Kapitel 58 – Zugeständnisse und Forderungen

Kapitel 58 – Zugeständnisse und Forderungen

 

Aurelie

Zu mager. Das hatte sie gesagt. Die alte Frau, die Kräuterhexe. Mein Körper wäre momentan kaum in der Lage, einen Samen einnisten zu lassen. Geschweige denn, ihn während der Dauer einer Schwangerschaft richtig zu versorgen. Denn dafür brauchte mein Körper Energie und Kraft. Woran es denn liege, hatte sie gefragt. Wieso ich nicht richtig esse, wieso es mir immerzu wieder hochkäme. Das alles hatte sie sich mit den wenigen Informationen, die sie von Cyrus bekommen hatte, selbst zusammengereimt.

„Er tut mir weh“, hatte ich gesenkten Blickes gestanden.

Daraufhin hatte sie verständnisvoll genickt. „Die Götter haben Euer Band gesegnet, Kind. Und er respektiert es nicht. Das zerstört dich innerlich. Und äußerlich. Nach und nach.“

Sie hatte das Zimmer verlassen. Noch immer streiften mir ihre weisen Worte unablässig durch den Kopf. Die Tür öffnete sich wieder und ausgerechnet mein Peiniger trat ein.

„Was hast du ihr erzählt?“, fragte er kühl und trat näher.

Ich sah zu ihm auf. Wieder einmal focht mein Inneres einen Kampf aus. Wie jedes Mal, wenn er in meine Nähe kam. Doch nun tat ich es, wie ich es den ganzen Tag schon getan hatte. Ich schaute ihn an, verbot mir jedes Gefühl dabei und sah ihn nur als König, zu dem ich keine persönliche Beziehung hatte.

„Dass Ihr mir wehtut.“ Ihr … Es fühlte sich dermaßen falsch an, ihn wieder so förmlich anzusprechen. Aber er wollte, dass ich nur noch Königin zum Schein war. Und das bedeutete für mich, dass ich mich nur noch zum Schein mit ihm abgab. Normalerweise war ein Königspaar nicht per Du miteinander. Nun gab es auch keinen Grund mehr dazu. Denn ich war nur da, um ihm einen Nachfolger zu schenken. Danach …

„Es tat nur beim ersten Mal weh, schon vergessen?“, fragte er rhetorisch mit genervter Stimme. „Du kannst dich nicht ewig dagegen sperren. Und von Schmerzen kannst du auch nicht sprechen.“ Obwohl er versuchte, seiner Stimme einen sachlichen Unterton zu geben, hörte ich deutlich seine Unzufriedenheit heraus.

„Da liegt Ihr falsch“, widersprach ich. „Immer wenn Ihr Euch in mir versenkt, tut es weh. Jedes Mal stößt Ihr gegen mein Innerstes. Das tut weh. Das müsste es nicht. Das weiß ich. Aber Ihr tut es so energisch, dass es schmerzt.“ Ich wartete einen Moment und überlegte mir meine nächsten Worte. „Nur ist das nicht alles. Aber sie hat es Euch sicher erklärt“, sagte ich, zum Ende hin leiser werdend.



„Ja, du hungerst, damit du kein Kind von mir bekommst“, knurrte er. „Dir ist klar, dass Du in ein paar Wochen sterben wirst, wenn du so weiter machst? Warum greifst du dann nicht gleich zum Strick?“

„Das hat sie Euch gesagt?“, fragte ich verwundert.

