Kapitel 59 – Die Alternative
Kapitel 59 – Die Alternative
Cyrus
Nachdem ich Aurelie im Speisesaal sitzen gelassen hatte, ging ich auf direktem Wege zum Trainingsplatz neben dem Schloss. Ikzil und Galderon trainierten dort gerade, was mir durchaus gelegen kam.
„Ihr beide. Gegen mich“, forderte ich sie auf. Es gelang mir, über eine Stunde zu vergessen, wie abstrus die Situation aktuell war. Ich konnte nicht mit Aurelie, aber ich konnte auch nicht ohne sie. Immer öfter beschlich mich das Gefühl, dass der Hohepriester den Blutschwur manipuliert hatte. Oder dass er generell gegen mich arbeitete. Ja, ich glaubte nicht einmal mehr daran, dass die Götter die Verbindung zwischen mir und Aurelie wirklich wollten! Vermutlich hatten wir beim ersten Blutschwur die beiden Leitsterne unserer Götter aus einem falschen Winkel betrachtet. In Wirklichkeit waren sie sicher weit voneinander entfernt gewesen. „Ikzil, ich will, dass du den Hohepriester im Auge behältst. Ich will wissen, was er den ganzen Tag über macht. Galderon, du übernimmst seinen Schüler.“
Die beiden Grigoroi nickten. Und da sich die Sonne mittlerweile anschickte, unterzugehen, machte ich mich zurück auf den Weg in meine Gemächer. Dort wusch ich mir den Schweiß vom Körper, ging noch einige Briefe durch und legte mich anschließend ins Bett. Aber ich fand keine Ruhe. Immer wieder ging mein Blick zur Verbindungstür. Es war die reinste Folter, Aurelie so nahe zu wissen! Ich würde mein Versprechen halten und sie nicht mehr anfassen. Es lag nur an meinem Stolz, dass ich wollte, dass ihr erstes Kind von mir war. Dabei wäre es egal, denn die Blutlinie ging nur von ihr aus.
Ich setzte mich auf, ging ins Badezimmer und schöpfte kaltes Wasser aus dem Holzeimer, das ich mir ins Gesicht klatschte. Es beruhigte mein erhitztes Gemüt allerdings nur mässig. Von einer inneren Unruhe getrieben, ging ich zurück in mein Schlafzimmer und von dort aus zu der Verbindungstür, die lautlos aufglitt. Ich betrat das Zimmer der Königin, schlich zu ihrem Bett und betrachtete sie. Im Schlaf sah sie so friedlich, so unschuldig aus. Und völlig sorglos.
Es wäre das Beste, ich liesse sie in Ruhe. Ich könnte immer noch Nachwuchs mit den Frauen aus dem Harem zeugen und eines der Kinder aus diesen Verbindungen auf den Thron setzen. Sollte Aurelie jemals ein Kind empfangen, könnte ich es später mit einem meiner Kinder vermählen. Dann wäre die Blutlinie in der zweiten Generation vereint.
Ich beugte mich über sie, zog die Decke zurecht und küsste flüchtig ihre Wange. Danach wandte ich mich ab und wollte gehen. So zumindest der Plan, den mein Verstand ausgearbeitet hatte. Stattdessen zog ich den Stuhl von ihrem Frisiertisch ans Bett, setzte mich darauf und sah ihr beim Schlafen zu. Ich saß da und betrachtete sie voller Gefühl. Aber welches Gefühl, das wusste ich nicht. War es Wut? War es Einsamkeit?
Es dauerte nicht lange, da wurde sie unter meinen Blicken unruhig. Sie wälzte sich im Bett umher, bis sie beinahe herunterfiel. Immer näher zu mir hin. Ihr Kopf positionierte sich so, dass mein Geruch ihr direkt in die Nase steigen musste. Erst da wurde sie wieder ruhiger. Ihr Atem beständiger.
