Kapitel 3
Fiona
Holprig landet das Flugzeug. Der Wind hat ordentlich zugelegt. Zeitweise gab es sogar die Überlegung, auf einer anderen Militärbasis zu landen. Doch zum Glück ist der Wind etwas abgeschwächt, wodurch wir doch hier landen konnten.
„Die Landung war ja schlimm.“ beschwert sich Snoopy. „Das fandest du schlimm? Warte erst einmal ab, bis du in einem Flugzeug sitzt, das bei Turbulenzen auf einer viel zu kurzen Landebahn versucht zu landen. Letztendlich mussten wir beim dritten Bersuch abspringen.“ erzählt Big Boss und klopft Snoopy aufmunternd auf die Schulter.
Dann klatscht Big Boss in die Hände „Alle mal hergehört.“ Sofort stellen wir uns auf. „Ich bin sehr stolz auf euch. Diese aktive Zeit war sehr erfolgreich. Snoopy, du hast dich gut gemacht. Hast ins Team gefunden. Dennoch gibt es noch ein paar Punkte an denen du arbeiten solltest. Ihr anderen kennt eure Schwächen. Trainiert während dem Urlaub. Ich will nach der Auszeit keine faulen Säcke hier sehen.“ „Jawohl Sir.“ sprechen wir unisono. Big Boss nickt „Weggetreten. Erholt euch gut.“
Die Verabschiedung verläuft sehr schnell und hastig. Alle wollen schnell zu ihren Lieben. In Ruhe schnappe ich meine Sachen und verlasse dann auch das Flugzeug.
Der Wind peitscht mir meine vom Helikopterflug losen Strähnen ins Gesicht, wodurch ich die Menschen erst bemerke, als ich angesprochen werde „Sergeant, es gibt die Bitte, ihren Urlaub zu verschieben.“
Überrascht streiche ich mir die Strähnen aus dem Gesicht und sehe mich drei FBI-Agenten und meinem Lieutenant gegenüber. Sofort salutiere ich, doch winkt der Lieutenant ab. „Die Herrschaften vom FBI haben in der Nähe von New York eine Geiselnahme und habe um Hilfe gebeten.“ erklärt er kurz angebunden.
Verwirrt frage ich „Warum braucht das FBI bei einer Geiselnahme Hilfe vom Militär?“ Die große Frau mit den strengen nach hinten gebundenen dunklen Haaren tritt vor „Agent Sharp. Ich leite das Team. Die Geiselnahme ist in einer Polizeistation. Der Geiselnehmer hat sich mit seinen Geiseln in dem Waffenraum eingeschlossen.“ „Okay, aber das Problem leuchtet mir immer noch nicht wirklich ein.“ gebe ich zu.
„Naja es ist nicht wirklich ein Raum, vielmehr eine Art Käfig. Keiner traut sich zu schießen, da die Gefahr viel zu hoch ist, einen Querschläger zu bekommen. Und der Schuss muss perfekt sein, da ansonsten die Geiseln in Gefahr sind.“ Verstehend nicke ich.
Ich wende mich meinem Lieutenant zu. Doch dieser winkt ab und sagt „Nehmen Sie ihr Gewehr mit. Sie sind befugt es zu benutzen. Melden Sie sich einfach, wenn sie ihren Urlaub hier verbringen oder ihn doch auch mal außerhalb verbringen wollen.“ „Danke Sir.“ verabschiede ich mich richtig.
Dann wende ich mich Agent Sharp zu. Diese bedeutet mir ihr zu folgen „Kommen Sie. Sollten Sie etwas benötigen, zögern Sie nicht es uns mitzuteilen. Da die Geiselnahme schon einige Stunden andauert, wollen wir nicht unnötig Zeit verlieren.“ erklärt sie mir.
Während wir also im Laufschritt über die Landebahn zu einem weiteren Helikopter laufen, winke ich ab. „Keine Sorge, ich habe noch für vier Tage frische Kleidung im Rucksack. Und wahrscheinlich bin ich morgen auch schon wieder hier.“
Wir setzten uns in den Helikopter. Agent Sharp reicht mir einen Kopfhörer. Über den Kopfhörer höre ich dann Agent Sharp, wie sie mir die Lage schildert.
„Insgesamt sind es 8 Geiseln. Fünf Besucher, zwei Polizisten, davon einer verletzt und ein Fire-Captain von Scranton.“ zählt Agent Sharp auf. Doch sobald Scranton fällt, erstarre ich.
„Wir sind auf dem Weg nach Scranton?“ frage ich leise. Agent Sharp stoppt „Ist das ein Problem?“
Mir stockt der Atem. Scranton ist meine Heimatstadt. Dort habe ich gewohnt. Dort wohnt das Rudel in einer Siedlung im Wald.
Ich kann nicht dorthin zurückkehren. Dann könnte ich wieder einer Gefahr ausgesetzt sein.
Aber es geht hier auch nicht nur um mich. Ich muss auch an die Geiseln denken. Und diese fühlen diese Angst schon seit Stunden. Außerdem bist du heute stärker als damals.
Vielleicht habe ich auch Glück und ich begegne keinem aus dem Rudel? Hinkommen, Situation entschärfen und wieder weg. Das wäre doch möglich. Oder?
„Nein, nur bringen Sie mich von dort so schnell wieder weg, wie sie mich hinbringen.“ fasse ich schließlich den Entschluss. Agent Sharp nickt ab und erklärt mir das Vorgehen. Ich soll als erstes prüfen, ob ich wirklich mit einem Präzisen Schuss treffen kann. Es wird wiederholt versucht, mit dem Geiselnehmer zu sprechen. Scheinbar macht er das, weil er meint, seine Tochter wäre bei einem Feuer absichtlich getötet worden und nicht im Feuer durch einen Unfall.
Die letzten paar Minuten verbringen wir in angespannter Stille. Ich schaue auf die Natur unter mir. Obwohl ich nun Jahrelang nicht mehr hier gewesen bin, erkenne ich den Wald unter mir. Ich schaue nach vorne und sehe die Stadt vor mir.
Tief atme ich nochmal durch, ehe ich mich nur noch auf die Mission konzentriere.





















































Ohoh, ich bin gespannt wie es weitergeht… wenn ich mich nicht täusche ist ihre Mutter doch bei der Feuerwehr geblieben, trotz Rudel, oder? Das wird interessant wenn..
Ja, die Mutter ist bei der Feuerwehr