„Du weißt, wie kryptisch sie redet“, entgegnete er. „Fakt ist, du willst nicht bei mir liegen. Du willst kein Kind. Also lehnt es dein Körper ebenfalls ab.“ Er trat einen Schritt zurück und seine Augenbrauen zogen sich zusammen. Ich sah förmlich, wie es hinter seiner Stirn arbeitete. Dann nickte er. „Gut. Ihr braucht Abstand. Den werdet Ihr bekommen. Ich fasse Euch nicht mehr an. Im Gegenzug werdet Ihr wieder essen.“ Seine Augen verdunkelten sich kurz. „Wenn Eure Augen allerdings noch einmal rot werden oder auch nur der kleinste Finger anfängt zu brennen, werde ich Euch zur Ader lassen!“ Mit den Worten wandte er sich von mir ab und ging zur Tür des Ruheraums. Dort blieb er stehen, drehte sich allerdings nicht zu mir um. „Im Gegenzug erwarte ich völlige Abstinenz von Euch! Sollte ich einen anderen Mann auch nur riechen, dann ist diese Vereinbarung nichtig und Ihr landet wieder im Harem!“

Hieß das jetzt, ich konnte wieder in meine eigenen Gemächer?, dachte ich für einen Moment hoffnungsvoll. Doch dann wurde mir bewusst, dass es keine Rolle spielte, denn da wartete niemand auf mich. Und dieses Ganze Ihr und Euch … hörte sich aus seinem Mund so unglaublich affektiert an. Aber das hatte ich wohl provoziert.

„Sie hat gesagt, die Götter bestrafen uns dafür …“, murmelte ich leise. „Weil … Ihr die Verbindung, die sie zwischen uns geschaffen und gesegnet haben, nicht wertschätzt.“

Er wollte gerade durch die Tür gehen, drehte sich nun aber doch um. In seinen Augen zuckten Blitze. „Wie soll ich auch? Jedes Mal, wenn wir uns auch nur ein kleines Stück nähern, geht es wieder zu Bruch. Ich weiß nicht, ob das schon zu Eurem Verstand vorgedrungen ist … aber Ihr seid die Letzte Ignis-Robur! Und bis eine Vampirin schwanger wird, kann es Jahrhunderte dauern! Nennt mir eine Möglichkeit, wie ich sicher gehen kann, dass dieses Kind dann von mir ist!“

Ich zuckte zusammen, senkte den Kopf und biss mir auf die Lippen. Ich rang mit mir, ob ich ihm eine Antwort geben sollte. Wenn Gilead einfach … rausziehen würde, ehe er in mich spritzte, müsste das doch eigentlich gehen? Schließlich brachte ich genau das an. „Und wenn ich bei anderen Abstand nähme, bevor … er mir seinen Samen schenken kann? Dann geht es doch gar nicht?“



„Es gibt also jemanden“, entgegnete er daraufhin nur und klang plötzlich verletzt. „Ich glaube so langsam, der Hohepriester hat gelogen, als er behauptet hat, unsere Bindung sei von den Göttern erwünscht. Viel eher denke ich, dass wir kollidieren und uns gegenseitig zerstören, wenn wir uns zu nah sind. Die Zeichen der Götter waren wohl eher eine Warnung.“ Mit den Worten ging er und schloss die Tür hinter sich.

„Aber er hat doch auch Carina …“, murmelte ich leise. Scham stieg in mir auf, wenn ich an meine Reaktion heute Morgen unten im Harem dachte. Ich hätte den beiden Frauen die Köpfe von den Schultern gerissen, hätten sie ihn nicht sofort losgelassen. Ich fühlte mich elend. Was sollte ich denn jetzt tun? Den ganzen Tag hatte ich geschlafen. Was nach den Anstrengungen auf dem Parkett auch nötig gewesen war. Aber nun …

Nach einer Weile schlich ich mich auf Zehenspitzen aus seinem Ruheraum. Aufmerksam horchte ich und ortete seinen Herzschlag schließlich in seinem Arbeitszimmer. „Den Göttern sei Dank …“, murmelte ich und schlich in sein Schlafzimmer, direkt zur Verbindungstür. Da ging ich hindurch, wo mich kurz darauf wieder mein eigenes Zimmer, mit meinem eigenen Geruch, umgab. Erlöst atmete ich aus und wieder ein, nahm den Geruch in meinen Räumlichkeiten in aller Vielfalt wahr und … stockte.

