Kapitel 70 – Rätselhafte Kammer

Kapitel 70 – Rätselhafte Kammer

 

Aurelie

Ich wartete, bis es dunkelte, die Vampirinnen müde wurden und sich alle zur Ruhe legten. Erst dann schlich ich mich in die Abstellkammer und begann die Suche. Denn auch wenn ich schon unzählige Zugänge kannte, war es doch immer wieder ein unendliches Suchen, kam man von der falschen Seite.

Zuerst versuchte ich, die Kisten wegzuschieben. Sie waren schwer – ich wollte gar nicht wissen, was alles darin verstaubte. Nun aber erklärte sich auch, wieso ich den Gang damals nicht öffnen konnte. Ich keuchte. Und fluchte.

„Verdammt!“, zischte ich leise und setzte erneut an. Einige Zeit später musste ich mir eingestehen, dass ich das alleine nicht schaffen würde. Nachdenklich biss ich mir auf der Lippe herum. Konnte ich es riskieren? Aber andererseits wäre ich auf ewig hier eingesperrt, täte ich es nicht. Immer den Launen des Königs ausgeliefert.

Auf leisen Sohlen tapste ich aus dem Raum und schlich mich in mein Zimmer. Seitdem der König stetig des Nachts vorbeikam, schliefen Lyssa und ich wieder zusammen. Denn weder sie noch ich wollten ihn in unserem Bett. Oder Schoß.

„Lyssa?“, flüsterte ich leise und stupste sie an. „Lyssa aufwachen.“ Trotz der Vorhänge durfte ich nicht vergessen, dass alle hier drinnen ein Vampirgehör hatten. Würden sie nicht schlafen, wären zweifellos alle bereits auf meine Bemühungen im Abstellraum aufmerksam geworden. Aber zu meinem Glück hatten sich die Vampirinnen hier allesammt einen ungeheuerlich tiefen Schlaf angewöhnt.

Lyssa regte sich müde. Als sie mich vor sich stehen sah, den Zeigefinger vor den gespitzten Mund gepresst, runzelte sie verwirrt die Stirn.

„Ich brauche deine Hilfe.“

„Hm? Was?“ Ihre Stimme klang belegt und schlaftrunken. Dennoch richtete sie sich auf. „Wobei?“

„Ähm … Kisten heben? Ach, komm einfach mit!“, flüsterte ich leise und bot ihr die Hand an.

Müde nahm die junge Vampirin meine Hand, woraufhin ich sie direkt in die Abstellkammer schleppte. Dort deutete ich auf das Ungetüm von Kiste.

„Wohin damit?“ Sie sah sich kurz um. „Was ist da überhaupt drin?“

„Vielleicht ja Steine, so schwer wie sie ist …“, mutmaßte ich. „Wir müssen es einfach nur von der Wand wegschieben. Wohin ist eigentlich egal“, erklärte ich.



„Dann an diese Wand“, entgegnete sie und räumte kurz ein paar Dinge beiseite. „Oh, sind das Stoffballen? Wir könnten unsere eigenen Kleider nähen!“ Für einen Moment vergaß sie die große Kiste völlig und strich über mehrere aufgewickelte Stoffe. Erst, als ich mich räusperte, legte sie diese weg. „Gut, dass wir hier mal aufräumen.“

Zusammen schoben und zogen wir die schwere Kiste an die andere Wand. Und das so leise wie möglich. Ich war froh, dass Lyssa nicht nach einem Grund fragte und stattdessen immer wieder zu den Stoffen schielte.

„Danke …“, hauchte ich und kniete mich bereits vor die freigelegte Wand. Groß war sie nicht. Und sie schien älter. Die Wand bestand aus anderem Stein als die anderen Wände hier, was aber nicht sofort auffiel. Wer achtete sich denn auch darauf?

„Gern. Brauchst du mich noch?“ Sie ging bereits rückwärts aus der Abstellkammer raus.

Ich blickte über meine Schulter. „Nein, nein. Geh ruhig wieder schlafen, Lyssa.“ Ich lächelte; sie verschwand mit einem kurzen Nicken.

