Kapitel 45

Angekommen in der Basis der Geisterjäger liegt die Stille schwer in der Luft. Gespenstig und bedrückend. Und mal wieder flasht Skyla der Jetlag. Während in Thailand die Nacht herrscht, geht in Deutschland die Sonne unter. Es fühlt sich an, als habe sie mächtig verschlafen. Im Licht des Sonnenaufgangs wirkt das Haus der Geisterjäger noch unheimlicher, sodass sie sich fragt, wie die beiden sich hier wohl fühlen können. Anders als Justin punktet Milan mit Gastfreundschaft. Am Kotatsu sitzt sie versorgt mit einer Tasse Tee. Ein süßer Kräutertee, dessen Wärme sich in ihrem Magen entfaltet und eine beruhigende Wirkung auf sie hat. Während sich Skyla an der Tasse wärmt und immer wieder an dem leckeren Gebräu nippt, telefoniert Milan im Hintergrund. Justin ist außer Haus und verspricht, schnellstmöglich zurückzukehren wie sie den Wortfetzen entnehmen kann.

Mia leistet Skyla bereits Gesellschaft, sie übernimmt die Tagebucheinträge für ihren Partner. Dabei stört es die Fee nicht, dass der Kugelschreiber sogar einen Kopf größer ist als sie selbst. Sie händelt ihn mit Magie und schwingt das Objekt nach ihrem Willen. Ihre Schrift ist feinsäuberlich und geschwungen. Zu schön und fast märchenhaft. Eine lange Zeit beobachtet Skyla sie gedankenverloren, bis sie ein paar Wörter liest und feststellt, dass der Eintrag von ihr handelt.
„Ich bin doch kein Geist oder Dämon! Warum schreibst du über mich?“
„Du bist ein Medium. Solch eine Begegnung halten wir ebenfalls in unseren Tagebüchern fest. Bilde dir darauf nichts ein. Das machen wir mit allen Begegnungen. Besonders dann, wenn wir einer Hexe begegnen. Bei denen ist besonders Vorsicht geboten.“

„Ahha.“ Skyla überfliegt ein paar Sätze, woraufhin sich Entsetzen in ihr breitmacht. „Du stufst mich als gefährlich ein?“
„Das tue ich.“
„Mit welcher Begründung?“
„Hör mal, du hast vor ein paar Stunden einen Dämon an dich gebunden und jetzt folgt dir der nächste Schutzgeist. Und was mich etwas verärgert, ist, dass es sich hierbei um einen entfernten Artgenossen handelt.“
Skyla blinzelt Milans Partnerin perplex an. „Was sagst du da? Ich dachte, wir reden hier von einem Geist.“
„Ja und nein.“ Mia rollt die Augen und unterbricht ihre Arbeit. „Ein Nang Tani stammt von den Feen ab, kann aber bei Gefühlsausbrüchen extrem gefährlich und bösartig werden. Und doch gehört sie zur Kategorie Fee, mehr aber Geist, denn sie hat keine Flügel. Aber viele Eigenschaften meines Volkes. Naja, was soll ich sagen. Wenn du dir eine Fee angelst, dann eine böse.“




Die Tatsache, dass Dalika zu den Feen gehört, beruhigt Skyla ungemein. Damit wirkt der Nang Tani weniger bedrohlich auf sie.

