Kapitel 51 – Vorreifliche Gelüste
Kapitel 51 – Vorreifliche Gelüste
Cyrus
Ich verließ Aurelies Schlafzimmer und nutzte die Verbindungstür, um in meine eigenen Gemächer zu gelangen. Dort blieb ich einen Moment stehen und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Die Kleine verlor so langsam ihre Angst vor mir. Eine gewisse Scheu und Unsicherheit waren natürlich immer noch da. Das hatte ich nicht nur daran gemerkt, dass sie nicht wusste, wie sie mich anreden sollte. Auch ihr Herz hatte hin und wieder einen freudigen Hüpfer gemacht und war dann und wann zwischendurch kurz ins Stocken gekommen. Ihre Finger spürte ich immer noch undefinierbare Linien auf meinem Bauch zeichnen. Und zeichnen konnte sie ganz bestimmt nicht! Eine Kuh hatte doch keine vier Beine und einen Flügel mit vier weiteren Beinen!
Kopfschüttelnd und leise lachend zugleich, ging ins Badezimmer und machte mich frisch. Danach zog ich mich um, nahm ein rotes Band und band damit meine widerspenstigen Haare im Nacken zusammen. Eilig zog ich mir eine einfache Hose an, warf mir eine Tunika über und ging ein paar Zimmer weiter zu Carina. Zweimal klopfte ich an die Tür, dann kam schon das ‚Herein‘ von innen und ich trat ein.
Carina saß auf ihrem Bett und zog sich gerade Handschuhe an, die farblich perfekt zu ihrem dunkelgrünen Kleid passten. „Cyrus. Was verschafft mir die Ehre?“ Mir entging ihr zynischer Unterton nicht, weshalb ich die Augenbrauen hob und näher an das Bett herantrat. Bisher hatte ich Carina auch nicht jeden Tag um mich gehabt. Warum reagierte sie jetzt so?
„Hast du dich gut eingelebt?“ Vielleicht vermisste sie etwas.
„Ich hatte gedacht, wir kehren zurück in den Osten und du reagierst von dort aus das Goldene Reich. Aber jetzt ist deine Cousine da und soll die neue Fürstin der Ostlande werden?!“
Ah, daher wehte der Wind. Sie vermisste die Heimat. „Verstehe. Willst du mit Darleen zurück in die Ostlande?“
„Nein!“, rief sie nun empört, stand vom Bett auf und ging die letzten Schritte auf mich zu, bis sie vor mir stand. „Ich will dich!“
Sofort reagierte mein kleiner Freund auf diese Worte, zuckte erfreut und wurde rasch größer. Ich überwand den minimalen Abstand, griff mit beiden Händen ihren Kopf und küsste sie.
Zu meiner Überraschung schlug Carina gegen meine Brust und versuchte, sich von mir loszureißen. Insistierend legte ich eine Hand an ihren Hinterkopf, die andere an ihren unteren Rücken, und presste sie enger an mich. Ihre Gegenwehr liess nach; der Kuss wurde wild und leidenschaftlich. Carina öffnete meine Tunika, während ich die Schnüre ihres Kleides löste. Den Kuss unterbrachen wir nicht. Erst, als wir uns aus unserer Kleidung schälten, lösten wir uns voneinander. Ich drängte Carina auf das Bett und kletterte über sie. Obwohl ich ihre Erregung riechen konnte, griff ich mit einer Hand zwischen ihre Beine. „Glitschig“, kommentierte ich grinsend und drang mit zwei Fingern in sie ein.
Carina stöhnte auf und spreizte die Beine noch mehr, sodass ich einen dritten Finger mit dazu nahm und den richtigen Winkel suchte. „Cyrus!“, flehte sie und legte eine Hand auf ihren Venushügel. Während ich sie von innen stimulierte, ließ sie ihre Finger immer schneller kreisen, bis sie begann, immer lauter zu stöhnen. Ich passte meine Bewegungen an, rieb immer wieder über die raue Fläche in ihrer Grotte, bis Carina sich stöhnend ihrem Höhepunkt hingab und genussvoll die Augen schloss.