Seltsam, dachte ich. Sie war wirklich gar nicht neugierig gewesen. Oder aber zu müde, um sich Gedanken zu machen. Vielleicht freute sie sich auch nur auf die entdeckten Stoffe bei Tageslicht.

Ich machte mich an die Arbeit. Meine Augen geschlossen fuhr ich mit meinen Fingern erst den Boden unmittelbar vor der Wand, danach die Wand selbst ab. Jeden Ziegelstein untersuchte ich aufs Genaueste, drückte und probierte. So lange, bis einer nachgab.

Ich jubelte leise. Mit meinen Fingern fand ich die Ritze in der Mauer und begann zu ziehen. Wie immer gehörten diese Art der Zugänge zu den schwereren, wenn es darum ging, sie zu öffnen. Doch heute ging es mir erstaunlich leicht von der Hand. Was mir wiederum aufzeigte, wie schwach ich als Kind tatsächlich gewesen sein musste.

Ich schlüpfte in den Gang, wusste aber nicht, wohin nun. Rechts oder links? Erst einmal zog ich den Zugang hinter mir zu. Anschließend entschied ich mich für rechts. Ich war schon einmal hier gewesen, das wusste ich. Doch da hatte ich mich verlaufen. Es war damals reinem Zufall zu verdanken gewesen, dass ich den Weg hierher gefunden hatte. Heute müsste ich mir jedoch merken, wo ich hinlief. Ich musste den Gang in meinem Kopf kartografieren. Sonst würde das nicht gut enden. Cyrus wüsste sofort, wie ich rausgekommen war. Und dann steckte er mich wirklich in den Kerker.



Ich lief eine Weile, bis ich den nächsten Zugang fand und öffnete. Dort fand ich mich in einem dunklen Gang, konnte jedoch nichts erkennen. Seufzend wandte ich mich um, schloss den Zugang wieder und ging weiter. Das Problem mit den Gängen war, dass sie nicht mit den Fluren übereinstimmten. In keinster Weise. Es gab Treppen, wo es in den lichtdurchfluteten Fluren keine gab, und Gänge, wo draußen Treppen waren. Die beiden Karten stimmten in keinster Weise miteinander überein.

Sieben Abbiegungen und drei Zugänge weiter, wusste ich, wo ich war. Oder hatte zumindest eine grobe Vorstellung davon. Von hier aus würde ich den Weg zurück finden, dessen war ich mir sicher. Doch plötzlich wurde mir ganz anders. Es war nicht zu beschreiben, was ich fühlte. Er war, als wäre alles in mir fremdgesteuert. Als hätte ich keine Kontrolle mehr, als würde ich schlafwandeln. Ich war bei vollem Bewusstsein, meine Hand fuhr wie stets die Wand entlang und folgte meiner Karte … bis ich es nicht mehr tat. Ich nahm einen anderen Weg. Einen, von dem ich bisher nicht gewusst hatte, dass er existierte. Keine Zugänge mehr, vermerkte mein Kopf. Ungewöhnlich lange schon. Aber ich befand mich tief unten. Ich müsste … ungefähr auf Ebene der Reliquienkammer sein. Vermutete ich. Spinnen krabbelten mir durchs Haar und ich ließ sie. Das hatte ich immer getan, sie störten mich nicht. Sie taten mir nichts. Dafür, dass ich regelmäßig ihre Netze zerstörte, war das sogar sehr gütig von ihnen.

Stopp. Meine Beine hatten aufgehört, zu gehen. Stattdessen bewegten sich meine Hände nach vorn: Eine Sackgasse. Aber ich wusste, ich musste da durch. Geradeaus. Also ließ ich meine Hände über die Wand fahren. Geduld, mahnte ich mich, als das Gefühl immer wie drängender wurde. Die Wirkung des Sees war mittlerweile verflogen. Ich spürte noch, wie die Spinnen flohen, was sie sonst nie getan hatten. Und ich merkte es selbst. Ich heizte auf und das nicht erst jetzt. Schon die ganze Zeit. Nur war es jetzt merklich intensiver. Mein Atem wurde fahrig, ebenso meine Hände.

