Kapitel 44 – Aufgeflogen

Kapitel 44 – Aufgeflogen

 

Cyrus

Ich fand an diesem Abend keine Ruhe. Die Sonne schickte sich gerade an, unterzugehen. Ich stand am Fenster und beobachtete, wie Leeanders Grab immer mehr von Dunkelheit verschluckt wurde. Dennoch sah ich die Umrisse auch dann noch, als die Sonne komplett verschwunden war.

Es klopfte an der Tür. Ich wandte mich vom Fenster ab, setzte mich an meinen Schreibtisch und nahm wahllos ein paar Pergamente vom Stapel. „Herein!“

Timmok betrat mein Arbeitszimmer. Er trug ein Tablett und blickte unschlüssig auf meinen überfüllten Schreibtisch. „Soll ich das Essen in dein Wohnzimmer bringen?“

„Nein. Bring es wieder in die Küche. Ich habe keinen Hunger.“

„Aber, Cyrus, du musst etwas essen“, beharrte Timm.

„Später. Bring es einfach weg. Für heute brauche ich dich nicht mehr.“

Sein Gesicht verzog sich unzufrieden. Trotzdem nickte er und verließ mein Arbeitszimmer. Sofort legte ich die Papiere zurück und strich mir mit beiden Händen durch das Gesicht. Mein Blick ging in die Richtung, in der die Gemächer der Königin waren. Ob Aurelie schon schlief? Der Gedanke an ihren Körper ließ mich tief Luft holen. Aber sie hatte sich verletzt. Ich hatte die Schmerzen unter ihrer Fassade gesehen. Hatte gesehen, dass sie sich an die Seite gegriffen hatte.

Ich sprang beinahe auf, verließ meine Gemächer und irrte durch das Schloss. Es wäre einfach, Carina aufzusuchen und dem Trieb nachzugeben. Aber es fühlte sich nicht richtig an. Unzufriedenheit machte sich in mir breit. Nahm ich da etwa Rücksicht auf Carina oder auf Aurelie? Letztere wäre froh und dankbar, würde ich mit anderen Frauen schlafen.

Carina … Der Wunsch, sie zu sehen, war vollends verschwunden. Ich hatte kein Interesse mehr daran, sie zu sehen, sie zu sprechen oder sie zu nehmen. Dabei war sie so lange ein fester Bestandteil meines Lebens gewesen. Ja, ich hatte sogar schon in Betracht gezogen, sie zu heiraten. Und dann kam alles anders, weil die Prinzessin, die angeblich tot war, doch noch lebte.

In den mittlerweile leeren Gängen traf ich niemanden. Die Menschen schliefen, die Grigoroi vergnügten sich oder ruhten. Als ich dann aber eilige Schritte hörte, legte ich den Kopf schief. Kein Herzschlag. Also ein Grigoroi, der noch zu tun hatte. Trotzdem war meine Neugier geweckt, und ich ging diesem Grigoroi entgegen. An einer Ecke stießen wir beinahe zusammen und die Frau quietschte erschrocken auf.



„Irina“, stellte ich überrascht fest. Wollte Aurelie noch etwas von ihr? Ich sah, dass Irina eine Tasche bei sich hatte. „Willst du zu Aurelie?“

„Nein!“, antwortete diese sofort, korrigierte sich aber wieder. „Doch. Also, später.“

„Später? Dann wird die Königin schlafen.“

„Ja“, meinte Irina und wich meinem Blick aus. „Aber Kaldor muss nachts immer raus.“

„Und dafür brauchst du eine Tasche?“

„Na, ich kann seinen Kot doch nicht einfach liegen lassen!“

Ich starrte Irina ungläubig an und wusste nicht recht, ob ich darüber lachen sollte. „Die Gärtner kümmern sich darum, wenn es auf der Wiese liegt. Aber Kaldor geht dafür immer in die Büsche.“ Versuchte sie gerade, mich anzulügen? Hatte Aurelie ihr etwas aufgetragen? „Was ist dort in der Tasche?“

„Kleine Taschen. Um seine Hinterlassenschaften aufzuräumen“, behauptete sie überzeugt.

