Kapitel 53 – Braves Mädchen
Kapitel 53 – Braves Mädchen
Aurelie
Die Kutsche ratterte vor sich hin, auf direktem Weg gen östliches Fürstentum. Das Wetter war lau, doch unter dem warmen Reisekleid wurde mir zunehmend wärmer. Und dann, die Hände auf meinen Bauch gelegt, sprach mein Verbundener: „Nächstes Jahr wirst du fett.“ Und das, nachdem er schon behauptet hatte, ich verlöre meine Taille!
„Weißt du was?“ Ich setzte ein süffisantes Lächeln auf, das von Mord und Totschlag ein Liedchen sang. „Vielleicht sollte ich gleich damit beginnen, zu üben.“ Mit leicht geöffnetem Mund ließ ich meine Fangzähne herausgleiten, langsam und kontrolliert. Ich näherte mich seinem Ohr und flüsterte lasziv: „Wo du dich schon dafür angeboten hast.“ Er würde sein blaues Wunder erleben. Und ich hätte meinen Spaß beim Erweitern von Foltertechniken.
Ich ließ meine Zunge hervorschnellen und leckte ihm über das Ohrläppchen. Dann nahm ich es zärtlich in den Mund und knabberte daran. Ein leicht salziger Geschmack legte sich auf meine Zunge, der mir den Gaumen hinunterglitt wie Öl, und mir obendrein ein leises Stöhnen entlockte, welches an ihm ebenfalls nicht spurlos vorbeiziehen dürfte.
„Willst du mir etwa Löcher ins Ohr beißen?“, fragte er mit rauer, bebender Stimme. Er hatte aufgehört, meinen Bauch zu streicheln und legte die Hand stattdessen an meine Seite.
„Keineswegs“, flüsterte ich zurück und begann damit, eine feuchte Spur von Küssen über seine Kinnpartie zu verteilen, hinunter zu seinem Hals, wo mir seine Halsschlagader so wunderbar entgegen pochte. Sein Atem beschleunigte sich und die Hand an meiner Seite zog mich näher an ihn heran. Eine stumme Einladung. Oder Aufforderung.
Ich suchte mir eine Stelle, dann biss ich zu. Ich trank nicht. In der Tat versuchte ich wirklich mein Gift zurückzuhalten. Meine Hand glitt über den Körper meines Verbundenen, direkt zwischen seine Beine. Seufzend löste ich meine Zähne aus seinem Fleisch, leckte die Blutrinnsale auf und schaute zu seinen Lenden hinab. „Das hat nicht funktioniert.“
„Nein“, hauchte Cyrus. Er schloss für einen Moment die Augen und atmete tief durch. „Beiß mir in den Finger. Nur ganz leicht. Dann dürfte man es bei dir sehen.“ Nur langsam öffnete er die Augen und hielt mir den Zeigefinger seiner linken Hand unter die Nase.
Was sollte ich sehen? Ich griff nach seinem Finger und führte ihn zu meinem Mund. Einen Blick auf sein Gesicht, dann auf seine Mitte werfend, kam ich nicht umhin, seinen Finger erst einmal tief in meinen Mund aufzunehmen und daran zu saugen. Unter gesenkten Augenlidern sah ich zu Cyrus auf, und katapultierte mich damit selbst in ein Meer aus Lust. Daraufhin konnte ich nicht mehr an mich halten und biss ihm sanft in die Fingerspitze.
Cyrus schnaufte hörbar. „He, lass die Augen offen!“ Er entzog mir seinen Finger. Eine klare Flüssigkeit lief daran hinab. „Siehst du das? Du verabreichst so viel Gift, du könntest eine ganze Armee damit ausschalten.“ Seine Stimme klang nicht tadelnd. Eher fasziniert, als würde er diese Tatsache bewundern.
In der Tat war da nicht nur Spucke an seinem Finger. Mein Gift glitzerte regenbogenfarben, im einfallenden Sonnenlicht. Mein Mund spitzte sich zu. „Ich übertreffe dann wohl jede Viper mit Leichtigkeit“, stellte ich fest. „Dass du vor Lust noch nicht explodierst, wundert da.“ Mein Blick fiel auf seine prachtvoll stehende Männlichkeit, die sehr zu meinem Missfallen noch immer in seiner Hose verweilte. Meine Zunge schnellte vor und glitt lasziv über meine Lippen. „Obwohl, das dauert vermutlich nicht mehr lange.“
„Um ehrlich zu sein, versuche ich gerade, den letzten Funken Verstand zu nutzen, um sachlich zu bleiben.“ Sein Blick durchdrang mich. „Für mich gibt es nichts Schöneres, als dein Gift in mir zu spüren. Aber … wir wollen ja üben, es zu reduzieren.“
„Dann muss ich wohl noch etwas weiter üben.“ Ich grinste. „Tut es eigentlich weh“, meine Hände fanden seinen Gürtel und öffneten ihn geschwind, „wenn ich da rein beiße?“ Mit einer Hand schlüpfte ich in seine Hose, umfasste, was nach göttlichem Recht mir gehörte, und bewegte meine Hand leicht auf und ab.