Vorsichtshalber schnüffelte ich nochmal, aber der Tiergeruch war alt. Längst nicht mehr so penetrant, wie er sein sollte. Panisch blickte ich mich um. Auf meinem Bett? Nein. Vor dem Kamin? Nein. Das waren seine Lieblingsplätze … wo war er? Wo war Kal?

Über eine Stunde lief ich durch jeden einzelnen Raum meiner Gemächer und drehte jeden noch so kleinen Stein um. Doch ich fand ihn nicht. Was im Vorhinein eigentlich bereits klar gewesen war, denn sein Geruch war alt. Aber … er konnte doch nicht einfach verschwunden sein!

Schwer atmend setzte ich mich auf mein Bett. Eine Stunde lang auf den Beinen zu sein, war anstrengend. Ich legte mich mit dem Oberkörper nach hinten und starrte zur Decke. Wie lange ich das tat, wusste ich nicht. Aber ich schaffte es nicht mehr, einzuschlafen. Irgendwann rann eine einsame Träne meine Wange hinunter. War er tot? War er vielleicht hier drin verhungert, woraufhin Cyrus ihn hatte entsorgen lassen? Der Gedanke entlockte mir ein Schluchzen.



Es klopfte an der Verbindungstür der beiden Schlafzimmer. Kurz darauf wurde sie geöffnet. Mein Gemahl blieb in der offenen Tür stehen, sein Gesicht kalt und ausdruckslos. „Das Abendessen ist fertig.“

Ich wandte mein Gesicht ab. Dann erinnerte ich mich an seine Bedingungen. Ich musste essen. „Gut. Ich komme gleich“, brachte ich erstickt hervor.

Die Tür schloss sich ohne ein weiteres Wort wieder. Die eisige Kälte, die zwischen uns herrschte, war geradezu schmerzhaft.

Ich setzte mich langsam auf. Stille. Kein Bellen. Kein aufgewecktes Geschrei von Aurillia. Und auch kein weicher Blick von Emili. Ich schniefte, schluckte und stand auf. Mit langsamen, lustlosen Schritten ging ich aus meinem Schlafzimmer hinaus auf den Flur. Dort wartete mein Gatte bereits. Er nickte und ging vor. Nicht einmal den Arm bot er mir an. Nicht ein Wort richtete er an mich und den Weg zum Speisesaal legten wir schweigend zurück. Dort zog er mir meinen Stuhl heraus, bevor er sich neben mich setzte. Er nahm seinen Teller und legte ein Stück Fleisch und Gemüse darauf. Völlig lautlos. Scheinbar gab es wieder ein Buffet. Wenngleich nicht halb so ausladend wie noch heute Morgen. Aber das war nur recht und billig so, denn ich wollte unseren Angestellten nicht noch mehr Arbeit aufhalsen, als das Schloss sowieso schon mit sich brachte.

Ein Diener huschte gerade vorbei, da hielt ich ihn auf. „Könntest du mir eine Tasse mit abgefülltem Blut bringen?“

Der Diener nickte hastig, murmelte ein: „Natürlich, Majestät“, und verschwand.

Mein Gemahl beachtete mich kaum, sondern aß von seinem Gemüse, wenn auch langsam. Das Glas Wein, das er sich einschenkte, leerte er hingegen in einem Zug.

Zögerlich griff ich nach einem Stück Brot und Käse. Ich musste essen. Das war die Abmachung. Allerdings blickte ich die Nahrung an, als wäre sie giftig. Sie würde mir ja sowieso nur gleich wieder hochkommen. „Wo ist Kal?“, fragte ich leise.

„Im Wald“, antwortete der König kurz angebunden und schnitt ein Stück Fleisch klein.

Mein Atem stockte. So wie auch alles andere. Meine Hände schwebten über meinem Teller, mein Herz setzte aus.

„Was?“, fragte mein Gemahl kalt, legte Messer und Gabel bei Seite und wendete sich mir zu. „Glaubt Ihr etwa, ich habe ihn getötet und im Wald entsorgt? Ist es das, was Ihr in mir seht? Ein willkürlich mordendes Monster?“ Sein Stuhl schepperte, als er ruckartig aufstand. „Ich wünsche Euch noch einen guten Appetit!“ Er verschwand und ließ mich schwer schluckend zurück.