„Zeig sie mir“, verlangte ich. Wäre sie noch ein Mensch, hätte ich an ihrem Herzschlag erkannt, dass sie log. Aber nun musste ich auf mein Bauchgefühl vertrauen. Irina führte irgendwas im Schilde.

Verführerisch biss sie sich auf die Unterlippe und führte dazu einen nervenraubenden Augenaufschlag durch. „Sicher? Ich könnte dir auch etwas ganz anderes zeigen?“, flüsterte sie lasziv.

Ich trat näher und legte eine Hand an ihre Wange. Aber sie war kalt. Da war keine Erregung. Irina war warm, wenn sie erregt war. Eine Anomalie, die sich nicht so recht erklären ließ. Langsam machte ich einen Schritt auf die zu, strich mit dem Daumen über ihre Unterlippe und küsste sie anschließend.

Der Kuss wurde feurig erwidert. Irina ließ die Hand mit der Tasche sinken und zog mich mit der anderen an meinem Gürtel näher zu sich heran. Ich legte eine Hand an ihren Nacken. Mit der anderen Hand griff ich nach ihrer Tasche. Sobald ich diese hatte, löste ich den Kuss, ging einen Schritt zurück und öffnete den Lederbeutel. Stirnrunzelnd zog ich ein Kleid heraus.

„Nein!“, rief sie erschrocken aus.

„Du willst mir also weismachen, dass du Hundekot mit deinem Kleid aufhebst? Sag mir, Irina … Was hat Aurelie dir aufgetragen?“

Ihr Mund klappte auf und wieder zu. Sie blinzelte irritiert, runzelte die Stirn, öffnete den Mund wieder, nur um ihn erneut stumm zu schließen.



Meine Augenbrauen schnellten hoch. Ganz offensichtlich ein Geheimnis. Vermutlich sogar der Befehl, nichts darüber zu sagen. „Hast du ein Geheimnis vor mir, Irina?“

„Ich … nein …“ Hilflos fummelte sie mit ihren Händen herum. Sie brachte kein Wort über ihre Lippen.

Ich legte eine Hand an ihre Stirn und konzentrierte mich. Vor meinem inneren Auge sah ich ihre Verbindung zu Aurelie wie ein dünner, unscheinbarer Faden. Diesen durchtrennte ich und nahm das Ende des Fadens in meine eigene Hand.

Ihre Loyalität galt nun mir. „Du gehst sofort in dein Zimmer“, befahl ich ihr. „Morgen früh kommst du zuerst zu mir, um weitere Befehle zu erhalten.“

Ich sah sie heftig schlucken. Ein kurzer, aber heftiger Kampf entbrannte in ihren Augen. Dann senkte sie den Kopf und deutete einen Knicks an. „Ja, Herr.“ Sie griff nach der Tasche, doch ich zog sie näher an mich. Ich würde später noch sehen, was sie alles darin hatte. Vielleicht würde ich auf diese Weise herausfinden, was sie vorgehabt hatte. Mit gesenktem Haupt zog die rothaarige Schönheit von Dannen und verschwand hinter der nächsten Ecke.

Mit der Tasche in der Hand ging ich zurück in meine Gemächer und stellte sie vorerst in meinen Kleiderschrank. Das könnte ich mir später noch ansehen. Gerade als ich mein Leinenhemd über den Kopf zog, klopfte es an der Verbindungstür. Stockend hielt ich inne. Warum wollte Aurelie zu mir? Wusste sie von Irina? Dabei spürte ein Vampir eigentlich nicht, wenn ich seinen Grigoroi an mich band. Neugierig blieb ich mitten im Schlafzimmer stehen. „Herein!“

Die Tür öffnete sich. Im Türrahmen erschien eine sichtlich unsichere Aurelie. Sie biss sich verzagend auf der Lippe herum und hielt zwei Kelche in der Hand. „Ich dachte …, wir könnten reden“, brachte sie leise hervor.