„Sag mal, womit hat Milan gegen sie gekämpft?“
„Geht es auch genauer!“
Mias schlechte Laune ist wieder mal ungenießbar.
„Das Pulver zum Beispiel“, erinnert sich Skyla an den Inhalt in Milans Jackentasche.
Mia lächelt frech. „Steinsalz. Das zeigt, dass sie ebenfalls zur Kategorie Geist gehört. Denn Feen reagieren nicht so stark darauf.“
„Und wie kann ein Geist von Messern getroffen werden?“
Schließlich erinnert sich Skyla daran, dass Dalika von einem Tunneleffekt sprach.
„Es ist möglich“, mischt sich Milan ein und kommt zu ihnen, „eine Zauberformel hilft uns dabei. Ich bin so froh, dass der Nang Tani die Messer aus sich herausgerissen hat. So konnte Mia diese einsammeln. Du glaubst ja nicht, was eine Hexe für solch einen Zauber verlangt. Ein kleines Vermögen.“
„Hab schon verstanden. Die Dienste der Hexe scheinen teuer zu sein.“
Milan nickt stumm.
Seine Fee hingegen wird ungeduldig: „Also wo ist Justin?“
„Er ist unterwegs“, versucht Milan sie zu besänftigen.
Sein Versuch schlägt fehl, denn Mia wird etwas eingeschnappt. „Und wo war er?“
„Ein weiterer Jäger arbeitet in der Stadt und tauscht sich mit Justin aus.“
„Ahha.“
Damit scheint Mias Neugier befriedigt zu sein, denn sie konzentriert sich wieder aufs Schreiben. Nur wenige Sekunden, schließlich flucht sie laut über Skyla, weil sie vergessen hat, was sie festhalten wollte.

„Entschuldige“, platzt es nun aus Skyla heraus, denn sie fühlt sich mies wegen der Sache, „ich mache euch nur Ärger.“
„Das tust du“, stimmt Mia mit einem bissigen Ton dem zu.
Milan hingegen sieht dies etwas anders: „Naja, ich trage ebenfalls etwas Schuld und in Anbetracht deiner Situation war dies nicht zu vermeiden. Aber deshalb ist es wichtig, dass du mir nun von allem berichtest. Erinnere dich zurück und lasse kein Detail aus.“
Mia erkennt, dass Skyla sich darauf einlassen möchte und unterbricht ihre Arbeit erneut. Mit Skylas Einverständnis wird ihre Aussage von einem Tonband aufgenommen, das den Geisterjägern in Zukunft helfen soll. So lauschen die beiden ihrer Version, stellen ihr zwischendurch Fragen, aber unterbrechen sie nie. Das Medium nimmt sich viel Zeit und bekommt immer aufs Neue Anmerkungen von Kai, der ihr hilft, nichts auszulassen.



Das Ende der Geschichte ist fast in Sicht, als plötzlich die Tür aufgeschlossen wird und Justin heimkehrt. Nur kurz sehen sich Justin und Skyla in die Augen, bis Milan sie bittet, einfach fortzufahren. Mit seiner Hilfe erinnert er sie, wo das Medium zuletzt stehen blieb. Obwohl Justin zuhause lungert, lässt er sich kaum vernehmen. Zum Vorteil für Skyla, denn so kann sie sich besser konzentrieren und ihre Version in Ruhe Bericht erstatten.
Am Ende schweben ihr jedoch noch einige Frage durch den Kopf, die sie Milan stellt. Eine davon lautet: „Das Obst, das sie mir angeboten hat und eigentlich darauf bestand, dass ich es esse, war es verdorben?“
Er scheint die Antwort nicht zu kennen. Anders als Mia: „Wie bereits gesagt, sie ist eine Art Fee. Du hättest das Obst beruhigt essen können. Es war nicht verdorben.“
„Aber das konntest du nicht wissen und deine Bedenken sind berechtigt“, schaltet sich ihr Partner verständnisvoll ein.
Fast hätte Skyla die nächste Frage gestellt, aber da fügt Mia noch hinzu: „Die Aufnahme von Nahrung und Getränken aus dem Feenreich hilft dir, Dinge zu sehen, die verborgen sind. Außerdem gewährt es dir Zutritt an Orten, wo Menschen eigentlich nicht hingehören.“
Skyla runzelt die Stirn. „Du sprichst von der Geisterwelt?“
„Aber nein. Es gibt noch viel mehr Parallelwelten.“
Das ist zu viel für Skyla. „Mir brummt der Schädel.“
Eine Tatsache, die das kleine Insekt amüsiert.

