März – Lebe! … es ist DEIN Jahr!

März
Im Wald
Oh wie schön! Du begleitest Rudi und mich heute tatsächlich auf unserer Wanderung durch den Wald!
Du hast dir wirklich Zeit dafür genommen! Wunderbar!
Siehst du die schönen alten Bäumen?
Und hörst du das leise Plätschern des kleinen Baches?
Lass uns eintauchen in die Ruhe, die Stille, die Vollkommenheit und auch in die Einmaligkeit des Waldes!
Eigentlich streifen mein Hund Rudi und ich meist alleine durch unsere Wälder, aber heute freue ich mich wirklich ungemein, dich in „meinen“ Wald entführen zu dürfen!
Vielleicht hast du dich schon gewundert, warum ich dich gerade heute und zu dieser seltsamen Uhrzeit in meinen Wald entführe?
Zu dieser Uhrzeit und an diesem besonderen Tag sind wir (fast) alleine im Wald.
Ja, wir sind alleine, aber ganz und gar nicht einsam!
Nur wir, die Rehe, die Hasen, die Bäume, die kleine Maus, der alte Dachs, der fleißige Biber, mein kleiner Baumgeist und unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Geistesblitze, unsere Ruhemomente, unser Herz und unsere freie kraftvolle Zeit!
Du wirst es gleich selber spüren, denn kaum tauchen wir ein paar hundert Meter in den Wald hinein, wird um uns herum eine ganz besondere Magie spürbar werden!
Hörst du es schon?
Die Vögel beginnen nur für uns eine wundervolle Melodie zu singen!
Sanft wiegen sich die Äste und Blätter der alten Bäume im Wind und es scheint so als würden sie uns zu winken und leise flüstern: „Kommt herein! Wir freuen uns auf euch und haben euch schon erwartet! Genießt unsere Stille, nehmt euch Zeit, sammelt Kraft und neue Ideen!“
Ich liebe diese Magie und diesen herzlichen Willkommensgruß!
Alle unsere Sorgen, Nöte, Probleme, Herausforderungen werden gleich vom zarten Wind davon getragen und bunte Schmetterlinge bringen uns flink mit sanften Flügelschlägen ganz wunderbare Lösungen, Ideen und Glücksmomente.
Ganz lautlos und wie in Trance gehen wir nun neben einander her, verschmelzen mit dem weichen Erdboden, dem knisternden Laub und den stacheligen Tannenzapfen.
Sieh mal, voller Lebensfreude und mit einem Schalk im Gesicht jagen sich zwei pinselohrige Eichhörnchen die Baumrinde der alten Buche empor.
Und da vorne kommt Meister Lampe entspannt und vollkommen angstfrei den Weg entlang gehoppelt! …ich glaube er ist gerade frisch verliebt!
Die Tiere des Waldes kennen Rudi und mich schon lange und wirklich gut. Sie wissen, dass von uns keinerlei Gefahr ausgeht, auch wenn wir ab und an ein neues Menschlein an unserer Seite haben, wenn wir ihre Heimat besuchen.
Dreh mal Deinen Kopf nach rechts! … siehst du die kleine Blaumeise?
Sie begleitet uns schon eine ganze Weile, flog mal vor und mal hinter uns und landete keck auch mal auf einem kleinen Strauch an unserem Wegesrand … hast du sie vielleicht auch bemerkt?
Oft finde ich auf dem Waldboden wunderschöne Federn. Ich stecke sie mir dann immer ins Haar … und genieße dabei das kleine Freiheitsgefühl des Vogels, der scheinbar nur für mich diese Feder los gelassen hat!
Spürst du gerade auch unsere grenzenlose Freiheit hier im Wald?
Wir können und dürfen hier einfach nur „sein“ … wir müssen nichts, wir brauchen nichts, wir sollen nichts … wir dürfen und können einfach nur entspannen, betrachten, denken, erleben, los lassen, genießen und vollkommen eins mit der Natur werden.