„Wirklich?“, fragte ich neugierig. Hatte sie Irina einen Auftrag gegeben und wollte mich nun ablenken? „Worüber?“ Ich deutete auf das Sofa gegenüber dem Bett und setzte mich.

Zögerlich trat sie in mein Zimmer ein. „Wieso du weg warst.“

„Die Gerüchte haben doch bereits die Runde gemacht. Ashur konnte fliehen und ich bin ihm hinterher.“ Neugierig musterte ich die Kleine. „Hat Lee dir nichts davon erzählt?“





„Ich habe es herausgefunden, als ich Seibling … verhört habe“, gestand sie leise und setzte sich zögerlich an den äußersten Rand des Sofas. Die beiden mitgebrachten Kelche, beide scheinbar mit Wein gefüllt, stellte sie auf dem kleinen Couchtisch ab.

Ich nahm einen davon, schwenkte die Flüssigkeit und nahm einen Schluck. „Und was ist nun deine Frage?“

„Hast du es geschafft?“

„Natürlich. Ashur ist tot. Willst du Details?“ Ich nippte wieder am Wein und musterte Aurelie.

„Ja.“

„Wirklich?“, hakte ich nach.

„Ja. Wie hast du ihn getötet?“ Gespannt beugte sie sich vor.

„Ich habe ihm Arme und Beine abgetrennt und ihm den Kopf abgeschlagen.“

„Bei lebendigem Leib?“

„Nein“, entgegnete ich. Aurelie hatte ihrem Bruder also einen möglichst grausamen Tod gewünscht. Und den hatte er eigentlich auch gehabt. „Ashur hat mich im Toten Wald überrascht und mir die Kehle aufgeschlitzt. Aron überwältigte ihn. Wir haben ihn halb leer getrunken. Nachdem Aron ihm die Arme und Beine gebrochen hat. Nach über einem Tag erlöste ich ihn, indem ich ihm ein Schwert ins Herz stieß. Danach trennte ich Ashur den Kopf ab, dann den Rest.“ Ich unterbrach mich kurz, nahm das zweite Glas Wein und reichte es Aurelie. „Danach habe ich ihm Schwanz und Hoden abgetrennt.“

Überrascht riss sie die Augen auf. Dann machte sich ein beinahe seliges Lächeln auf ihren Lippen breit. „Gut. Sehr gut.“ Ihr Lächeln wurde breiter. Sie nahm den Kelch entgegen, machte aber keine Anstalten, ihn an ihre Lippen zu führen, die noch immer so ungeheuerlich verzogen waren.

„Jetzt sag nicht, du willst Milch trinken“, meinte ich und zog leicht die Augenbrauen hoch. „Na los, stoß mit mir an.“ Auffordernd hob ich den Kelch.

Sie tat es mir gleich, sodass die Kelche klirrten, hatte das Gesicht jedoch zu einer angeekelten Fratze verzogen. „Ich finde dieses Gebräu nach wie vor abscheulich. Außerdem habe ich heute genug getrunken. Ich habe es lediglich mitgebracht, um dem Gespräch ein einigermaßen geselliges Gefühl zu verpassen. Es riecht ganz gut, aber ich kann es nicht schmecken.“

Ich beließ es dabei, trank mein Glas leer und stellte es beiseite. Dann stand ich auf, ging zum Kleiderschrank und griff nach einer Schlafhose. Dabei fiel mein Blick auf die Tasche. „Übrigens habe ich Irina vorhin getroffen. Kannst du mir erklären, was sie mit einer Tasche in der Hand wollte?“



„Ich habe ihr einen Auftrag gegeben. Wieso?“

„Weil sie diesen nicht ausführen wird. Weißt du, ich habe zwei Grigoroi verloren, während ich Ashur gejagt habe. Einen weiteren habe ich deinetwegen verloren.“ Ich machte eine kurze Pause und drehte mich zu Aurelie um. „Es ist also mein gutes Recht, die Reihen meiner Grigoroi wieder aufzufüllen. Irina dient nun mir.“

Ihre Augen wurden groß, und Fassungslosigkeit stand ihr ins Gesicht geschrieben. „D…das kannst du nicht tun!“ Wütend erhob sie sich und ballte ihre Hände. „Dazu hattest du kein Recht!“ Sie setzte sich in Bewegung und steuerte auf die Tür zu.