„Ich weiß, du bist hier“, murmelte ich und hatte doch keine Ahnung, wovon ich eigentlich sprach. Doch mein Körper schien zu wissen, was er wollte, und das war alles, was es brauchte. „Weiß … du bist …“ Meine Finger versanken in einem kleinen Spalt, krallten sich hinein und zogen. „Hier!“



Uraltes Gestein schob sich zur Seite, ohne jegliches Zutun meinerseits. Mächtig hallte das Geräusch in den Gängen und ließ mich einen Eindruck davon bekommen, wie dick diese Tür … oder Wand in Wahrheit war. Nimmer hätte ich sie selbst aufstoßen können, das wurde mir bewusst. Aber wer hatte es dann getan?

Ich tat einen Schritt vor und stolperte. Gerade noch rechtzeitig fing ich mich auf. Eine Treppe, vermerkte ich und hob meinen Fuß. Als ich den anderen für den nächsten Schritt wieder hob, wurde ich enttäuscht. Eine Stufe, korrigierte ich mich und tat einen weiteren Schritt.

Mittlerweile war mir unfassbar heiß. So sehr, dass ich effektiv schon das Bedürfnis verspürte, mich wieder in den See zu werfen. Allerdings malte sich mein Kopf soeben aus, wie der ganze See daraufhin verdampfte. So heiß war mir.

Noch einen Schritt wagte ich nach vorn, und das, obwohl ich keine Wände mehr spüren konnte. Ein Grollen fuhr durch die Gemäuer um mich herum und ließ mich schaudern. Ein dumpfes Geräusch erklang hinter mir und ich wusste instinktiv: Ich war eingesperrt.

Was als Nächstes passierte, entlockte mir ein erschrockenes Keuchen. Mit einem hallenden Zischen entbrannten Fackeln rings um mich herum, vier an der Zahl, und tauchten den … Raum in fackelndes Licht. Ja, es war ein Raum. Er war rund, aber nicht sonderlich groß. Vielleicht zwei Mann lang im Durchmesser. Und in der Mitte …

Mein Atem stockte. Unglaube, Faszination und ein anderes Gefühl, das ich nicht recht einzuschätzen vermochte, breiteten sich in mir aus. Erstaunen, vielleicht. Ein Erstaunen ursprünglichster Quelle. Tief, tief in mir drin regte sich bei diesem Anblick etwas … Ungekanntes.

In einem Nest aus klein gestampftem, schwarzem Stein lag da ein Ei. Die Form Oval, die Höhe von der Ellenbeuge bis zu den Fingerspitzen. Und die Breite von der Elle bis zum Handgelenk. Im Fackellicht schimmerte es rot und schwarz, als wären da Schuppen. Eine glänzende, schuppige Oberfläche?

Jeder Gedanke an den versperrten Fluchtweg wurde in den Hintergrund gerückt. Ich war hier und ich spürte, dass es einen Grund hatte. Dass es einen Grund hatte, wieso ich heute diesen Weg gelaufen war. Vielleicht sogar, wieso ich derart … Ich sah an mir herunter. Spinnweben hingen in Massen von mir, wie sie es lange nicht mehr getan hatten. Doch alle Spinnen waren weg. Keine hatte es gewagt, auf mir zu bleiben, denn vermutlich wäre sie sonst mittlerweile gebraten.



„Bin ich deswegen hier?“, hauchte ich und ging langsam auf das Ei zu. „Um dich zu wärmen?“ Ich streckte die Hand aus. Nie wäre mir eingefallen, es könnte etwas Schlimmes dabei geschehen. Meine Fingerspitzen trafen auf eisiges Kalt. „Ich verstehe“, hauchte ich ehrfürchtig und setzte mich hin. Ich traute mich nicht, das Ei von seinem Platz zu bewegen, doch ich setzte mich dicht an es heran und legte meine Arme darum. Wenn ich saß, ging mir das Gebilde aus Schuppen bis zur Brust. Auch meinen Kopf legte ich vorsichtig auf dem oberen Teil ab und schloss die Augen.