„Er ist im Wald“, murmelte ich. „Mit … Irina. Die ihn ausführt.“ Es war eine Feststellung. Denn er hätte ihn wohl kaum … nein, er hätte ihn sicher nicht einfach so … Oder doch? Und war es diese Verbindung zwischen uns, die mir nicht erlaubte, das wahre Monster in ihm zu sehen?

Noch eine ganze Weile blieb ich in meiner Schockstarre gefangen. Schließlich brachte mir der Diener das Blut. Ich murmelte ein abwesendes Danke, starrte aber noch immer auf das Brot in meinem Teller. Blind griff ich nach dem Blut, führte es zu meinem Mund und trank. Ja, ich trank wirklich. Lange hatte ich mich nicht mehr wirklich genährt. Das Blut im Harem war so knapp bemessen, dass ich es den anderen gelassen hatte. Und von ihm … vom König war der Geschmack nicht mehr zu ertragen gewesen.

Lange saß ich einfach nur so da. Das Blut hatte fade geschmeckt. Aber es war runter gegangen. Und noch hatte ich es nicht wieder hochgewürgt. Ich fragte mich, ob es schlauer war, wenn ich nichts versuchte zu essen. Denn wenn ich es doch täte, dann würde ich es wieder hochwürgen und auch das Blut wäre damit verloren. Aber das Brot war frisch. Sogar noch leicht warm.

Wieder kam ein Diener herein, wohl um zu sehen, ob ich schon fertig war. Als er bereits wieder gehen wollte, sagte ich: „Komm her.“ Leise. Ruhig. Ich fühlte noch nicht einmal mehr. Und doch war da das Gefühl von Einsamkeit. „Setz dich.“ Ich deutete auf den Stuhl mir gegenüber. „Leiste mir Gesellschaft.“

Der Mann schluckte schwer, kam der Aufforderung aber zögernd nach, nicht wagend, mir zu trotzen. Sein Blick glitt über die Speisen. „M…Majestät“, stotterte er, „seid Ihr n…noch d…durstig?“ Hastig griff er sich an den Hals und blickte fluchtartig zur Tür, doch ich schüttelte den Kopf.

„Nein, die Tasse hat vollkommen ausgereicht. Außerdem würde ich weder jemanden dazu zwingen, von sich trinken zu lassen, noch selbst von einem Menschen trinken. Dafür habe ich mein Gift noch nicht zur Genüge unter Kontrolle“, erklärte ich leise, hob dann aber ein wenig verwundert eine Augenbraue. „Hat euch jemand gezwungen, Blut zu spenden? Hier in diesem Schloss?“

„Früher“, gestand er ein. „Aber es fühlt sich trotzdem niemand sicher hier.“





Ich seufzte leise. „Der alte König. Ja. Aber seid versichert, dass weder der jetzige König noch ich euch als Sklaven betrachten. Ihr seid freie Menschen mit Rechten. Wenn euch jemand um eine Ader oder eine andere Dienstleistung bittet und ihr nicht wollt, ist es euer gutes Recht, ihm die Leistung zu verweigern. Ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Auch bei mir und dem König.“

„Ja“, entgegnete er zögernd, presste kurz die Lippen aufeinander und senkte rasch den Blick. „Aber was passiert, wenn Ihr sterbt? Oder der König? Dann wird wieder alles, wie es vorher war.“

„Wieso sollten wir sterben? Unsere Lebensspanne überdauert die eines Menschen bei Weitem. Darum brauchst du dir keine Sorgen zu machen.“ Ich deutete auf den Tisch. „Bitte greif zu. Ich kann das immerhin nicht alles selbst essen.“

