50. Natur

Im Sportunterricht scheuchte uns Wahlstedt heute nach draußen auf die Aschenbahn – mitten im Januar! Wobei die Temperaturen mittlerweile deutlich geklettert waren, auf fast 10 Grad. Dazu hatte es tagelang geregnet. Von den Schneemassen, die wir noch zu Jahresbeginn gehabt hatten, sah man nirgends mehr eine Spur.
Schon nach einer jämmerlichen Runde Joggen ging mir die Puste aus. Üble Sache! Dass meine Kondition dermaßen am Boden lag, hatte ich nicht gewusst.
Es kam aber noch heftiger: Nach dem Joggen mussten wir zum 100-Meter-Lauf antreten. Wildes Gezänk brach los, wer wohl der Schnellste war. Diese Babys!, dachte ich und freute mich schon auf die langen Gesichter, wenn alle gleich bloß meine Hacken sahen. Viel konnte ich ja nicht, aber eins hatte ich wirklich drauf: rennen. Am Wilhelm-Gymnasium wusste allerdings noch niemand von meiner wundersamen Gabe. Innerlich lachte ich mir schon ins Fäustchen.
Wahlstedt übernahm selbst das Kommando: „Auf die Plätze – fertig – los!“ Und wir wetzten davon. Anfangs blieb ich völlig entspannt, wartete in aller Seelenruhe, dass die gewohnte Leichtigkeit sich einstellte, quasi der Turbo ansprang – aber nichts passierte. Ich biss die Zähne zusammen. Zwei, drei Leute waren schon ziemlich weit vorn – jetzt musste ich mich wirklich ranhalten! Leider wollte der Abstand partout nicht kleiner werden. Ich versuchte die letzten Reserven zu mobilisieren, wollte alles geben – und spürte mit Schrecken, dass da nichts mehr war. Immer weiter fiel ich zurück, bald drohten mich selbst die Lahmsten einzuholen. Erst kurz vorm Ziel begriff ich: Das würde nix mehr werden – und trudelte als Vorletzter ein. Nach mir kam bloß noch Ronald, aber der zählte nicht. Im Prinzip war ich also Schlusslicht.
Ich konnte es kaum fassen, war geschockt, deprimiert, am Boden zerstört. Wenigstens auf meine Schnelligkeit hatte ich mich immer verlassen können – und jetzt dieses Desaster! Mein einziger Trost war, dass niemand merkte, was in diesem Moment in mir vorging. Alle kannten mich ja bloß als Sportmuffel.
Es war ein Denkzettel gewesen, ganz klar! Den lieben, langen Tag hockte ich drinnen und bewegte mich null, rührte keinen Finger, qualmte bloß wie ein Heizkraftwerk in Sibirien im Winter. Und jetzt kam halt die Quittung. Ich war kaputt, am Ende, ein Wrack, anders konnte man es nicht nennen.
So durfte es auf keinen Fall weitergehen, ich musste dringend etwas unternehmen. Bloß was? Sport machen, womöglich im Verein, mit buntem Trikot und so? Nur über meine Leiche! Schwimmen gehen? In der Halle? Mit Chlorwasser, das die Augen wegätzte, und Schweißgeruch in den Umkleiden? Konnte ich ebenfalls gut drauf verzichten. Vielleicht Radfahren? Sinnlos durch die Gegend kurven und sich abstrampeln? Nein, das war es auch nicht.
Aber was sonst?
***
Ausgabe der Zwischenzeugnisse – meins war mittelprächtig. Immerhin nicht katastrophal, aber zum Jubeln gab’s trotzdem keinen Anlass: Einige der Vieren waren reine Glückssache gewesen; im nächsten Halbjahr konnten daraus verdammt schnell Fünfen werden.
Und dann? Dann war ich weg, ganz klar. Das Ruder herumzureißen, wie nach dem Desaster am KBZ, hatte ich nicht mehr die Kraft. Noch immer lebte ich von dem Schwung, den ich damals entwickelt hatte. Aber nun lief das Rad langsam aus, und neue Energie war nirgends in Sicht. Ich konnte nur hoffen, dass die Götter mir die Versetzung bescherten und damit ein weiteres Jahr Ruhe.