In Sekundenschnelle hatte ich mich meiner Hose entledigt, drängte mich zwischen ihre Schenkel und schob meinen Schwanz in ihren heißen Schoß. Ich bewegte mich schnell und fordernd. Ein zweites Mal überkam sie ein Höhepunkt und brachte sie dazu, ihren Körper aufzubäumen. Sie atmete schwer, Schweiß glänzte auf ihrem perfekten Körper, während er sich mit meinem vereinigte, bis ich mich selbst nicht mehr halten konnte. Erleichterung überkam mich, während meine Bewegungen erst ruckartiger und schliesslich schwächer wurden und ich meinen Samen in ihrem Schoss versenkte. Dann zog ich mich aus ihr zurück, griff nach meiner Hose und kleidete mich wieder an. Carina brauchte ein wenig länger, sodass ich mich bald schon zu ihr gesellte und ihr mit den störrischen Schnüren half.
Sie lachte leise und hauchte mir einen Kuss auf die Wange. „Ich dachte ja, du wolltest erst mit mir reden.“
Ich hob nur leicht die Schultern. „Manchmal lässt es sich leichter reden, wenn der Körper ausgelaugt ist.“ Ich nahm sie in den Arm und strich ihr eine Strähne hinters Ohr. „Ich will, dass du die Königin unterrichtest. Frische mit ihr die wichtigsten Tänze auf, Etikette, Haltung, Gesprächsfloskeln. Alles, was dazu gehört. Vergiss aber nicht, dass sie noch immer ein Kind ist. Überfodere sie nicht.“
Ein leichter Schatten legte sich über ihre Augen. Aber Carina nickte und trat einen Schritt zurück, um einen perfekten Knicks zu machen. „Wie Ihr wünscht, Eure Majestät.“
Ich wandte mich ab und ging wieder zur Tür. Auf halber Strecke blieb ich stehen und drehte mich noch einmal zu Carina um. „Sei behutsam und geduldig mit der jungen Königin. Sie hat in den letzten Jahren durch ihre Familie viel Leid erfahren müssen.“
Carina nickte, noch immer leicht außer Atem. „Ich werde darauf achten“, versicherte sie.
Zufrieden ließ ich Carina stehen und ging in das geräumige Arbeitszimmer des ehemaligen Königs. Ich hatte auch eines in meinen Gemächern … es würde sich zeigen, welches ich wirklich nutzen würde. Auf dem Schreibtisch lag ein Brief des Baumeisters, der einen Lageplan des Schlosses entworfen hatte. Ich inspizierte die Zeichnung, fand aber keine Geheimgänge darauf verzeichnet. Dabei wusste ich von mindestens zwei existierenden Geheimgängen. Einen, der zum Harem führte, der andere der, in dem Aurelie und Leeander verschwunden waren. Nachdenklich betrachtete ich den Plan von allen Seiten. Einfach überall konnten diese Gänge versteckt sein. Und viele Räume waren unbeschriftet oder hatten keine eingezeichneten Türen. Ich legte das große Pergament zurück und klingelte nach einem Diener. „Hol Leeander her.“
Es dauerte nicht lange, da stand Lee bereits an der offenen Tür und trat auf mein Zeichen hin ein. Ich reichte ihm den Bogen und er sah neugierig auf das Papier. „Eine schlampige Zeichnung“, bemerkte er und legte das Stück Pergament wieder zurück.
„Würdest du es besser hinbekommen?“
„Nun, vielleicht nicht im Detail. Aber ja, ich würde es besser machen. Hier fehlen überall Türen.“ Leeander zeigte auf eine Stelle, in der die königlichen Gemächer waren. Hier lagen alle Zimmer nebeneinander, aber es waren keine Türen eingezeichnet.
„Meinst du, die Türen wurden nachträglich eingebaut?“, grübelte ich laut.
„Oder nachträglich verschlossen. Vielleicht wurde es ihnen irgendwann zu blöd, die ständigen Umbauten unter jedem König neu zu verzeichnen.“
Ich stellte mich neben Leeander und zeigte auf den Flügel, indem die Gäste untergebracht wurden. „Hier ist das Zimmer von Darleen. Hier vorn um die Ecke ist eine Sackgasse. Aber dort kam Aurelie her, völlig verdreckt und voll mit Spinnweben. Es muss hier ein Gang sein, der bis zum Haupteingang führt.“
„Das müsste passen. Als ich in diesem Gang war, führten Treppenstufen nach oben oder unten. Ich glaubte sogar, einen fernen Wasserfall zu hören.“
Wir schwiegen lange und sahen auf die Zeichnung. Leeander wusste, was ich von ihm wollte. Aber er sollte diese Idee von sich aus bringen. Niemals würde ich nach dem gestrigen Tag von ihm verlangen, wieder da hinein zu gehen.
