchen wollte dir den Thron stehlen? Dabei hatten Irina und ich geplant, in den Osten zu fliehen und uns dort ein Leben als einfache Menschen aufzubauen. Wie du bereits einmal gesagt hast …“ Sie schob ihre Hand über den Tisch und legte sie über meine. Sachte strich ihr Daumen über meine Haut. „… Wir haben einen fähigen Rat zurückgelassen. Sie werden das Reich durch den Winter bringen und darauf aufpassen.“



Ich ergriff ihre Hand, beugte mich vor und küsste diese. „Ja, wir haben das Wohl des Volkes in guten Händen gelassen.“ Ich schenkte ihr ein Lächeln und aß weiter. Die Monate in Abgeschiedenheit würden uns guttun. Und dem Kind. Wahrscheinlich war es sogar ein Zeichen der Götter, dass wir hier regelrecht eingesperrt waren. „Es gefällt mir sehr gut hier. Ich könnte mich daran gewöhnen, mit dir ein einfaches, gewöhnliches Leben zu führen.“

Ein sehnsüchtiges Seufzen entkam ihr. „Es ist so schön, als eine von ihnen akzeptiert zu werden. Kein Gekusche, kaum betritt man den Saal und keine Speichellecker, die in meiner Anwesenheit nur Gutes zu erzählen wissen und mit Komplimenten umgarnen, hinter vorgeschobener Hand jedoch kein einziges, gutes Haar an einem lassen. Keine Verantwortung über Leben und Tod. Keine Anschläge auf unsere Leben, ob politischer oder persönlicher Natur. Und kein stinkiger Wein.“

„Keine Ratssitzungen, keine Intrigen. Allerdings vermisse ich den Wein. Zumindest den Guten.“

„Ach so, du meinst das süße Zeug, mit dem du mich dazu gebracht hast, mir frei von der Leber zu reden, ja?“ Sie stand auf, schenkte dem Eintopf keinerlei Aufmerksamkeit mehr und stellte sich hinter meinen Stuhl. Direkt in mein Ohr raunte sie: „Hat dir das gefallen?“ Ihre Hände fuhren langsam über meine Schultern, hinunter zu meiner Brust. „Wie ich Gilead geküsst habe? Um mich anschließend auf deinen Schoß zu setzen? Wie sehr ich dich diese Nacht wollte?“

„Du erinnerst dich wieder? Oder nur an die Worte, die wir dir erzählten?“ Ich lehnte meinen Kopf an ihren Bauch und sah hinauf zu ihr. „Und ja, es gefiel mir wahnsinnig gut.“

„Nein“, gab sie zu. Sie entfernte sich von meinem Ohr. Ihr Atem glitt meinen Hals hinab, während ihre Hände mir weiter zärtlich über die Brust streichelten. „Ich kann mich an keine Sekunde davon erinnern“, hauchte sie heiser, dann biss sie mir sanft, aber ohne Fänge, in den Hals und begann zu saugen.

„Das heißt, du möchtest es wiederholen?“ Mein Schwanz begann zu pochen. Dieses Auf und Ab war eine Qual. Mal wollte sie, dann wieder nicht, und mir kam es schon fast so vor, als würde sie nur darauf warten, dass ich die Grenze überschritt und ihre Mauern einriss. „Das würde bedeuten, wir müssten Monate warten. Gefällt dir denn einer der Männer aus dem Dorf?“



Nay seufzte theatralisch. „Menschen sind nicht so wie wir … Irgendeine betrogene Ehefrau würde uns den Kopf abreißen. Nein, darum geht es mir nicht.“ Ich konnte das Grinsen an meinem Hals förmlich sehen. „Gilead war etwas Besonderes. Obschon es an Kretos‘ Hof auch den einen oder anderen Leckerbissen gab.“ Wieder begannen ihre Lippen meinen Hals zu verwöhnen, mal mit zärtlichen Küssen, mal mit intensivem Saugen.

„Und was erregt dich ganz besonders an dem Gedanken, mit zwei Männern zu schlafen?“ War es so simpel? Wollte sie benutzt werden? Auf ihre Weiblichkeit reduziert werden? „Musst du so dringend ausgefüllt werden? So sehr, dass dir ein Schwanz nicht mehr reicht?“

Keinen Mucks gab sie von sich. Aber die Bewegungen ihrer Zunge an meiner Haut wurden fahrig, ihre Hände, so bemüht sie auch war, es zu verstecken, verkrampften sich und der Geruch ihrer Lust flutete den Raum, als hätte ich einen ganz besonderen Punkt getroffen. Wäre sie nicht hinter mir gestanden, hätte ich jetzt beobachten können, die ihre Wangen rosig wurden und sie verzweifelt versuchte, ihre Schenkel aneinander zu pressen.