Ein seliges Gefühl durchfuhr mich. Göttin, ist das herrlich, dachte ich, während ich das Ei mit meiner Wärme spieß. Die schuppigen Strukturen fühlten sich ironischerweise sowohl fremd als auch heimelig auf meiner Haut an. Als wäre ich Zuhause angekommen und doch noch nie da gewesen.

Leise begann ich, ein Lied zu summen. Es war ein altes Lied, doch mir war sein Name entfallen. Vielleicht hatte es auch keinen. Ich summte es ruhig vor mich hin, ein sachtes Lächeln auf den Lippen. Die Augen hatte ich andächtig geschlossen. Ich spürte, wie meine Hitze weniger wurde. Als würde sie abfließen. Nein, eher andersherum. Es fühlte sich an, als ob das Ei mir die Hitze entzog. Aber es war ein gutes Gefühl, weswegen ich mich nur noch näher an das rätselhafte Ei anschmiegte. Meine Hände glitten über die schuppige Schale. Zufrieden nahm ich zur Kenntnis, dass es sich mittlerweile wärmer anfühlte. Meinen Kopf neigte ich so, dass ich meine Wange an das Ei lehnen konnte. „Ich sollte zu dir, nicht wahr?“ Andächtig fuhr ich mir den Fingern die schwarz-roten Muster auf den Schuppen nach.

 

Wie lange ich so dagesessen war, konnte ich nicht sagen. Mein Nacken war steif und verriet mir, dass ich eingeschlafen sein musste. Eng an dieses riesige Ei gekuschelt. Mittlerweile war mir nicht mehr so schrecklich heiß. Das Ei hingegen umso mehr. Mir war klar, dass ich zurück in den Harem musste, aber ich wollte nicht fort von ihm. Trotzdem löste ich meinen Oberkörper von dem Gebilde und rutschte ein Stück nach hinten. Ganz behutsam strich ich über die schuppige Oberfläche und riss nach Luft schnappend die Augen auf, als ich glaubte, dass sich von innen etwas bewegt hatte. Genau da, wo meine Hand war!



„Wer bist du?“, flüsterte ich, korrigierte mich aber sofort. „Was bist du?“ Mir fiel kein Wesen ein, das so große Eier legen würde. Das musste bedeuten, dass das Wesen, das dieses Ei gelegt hatte, riesig gewesen sein musste. Was wohl aus seiner Mutter geworden war? Wo war sie jetzt? Warum war das Ei hier ganz alleine? Versteckt? So tief unter dem Schloss? Vielleicht wurde es hier abgelegt, als es dieses Schloss noch gar nicht gegeben hatte?

Wieder schlief ich ein. Die Wärme, die nun von den mächtigen Schuppen ausging, war so angenehm, ich wollte gar nicht mehr weg. Am besten bliebe ich einfach auf ewig hier, dachte ich verträumt. Der Gedanke an den Harem rückte in immer weitere Ferne.

Als ich wieder zu mir kam, hatte ich die Position gewechselt. Ich musste mich hingelegt haben. Mein Körper hatte wohl die Nähe zu dem Ei gesucht, denn er hatte sich praktisch drumherum gewickelt. Insofern das mit einem menschlichen Körper möglich war.

Was ist anders?, fragte ich mich. Irgendetwas hatte sich verändert. Und da viel es mir auf. Es war zu still. Die Fackeln hatten aufgehört zu knistern. „Eine stille Aufforderung zu gehen?“, flüsterte ich und hörte mich zweifellos enttäuscht an. Es war gerade so schön gewesen. Als Antwort auf meine Frage erklang kurz darauf wieder das mächtige, wuchtige Bumm, was mir signalisierte, der Raum hatte sich wieder geöffnet.