Leeander nahm den Plan an sich und rollte das Pergament auf. „Ich werde zumindest mal die offiziellen Gänge mit dieser Zeichnung abgleichen und für jede Etage einen eigenen Plan anfertigen.“
„Danke. Wenn du dann noch etwas Zeit findest, schau mal nach unserem Gast im Kerker. Ich denke, noch ein paar Tage und er sollte so weit geschwächt sein, dass er für ein Glas Blut alles tun würde.“
„Ich werde mich um ihn kümmern.“
Es war bereits Mittag, als ich mich dazu entschloss, zu speisen. Eine junge Frau brachte mir einen fertig angerichteten Teller. Allerdings verließ sie den kleinen Salon nicht, sondern blieb mit einem leisen Räuspern neben dem Tisch stehen. Fragend legte ich den Kopf schief und machte mit der Hand eine auffordernde Geste. „Sprich. Was bedrückt dich?“
„Mich bedrückt nichts, Majestät. Ich dachte nur … nun, vielleicht …“ Sie stockte, wurde rot und senkte verlegen den Blick.
„Ja?“, fragte ich geduldig und lehnte mich zurück. „Hast du jemanden, der hier arbeiten möchte? Oder möchtest du in einem anderen Teil des Schlosses arbeiten?“
Der Kopf der jungen Frau ruckte hoch. Sie hatte hübsche, braune Augen und ebenso braune Haare, die zu zwei dicken Töpfen geflochten waren. Ihr Körper war recht dürr, es fehlte ihr an Kurven. Aber die kleinen Fältchen um Augen und Mund verrieten, dass sie schon etwas älter war.
„Ich … gab die letzten Tage immer etwas Blut. Aber ich hörte, dass Ihr … ähm … also, dass Ihr es lieber direkt vom Menschen trinkt.“ Ihre Stimme wurde zum Ende hin immer schneller und sie schlug die Augen nieder.
„Willst du das denn?“, fragte ich nach.
„Es ist weniger schmerzhaft und verheilt besser, als wenn ich ein Messer nehmen muss“, antwortete sie rasch, traute sich aber nicht, mich anzusehen.
„Komm her!“, befahl ich ihr und sie gehorchte sofort. „Näher“, wies ich sie an, sodass sie neben meinem Stuhl zum Stehen kam. Ich griff nach ihren Handgelenken und musterte die Schnittwunden. Sie waren unsauber. Offensichtlich schmerzhaft.
„Wie viele geben ihr Blut?“
„Es sind s…sechs, Majestät“, antwortete sie, ihr Herzschlag schnell und unregelmäßig.
„Belügst du mich gerade?“ Sie presste die Lippen zusammen und wollte sich von mir entfernen. Allerdings hielt ich sie immer noch an den Handgelenken fest. „Wie viele?“
„Es sind sechs Mädchen und drei Männer, Majestät. Ich weiß, dass das Blut von Männern nicht schmecken soll. Daher mischen wir nur ganz wenig unter!“ Tränen liefen über ihre Wangen und sie sah mich nun flehend an. „Wir können nicht so viel Blut geben! Die Mädchen würden sonst sterben!“ Ihre Stimme zitterte und sie fing leise an zu weinen. Ich reichte ihr wortlos eine Serviette, mit der sie sich eilig die Tränen wegwischte.
„Das Blut von Männern schmeckt nicht anders als das von Frauen. Ich bestehe nicht darauf, dass das Blut ausschließlich von Mädchen kommt. Im Gegenteil. Ich wünsche, dass es von erwachsenen Menschen kommt. Ich dulde nicht, dass Kinder dafür leiden müssen.“
Die junge Frau nickte und traute sich nun endlich, mir in die Augen zu sehen. „Danke, mein König. Ich gebe es weiter“, hauchte sie. „Und wollt Ihr … also …“ Sie hob leicht ihr rechtes Handgelenk, welches ich noch immer festhielt.
