Kapitel 10

Fiona

„Was er hat einen Wolfsbann?“ fragt Fiona entrüstet, als ihr Dad fertig ist mit erzählen. Ihr Dad wiegt den Kopf hin und her „Ja und nein. Chris, Joshua und Paul sind damals, wie von mir angeordnet zum Training aufgebrochen. Sie waren fast ein Jahr vom Rudel getrennt, bis Paul seinen inneren Wolf soweit unter Kontrolle hatte, dass das Training zu Hause fortgesetzt werden konnte. Der Wolfsbann wurde gelockert und er beeinflusst ihn nicht mehr wirklich. Da Paul seine Mate aber noch nicht gefunden hat und somit keiner ihn stabilisieren kann, besteht der Wolfsbann für den Notfall noch.“ Fiona nickt „Könntest du mir nochmal genau erklären, was ein Wolfsbann ist?“

Marlene ergreift das Wort „Das kann ich wahrscheinlich mit am besten erklären. Bei einem Wolfsbann, wird der innere Wolf mit einem Bann belegt, der ihn daran hindert die Kontrolle zu übernehmen. Er verhindert auch die Verwandlung und die Kommunikation. Die Wölfe, die bei dem Ritus dabei waren, sind die einzigen, die ihn aktiv lockern oder verstärken können. Aber auch Alphas, die den Bann erkennen oder von diesem wissen, können ihn auch verstärken. Für den inneren Wolf ist das mit die schlimmste Folter, da er in dem Körper komplett eingeschlossen ist. Für uns Wölfe fühlt es sich so ein, als würden sich unsere Wölfe in uns bewegen und auf eine bestimmte Art und Weise ist das auch so. So haben sie dennoch Freiheiten sich zu bewegen, ohne dass sie die Oberhand haben. Mit dem Wolfsbann wird diese Freiheit eingeschränkt.“

Fiona nickt verstehend. „Und wie ging es mit dem Rudel weiter?“

„Das war eine turbulente Zeit sage ich dir. Anfangs hatte das Rudel weder eine Luna, noch einen Beta. Das Rudel konnte froh sein, dass Lilly ihren Bruder vertrat. Aber sie kamen auf echt tolle Vorschläge, wie sie dies zukünftig verhindern wollen.“ merkt Hanna an. „Und ich sage dir, ich werde nie wieder die Vertretung machen. Das Rudel kam mit Fragen zu mir, wo ich dachte ‚Hast du dein Hirn verloren?‘ Ich frage mich bis heute, wie Chris nicht verrückt wird dabei.“ spricht Lilly und schafft es, die etwas düstere Stimmung wieder aufzuheitern.

„Was glaubst du, mit was für Anliegen die zu mir in die Feuerwache kamen. Es hat einige Tage und wilde Verfluchungen gebraucht, bis ich verstanden habe, dass sie sich vergewissern mussten, dass ich noch da bin. Kai konnte es ja wenigstens noch verstehen, warum plötzlich so viele Leute kamen und nach mir fragten. Aber die andere Teammitglieder? Unsere Ausreden wurden auch immer fantasievoller, bis Kai die Leute vor der Wache abfing.“ erzählte Jade schmunzelnd.



„Wie lange hat es angehalten?“ fragt Fiona grinsend. Sie kann sich ihre Mutter bildlich vorstellen, wie sie in der Wache flucht und die Rudelmitglieder einen nach den anderen rausschmeißt. Jade seufzt „Solange bis ich weich wurde und zurück ging. Aber ich muss auch sagen, dein Dad hat sich auch ordentlich angestrengt, mich wieder zu überzeugen.“ Während Jade das sagt, beugt sie sich zu Alpha Mathias und stibitzt sich einen Kuss.

„Vielleicht habe ich das Rudel auch auf die Idee gebracht zu dir zu gehen?“ flüstert Mathias an den Lippen seiner Mate. „Ach, ist das so?“ flüstert Jade ebenso zurück. Mathias summt zustimmend, ohne wirklich mitzubekommen, dass seine Mate ihn inzwischen herausfordernd anfunkelt. Dafür ist er viel zu sehr von ihrer Nähe abgelenkt.

Plötzlich zieht sich Jade zurück und rutscht näher zu ihrer Tochter. „Vielleicht sollten wir zusammen nach New York fahren und deine Großmutter besuchen? Etwas Abstand würde ihm glaube ich doch noch guttun.“ fragt Jade. Mathias richtet sich alarmiert auf, als es ihm auffällt. „Was? Nein, ich habe ihnen nicht gesagt, dass sie zu dir gehen sollen. Ich habe nur gesagt, dass ich am liebsten in die Wache gehen würde, um sicherzugehen, dass es dir gut geht. Ich..“ Mathias bricht ab, als er die hochgezogene Augenbraue seiner Mate sieht.

„Ich sollte nichts mehr dazu sagen. Aber bitte, fahre nicht zu deiner Mutter.“ bittet Mathias wie ein kleiner Junge. Fiona schmunzelt und wendet sich an ihre Mutter „Wie geht es Grandma?“ Jade wendet sich langsam ihrer Tochter zu, dabei behält sie ihren Mate prüfend im Blick. „Ihr geht es sehr gut. Sie würden sich sicher alle freuen, wenn du dich bei ihnen meldest.“ Fiona nickt „Das werde ich noch. Keine Sorge.“

 

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