Kein Telefon klingelt, kein Mensch bewertet, kritisiert oder fordert uns, kein Lärm stresst uns und keine Hektik lässt uns zuerst rennen und dann straucheln. Ist das nicht ganz und gar wunderbar?
Ach, weißt du eigentlich warum die Gräser, die Büsche und Blätter grün sind?
Ja, natürlich wegen dem Blattgrün, dem sogenannten Chlorophyll und der lebenswichtigen Photosynthese … aber meinst du das ist der einzige Grund?
Ich bin frech und glaube nicht!
Zum Einen ist Grün meine und ja vielleicht auch deine Lieblingsfarbe und zum Anderen ist Grün bekanntlich auch die Farbe der Hoffnung!
Und der Wald mit seiner unglaublichen grünen Farbpalette gibt uns immer wieder erneut Hoffnung! Immer wenn ich eine Herausforderung zu meistern habe, vor für mich scheinbar unüberwindbaren Hindernissen stehe, kleine oder größere Probleme zu lösen habe, meine Gedanken sich schier endlos im Kreise drehen oder ich ausgelaugt und ausgesaugt bin, schnüre ich meine Schuhe, zwinkere Rudi zu und dann ziehen wir los!
In meinem Wald kann ich an jeder Pflanze, an jedem zarten Blatt, an jedem Baum den unglaublichen Optimismus, die unglaubliche Kraft und die endlose Hoffnung spüren! Denn ganz egal wie wild und unwirklich unsere Welt im Außen schon oft war oder aktuell auch ist, unser Wald ist beständig, gütig und mit einer Seelenruhe für uns da!
Im Einklang der Energie der Jahreszeiten wird gewachsen oder sich zurück gezogen; versperrt ein kleines Hindernis den Weg zum Sonnenlicht, wächst man ohne zu verzagen und voller Optimismus einfach in einem hübschen Bogen und mit noch viel mehr Blättern wie gewohnt drum herum und aus verbrannter Erde schöpft unsere Natur unbändige Kraft und Energie … ja, es geht immer weiter!
Jeder noch so kleine Weg im Wald geht immer weiter oder führt uns zu einem ganz besonderen Ort.
Siehst du hier links den schmalen Pfad? Die Waldtiere haben ihn vorsichtig ausgetrampelt und wenn man in Eile, Hetze oder in ein Gespräch vertieft ist, fällt er ganz und gar nicht auf.
Der schmale Pfad führt zu einer wunderschönen Wasserstelle. Über den felsigen Abhang bahnt sich ein kleines Wasserrinnsal, welches in Regenzeiten sogar zu einem richtigen Wasserfall werden kann. Das frische Wasser sammelt sich dann in einem kleinen flachen Becken aus Bruchsteinen und die Tiere können hier sorglos trinken und sich abkühlen. Auch wir könnten dort unsere Wasserflaschen füllen oder wie früher, als wir noch Kind waren, einfach aus unserer Hand einen Schluck Wasser nehmen. Komm, lass uns den Pfad gehen!
Spürst du die zarten Blätter und Äste auf deiner Haut? Sie fühlen sich wie eine sanfte Massage an, findest du nicht auch? Und riechst du die Minze? Sieh mal, um die Wasserstelle herum wächst herrliche wilde Pfefferminze! Oft streichle ich die Blätter, rieche daran und freue mich über dieses wunderbare Parfüm der Natur. Aber manchmal streichle ich ganz unbewußt auch eine Brennnessel mit! So gelingt es mir allerdings auch, mich noch Stunden später durch das leichte Brennen und Kribbeln auf meiner Haut an den wunderschönen Ort und den herrlichen Duft zu erinnern.
Oh, du möchtest deine Schuhe ausziehen, das Wasser spüren und ein wenig barfuß gehen? Bitte, mach es! Niemand hindert dich daran, genieße deine Freiheit, deine Leichtigkeit und deine Zeit! Warte, ich bin auch dabei!