„Ich hatte jedes Recht dazu!“ Sofort setzte ich ihr nach. Als sie stoppen musste, um die Tür zu öffnen, packte ich sie an der Hüfte und zog sie zurück. „Was hast du vor?“

„Zu meiner Freundin gehen!“, spuckte sie zischend durch ihre hervorschießenden Fangzähne. „Sie ist meine Grigoroi! Meine! Meine Freundin, meine Familie, meine! Du hast kein Recht, mir auch noch mein letztes bisschen Familie zu nehmen, Cyrus!“

„Und du hattest kein Recht, Lee zu töten!“ Ich drehte mich mit Aurelie von der Tür weg, ließ ihre Hüfte los und gab ihr zeitgleich einen Schubs, weiter in den Raum hinein.

Am Bettpfosten fand sie ihr Gleichgewicht wieder und richtete sich auf. „Das wollte ich auch nicht!“, schrie sie mich inbrünstig an. „Er war auch mein Freund!“

Schon im nächsten Moment war ich bei ihr und packte sie am Hals. „Warum hast du ihn dann getötet?“

„Das wollte ich doch gar nicht!“ Mittlerweile hatten sich Tränen in ihren Augen gesammelt. „Wir haben gestritten und … er hat mich festgehalten und dann … dann war da plötzlich Feuer!“, stammelte sie.

Ich drängte mich näher an sie und sah ihr dabei in die Augen. „So? Und wo ist jetzt dieses Feuer?“

„Ich habe dir doch gesagt, ich will das nicht mehr!“, krächzte sie kleinlaut und schnappte nach Luft.

„Ich glaube dir kein Wort.“ Wahrscheinlich übte sie heimlich. Deshalb hatte sie Irina einen geheimen Auftrag gegeben. Aurelie wollte üben, bis sie die Kraft beherrschte und mich damit töten konnte. Ich trat immer näher auf sie zu. Als sie ihr Gesicht zur Seite wenden wollte, packte ich ihr Kinn und zwang sie, mir in die Augen zu schauen. Mit dem Rücken stand sie zum Bett.



„Lass das“, hauchte sie zittrig.

„Sonst was?“ Ich legte einen Arm um sie und beugte mich leicht zu ihr vor.

Zittrig blies ihr Atem auf meine Lippen. „Nein, hör auf!“, flehte sie schwach und begann am ganzen Körper zu beben.

Ich entfernte meine Hand von ihrem Hals und ließ sie stattdessen tiefer wandern. „Du hast dich während meiner Abwesenheit an meiner Kleidung bedient“, stellte ich fest. „Ich habe den Schneider rufen lassen, damit du neue Kleider bekommst. Welche, die auch zu einem Weib passen.“

„Das hast du … schon gesagt“, brachte sie hervor und versuchte sich weiter aus meinem Griff zu winden.

Ich legte meine Hände an ihre Taille, griff nach meinem Hemd, welches sie aktuell trug, und zog es hoch. „Dann brauchst du meine Kleidung nicht mehr.“

„Lass das!“, zischte sie, wobei ihre Fänge noch ein wenig an Länge zunahmen. Ihre Haltung änderte sich von ängstlich zu wütend. „Du hast dir gestern schon genommen, was du wolltest!“

Mein Blick ruhte auf ihren Fngen und ich vermochte nicht zu sagen, wann ich zuletzt etwas ähnlich Erotisches gesehen hatte. Ohne zu überlegen, presste ich meine Lippen auf ihre. Im Vergleich zu dem Mal, als sie noch ein Kind gewesen war, erwiderte sie heute nicht, sondern versuchte viel mehr, mich von sich wegzustoßen. Verzweifelt presste sie ihre Lippen zusammen, aber weder das noch ihre erbärmlichen Bemühungen, mich von ihr zu stoßen, hielten mich noch auf.

