Kapitel 36

Triggerwarnung

Lilly

Lilly, Rouges sind uns entwischt. Sie laufen in eure Richtung, höre ich Mathias über den Mind-Link.

In der Bewegung erstarrt, antworte ich ihm. Jade ist auf der Arbeit. Ich bin drüben bei ihrem Haus und spiele mit den Kindern draußen.
Dann geh verdammt nochmal rein und schließe alle Türen. Ich bin mit einigen Kriegern auf dem Weg, doch es sind so viele gewesen, was ungewöhnlich ist, gibt er Befehle.

Ich schüttel den Kopf und lausche. Ganz leise kann ich deren Schritte hören, doch werden sie mit jeder Sekunde lauter. Das lässt mich aufspringen und die Kinder schnappen. Ich laufe mit ihnen zu Ted.

„Schnell, nehm die Kinder und schließe alle Türen ab.“ sage ich bestimmt. „Was, wieso?“ fragt er verwirrt. „Mach es einfach, bitte.“ flehe ich ihn an und schiebe ihn rückwärts. Verwirrt rollt er sich dann selber weiter nach hinten und bringt die Kinder in Fionas Zimmer.

Ich gehe wieder hinten raus und ziehe die Schiebetür zu. Dann lausche ich wieder. Die Rouges müssten jeden Moment hier ankommen. Mathias und die anderen kann ich inzwischen auch hören, doch brauchen die noch länger.

Ich schaue zum Haus zurück und seufze dann. Mit Blick wieder auf den Wald, ziehe ich mir mein T-shirt und Hose aus. Dann verwandle ich mich in meine Wölfin und das gerade noch rechtzeitig.

Schon springen vier Rouges aus dem Gebüsch. Sie knurren und fletschen die Zähne. Ich knurre ebenfalls zurück. Sie versuchen mich einzukreisen, doch habe ich das Haus hinter mir.

Und dann springt der erste Wolf auf mich zu. Zum Glück habe ich mit Mathias weiter trainiert, wodurch ich den ersten Angriffen ausweichen kann. Doch leider haben sie mich dadurch vom Haus weg getrieben. Mir bleibt nichts anderes übrig, als sie jetzt ebenfalls anzugreifen.

Ich springe auf den einen Rouges zu und erwische ihn tatsächlich im Nacken. Ich beiße kräftiger zu, bis es knackt. Meinen Erfolg kann ich nicht lange feiern, denn schon beißt der eine mich in meinen Hinterfuß. Ich trete, wodurch er mich los lässt.

Meine Pfote kann ich leider nicht mehr wirklich belasten und doch bin ich wild entschlossen die Rouges aufzuhalten. Schließlich befindet sich in dem Haus nicht nur mein Kind und mein Mate, sondern auch noch das Kind von meiner Luna.



Der Gedanke gibt mir neue Kraft und ich kämpfe entschlossener. Als ich gerade mit zwei Rouges kämpfe, sehe ich, wie der Dritte zum Haus läuft. Mit schockgeweiteten Augen, sprinte ich los, die beiden Rouges ignorierend, was fatal ist, da sie mich ziemlich erwischen.

Aber das interessiert mich nicht. Ich will nur meine Familie beschützen. Auf den dritten Rouges zuspringend, kollidieren wir und rollen auf dem Boden. Beide versuchen wir in die Kehle des jeweils anderen zu beißen.

In einem unbedachten Moment von mir, schafft der Rouges es, mich am Hals zu beißen. Er erhöht den Druck und ich spüre, wie das Blut fließt. Doch bevor er fertig wird, reißt ihn ein anderer Wolf von mir herunter.

Dadurch wird mein Hals aber ziemlich verletzt und ich kann nur röchelnd am Boden liegen bleiben. Nur schwer bekomme ich Luft. Doch ich weiß, ich habe meine Familie beschützt, bis mein Alpha da war.

Ich will gerade meine Augen schließen, weil ich so müde bin, da spüre ich ein Kribbeln an meiner Seite. „Hey kleine Wölfin, du musst wach bleiben!“ Die Stimme kenne ich, doch kann ich sie nicht zuordnen.

Das Kribbeln wandert von meiner Seite hoch zu meinem Kopf. Nun kann ich sehen, dass die Stimme Ted gehört. Er zieht sich über den Boden und kommt neben meinem Kopf zum halten. „Du musst wach bleiben, hörst du?“ wiederholt er sich und fängt an, mir über den Kopf zu streicheln. Das Kribbeln ist einfach bezaubernd.

„Lilly verdammt, was hast du dir dabei gedacht?“ kommt nun auch mein Alpha dazu. „Ganz ruhig, der Rudelarzt ist gleich da. Du musst nur wach bleiben.“ redet nun auch Mathias auf mich ein.

Ich gebe wirklich mein Bestes, doch die Müdigkeit reißt schwer an mir und schließlich reißt sie mich mit sich.

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