Ich nickte leicht, strich noch einmal über das Ei, welches mittlerweile noch wärmer geworden war, und suchte den Weg hinaus. Stufe, erinnerte ich mich und tastete mich mit den Füßen vor. Kaum hatte ich die Stufe übertreten und war noch einen weiteren Schritt in den Gang dahinter gegangen, da schallte bereits wieder dies mächtige Geräusch durch die Gänge und verschloss den Weg zu diesem zauberhaften Ei.

Ich ging die Gänge entlang. Es dauerte nicht lange, da stolperte und fiel ich. Mit meinen Fingern betastete ich vorsichtig, worauf ich hier gelandet war, und stieß gleich darauf einen spitzen Schrei aus. Mein Atem ging schneller und mein Herz pochte laut in meiner Brust.

Das war nicht der Weg, auf dem ich gekommen war! Nein, der Raum musste mich an einer anderen Stelle, vielleicht auch auf der anderen Seite, wieder ausgespuckt haben! Denn ein Skelett hatte ich bisher nur einmal in den Gängen entdeckt, und das bei der Abbiegung zur Reliquienkammer! Und das hier …, Schädel, Fingerknochen – schnell zog ich die Hand wieder zurück, stand auf und brachte Abstand zwischen mich und den Toten. Wer er wohl einst gewesen war? Nun, mich würde nicht dasselbe Schicksal ereilen, so viel wusste ich sicher. Niemals würde ich hier in den Gängen mein Ende finden!



Als ich eine oder zwei Stunden später wieder in der Abstellkammer stand, war es dunkel. Kein Licht schien unter den Vorhängen hindurch und erlaubte nur den Gedanken an finsterste Nacht. Immer noch? Wohl kaum, oder?

Ich horchte und schlüpfte schnell aus der Abstellkammer und ins Badeabteil hinein. Kurzerhand zog ich mir das Nachthemd über den Kopf und begann, mich zu waschen. Das Wasser blieb Wasser und der Dampf blieb aus. Welch eine Erleichterung. Meine Gedanken sprangen kurz zurück zu jedem Ei in diesem steinernen, fackel beleuchteten Raum.

Der Vorhang raschelte. Als ich mich umdrehte, stand da Tarischa in der Tür, die Arme vor der Brust verschränkt. „Wo warst du? Wir konnten dich den ganzen Tag nicht finden!“

Mit Sicherheit hatten sie mich auch nicht wirklich gesucht, sonst wäre ihnen nämlich aufgefallen, dass ich wirklich nicht mehr hier drin gewesen war. Und dann wäre ihnen wiederum bewusst geworden, dass es einen Ausgang gab.

„Eine ganze Weile in der Abstellkammer. Ich hab aufgeräumt. Dieses Chaos war unerträglich.“

Ihre Nase zuckte arrogant, eine Augenbraue hob sich. „Du hast da Spinnweben im Haar. Und … auch sonst überall.“ Angeekelt drehte sie sich weg und der Vorhang fiel wieder zu.

Als ich mich wenig später ins Bett legte, wallten die verschiedensten Gedanken in mir auf. Ich hatte mich geirrt. Es war noch nicht Nacht. Die Sonne war gerade erst dabei gewesen, unterzugehen. Und die Vampirinnen nutzten das letzte Licht aus, um fleißig zu nähen. Meine Gedanken führten zu dem Ei, welches in den tiefsten Tiefen dieses Schlosses lag und von den Gängen scheinbar geschützt wurde. Wieso sonst hätten die Wände von selbst zur Seite gleiten sollen? Wieso sonst hatte ich diesen Ort noch nicht gefunden? Und wieder sprangen meine Gedanken umher. Die Hitze, der Kuss im See. Stürmisch, lustvoll, gierig – abkühlend. Ich seufzte laut, als ich daran dachte. Und auf einmal fing mein Körper an, sich in den Laken zu winden. Erst nur leicht, dann immer stärker. Meine Lust tropfte aus mir heraus und ließ mich leise, kaum hörbar, wimmern.

Bei den Göttern, was war jetzt wieder los?

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