„Was ist das nur für ein Fluch, der auf uns lastet?“, fragte ich leise und erhob mich. In mir wuchs das Bedürfnis, sie zu berühren. Mich zu ihr zu legen. Nicht aus sexuellem Antrieb, sondern einfach nur, um ihr nahe zu sein. Bevor ich mich jedoch vergaß, drehte ich um und verließ ihre Gemächer. Meine Hand griff in die Hosentasche, wo sie den Schlüssel zum Harem ertastete.
Das schlechte Gewissen, das ich für einen flüchtigen Moment empfand, schob ich beiseite. Denn die Königin wollte es immerhin so. Sie hatte selbst gesagt, dass ich mich auch den anderen Frauen zuwenden sollte. Und so abstoßend ich den Gedanken zunächst auch fand, so praktisch war diese Option aktuell. Eine von ihnen würde schwanger werden. In einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Zeit spielte in unserer Gesellschaft keine Rolle. Pläne wurden auf lange Zeit geplant. Wir hatten es nicht eilig. Entsprechend verlangsamte ich meine Schritte, bis ich vor der Geheimtür stand. Ich öffnete sie, stieg die Stufen hinab und öffnete kurz darauf das Schloss.
Wie erwartet, war es still im Wohnzimmer. Mein Blick glitt zu den einzelnen Vorhängen. Ich wusste nicht, wer wo schlief. Aber das spielte keine Rolle. Nun, solange ich nicht die Geliebte des alten Königs in ihrem Bett vorfand. Denn bei ihr verspürte ich am wenigsten den Wunsch auf Intimität.
So leise wie möglich verschloss ich die Tür wieder, versteckte den Schlüssel und ging auf das mittlere Schlafzimmer zu. Aufregung und Vorfreude erfassten mich, als ich den Vorhang öffnete und auf die schlafende Frau hinabblickte. Es war die Schwarzhaarige. Volle Lippen, schmale, aber sehr schöne Gesichtszüge und einen schlaksigen Körper, der an den richtigen Stellen mit Kurven verziert war. Fenna, wenn ich mich richtig erinnerte. Noch war ihr Atem ruhig. Noch schlief sie. Aber ich war mir mehr als sicher, dass sie meine Anwesenheit und mein Vorhaben begrüßen würde.
Langsam näherte ich mich ihr, setzte mich auf die Bettkante und legte eine Hand an ihre Wange. Meine Finger wanderten weiter zu ihren Lippen, die ich mit meinem Daumen aufspaltete. „Wach auf“, flüsterte ich leise und beugte meinen Oberkörper vor.
Müde glitten ihre Augen auf. Kaum erblickte sie mich und bemerkte meine Hand an ihrer Wange, meinen Finger zwischen ihren Lippen, leckte sie mit ihrer Zunge sanft über meinen Daumen. „Mein König“, flüsterte sie heiser. „Darf ich Euch heute zu Diensten sein?“
Mein Schwanz zuckte. „Unbedingt“, erwiderte ich leise. Ich löste den Knoten meines Hemdes und zog es über meinen Kopf. Danach entledigte ich mich der Stiefel und meiner Hose. Es war lange her, dass ich mich darauf freute, bei einer Frau zu liegen. Dass ich das Gefühl hatte, begehrt zu werden.
Fenna sah mir ohne jedes Schamgefühl dabei zu, wie ich Stück für Stück einen weiteren Teil meines Körpers offenbarte. Dabei leckte sie sich erwartungsvoll über die Lippen. Als ich fertig war, stand sie auf und zog an den Schnüren, die ihr das Negligé am Körper hielten. Es fiel und offenbarte mir ihren Körper. Genauso, wie ich ihn mir ausgemahlt hatte. Weiche Rundungen, eine unglaublich schmale Taille und kleine, aber schöne, kecke Brüste.