Milan ist gerade dabei, das Tongerät auszuschalten, da fragt Skyla ihn: „Wann glaubst du, kann ich mit Dalika rechnen?“
„Schwer zu sagen“, grübelt er.
„Och komm schon, Milan!“, beschwert sich Mia. „Der Nang Tani kann nicht einfach seinen Baum verlassen. Sie hat einen gewissen Radius, in dem sie sich bewegen kann. Um ihr Versprechen einzuhalten muss sie Vorkehrungen treffen. Ein schmerzhaftes Ritual, das die Verbindung zwischen dem Baum und ihr trennt. Je nachdem aus welchem Holz sie geschnitzt ist…“
Das Wortspiel scheint Mia zu belustigen, schließlich kichert die Fee amüsiert darüber, bevor sie fortfährt.
„…jedenfalls kann es Monate oder Jahre dauern, bis sie diesen Prozess überstanden hat. Sie lässt sich auf eine Prüfung ein. Etwas, das keine Garantie gibt, ob sie das heil übersteht. Wir müssen uns in Geduld üben.“




Skyla ist sich nicht sicher, ob sie sich geehrt fühlen darf. Es will nicht in ihrem Kopf, dass Dalika so etwas auf sich nimmt, nur um bei ihr zu sein.

Bevor es zu weiteren Fragen kommen kann, ist Justin in Anmarsch und beendet die Tonaufnahme, um sich das Gerät zu schnappen und wortlos zu verschwinden. Skyla blickt ihm noch hinterher und versucht einzuschätzen, ob er sauer oder nicht scheint. Aber aus diesem Kerl wird sie einfach nicht schlau. Also lässt sie ihn nur machen. Milan zuliebe wird die Begegnung aus Thailand nicht mehr angesprochen und so verbringen die beiden noch etwas Zeit miteinander, bevor Justin zurückkehrt und beschließt, Skyla nach Hause zu fahren. Milan möchte sich ebenfalls ins Auto setzen, doch sein Mitbewohner besteht darauf, dass er zurückbleibt. Schließlich fordert Justin ein Vieraugengespräch.

So verabschiedet sich Skyla widerwillig von Milan und setzt sich in das saubere, schwarze Auto von Justin. Bei der Reinlichkeit wirkt dieses wie ein Neuwagen. Sie macht kaum Gebrauchspuren aus und findet einfach kein Chaos vor. Anders als bei ihrem Vater, wo die Öffnung des Handschuhfachs auf eigene Gefahr erfolgt. Skyla fragt sich immer wieder aufs Neue, was ihr dort alles entgegenkommt, wenn sie nach ihrer Sonnenbrille sucht. Finn stopft dieses einfach gewissenlos voll. In der Hoffnung, die Klappe lässt sich noch schließen. Bei Justin hingegen würde es Skyla nicht wundern, wenn alles akkurat angeordnet ist. Neugierig fragt sie sich, was ein Geisterjäger alles dort verstecken könnte. Als ahnt Milans Mitbewohner, was sie vorhat, ermahnt er sie streng, die Finger besser bei sich zu lassen. Kurz darauf fordert er sie genervt auf, sich anzuschnallen. Unfreundlich wie eh und je und ihr Zögern scheint den Kerl in den Wahnsinn zu treiben. Erst als der Sicherheitsgurt um Skylas liegt, wird der Motor gestartet.

Justin während der Autofahrt anzusprechen erweist sich als reinste Zeitverschwendung. Er bestraft sie mit Schweigen und konzentriert sich auf die Straße. Ihr fällt auf, wie aufmerksam und konzentriert der Geisterjäger ist. Erst, als der Wagen auf dem Parkplatz ihres Wohnblocks ruht, dreht er sich zu ihr. Während der gesamten Autofahrt hat Skyla sich genau vor diesem Moment gefürchtet. Es bleibt spannend, denn Justin reimt sie die Worte zu Recht. Das Medium zittert vor Nervosität und wenn Milan ungenießbarer Mitbewohner nicht endlich mal etwas sagt, dann ergreift sie die Flucht. Nicht aus Furcht. Es ist der Zustand, in dem ihr Körper steckt. Der kalte Schweiß auf ihren Händen.