Die Tatsache, dass sie es erneut ansprach, ermutigte mich, ihr Handgelenk an meine Lippen zu führen. Ichr Gesicht, ihre Mimik im Auge behaltend, biss ich vorsichtig hinein, traf die Ader und trank zwei, drei Schlucke. Ihr Atem wurde schwerer, bis ihr ein erregtes Keuchen entkam. Der Geruch weiblicher Lust drang zu mir hin und liess mich bereits wieder halb erhärten. Während ich meine Lippen von ihrem Handgelenk löste, drückte ich die Bisswunde mit meinem Daumen ab. „Danke. Du wirst dich bis heute Abend ausruhen. Jeder, der dich trotzdem zur Arbeit treiben will, dem zeigst du die Bisswunden. Wenn es jemanden nicht interessiert, schickst du sie oder ihn zu mir. Wer Blut spendet, der soll sich ein paar Stunden ausruhen dürfen. Gib das weiter.“
Die Frau sah mich ungläubig an, nickte dann aber und knickste leicht. „Das werde ich. Vielen Dank, Eure Majestät!“
Am späten Nachmittag ging ich zu Darleen, die ich auf dem Übungsplatz fand. Sie hatte Pfeil und Bogen und schoss damit auf einen alten, knorrigen Baum. „Was hat man dir als Frau zum Thema Waffen beigebracht?“, fragte ich Darleen laut, während ich auf sie zuging.
Sie zuckte zusammen. Die Sehne des Bogens ließ sie versehentlich zu schnell los und der Pfeil grub sich wenige Meter vor dem Baum in den Boden. Darleen seufzte schwer, drehte sich zu mir um und verzog dabei das Gesicht. „Die Spitze nach vorne!“ Darleen griff sich den nächsten Pfeil, setzte ihn an und zog an der Sehne. Der Pfeil traf den Baum ganz knapp, weit entfernt von der aufgezeichneten Mitte.
„Und die Spitze in den roten Kreis“, scherzte ich amüsiert.
Meine Cousine nahm den nächsten Pfeil. Dieser ging nun aber komplett am Baum vorbei und traf den Baum dahinter. „Das gibt’s doch nicht!“, rief sie frustriert.
„Komm, nimm noch einen Pfeil“, ermutigte ich sie. Dann stellte ich mich dicht hinter sie und korrigierte ihre Bogenhaltung. „Die Sehne noch länger ziehen.“ Ich half ihr dabei und zog die Sehne mit ihr zusammen bis fast ans Ohr. Darleen lehnte sich an mich und sie verlor komplett ihre Haltung. Ein leiser Seufzer entwich ihren Lippen und sie schloss die Augen. Ich erstarrte. „Was machst du da?“ Ich ließ die Sehne los und der Pfeil schoss direkt in den roten Kreis.
„Ich … ähm…“ Darleen stotterte, errötete und trat schnell einen Schritt zur Seite. Unangenehm berührt biss sie sich auf die Unterlippe. „Ich habe mich wohl für einen Moment vergessen.“
„Warum? Ich wollte dir gerade zeigen, wie du das Ziel besser anvisieren kannst.“
Darleen verdrehte die Augen, trat auf mich zu und legte ihr Gesicht so nah an meine Wange, dass ich ihren Atem an meinem Ohr spürte. „Verstehst du es jetzt?“ Statt einer Antwort, erntete sie nur einen irritierten Blick von mir, was sie frustriert seufzen ließ. Dann schmiegte sie ihren Körper an mich. Nein, eigentlich nur ihre Brüste.
„Was soll das?!“ Schnell trat ich einen Schritt zurück und hob tadelnd einen Finger. „Du bist meine Cousine! Du kannst dich mir nicht so aufdrängen!“ Klar, das Geschlecht der Ignis-Robur verheiratete selbst Geschwister, aber das war einfach nur widerlich!
„Ach, aber du darfst das?“, gab sie bissig zurück.
„Was? Wann? Und warum?“ Ich verstand gar nichts mehr. Warum verhielt sie sich plötzlich so komisch?
„Du hast mir ins Ohr gehaucht! Du hast deinen Körper an mich gepresst!“
„Ich habe dir geholfen, Darleen“, versuchte ich neutral zu erklären. Warum waren Frauen manchmal nur so verdammt kompliziert?