„Gefällt Euch, was Ihr seht?“, fragte sie leise und strich sich lasziv über die Hüfte, dann über ihren Bauch, bis hin zu ihren Brüsten, deren Warzen bereits aufrecht standen. Ihre Zunge schoss hervor und befeuchtete ihre Lippen. Ihr Blick klebte an meinem Unterleib. „Also mir schon“, hauchte sie und trat langsam an mich heran. Sie legte mir ihre Hände auf die Brust und den Kopf in den Nacken, um mir ins Gesicht zu sehen.
„Ja“, entgegnete ich bloß und legte meine Hände auf ihr Becken, um sie noch näher an mich zu ziehen. Ihr Körper war warm, ihre Haut weich und glatt. Sofort legte ich eine Hand in ihren Nacken, beugte mich vor und legte meinen Mund auf ihre Lippen. Sie kam dem Kuss entgegen und öffnete bereitwillig ihren Mund, sodass ich den Kuss vertiefte. Unsere Lippen spielten miteinander und neckten sich. Dabei glitten ihre Hände über meinen Körper und erkundeten mich. Ich hingegen ließ die freie Hand schamlos zwischen ihre Beine gleiten. Ihre Mitte war feucht, sodass ich problemlos einen Finger in sie gleiten lassen konnte. Dort suchte ich den rauen Punkt und rieb mit der Fingerspitze darüber.
Fennas Beine wurden weich und sie stöhnte in den Kuss hinein. Ich beendete diesen, drängte sie zum Bett und sah zufrieden, dass sie sich widerstandslos darauf sinken ließ, die Beine weit spreizte und einladend die Hände nach mir ausstreckte. „Nehmt mich“, flehte sie und hob ihr Becken.
Ich ließ sie nicht lange zappeln. Immerhin war es Ewigkeiten her, dass ich während des Aktes voll auf meine Kosten gekommen war. Die Intimitäten mit Aurelie konnte ich nicht mitzählen. Und bevor mir noch die Lust verging, verbannte ich Aurelie aus meinen Gedanken. Während ich mich über Fenna beugte, nahm ich eines ihrer Beine und hob es über meine Schulter. Dann versenkte ich mich in ihr. Langsam und genussvoll schob ich meinen Schwanz immer tiefer in ihre warme Grotte und vernahm zufrieden, dass sie laut und hemmungslos stöhnte.
„Schneller, stärker, bitte!“, schrie sie schon bald und bettelte um mehr. Ich gab ihr, was sie wollte, und rammte meine volle Länge in sie. Ihr Stöhnen wurde immer lauter, immer lustvoller. Dabei berührte sie sich selbst. Eine Hand umklammerte ihre rechte linke Brust, die andere legte sie auf ihre Knospe und rieb sich dort.
Hände fuhren über meinen Rücken und weiche Brüste schmiegten sich von hinten an mich. Kurz darauf knabberte jemand an meinem Ohrläppchen.
Ich drehte meinen Kopf zur Seite. Ines. Ich löste mich von Fenna, die sich selbst zum Höhepunkt brachte und sich zuckend auf dem Bett räkelte. Indessen küsste ich Ines, die sich an meinem Körper hochzog. Sofort packte ich ihre Oberschenkel und hievte sie auf meinen Schwanz. Sie schlang die Beine um meine Hüfte und rieb sich auf mir. Ihren Arsch packend, half ich ihr bei den Bewegungen. Immer wieder drückte ich sie komplett auf meinen Schwanz nieder, was sie mit einem kehligen Stöhnen quittierte.
Während ich Ines gegen die Wand fickte, wurde Fennas Atem wieder ruhiger. Ines hingegen keuchte schwer durch ihre ausgefahrenen Fangzähne und presste bald schon wieder ihren Mund auf meinen, während sie sich mit den Händen an meinen Schultern abstützte, um sich leichter auf mir bewegen zu können.