Cyrus stöhnte auf und rutschte auf dem Sitz etwas weiter nach vorne. „Ich glaube … wahrscheinlich nur kurz … Aber Zähne dort unten sind … Habe es … nie ausprobiert …“
Nun, Vampire heilten schnell. Wenn ich nur ein ganz klein wenig … „Da bist du so alt.“ Ich raffte meine Röcke und kniete mich in den engen Zwischenraum vor ihm. „Und hast das niemals probiert.“ Stimmt, ging ja auch schlecht ohne Verbundene. Meine Zunge schoss hervor und leckte einmal neckisch über seine Spitze. Über den Schlitz, der bei seinem Geschlecht stets so empfindlich war.
Cyrus stöhnte unterdrückt auf; seine Hand vergrub sich in meinem Haar.
Vorsichtig näherte ich mich mit meinen Fängen der rosa glühenden, dünnen Haut an, setzte an und stach leicht zu. Mein Fangzahn glitt durch die Haut wie durch Butter. Ein Gefühl für mein Gift gab mir das nicht. Aber das Blut, das aus seinem Phallus herausschoss, schmeckte deliziös.
Cyrus war einen Moment still. Ich merkte erst, dass er sich verkrampfte, als er leicht in sich zusammensank. Ein gutturales Stöhnen drang aus seinem Mund, das ich noch nie von ihm gehört hatte. Selbst seine Männlichkeit schwoll noch weiter an, obschon es seine volle Grösse bereits erreicht hatte. Noch mehr Blut strömte in meinen Mund.
Jede Faser meines Körpers spannte sich an. Mein Unterleib krampfte; mein Kopf wurde von Vorfreude ursprünglichster und primitivster Art durchströmt. Gierig leckte ich auf, was er mir schenkte, bis die Wunde schlussendlich versiegte. Süchtig fuhr ich mit meiner Zunge über sein Glied, und konnte doch nicht genug bekommen.
Mit einem leisen Ploppen entließ ich sein Gemächt meinem Mund, stemmte mich hoch und setzte mich auf seinen Schoss. „Nimm mich, Geliebter“, wisperte ich und raffte ungeschickt meine Röcke. Wieso mussten das denn auch so viele sein?!
Cyrus zog mich ungeduldig zu sich. Irgendwo riss Stoff, aber es war egal. Er rutschte auf der Bank weiter vor und schon schwebte meine Mitte über seinem Schoß. „Lass dir nicht so viel Zeit“, knurrte er. „Danach liegst du unten!“
Ich grinste. „Dafür ist hier aber kein Platz.“ Ich befand mich gerade so weit in der Schwebe, dass ich die Spitze seines Phallus‘ an meinem Eingang spüren konnte, so wie er die Wärme spüren musste, die das Eindringen in meinen Körper versprach. Und gerade machte es mir außerordentlichen Spaß, ihn leiden zu lassen. „Sag brav bitte“, schnurrte ich nahe an seinem Ohr.
Eine Hand landete an meinem Hinterkopf und zog ihn bestimmt zurück. „Wenn du mich jetzt provozierst, du kleines Biest, erwarte nicht, dass du voll auf deine Kosten kommst.“
„Dann wärst du aber“, ich keuchte schwer, „ein wirklich schlechter Liebhaber! Schon vergessen? Deine Worte!“
Seine Hand ließ meinen Kopf los und wanderte meine Wirbelsäule entlang nach unten. „Willst du die Oberhand haben, ja? Möchtest du, dass wir uns abwechseln? Oder willst du einfach nur genommen werden, traust dich aber nicht, es auch auszusprechen?“ Seine Hände landeten zu beiden Seiten meiner Taille. Im nächsten Moment drückte er mich runter, mitten auf sein Glied.
„Ahh!“ Letzteres!, hätte ich beinahe geschrien. Ich wollte keine Oberhand. Nun, vielleicht wollte ich es so aussehen lassen. Vielleicht wollte ich, dass er mir seine Stärke bewies. Und das immer aufs Neue. Meine Hände krallten sich in seinen Nacken; mein Atem ging schwer. Er stand in mir an meiner inneren Wand an und kam nicht mehr weiter. Würde er noch weiter eindringen, würde er unser Kind aufspießen.