„Also entschuldige, wenn ich das jetzt so direkt sage, Cyrus, aber du siehst aus wie ein verdammter Sexgott und die Muskeln, die sich unter deiner Tunika abzeichnen, sind unverschämt maskulin. Du bist wohl einer der bestaussehenden Vampire in allen vier Reichen. Da kann mir als Frau durchaus mal die Haltung verloren gehen! Selbst als deine kleine Cousine!“
Meine Mundwinkel zuckten kurz. „Es gibt noch einen Vampir, der besser aussieht als ich?“
„Cyrus! Das ist nicht lustig!“, schimpfte Darleen.
„Na gut. Du siehst auch toll aus. Zufrieden?“ Nun, eigentlich war das sogar untertrieben. Wäre Darleen nicht meine Cousine, wäre sie schon längst in meinem Bett gelandet. Aber da wir nun schon so offen miteinander sprachen, kam mir eine ganz andere Idee. „Sag mal, wann hast du angefangen, dich für Männer zu interessieren?“
Darleen nahm einen neuen Pfeil, zielte auf den Baum und zog die Sehne zu ihrem Gesicht. „Mit der Reife, warum?“
„Und vorher? Hast du da nie daran gedacht, mal einen Mann zu berühren?“
„So, wie ihr Kerle schon vor der Reife den Frauen auf die Brüste guckt? Ja, ich habe schon vor meiner Reife für einen Mann geschwärmt“, gab sie offen zu.
„Vor der Reife schon? Ich dachte, das wäre nicht möglich!“, erwiderte ich irritiert.
„Unsinn. Ich habe vorher schon angefangen, mich für besonders stattliche Männer zu interessieren. Vor allem, wenn die Männer kein Oberteil trugen und ihre Muskeln deutlich hervorgetreten sind.“ Sie hatte das Bild deutlich vor Augen, denn ihr Blick wurde verhangen und ihre Zunge leckte über ihre Lippen.
Eine logische Schlussvorlgerung suchend, nicke ich. „Nun, Muskeln bedeuten Stärke und Stärke bedeutet Schutz. Das klingt nachvollziehbar. Als Kind, als Mädchen noch dazu, ist man auf der Suche nach Geborgenheit und Schutz.“ Das erklärte Aurelies Verhalten. Sie hatte in den letzten Jahren kaum jemandem aus der eigenen Rasse vertraen können. Natürlich suchte sie da–
„Das war schon mehr als nur das Bedürfnis, beschützt zu werden. Bei den Göttern, ich wollte diese Muskeln anfassen!“
Das wollte ich bei Brüsten auch. Aber … ich war ein Junge gewesen. „Hat dich das … auf eine besondere Weise angesprochen?“
„Sexuell? Rückblickend betrachtet wahrscheinlich schon. Aber eher auf eine unschuldige Art und Weise. Ich habe mich definitiv zu besonders gut aussehenden, muskulösen Männern hingezogen gefühlt. Aber ich hätte mich nie getraut, einen Mann auch wirklich anzufassen.“
Ich legte meine Stirn in Falten und rieb mir über das Gesicht. Die Bartstoppeln mussten morgen weg, so langsam fing es an zu nerven.
„Scheiße, selbst dabei siehst du attraktiv aus!“, entfuhr es meiner Cousine.
„Trotz Zopf?“, neckte ich sie. Natürlich wollte Darleen daraufhin wieder nach meinem Haarband greifen, aber ich wich schnell genug aus. In Gedanken war ich allerdings bei Aurelie. Ob sie mich attraktiv fand? Mir war natürlich klar, welche Wirkung mein Äußeres auf Frauen hatte und ich nutzte es zweifellos gerne zu meinem Vorteil. Aber dass selbst dieses Kind sich körperlich zu mir hingezogen fühlen konnte, war seltsam für mich. Wenn auch nicht unbedingt unangenehm, immerhin war auch Aurelie trotz ihres jungen Alters bereits eine Schönheit. Aber sie war eben noch ein Kind.
„Hättest du es gedurft, Darleen, hättest du damals einen Mann angefasst?“
„Oh ja! Hätte ich!“ Sie lachte. „Aber wir wissen alle, dass sich das nicht gehört. Also habe ich dieser Tage sehnsüchtig auf meine Reife gewartet.“ Darleen schoss einen weiteren Pfeil ab und dieser verfehlte nur knapp das Ziel.






































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