In der kleinen Pause kam Martin angestrunzt. Er war mittlerweile auf dem Friedens- und Umwelt-Trip. An seinem Wollpulli hingen Buttons mit weißen Tauben und Anti-AKW-Aufschriften. Noch letztes Jahr hatte er sich fast im Wochentakt auf dem Schulhof geprügelt. Oder besser: Er hatte gerauft. Richtig geprügelt, bis Blut floss, wurde hier nicht. Hier wurde gerauft. Man verkeilte sich ineinander und versuchte den Gegner zu Boden zu ringen, ihn bewegungsunfähig zu machen. Kinderkram halt. Trotzdem komisch, dass ausgerechnet Martin jetzt den Pazifisten gab.
Es war nicht das erste Mal, dass er versuchte, mich in ein Gespräch zu verwickeln. Meistens ging es um Politik und Gesellschaft. Und ich ließ mich immer darauf ein, ich Trottel. Brachte es nie, ihm die kalte Schulter zu zeigen. Nur einmal hatte ich gestreikt, als ich abends in Eckhorst zu einer Politveranstaltung mitkommen sollte. Erstens mal hatte ich auf so was absolut null Bock, außerdem fuhr der letzte Bus nach Schönhagen um 20 Uhr – hätte ich etwa zu Fuß nach Hause laufen sollen?
Irgendwas hatte der Kerl im Sinn. Ich wurde den Verdacht nicht los, dass er mich „einbinden“ wollte. Natürlich wusste ich längst, welche Gerüchte über mich im Umlauf waren. Ich nahm angeblich Drogen, war auf dem absteigenden Ast und so. Wahrscheinlich wollte er mir signalisieren, das sie mich nicht aufgaben. Wollte mir ein „Hilfsangebot“ machen. Das hätte perfekt zu seiner Gutmenschen-Art gepasst.
„Du wohnst ja ziemlich weit draußen, da in Schönhagen“, stellte er fest und setzte sich vor mir auf die Tischkante.
Ich blieb lieber stumm.
„Wir würden dich gern mal besuchen.“
„Wer ist ′wir’?“ Allmählich wurde ich doch misstrauisch.
„Sibylle, Manuela und ich. Wir hatten die Idee, mal ’ne kleine Wanderung bei euch zu machen, vielleicht am Strand.“
Sibylle und Manuela – natürlich! Die beiden waren vor einiger Zeit unter die Naturkinder gegangen. Trugen immer Walleröcke und Batikblusen. Hoffentlich hatten sie sich nicht Schönhagen als neues Aktionsgebiet ausgeguckt.
„Es ist Ende Januar“, erinnerte ich ihn. Mittlerweile hatten wir wieder heftigen Frost, wenn auch bislang ohne neuen Schnee. Und seit ein paar Tagen wehte ein ganz fieser, bitterkalter Ostwind.
„Na und? Eine Winterwanderung ist doch schön. Muss man sich eben warm anziehen.“
‘Schön’ – das war so typisch für diesen Kerl!
„Wie sieht’s nächsten Mittwoch bei dir aus?“, wollte er wissen.
Ich überlegte ernsthaft, mich rauszureden. ihm irgendwas zu erzählen von einer wahren Flut an Verabredungen. Besser ein andermal, im Frühjahr oder Sommer. Oder lieber gleich am Sankt-Nimmerleins-Tag…
Aber dann willigte ich doch ein. Irgendwas an seinem Angebot schmeichelte mir. Vielleicht tat es einfach nur gut, dass da überhaupt noch Leute waren, die Notiz von einem nahmen. Nächsten Mittwoch also. An diesem Tag sollten die letzten beiden Stunden ausfallen. Um zwei Uhr würden sie bei mir aufkreuzen.
Wenig später zweifelte ich bereits wieder, ob mein Okay wirklich klug gewesen war. Jetzt hatte ich diese Eindringlinge am Hals; sie würden den normalen Gang der Dinge völlig durcheinanderbringen.