„Mein König!“, stöhnte sie bedürftig und ließ sich immer wieder auf meinen Schwanz sinken, wobei ich zusätzlich von unten her zustieß. Ich spürte, wie ich an ihrer inneren Wand anstieß, aber es machte ihr nichts aus. Viel eher begrüßte sie mein grobes Verhalten mit lautem Stöhnen und teilweise sogar ekstatischen Schreien. Langsam sank ich auf den Boden. Ines legte ich auf den Rücken. Sofort wurde ich schneller, spürend, wie der Druck in mir zunahm. Ines wurde immer lauter. Kurz darauf lag sie zuckend unter mir. Ich hielt mich nicht länger zurück und kam kurz darauf in ihren warmen Schoß.
Erst, als kein Tropfen mehr aus mir kam, stoppte ich mit meinen Bewegungen und ließ schwer atmend meinen Oberkörper auf sie sinken. Ihre Arme legten sich um mich und fuhren sanft über die Haut meines Rückens. Auch sie atmete schwer und war momentan ebenso auf den Körperkontakt aus wie ich.
„Legt euch beide zu mir“, brummte Fenna und räkelte sich auf dem Bett. „Der König in die Mitte.“
Ich erhob mich langsam und half Ines, sich ebenfalls aufzurichten. Sofort huschte sie ins Bett, wo mir beide Frauen einladend ihre Hände entgegenstreckten. Ihre Körper glänzten und ihre Brüste luden dazu ein, sie zu kneten und zu reizen, bis die Frauen wieder vor Lust stöhnten. Aber ich hatte genug.
„Ein ander Mal“, entschied ich und kleidete mich wieder an. Kurz darauf verließ ich den Harem, ging in meine Gemächer und legte mich zufrieden in mein Bett.
Mit den ersten Sonnenstrahlen wachte ich auf und streckte mich wohlig. Diese Nacht hatte ich endlich durchschlafen können. Mit Aurelie im Nebenzimmer hatte ich mich ihr endlich wieder nahe gefühlt, was mir die letzten Tage verwehrt geblieben war.
Timm betrat mein Schlafzimmer. Überrascht blieb er stehen. „Guten Morgen. So schlecht geschlafen?“
„Im Gegenteil“, erwiderte ich und stand auf. „Ich habe Hunger.“ Endlich. Ich hatte wirklich Hunger. „Lass für zwei Personen ein Frühstück zubereiten. Ich werde bei der Königin essen.“
Timm hob überrascht die Augenbrauen, lächelte dann aber. „Natürlich. Wie du wünschst.“
Ich wusch mich gründlich, zog mich um und musste nicht lange warten, bis Timm mit einem Tablett voller Köstlichkeiten zurückkam. Ich nahm es ihm ab und schickte ihn wieder fort. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht öffnete ich die Verbindungstür zu Aurelies Schlafzimmer und betrachtete die schlafende Schönheit. Langsam schlich sich die Erinnerung an das gestrige Gespräch wieder in meinen Kopf und brachte meine gute Laune ins Wanken. Mein Lächeln erstarb. Dennoch trat ich, eine gewisse Vorfreude verspürend, ans Bett.
„Guten Morgen, Majestät“, sprach ich sie förmlich an. Um den Abstand zu wahren, den sie wünschte.
Nach Luft schnappend, schreckte sie hoch, den Blick nach vorne gerichtet. Ganz langsam drehte sich ihr Kopf zu mir hin, wobei sie rot anlief und die Augen, weit aufgerissen, schnell wieder von mir abwandte.
„W…wir haben die Nacht…aber nicht …?“ Ihr Atem ging schwer. Schnell schlug sie die Decke zurück, stand auf und hetzte aus dem Zimmer. „Ich bin gleich wieder da!“, rief sie noch, während mir der Geruch ihrer Erregung wie eine Welle entgegenschlug, und meine Augen dazu verleitete, auf das Bett zu sehen, in dem sie gerade noch gelegen hatte. Ein runder, nasser Fleck zeichnete sich darauf ab.
Stirnrunzelnd folgte ich ihr bis zur Wohnzimmertür und lauschte. Wenn sie jetzt zu würgen anfing, müsste ich mit ihr schimpfen.










































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