„Willst du, dass ich dich dabei festhalte? Oder dich fessle? Willst du an den Rand der Lust gefickt werden, bis du nicht mal mehr weißt, wie du heißt?“

Ich hörte sie schlucken. Dann entkam ihr ein Laut, der zwischen lustvollem Stöhnen, erregtem Keuchen und schamerfüllten Wimmern lag, während ihr Atem schwer und heiß an meinen Hals drang. Sie krümmte sich; ihre Beine wollten ihr nicht mehr gehorchen, so wie sie sich auf mir abstützte.

Es war wohl an der Zeit, ihre Sehnsüchte zu erfüllen. Sehnsüchte, die sie vermutlich seit Wochen mit sich herumtrug. Ich packte sie, schob die Teller beiseite, warf sie über den Tisch und hob ihren Rock hoch. Ich wartete, sah ihr in die Augen und beugte mich ein Stück vor. Ihr erregter Duft war betörend. Die Beine hatte sie willig gespreizt und die Füße auf den Tisch gestellt. Mit beiden Händen hielt sie sich an der Tischkante fest.

„Sag mir, dass du es willst“, verlangte ich. Einerseits, um ihr zu geben, was sie wollte, andererseits um mich rückzuversichern.

„Ja“, hauchte sie leise.

„Nein. Nicht so billig.“ Ich grinste. „Sag, dass du von mir genommenn werden willst.“ Ihre Wangen glühen und ihr Atem ging schwer. Selbst die Lippen zitterten vor unausgesprochenen Wünschen. Aber sie genierte sich. Mit einer Hand strich ich über ihren Oberschenkel, streichelte sanft ihre Perle und übte minimalen Druck aus. „Sag, dass du von mir genommen werden willst!“ Ich knurrte.



Ihr Stöhnen wurde lauter. Und trotzdem flüsterte sie die nächsten Worte nur, wobei sie beschämt den Blick abwendete. „Bitte, nimm … mich.“

„Oh, so kommen wir nicht weiter, Liebes“, raunte ich. „Denn ich gebe die Befehle und du bettelst.“ Ihre Mitte wurde noch nasser. Eine Augenbraue hebend, glitt ich mit einem Finger in ihre Grotte. „Los, bettle darum.“

Nayara knurrte. Ihre Fangzähne glitten heraus. Und das zarte Rosa ihrer Wangen wurde noch stärker. „Bitte, Cyrus“, flüsterte sie wieder, als sei es ihr peinlich oder unangenehm, diese Worte auszusprechen. „Bitte, tu es.“

Sachte legte ich meine Hand an ihre Wange, zwang sie, meinem Blick zu begegnen und strich ihr mit meinem Daumen eine Strähne aus dem Gesicht. „Wir sind hier unter uns, Nay. Sag, was du willst, und schäme dich dafür nicht.“ Mir war bewusst, dass sie gar nicht recht wissen konnte, wie sie nun reagieren sollte. Daher wollte ich ihr helfen. „Wie soll ich dich nehmen? Vorsichtig?“

„Nein“, hauchte sie, wobei sich ihr Blick erneut senkte. „Bitte“, sie schluckte, „nimm mich. H…hart.“ Ihre Stimme zitterte heftig, als kämen die Worte nur schwer über ihre Lippen.

Mit einem Finger rieb ich ihren Lustknoten von innen, während ich mit der anderen Hand meinen Gürtel öffnete und umständlich die Hose runterrutschen ließ. „Soll ich dich mit meinem Samen füllen? Sodass er die nächsten Stunden aus dir herausläuft und jeden beweist, dass ich dich genommen habe?“

Nayara drückte willig ihr Kreuz durch und verdrehte die Augen vor Lust. Ihre Mitte fing an zu pulsieren und wurde enger. Sie war kurz davor. „Ja! Bitte, C…ah!“

Ich schenkte ihr den erlösenden Höhepunkt. Und während ich sie über die Klippe brachte, drang ich in sie ein und gab ihr, was sie… was wir so sehr brauchten.

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