Ich wollte diese Frau. Obwohl ich mir heute alle Mühe gegeben hatte, ihr zu widerstehen. Aber nun setzte mein Verstand aus und ich drängte sie mit dem Rücken auf das Bett, wobei ich mich halb auf sie legte. Eines ihrer Beine schnellte hoch und traf hoch oben zwischen meinen Beinen meinen Oberschenkel. Knurrend drehte ich mich zur Seite und starrte auf ihren Hals. Meine Zähne drückten sich heraus, im nächsten Moment biss ich zu und trank. Leise stöhnte ich gegen ihren Hals.

Erst schrie sie. Dann stöhnte sie und ihre Gegenwehr kam kurzzeitig zum Erliegen. Ich spürte, wie sich ihre Hände in meine Schultern krallten und sich ihr Körper bereit machte, auch mich zu beißen.

Ich ließ von ihrem Hals ab, zog an ihrem Hemd und riss es entzwei. Meine Hände legten sich auf ihre Brüste und kneteten. Meinen Kopf legte ich zur Seite und bot ihr meinen Hals dar.



Ihr Atem ging augenblicklich noch schneller. Ihr Widerwille war spürbar. Sie kämpfte gegen ihre Lust und damit gegen sich selbst. Sie war nun erwachsen. Und wir waren Vampire. Ihre Gelüste waren ihr selbst noch unbekannt, aber sie würde lernen, auf ihren Körper zu hören.

Ich knetete ihre Brüste kräftig. Ihr Oberkörper wallte sich der Stimulation lustvoll entgegen; ihr Atem wurde immer unbeständiger und ihr Stöhnen wurde immer lauter – ungeachtet dessen, dass sie versuchte, es zurückzuhalten. Als sie begann, nur noch stoßweise zu atmen, wusste ich, es würde nicht mehr lange dauern. Keine Sekunde nach diesem Gedanken versteiften sich ihre Hände, ihr Oberkörper drückte sich hoch an meinen und ihre stattlichen Fänge durchdrangen meine Haut.

Ein heißer Schauer durchflutete meinen Körper und mein Glied wurde in sekundenschnelle hart. Während sie von mir trank, zerrte ich an ihrer Hose und zog sie so weit herunter wie möglich.

Es dauerte eine Weile, bis sie mein Handeln bemerkte. Viel zu vertieft war sie dafür in den Geschmack meines Blutes. Doch als sie realisierte, was ich tat, ließ sie hastig von mir ab und versuchte wieder, mich wegzudrücken.

„Warte! Ich will das nicht! Cyrus, nein, bitte!“ Mit jedem Wort kam ein Stoß ihrer kleinen, schwachen Fäuste gegen meine Brust. Mit jedem Stoß, der Versuch, meinem Vorhaben zu entkommen. Doch das würde ich nicht zulassen. Sie war mein Weib! Sollte sie sich gefälligst einmal so verhalten! „Nein!“, wimmerte sie angsterfüllt.

„Halt einfach still“, raunte ich ihr entgegen, ließ kurz von ihr ab und stand auf. In derselben Bewegung zog ich ihr die Hose mit einem Ruck aus.

Hektisch rutschte sie im Bett nach hinten. „Ich will das nicht! Wieso gehst du dafür nicht zu Carina? Sie macht sicher gerne die Beine für dich breit! So wie auch sonst jedem!“

Langsam trat ich auf sie zu, meine Schritte die eines Raubtiers. Indessen versuchte sie sich weiter von mir zu entfernen.