„Mensch, Justin! Spann mich nicht auf die Folter! Sprich oder ich gehe!“, platzt es aus Skyla heraus.
Ein Lächeln umspielt seine Lippen und beschwört ihren Zorn herauf.
Wie schön, dass dich das Ganze amüsiert!
Seine Stimme ist klar und ruhig wie der Nachthimmel: „Bist du zufrieden?“
Eine Frage, womit Skyla nicht gerechnet hat. Schließlich ging es sich bei Justin nie darum, was sie selbst denkt, sondern rein um Fakten.
„Was?“
Justin ist die Art von Mann, die sich ungern wiederholt. Doch der Unglaube sprach aus Skyla heraus, dennoch wird sie böse angefunkelt.
„Ja, entschuldige!“ Das Medium fühlt sich angegriffen und wirft die Arme in die Luft. „Wann fragst du mich mal bitte nach meiner …ich betone meiner Meinung? Richtig! Gar nicht!“
„So wie du dich aufführst, werde ich das auch nicht mehr machen!“ Genervt richtet Justin seine Brille gerade. „Mir schmerzen die Ohren.“
„War ja klar!“

„Also?“
„ALSO WAS?“
„Bist du immer so laut?“
„Ist das die Frage?“, verhält sich Skyla trotzig.
Justin schüttelt verzweifelt den Kopf. „So kommen wir nicht weiter! Würdest du mir jetzt bitte sagen, ob du glücklich mit deiner Entscheidung bist!“
Es ist noch immer surreal und doch antwortet sie ihm ehrlich: „Um ehrlich zu sein bin ich mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Aber hatte ich denn eine andere Wahl? Hätte ich ihr in einem Kampf trotzen können? Sie war so versessen auf einen Vertrag, dass mich eine Entscheidung noch immer beunruhigt. Ich bin misstrauisch und fürchte mich vor dem, was ich nun angeschleppt habe.“
„Du bist vorsichtig.“
„Ja! Und beunruhigt! Ich meine, ich wusste einfach nicht, was ein Nang Tani ist. Selbst nach Mias kleiner Auskunft habe ich das Gefühl noch zu wenig über den Geist zu wissen.“
Justin betrachtet sie nachdenklich von der Seite und lässt Skyla für einen Moment zappeln, bevor er sich dazu äußert: „Du bist misstrauisch, das ist in dieser Branche gar nicht so verkehrt.“
Ein Lob aus seinem Mund klingt ebenfalls nach einem Traum und beschwört Misstrauen herauf.
„Ahhä.“
Zweifelnd starrt sie ihn an und wappnet sich vor Kritik.

Als wäre der Moment Skyla nicht bereits geheuer, listet er nun andere Dinge auf, die er positiv betrachtet: „Du hast mit einer guten Taktik Vertrauen zu dem fremdartigen Wesen aufgebaut. Die Verhandlungen hast du geschickt umgesetzt und immer wieder die Kontrolle darüber gehabt. Für einen Einsteiger eine stolze Leistung. Hinzukommt, dass du um einen Schutzgeist reicher bist und das in dem Zeitfenster.“




„Das hast du jetzt nicht gesagt.“
Unglaube steht in ihrem Gesicht geschrieben. Ein Verhalten, das Justin sogar für eine Millisekunde belächelt, bevor sein Blick streng wird und seine Predigt sich ankündigt.
„Aber du hast Recht, gleichzeigt war diese Aktion leichtsinnig und unüberlegt. Du hattest Glück im Unglück. Denn du kannst froh sein, dass du dir nur einen Nang Tani angelacht hast. Es hätte weitaus schlimmer kommen können. Die Halskette ist ein Symbol eines Vertrages. Mit Stolz solltest du diese tragen. Wenn du diese ablegst, beschwörst du unnötig den Zorn des Geistes herauf. Sie wird wissen, wann du Hand an die Kette legst. Also behalte sie am besten rund um die Uhr an. Außerdem zweifelst du an unser Wissen, an unsere Techniken und an unserer Arbeit. Du siehst Hoffnung in den bösartigen Kreaturen und wirst somit leichte Beute. Dein Leichtsinn gleicht Todeswahn. Du hättest Milan die Arbeit überlassen müssen und die Finger still lassen sollen…“

