Kapitel 3
Kael hätte an diesem Abend nicht hier sein sollen.
Das Restaurant gehörte zu den Orten, an denen sich sein Rudel traf, wenn sie unter Menschen waren. Neutraler Boden. Gedämpftes Licht. Genug Geräusch, um Gespräche zu verschlucken. Seine Beta saß ihm gegenüber, zwei weitere Rudelmitglieder verstreut am Tisch, äußerlich nichts weiter als erfolgreiche Geschäftsleute.
Innerlich jedoch wachsam.
Immer.
Kael hörte ihnen kaum zu.
Der Wolf war unruhig.
Seit Stunden.
Seit Olivia Hart -Liv, seine Frau- wie er sie bereits in Gedanke nannte in sein Büro marschierte.
Alles an Ihr zog Ihn an. Ihr fokussierter Blick auf die Arbeit. Ihre Intelligenz. Sie hatte gewusst wovon sie sprach. Und dann war da noch Ihr Körper. Ihre sanft geschwungen Kurven, Ihr Busen der sich bei jedem Atemzug hob und senkte. Dieser Intensive Blickkontakt mit Ihr. Sie hatte versucht es zu verbergen und einem gewöhnlichen Mann wäre dies niemals aufgefallen aber er war ein Lykaner. Seine Instinkte sagten ihm alles was er wissen musste. Er hatte es gleich gewusst als er tief einatmete. Hatte Ihre Erregung gewittert. Sie war so süß wie die Frau selbst.
Es hatte ihn alle Mühe gekostet nicht alle verdammten Menschen aus seinem Büro zu werfen und sie über seinem Büroschreibtisch gebeugt zu ficken, sie zu unterwerfen, sie zu markieren und sie zu der seinen zu machen. Alleine bei dem Gedanken wurde sein Penis schon wieder hart. Wie es schon den halben Tag in seinem Büro ergangen war.
Er musste eine Menge Testosteron und Lust verströmen, denn sein Beta sah ihn schon ganz komisch von der Seite an. Kurz davor etwas zu sagen. Kael sah es an seinem Blick. Er wollte bestimmt wissen was mit Ihm los war. So abgelenkt kannte er seinen Alpha nicht.
Kurz bevor sein Beta ihn fragen wollte, öffnete sich die Tür.
Und sie trat ein.
Livia Hart.
Sein Beta verstummte und sein Blick folgte meinem.
Livia war nicht allein.
Sein Wolf fuhr hoch.
Ihr Begleiter war groß, gepflegt, eindeutig menschlich. Wie er herausfand nachdem er seinen Duft einordnete. Es war einer aus seinem Team. Kael erkannte ihn sofort. Marketing. Ehrgeizig. Zu selbstsicher.
Der Mann legte ihr den Arm nicht um die Taille – klug genug dafür war er – als ob er wüsste das er von einem Raubtier beobachtet wurde aber dann beugte er sich zu ihr, lachte, zog ihren Stuhl zurück.
Kael spürte, wie sich seine Sicht verengte.
Nein.
Der Wolf spannte sich hart unter seiner Haut, drängte nach vorn, verlangte Raum, verlangte Nähe. Kaels Finger krallten sich unwillkürlich um das Glas in seiner Hand. Kurz davor es zu zerbrechen. Zerbrechen wie er am liebsten den Hals dieses männlichen Mannes zerbrechen wollte, der die Dreistigkeit besaß seine Frau auch nur anzuschauen. Seine Mordlust strahlte in Wellen von seinem Körper hab.
Und nun meldete sich auch sein Beta zu Wort.
„Problem?“, murmelte dieser leise.



































Kommentare