„W…wusstest du, dass sich unser Volk an dir schon ein Vorbild nimmt?“ Sie lachte hysterisch auf, was kombiniert mit ihren Tränen und dem Fluchtversuch mehr als verzweifelt wirkte. Dennoch ließ ich mich davon nicht beirren und ging weiter auf sie zu. Aber nicht zu schnell. Nein, denn das Raubtier in mir genoss ihre Panik. Wieder lachte sie auf. „Es wirkt fast, als gältest du als Vorbild dafür, die Königin mit Gewalt zu nehmen! Tun wir doch einfach mit ihr, was wir wollen, oder nicht? Ist es das, was du willst? Willst du dich an mir vergehen, mir alles nehmen, bis mir mein Leben zu schmerzhaft wird, sodass ich es selbst beende? Damit du es nicht tun musst?!“ Sie rutschte auf dem Bett weiter nach hinten. Winkelte beide Beine an und zog sie an ihren Körper.



Ich roch sie. Roch den verführerischen Duft, der zwischen ihren Beinen hervorströmte. Sah ihren intimsten Bereich einladend glänzen. Ihre Worte hingegen vernahm ich nicht. Zu sehr befand ich mich in einem Nebel aus Wollust und Gier. Ihre Narben störten mich nicht. Ihre Haut war dennoch wunderschön und in meinen Augen makellos. Ihre Rundungen und ihre Brüste waren perfekt. Alles an ihr war perfekt. Als wäre sie nur für mich geschaffen worden.

Ich entledigte mich meiner Hose, während ich mich ihr weiter näherte. Je mehr sie zurückwich, desto mehr wollte ich sie haben. In einer schnellen Bewegung war ich auf dem Bett, griff nach ihren Handgelenken und zog diese über ihren Kopf, während ich mich neben sie hockte. „Du bist mein.“

„Niemals!“ Ihre Bauchdecke flatterte und strafte ihre scheinbare Wut Lügen. Sie hatte bloß Angst. Doch sie würde es schon noch genießen, wenn sie erst wusste, wie schön es sein konnte. Oder wie wahnsinnig es sie erst machen würde, wenn sie sich keinem Mann hingab.

Ich grub meine Fänge in ihre Schulter. Allerdings trank ich diesmal nicht, sondern verabreichte ihr lediglich mein Gift. Gift, gegen das sie resistent war, dass ihr aber unbeschreibliche Lust bescheren würde.

Ihre Gegenwehr kam zum Erliegen. Dennoch hielt ich ihre Handgelenke weiter mit einer Hand fest. Mit der anderen Hand glitt ich über ihren Körper, drückte ihre Beine auseinander und legte mich neben sie. Mit der Hand glitt ich über die zarten Lippen zwischen ihren Beinen, spürte ihre Feuchtigkeit und befeuchtete meine Fingerspitzen. Ganz langsam schob ich zwei Finger in ihr Loch, winkelte sie ein wenig an und suchte diese Stelle, die Frauen schier verrückt machte. Als ich den rauen Teil ertastete, rieb ich darüber und änderte den Winkel meiner Finger, um sie besser zu stimulieren. Sorgfältig ließ ich von ihrer Schulter ab, hob meinen Kopf und betrachtete ihr Gesicht.

Ihre Mitte drückte mir willig entgegen, während jedoch die Besitzerin dieses anbetungswürdigen Körpers weinend den Kopf zur Seite gewandt hatte, um den Anblick nicht ertragen zu müssen. Ihr eigener Körper arbeitete gegen sie. Er zwang ihr die Lust, die ich ihr bescherte, regelrecht auf und ließ sie stöhnen, wimmern und nur stoßweise atmen. Ihre Beine glitten mit jedem bisschen Lust wie von selbst weiter auf – sicherlich ohne ihr Einverständnis, doch über die Reaktionen ihres Körpers hatte sie nicht mehr länger die Kontrolle.