„Nun, die Entführung, die Mordversuche …“ Der Diener sah etwas überfordert aus, vor allem, als ich ihm noch anbot, sich an den Speisen zu bedienen. Zögerlich griff er nach einer Scheibe Brot und bestrich diese großzügig mit Butter. „Wir haben Angst, dass unsere Freiheit nicht mehr lange dauert und bald wieder die Sklaverei herrscht. Schlimmer als zuvor.“

„Das wäre sie wohl, wenn wir sterben. Aber dazu müsste man uns beide umbringen. Und wir sind beide verhältnismäßig mächtige Vampire. Ich würde sogar sagen, die mächtigsten.“ Auch wenn das in meinem momentanen Zustand eine Farce war. „Wir können uns wehren. Und ich selbst habe doch schon zwei Angriffe überlebt.“ Oder waren es drei? „Auf den König wurde, soweit ich weiß, noch gar kein Mordversuch ausgeübt. Sollte ich also tatsächlich sterben, bleibt er. Und schützt euch weiterhin.“ Sanft lächelte ich ihm zu. Ich beschloss, doch zu versuchen, etwas zu essen, und holte das weiche Innere aus der Brotscheibe hervor. Dieses steckte ich mir in den Mund. Dem fassungslosen Blick des Dieners begegnete ich mit einem schwachen, aber dafür ehrlichen Grinsen. „Ich war vor kurzem noch ein Kind. Und durfte das nie tun, denn schließlich gehört sich das nicht. Also verzeih, wenn ich meine Tischmanieren gerade vergesse.“ Ich lachte leicht. „Wie heißt du überhaupt?“

„Rolf“, sagte er sofort und lächelte. „Meine Tochter isst auch am liebsten das Innere. Wenn die Kruste übrig bleibt, legte ich es gern aufs Rost. Das schmeckt gut zu Suppen und Eintöpfen.“ Er aß ebenfalls von seinem Brot und griff nach kurzem Zögern sogar zu einem Stück Fleisch. „Ich hoffe wirklich, Ihr und der König werdet noch lange leben. Dann kann ich vielleicht noch ein Enkelkind auf den Armen halten.“



Kinder … ich sollte selbst eins bekommen. Dabei war ich erst gerade meiner Reife entstiegen.

Rolf war ein liebenswürdiger Mensch. Er hatte viel von seiner kleinen Tochter zu erzählen, die allerdings nicht hier im Schloss lebte. Mit seinem Gehalt konnte er sich gerade so eine kleine Hütte etwas Außerhalb leisten und so seine Frau und sein Kind ernähren. Einmal in der Woche fuhr er sie an seinem freien Tag besuchen.

Wir sprachen über die Handelswege, die Preise auf dem Markt, die Lebensumstände der Menschen und noch vieles mehr. Rolf hatte seine Schüchternheit schnell abgelegt. Spätestens dann, als ich mein Brot mit den Fingern ausgebeutet hatte. Und tatsächlich … blieb der Drang, mich zu übergeben, heute aus. Es war zwar nur das Innere eines Stück Brots und eine Tasse Blut, doch es blieb mir im Magen.

„Ich danke dir für die angenehme Gesellschaft, Rolf.“ Ich lächelte. „Verteilst du das restliche Essen unter den Dienern?“

„Aber natürlich, Majestät.“ Er lächelte und machte sich bald daran, den Tisch abzuräumen. „Habt Dank!“

„Oh, jetzt gibt es sicher Gerüchte, ich hätte dich umgebracht …“, dachte ich laut. „Wir waren lange hier.“

„Nein, gewiss nicht“, erwiderte er schmunzelnd. Dann verschwand er mit der ersten Platte aus der offenen Tür.

Gewiss doch, dachte ich, behielt es aber dieses Mal für mich. Oder man würde denken, ich hätte sonst was mit ihm gemacht. Ich seufzte leise. Wir waren nun einmal Vampire. Und hatten die Menschheit die letzten Jahrtausende kontinuierlich unterdrückt. Ich verließ den Speisesaal und machte mich auf den Weg in meine Gemächer. Das Gespräch hatte mir gutgetan.

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