Hoffentlich kam hinterher alles möglichst rasch wieder ins Gleichgewicht.
***
Wie ungewohnt es war, wieder mit Leuten unterwegs zu sein, nach so langer Zeit! Neben mir ging Manuela, in einigem Abstand folgten Sibylle und Martin. Wir tippelten über die Holzschwellen des Bahngleises. Ich wollte mit den dreien zunächst zum Strand laufen, dann vorbei an Gut Neudorf, durch den Wald und schließlich wieder nach Schönhagen.
Krähenschwärme zogen mit monotonem Gekreisch über uns hinweg. Der Himmel war dunstig und grau; trotz der frühen Nachmittagsstunde schien es bereits zu dämmern. Zwar hatte sich der eisige Ostwind mittlerweile gelegt, aber die Temperaturen lagen nach wie vor weit im Minusbereich. Auch schneien sollte es wieder, aber erst in ein paar Tagen. Die Felder ringsherum waren dennoch weiß – vom Raureif, der wie eine dicke Kruste das Land überzog. Von Henri wusste ich, dass am Mühlenteich jetzt immer großes Treffen war, mit Schlittschuhlaufen und Glühweintrinken, aber davon erzählte ich meinen Gästen lieber nichts. Womöglich hätten sie hin gewollt, dann wäre ich in ernstliche Erklärungsnöte gekommen.
Nach gut anderthalb Stunden Weg standen wir auf dem Deich des Schönhagener Strandes und blickten auf die graue See hinaus. Von Wellengang konnte keine Rede sein, aber die Wasserlinie hatte sich bis zu den Krähennestern der DLRG vorgeschoben, immer wieder umspülten einzelne Wellen die Turmsockel. Das mussten die Nachwirkungen des starken Ostwindes sein. Lediglich ein schmaler Sandstreifen lag noch frei. Zum Glück waren die Strandkörbe komplett weggeräumt – das hätte ein schönes Desaster gegeben!
Auf der Promenade sah man keine Menschenseele, sämtliche Geschäfte und Lokale hatten geschlossen. Der Anblick war uns zu trostlos, lieber gingen wir auf dem Deich weiter. Bald endete der kleine Ort, und die weite, winterlich leere Küstenlandschaft begann von Neuem. Am Mittelstrand erwartete uns eine böse Überraschung: Deichbauarbeiten. Die Grasnarbe war abgetragen, alles hatte sich in eine mit Pfützen übersäte Schlammfläche verwandelt. Zwar sah man nirgends Arbeiter und Maschinen, niemand hätte uns also am Betreten des Areals gehindert. Aber ohne Gummistiefel konnten wir das vergessen.
Unten am Strand weiterlaufen kam auch nicht infrage: Das Hochwasser hatte den Dünengürtel glatt überspült und leckte bereits am Deichfuß. Die Rasenflächen auf der Landseite wiederum, wo im Sommer die Autos parkten, waren völlig aufgeweicht, wohl durch die Regengüsse zu Jahresbeginn. Was jetzt? Andere Strecken als diese kannte ich leider nicht. Uns blieb wohl nichts anderes übrig, als wieder über die Schiene zurückzulaufen.
Aber genau das wollte ich eigentlich nicht. Der Gedanke fühlte sich fad an, wie eine Kapitulation. Mit dem Mut der Verzweiflung setzte ich einen Fuß auf den vermeintlichen Morast, in der sicheren Erwartung, mindestens knietief einzusinken – und stellte fest, dass die Fläche hart wie Stahlbeton war: Ostwind und Eiseskälte hatten den Boden sozusagen schockgefroren. Zwar war es ein bisschen glatt, aber wenn man aufpasste, würde es schon funktionieren. Hieß: Wir konnten unseren Weg wie geplant fortsetzen!