Ich wurde schneller, spürte, wie sich mehr Feuchtigkeit in ihr sammelte und sie immer nasser wurde. Nach wenigen Augenblicken stoppte ich, glitt nur noch leicht mit den Fingerspitzen über diesen rauen Punkt und stimulierte mit meinem Daumen ihre Knospe. Vorsichtig stupste ich dagegen, ließ den Daumen leicht kreisen und erhöhte dann den Druck, bis ihre Beine anfingen, zu zittern. Ihr Herzschlag wurde schneller und sie kniff die Augen zusammen. Sie stöhnte nur leise und verhalten, versuchte diese Gefühle zu verstecken. Also neigte ich meinen Oberkörper, leckte über ihre Brust und nahm behutsam ihre Brustwarze in den Mund, um daran zu saugen.

„Ah!“ Dieses Stöhnen war lauter gewesen, dachte ich, grinsend an ihre Brust und wiederholte den Vorgang. „Mh, ah, nei…n! Ahh …“

Sie war mittlerweile so nass und willig, dass es keiner weiteren Vorbereitung mehr bedurfte. Ich zog meine Finger aus ihr, hockte mich zwischen ihre Beine und drang in einer schnellen, ungeduldigen Bewegung in sie ein. Befreit stöhnte ich auf, als sich ihre Enge um meinen Schwanz legte. Ich zog mich fast komplett aus ihr heraus, nur um mich noch fester und tiefer in ihr zu versenken. „Oh, Götter!“, keuchte ich.

Aurelie wimmerte leise auf. Noch immer hatte sie den Kopf zur Seite gerichtet und noch immer liefen ihr stumme Tränen über die Wangen auf das Bett. Ich genoss, während sie bei jedem Stoß zusammenzuckte. Schon längst hatte sie keine Kontrolle mehr über den Körper. Ich ließ ihre Handgelenke los, hob ihr Becken an, richtete mich dabei auf und änderte den Winkel, mit dem ich in sie stieß. Immer wieder. Immer schneller. Ihr Innerstes wurde enger. Fasziniert sah ich dabei zu, wie ihre Brüste wackelten. Sie konnte nicht mehr verhindern, dass sie bald kommen würde, und ich betrachtete ihr Gesicht mit Spannung. Bald würde sie merken, wie er sich anbahnte. Ihr Mund öffnete sich leicht und präsentierte ihre Fänge. Eine Schande, dass sie nicht aufsah. Zugern wollte ich die Ekstase sehen, für die ich verantwortlich war. Doch ganz offensichtlich wollte sie mir diese Freude nicht gewähren.

Nach drei weiteren Stößen biss sie sich mit ihren Fängen fest auf die Unterlippe und verzog gequält das Gesicht, als versuche sie den Orgasmus zu unterdrücken, indem sie sich selbst Schmerz zufügte. Doch sie konnte nichts dagegen tun. Ihr Körper krampfte unter mir, ihr Innerstes zuckte und melkte meinen Schwanz. Nur, dass ich noch nicht fertig war.



Erschöpft lag sie unter mir und starrte nur noch müde zur Seite, während ich mich noch einige weitere Male tief in ihrer warmen Grotte versenkte, bis ich schließlich in ihr abspritzte und keuchend langsamer wurde.

Noch immer bestand sie darauf, mich keines einzigen Blickes zu würdigen. Nur das Blut lief ihr in schmalen Bächlein über die Lippen. Bald schon würden die Wunden, die sie sich selbst zugefügt hatte, aber wieder verheilt sein.

Erschöpft zog ich mich aus ihr heraus und ließ mich neben sie sinken. Sofort legte ich einen Arm um ihren Körper und zog sie dicht an mich. Ihr Blutgeruch war berauschend. Ich fühlte mich einfach nur gut. Meine Augen fielen erstaunlich schnell zu. Mit der freien Hand griff ich noch nach der Decke und zog sie über uns. Und im nächsten Moment schlief ich bereits ein. Mit meiner Frau in meinem Arm.

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