Je mehr Justin redet, umso mehr steigert er sich in seinen endloswirkenden Denkzettel. Skyla brummt der Schädel und ihre Laune wird nicht besser. Jedes seiner giftigen Worte bringt sie immer wieder kurz davor, auszurasten. Alle Warnsignale blendet Justin aus oder er ist einfach nur furchtlos, denn mit ihrem Blick könnte sie ihn erdolchen. Ihr Kopf leuchtet so rot wie eine Ampel und ihr Kiefer ist schon eine Weile angespannt, dass es sich langsam steif anfühlt.
„IST GUT JETZT! ICH HABE VERSTANDEN!“, unterbricht sie irgendwann doch.
Ärgerlich, denn Skyla wollte einmal nichts sagen. Unmöglich bei ihrem Temperament – ganz wie ihre Mutter.
Umsonst, wie sich herausstellt. Denn Justin wirkt zufrieden, schließlich hat sie innerhalb kürzester Zeit für einen zweiten Schutzgeist gesorgt. Laut ihm hat sie sich geschickt während der Verhandlung angestellt und Skyla soll sich keinen zu großen Kopf darüber machen, ob es die richtige Entscheidung war.

„Du hast rein gar nichts verstanden! Wie bereits gesagt, darf die Halskette nicht abgenommen werden oder wenn nur in äußersten Notfällen!“
Wie zum Beispiel bei der Spurenbeseitigung, wenn dein Blut an der Kette klebt?
„Das Training hat nun mehr denn je Bedeutung für dich…“




Skyla schnauft erschöpft und fängt ihren tonnenschweren Kopf mit ihren Händen. Je mehr Justin schwafelt, umso schwerer wird der Dickschädel.
Er fängt schon wieder an! Ich kann es nicht mehr hören!

Justin gibt ihr allen Grund, ihn wieder für seine dreiste Art zu hassen. Die Worte, die er wählt, und die Art, wie er sich aufspielt, machen ihn ungenießbar. Das Blut kocht und der Körper verkrampft sich. Es kostet Skyla unfassbar viel Beherrschung, ihn nicht zu unterbrechen. Die vielen Vorwürfe türmen sich zu einem riesigen Stapel Gewichte, unter dem sie zusammenbrechen droht. Mit Mühe und Not kämpft sie dagegen an, nicht zu versagen. Aber Justin erkennt einfach nicht, dass seine Schülerin unter der Last zusammenbrechen wird. Seine Blindheit und seine Arroganz fordern das Schicksal heraus.

Mitten im Gespräch platzt Skyla jedoch der Kragen. Das Blut rauscht in den Ohren und sie sieht wie ein provozierter Stier rot. Der Mundraum wird trocken und der Hals fühlt sich furchtbar eng an, als flechte Justin mit der langen Liste an Vorwürfen eine Schlinge für ihren Hals. Bevor Skyla Dinge bereut, steigt sie eilig aus dem Auto. Die Schnauze voll von diesem arroganten Kotzbrocken. Mit Wut im Bauch kehrt sie heim. Unvorbereitet trifft ihre schlechte Laune auf ihre Eltern. Der Anblick ihrer Tochter muss furchteinflößend sein, denn noch nie sind beide Elternteile zurückgeschreckt.

Selbst die mutige Kacie, die sich mit allen und jeden anlegt, tritt blass zur Seite. Dabei hat Skyla ihren Sinn für Gerechtigkeit, das Temperament und die große Klappe von ihr erhalten. In Momenten wie diesen erkundigt sich meist Vater Finn um den Grund für die dunkle Wolke über Skylas Kopf. Mit viel Vorsicht und Fingerspitzgefühl. Nur heute nicht. Er ist schlau genug, sein Kind von dannen ziehen zu lassen. Mit Ach und Krach fällt ihre Zimmertür zu und am liebsten mag Skyla ihr Fenster öffnen und mit etwas, nach Justin schmeißen. Eines ist klar, ein Boxsack mit seinem Motiv wäre eine Überlegung wert für eine gute Investition. Soll Justin seinen Sieg genießen und darauf anstoßen, aber in Zukunft will Skyla ein Ventil finden. Eine Strategie, um nicht in seiner giftigen Pampe an Schuldzuweisungen unterzugehen.



Wie gut gefällt dir dieses Buch?

Klicke auf einen Stern zum bewerten.

Durchschnitt 5 / 5. Anzahl: 1

Bisher keine Bewertungen

Kommentare