Das kleine Erfolgserlebnis ließ mich regelrecht euphorisch werden. Ich fing an, Quatsch zu machen, Witz-Anekdoten zu erzählen. Und meine gute Laune sprang bald auf die anderen über: Wir alberten rum, lachten uns halb schlapp über unsere rot gefrorenen Nasen und Ohren. Dass die Umgebung jetzt weniger einem Deich als eher einer Mondlandschaft glich, kriegten wir fast nicht mit. Vielleicht war unser Heiterkeitsausbruch auch eine Reaktion aufs mittlerweile mehr als zweistündige Wandern in klirrendem Frost und Einsamkeit.
Sibylle wurde übermütig, sie sprang in die Pfützen ringsherum, ließ die Eisflächen wie Glas zersplittern. Der nächste Sprung: Risse breiteten sich sternförmig unter ihren Schuhen aus, man hörte es krachen – und plötzlich sackte sie weg, stand bis zu den Knöcheln in brauner Brühe. Mist, so tief reichte der Frost dann doch nicht!
Rasch kletterte sie aus der Senke, betrachtete verdattert ihre triefenden Schuhe. Sie schaute uns an, guckte wieder nach unten – und lachte los, immer lauter, wollte sich gar nicht wieder einkriegen. Und wir, noch erschrocken über ihr Missgeschick, ließen uns anstecken. Schließlich lachten wir alle im Chor, bis uns die Tränen kamen. „Jetzt müssen wir schnell gehen“, meinte Sibylle, schniefend und prustend vor Lachen. „Sonst sind meine Füße gleich Eiswürfel.“ Tatsächlich blieb uns nichts anderes übrig – an trockene Schuhe und Strümpfe zu kommen war hier draußen leider völlig unmöglich.
Hinter dem Mittelstrand verließen wir den Deich, nahmen einen der Wanderwege durch die Salzwiesen. Weite Teile des Areals standen unter Wasser, regelrechte Seen hatten sich gebildet, die vom neuerlichen Kälteeinbruch jetzt spiegelglatt gefroren waren. Mittlerweile hatten wir Spätnachmittag. Im schwindenden Tageslicht begannen die Eisflächen geheimnisvoll zu schimmern; die erstarrte Landschaft wurde nun endgültig zu einem Bildnis, einem alten Ölgemälde, dessen frühere Farbenpracht im Lauf der Jahrhunderte verschwunden, einem düsteren Sepiabraun gewichen war.
Nicht immer hatten die Überschwemmungen an den Wegrändern halt gemacht, dann mussten wir über die Wiesen ringsherum ausweichen, die ebenfalls bretthart waren. Übers Eis gingen wir lieber nicht – Sibylles Missgeschick stand uns noch deutlich vor Augen. Eine Zeitlang kamen wir auf diese Weise gut voran, aber schließlich endete unser Glück: Ein gigantisches Binnenmeer, das definitiv nicht hierher gehörte, begrub die Umgebung weitläufig unter sich. Jetzt mussten wir tun, was eigentlich nicht vorgesehen war, nämlich zurücklaufen und einen anderen Weg probieren. Immerhin brachte der uns trocken bis zum Waldrand.
Allerdings hatte die Aktion lange gedauert, viel zu lange: In der Zwischenzeit war es fast dunkel geworden. Und ausgerechnet jetzt mussten wir mitten durch den Wald! Konnte man das wagen? Wuselte da drinnen irgendwelches Getier herum, das uns nicht mochte, Wildschweine vielleicht? Und natürlich dachte ich auch ans Geisterhaus: Was, wenn diese Geräusche wiederkamen, dieses gruselige Flüstern und Zischeln?
Aber die Zeit rannte uns davon. Es blieb nichts als tief Luft zu holen und ins Dunkel zu tauchen. Tatsächlich sah man jetzt so gut wie gar nichts mehr, immer wieder drohten wir vom Weg abzukommen und komplett in die Irre zu gehen. Aber komisch: Ich hatte null Angst, fühlte mich mit den dreien im Gegenteil sicher und geborgen. Eine Leichtigkeit war in mir, als hätte ich ein paar Bier getrunken. Als irgendwann der Wegweiser nach Neuschönhagen schwach im Dunkel zu erkennen war, wusste ich, dass wir es geschafft hatten und nichts mehr passieren konnte.