Wie herrlich kühl fühlt sich das Wasser an! Wunderbar!
Schau, hier gibt es noch einen kleinen Pfad! Ich habe ihn bislang wohl noch nie zuvor entdeckt!
Wollen wir ihn gemeinsam barfuß entlang wandern? Mal sehen wohin er uns führen mag?
Hab Vertrauen! Wir sind auf dem richtigen Weg!
Spürst du den Waldboden unter deinen Füßen? Und bemerkst du deinen anderen Gang? Sobald man barfuß läuft, finde ich, geht man viel aufmerksamer, bewußter und langsamer seinen Weg. Man läuft auf einmal gerader und aufrechter. Der Nacken entspannt sich, der Rücken streckt sich und die Fußsohlen werden tief durchblutet und kitzeln auf einmal sehr angenehm. Ganz bewußt spüren wir den erdigen Boden, stoßen uns vielleicht an einem spitzen Stein oder halten kurz Inne um nicht auf die kleine Schnecke oder den winzigen Frosch zu treten. Ab und zu hält uns ein alter weiser Baum einen seiner Arme hin und wir können uns an schwierigeren Stellen abstützen und festhalten und danach unseren Weg munter, unbeschadet und gut behütet fortsetzen. Findest du nicht auch, dass sich gerade dieser schmale Waldpfad und unser Leben sehr ähnlich sind?
Hab Vertrauen! Dein Weg ist richtig!
Oh, jetzt muss ich tatsächlich schmunzeln!
Ich habe doch gedacht, diesen Weg nicht zu kennen, aber nun darf ich feststellen, dass ich ihn wohl sehr gut kenne, ihn jedoch zuvor immer in anderer Richtung gegangen bin!
Spannend, finde ich! Du auch?
Wie sehr sich „der schmale Waldpfad des Lebens“ doch verändert, wenn man ihn aus einer anderen Richtung und einem anderen Blickwinkel betrachtet und ihn dann in Ruhe und Gelassenheit und mit Hilfe von wohlwollend entgegengestreckten Armen beschreitet.
Sieh mal, gleich sind wir an einer großen Lichtung! Siehst Du schon den großen Fischteich und den anmutigen Fischreiher, der auf dem hölzernen Steg steht?
Ein kleines Bänkchen steht umringt von alten Bäumen auf einer kleinen Anhöhe.
Wollen wir uns setzen und den Ausblick genießen?
Ich liebe diesen Ausblick! Hier habe ich immer das Gefühl, dass die Bäume um mich ganz bewußt beschützend ihre starken Arme legen und mich hier in absoluter Vertrautheit, Gelassenheit und Entspannung verweilen lassen. Kannst du vielleicht dieses Gefühl auch gerade spüren und zulassen?
Wie wohltuend doch diese Natur für uns ist! Wir können hier unseren Blick auf die kleinen nahen Dinge richten oder auch weit in die Ferne blicken … Gegenwart und Zukunft! … Sein und Träumen!
Huch, warum wird denn Rudi so unruhig und tänzelt hin und her?
Lass uns mal genauer hinsehen! Oh herrje, Rudi hat seinen Rastplatz genau auf einer Ameisenstraße aufgeschlagen und diese kleinen emsigen, äußerst starken und zielstrebigen Gesellen fahren gerade ihre spritzigsten Argumente gegen Rudis Verweilen auf!
Komm hoch, Rudi! Ich glaube es ist jetzt auch für Dich Zeit für eine Veränderung!
Setzt dich zwischen uns auf die Bank und genieße mit uns diesen wundervollen Augenblick und unsere entspannende Zeit!
Zwei kleine Zitronenfalter tanzen gleich vor uns und für uns wunderschöne Pirouetten und ich glaube sie schenken uns gerade geniale Ideen, fabelhafte Lösungen und wunderbare Gedanken! Meinst du nicht auch?
Wie hat dir denn bis jetzt unser Waldzeit gefallen?
