Mirja-Kapitel 9
~unknown~
Der kalte Wind streifte durch meine Haare und ließ meine Haut auskühlen. Ich hieß es willkommen, war die Wärme des Feuers doch gerade nicht das, was ich brauchte.
Mit langsamen Schritten streifte ich durch das Lager.
Wie hatte er es wagen können?
Die Zeit war noch nicht bereit.
Ich hielt direkt auf das Iglu zu, das als Versammlungsraum genutzt wurde.
Alle waren in ihren Iglus, um zu ruhen, nur Vorin war noch dabei, die Reste des Essens zu verstauen.
Es war schade, denn er kochte wirklich gut. Warum hatte er sich dazu entschieden, schon zu handeln? Was für eine Verschwendung.
Langsam schon ich den Runenschleier zurück, der auf meiner Hand unangenehm brannte, doch nicht weiter auf mich reagierte. Natürlich nicht. Die Runen waren zu alt. Zu sehr auf etwas fokussiert, dass es so nicht mehr gab.
»Was machst du denn hier?«, fragte Vorin mit gerunzelter Stirn. »Solltest du dich nicht um die Sicherheit dieses Welpen kümmern?«
Mir war klar, dass er Mirja meinte.
Seine Beleidigung ließ mein Inneres knurren, doch ich zeigte nach außen keinen Ärger.
»Du musst dir da draußen was ansehen«, bemerkte ich lediglich, ohne auf seine Worte einzugehen.
Vorin schnaubte, wischte sich seine Hände ab und kam dann auf mich zu. »Willst du wieder einen Angriff der weißen Phantome provozieren?«, fragte er, bevor er mich angrinste.
Ich zuckte nur die Schultern. »Wirst du schon sehen«, war alles was ich sagte. Immerhin war ich ihm keine Rechenschaft schuldig. Er hatte mir gefälligst zu gehorchen und das hatte er nicht.
In mir regte sich etwas. Etwas, das auf Blut aus war.
Doch ich hielt mich zurück. Musste geduldig sein.
Vorin kam hinter mir her und wir traten zusammen hinaus in den Schnee.
Der Wind wurde immer schlimmer. Sicherlich würde er sich in der Nacht zu einem Sturm entwickeln. Das ließ mich leicht lächeln.
Vorin schauderte und zog seinen Mantel näher um sich, stapfte mir aber hinterher, ohne zu hinterfragen.
So entfernten wir uns ein Stück von den Iglus, doch irgendwann wandte sich Vorin zu mir um. »Was hast du …« Weiterkam er nicht, da hatte ich meine Hand schon um seinen Nacken gelegt und ihn hochgehoben.
Vorins Augen weiteten sich vor Schock. Er wurde kalkweiß und dann begann er, zu strampeln.
Das Tier in mir brummte zufrieden. Angeheizt von seinen Versuchen, sich zu wehren, drückte ich fester.
Langsam und genüsslich. Ich wollte seinen Todeskampf genießen. Er hatte es verdient.
























































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