Wenig später kamen wir ins Freie; vor uns glommen die Lichter des Dorfes. In Schönhagen lag überall lag der angenehme Geruch von brennendem Kaminholz in der Luft. Hinter zahlreichen Fenstern sah man Leute beim Abendbrot sitzen, meist Familien mit Kindern. Bei Martin, Sibylle und Manuela lief es zu Hause vermutlich ganz ähnlich, ebenso bei Jürgen und den anderen aus der alten Clique.
Obwohl wir inzwischen alle reichlich erledigt und durchgefroren waren, lief ich wie gewohnt über die Bahnhofstraße und vorbei an der Tankstelle, um das Dorfinnere und den Mühlenteich zu meiden. Ein Glück, dass die drei sich hier nicht auskannten und den Umweg nicht bemerkten. Zu Hause dann großes Auftauen, unsere Gesichter glühten. Ihre Füße wären tatsächlich die ganze Zeit warm geblieben, versicherte Sibylle. Ich gab ihr ein Paar meiner Wollsocken, die natürlich viel zu groß für ihre Mädchenfüße waren – aber es sah süß aus. Muttern schaute herein und fragte, ob sie Tee für uns kochen solle. Es schien sie richtig zu freuen, dass ich endlich mal wieder Besuch hatte.
Meine Gäste gerieten ins Schwärmen: „Toll wohnst du hier draußen“, „Wahnsinnslandschaft“, „super Spaziergang“ und ähnliches. Schließlich fiel der entscheidende Satz: „Müssen wir öfter mal machen“.
Da war er, der befürchtete Integrationsversuch. Sie wollten wiederkommen – und am Ende womöglich regelmäßig hier antanzen. Aber meine Miene, die plötzlich wie versteinert war, schien Bände zu sprechen: Betretenes Schweigen machte sich breit. Zum Glück kam in diesem Moment Muttern mit dem Tablett herein und rettete die Situation.
Während des Teetrinkens quatschten wir über alles Mögliche. Nur den einen, fraglichen Punkt sprach niemand mehr an.
Als ich die drei zum Bus gebracht hatte, ließ ich den Tag noch einmal Revue passieren. Es hatte gut getan, nach so langer Zeit mal außerhalb der Schule Leute zu treffen. Aber nun wieder allein zu sein fühlte sich ebenfalls richtig an. Und ich hatte endlich eine Aktivität gefunden, die zu mir passte: Wandern. Das Gemächliche daran spiegelte meine eigene Wahrnehmung wider. Bei mir lief alles total langsam ab, viel langsamer als bei anderen, das hatte ich inzwischen eingesehen. Wandern bot da genau das richtige Tempo. Deshalb wollte ich Gänge wie den heutigen jetzt öfters machen.
Blöd nur, dass ich fast sämtliche Routen vergessen hatte, die ich letztes Jahr mit der Clique gelaufen oder gefahren war. Den Weg nach Steenbarg hätte ich vielleicht noch wiedergefunden. Aber schon beim Geisterhaus verließ mich die Orientierung. Nicht dass es mich dort hinzog, aber seltsam war es schon, dass ich die Strecke nicht mehr zusammenbekam. Man musste kurz vor der Museumseisenbahn von der Schiene nach links abbiegen. Aber wie ging es dann weiter? Ich hatte nicht die leiseste Idee.
Rächte es sich nun, dass ich immer bloß hinterhergelaufen war, anstatt selbst auf die Wege zu achten? Oder gab es noch einen anderen Grund für diese merkwürdigen Erinnerungslücken?
Tatsächlich hatte ich mittlerweile eine Art Gedächtnisschwund bei allem, was mit der Clique zusammenhing. Er ähnelte der Amnesie, die mich überkam, wenn ich an meinen Vater zu denken versuchte.



























































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