Einen Moment blieben wir einfach so sitzen. Sowieso war die Position nicht gerade geeignet, um sich in einer Kutsche zu lieben. Ich konnte mich kaum bewegen. Keuchend ließ ich meinen Kopf in den Nacken fallen und präsentierte ihm so mehr als deutlich meinen ungeschützten Hals. „Letzteres“, hauchte ich schließlich doch.
Cyrus küsste meinen Hals zärtlich. Kurz darauf spürte ich, wie seine Zähne in mein Fleisch eindrangen. Er trank nicht. Nicht viel. Und dennoch stieg meine Lust in den Himmel. Zeitgleich bewegte er meine Hüfte ein wenig. Bloß ganz leicht, aber genug, dass meine empfindliche Knospe über seine Haut rieb.
Ich erschauderte unter seiner Liebkosung. Kaum hatte er von meinem Hals abgelassen, zog ich ihn zu einem Kuss heran. Innig vereinigten sich unsere Lippen; gierig unsere Zungen. Hoch und runter, vor und zurück bewegte ich meine Hüfte und brachte ihn so dazu, in den Kuss zu stöhnen. Anders als sonst, hatte ich gar nicht das Verlangen, sofort zum Höhepunkt zu kommen. Ich wollte ihn in mir spüren, seine Hände auf meinem Körper und seine Zunge in meinem Mund. Ich wollte ihm so nahe sein, wie nur möglich.
Es fühlte sich an, als ob Cyrus genau wusste, was ich brauchte, denn er bewegte sich mir nur langsam entgegen. Diese Intimität war kein Mittel zum Zweck, um endlich den erlösenden Höhepunkt zu erreichen. Diese Intimität war alles, was ich wollte.
Cyrus drehte sich mit mir und drückte meinen Rücken auf die Bank. „Leg deinen rechten Fuß über meine Schulter“, flüsterte er an mein Ohr. Mein linkes Bein legte er an seine Hüfte und begann, langsam in mich zu stoßen. Eine Hand hatte er dabei so an meine Hüfte gelegt, dass er mit dem Daumen meine Knospe stimulieren konnte.
Nie hatte ich meine Beine bereitwilliger für ihn gespreizt als heute. Nicht hart und gierig, sondern sanft und langsam vereinigten wir uns. Er stieß in mich, rein und raus, aber mit einer Geduld, die sowohl brennende Leidenschaft als auch Ungeduld in mir hervorrief. Und trotz allem spürte ich, wie er mich immer näher an den Abgrund brachte. Mit jedem Stoß brach ein leises Stöhnen über meine Lippen.
„Nay …“ Seine Lippen eroberten meinen Mund erneut. Wir küssten uns kaum, stattdessen stöhnten wir uns gegenseitig heißen Atem ins Gesicht. Seine Bewegungen wurden schneller und drängender, nur um kurz darauf langsamer zu werden. Er änderte den Rhythmus, hob mein Becken leicht an und veränderte den Winkel, mit dem er in mich stieß.
„Cy…rus!“, keuchte ich zurück und versuchte ihn richtig zu küssen. Beim Versuch sollte es bleiben, denn anstelle ihn zu küssen, öffneten sich meine Lippen noch ein Stückchen mehr, als ich über die Schwelle gespült wurde und ein leises Stöhnen sich mir entrang.
Kraftlos ließ ich den Kopf nach hinten auf die Bank fallen, während Cyrus weiter in mich stieß. Er knurrte leise und wurde ein wenig schneller. Meine Mitte zuckte immer noch. Ich spürte seine harte Männlichkeit in mir. Es war, als würde er mich direkt zum nächsten Höhepunkt treiben.
Cyrus grunzte; seine Bewegungen wurden noch etwas schneller, bis er erleichtert stöhnte und fast auf mir zusammenbrach. „Das nächste Mal“, keuchte er schwer atmend, „wirst du mich fragen, ob du kommen darfst.“
„Verstanden, mein König“, raunte ich leise, richtete mich mühselig auf und ließ mich in seine Arme fallen.
„Braves Mädchen.“ Cyrus half mir, meine Kleidung zu richten. Danach setzte er sich auf die Bank gegenüber, zog mich in seine Arme und strich sanft über meine Wange, bis mir die Augen zu fielen.
























































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