Konntest du auch durchatmen, abschalten, neu entdecken und das eine oder andere los lassen? Fühltest du dich auch so frei, unbekümmert und unbeschwert, aber dennoch geborgen und getragen?
Durfte der Wind des Waldes deinen Alltag davon blasen und dir dafür Hoffnung, Ruhe, Entspannung und Energie schenken?
Ich hoffe und wünsche es mir sehr!
Magst du mir erneut noch eine kurze Weile deine Zeit schenken?
Ja?! Wunderbar!
Dann zeige ich dich noch meinen kleinen Baumgeist!
Lass uns den kühlen Waldweg entlang gehen und dann, kurz bevor der Wald sich von uns verabschiedet, sitzt mein Baumgeist in einem Astloch und wartet vielleicht schon auf uns!
Hast du ihn schon entdeckt?
Nein, nein, guck nicht so hoch … er ist ganz nah und auf Augenhöhe mit uns!
Ja, jetzt siehst du seine frechen Augen!
In einem alten Baum sitzt seit vielen Jahren in einem Astloch mein Baumgeist!
Naja, ich muss zugeben, es ist kein „echter“ Baumgeist. Denn irgendein Mensch hat irgendwann mit einem schwarzen Filzstift in dieses Astloch zwei Augen, ein Näschen und einen lachenden Mund gemalt … mehr nicht … und kaum zu entdecken!
Aber irgendwann habe ich ihn ganz zufällig dennoch entdeckt und seither ist es „mein“, beziehungsweise nun „unser“ Baumgeist!
Guck mal, wie er lacht! Er freut sich uns zu sehen! Ganz aufgeregt hüpft er in seinem Astloch auf und ab! Sein blondes Haar fliegt nur so dahin und seine strahlend blauen Augen glänzen vor Schabernack!
Was haben wir Zwei doch gerade für eine wundervolle Zeit mit einander gehabt!
Ich danke dir dafür!
Lass uns noch unsrem kleinen Geist winken und „Adjeu“ sagen!
Auf bald! Wir sehen uns sicherlich wieder!
Für Dich:
Deine Zeit
Blocke dir keine Zeit, sondern nimm dir Zeit! Entspannung, Gelassenheit, Glück und Herzenswärme erfährt man selten an oder während eines durchgeplanten Tages. Ich nehme mir meist wirklich 3-4 Stunden meiner Zeit und wähle ganz bewußt die Tageszeit und den Tag aus.
Sei ungestört
Schalte dein Handy aus oder in den Flugmodus, wenn du deine Zeit im Wald verbringen möchtest. Ich selbst vergesse (zum Leidwesen meines Mannes) grundsätzlich mein Handy zu Hause und teile meinem Mann immer nur die grobe Richtung und die ungefähre Zeit mit.
Alleine
Versuche möglichst alleine oder mit einem wohlerzogenen Hund deine Zeit im Wald zu verbringen. Zum Quatschen, Tratschen, Reden kann man sich mit einer Freundin, einem Freund auch zu einer anderen Zeit treffen, aber deine Waldzeit gehört nur dir!
Gehe unbekannte Wege
Gehe nicht nur die Hauptwanderwege deines Wohnortes, sondern beschreite auch einmal unbekannte Trampelpfade und kleine Forstwege. Die schönsten Momente habe ich bislang auf mir unbekannten Pfaden erfahren dürfen! Schmetterlinge und Federn führten mich auch hierbei auf dem „rechten“ Weg!
Baumgeist besuchen
Besuche regelmäßig deinen Lieblingsbaum oder deinen Lieblingsort. Mindestens einmal pro Woche besuchen Rudi und ich unseren Baumgeist und freuen uns wirklich immer sehr ihn zu sehen! Du wirst es nicht glauben, aber er zeigt mir durch kleine Veränderungen auch seine Freude!




























































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