Der Hochgott Alisazza Iriel Garilenas

Die erste Geschichte: Der Anfang von Allem – eine IT Geschichte

„Als ich den ersten Gedanken fasste und zum ersten Mal meine Augen öffnete, war dort nichts. Keine Sonne, kein Mond und keine Sterne, all das was Ihr kennt und seht, wenn Ihr in die weiten der Galaxien schaut, gab es einfach nicht. Nur die Leere und mich gab es und ich spürte den Drang die Leere in mir und um mich herum zu füllen – zunächst mit meinen eigenen Gedanken. Ich ersann mir Gefühle, wie zum Beispiel Leidenschaft, Freude, Ruhe und Ausgeglichenheit, um die Leere in mir zu füllen. Dann gab ich meinen ersten vier Gefühlen eine Gestalt. Meine Leidenschaft wurde zu dem, was ihr Feuer nennt. Meine Freude wurde zum Wind. Meine Ruhe wurde zu Erde und meine Ausgeglichenheit wurde zu Wasser. Mit diesen vier Elementen schuf ich den ersten Planeten und spielte mit der Zusammensetzung der Elemente, sodass unterschiedliche Planeten entstanden. Doch mein Lieblingsplanet sollte der Planet sein, bei dem alle Elemente im Gleichgewicht waren – Ihr nennt diesen Planeten Erde. Die Erde ist der Mittelpunkt meiner Schöpfung und doch kreisen die anderen Planeten nicht um sie herum, sondern um den großen Planeten, den Ihr Sonne nennt, damit es auf der Erde sowohl Licht als auch Schatten gibt – zwei wichtige Elemente, geboren um die Leere zwischen den Planenten zu füllen. Doch es fehlte noch ein Element, um Licht und Schatten zu helfen die Leere zu füllen, so ersann ich die Magie, die Energie des Seins. Ich hatte jetzt die vier Grundelemente, oder auch Wächterelemente genannt und die Drei energetischen Elemente, sodass nur noch zwei Elemente brauchte, um die Leere ganz zu vertreiben: Zeit und Raum. Zeit brauchte ich, um alles zu ordnen und Prozesse reibungslos ablaufen zu lassen und Raum brauchte ich, um mich und meine Schöpfung von der Leere abzugrenzen. Ich erschuf Sterne, Monde und Sonnen, doch selbst das reichte noch nicht aus, um die Leere ganz zu vertreiben. Dann spürte ich eines Tages eine Hand auf meiner Schulter, ich drehte mich um und sah in die Augen eines Wesens, was wie ich war. Nal´dran grinste mich an und sagte zu mir ich habe gute Arbeit geleistet, doch es gäbe noch mehr zu erfinden als nur Planeten und ließ mich an seinen Gedanken teilhaben. Wir redeten über seine Gedanken und diese inspirierten wiederum die meinen. Wir stellten uns vor, was hätte sein können und unsere Gedanken wurden auf anderer Weise wahr als die Planeten und ich lernte zwei weitere Gefühle kennen: Liebe und Zweisamkeit. Wir benannten unser Werk, indem wir es „Traum“ nannten und so wie der Traum uns beide zusammen verband, so sollte auch alles andere über den Traum verbunden sein. So entstanden die Ebenen des Seins, eine Ebene für jedes Element und durch den Traum verbunden. Nal´dran, den ich meinen kleinen Bruder nannte, und ich erschufen und erschufen, inspiriert durch unseren beider Gedanken weitere Ebenen des Seins; erträumten uns Leben und alles andere, was Ihr kennt. Doch eines Tages fand Nal´dran jemanden anderes, die zwar wie wir war, aber auch wieder anders. Nal´dran zeigte der neuen Gestalt all unsere Träume und ich spürte daraufhin ein neues Gefühl: Eifersucht, aber gleichzeitig auch Freude darüber, dass wir noch jemanden hatten. Dies war für mich sehr verwirrend und ich zog mich zurück. Nal´dran ließ mich gehen und so wendete ich mich der Schöpfung zu, die in dem Raum existierte, die man heute Realität nennt. Lange schuf ich an der Realität herum und versuchte unsere Träume in der Realität zu übertragen, was sehr schwierig war, mir aber nach und nach gelang. Ich wollte gerade meine neuste Errungenschaft – „Einzeller“, der Grundstein für komplexe Lebewesen – meinen Bruder zeigen, als ich bemerkte, dass er nicht wie gewohnt hinter mir stand und mir wurde ein weiteres Gefühl bewusst: Einsamkeit. Irgendwann war die Einsamkeit so erdrückend, dass ich mich entschloss, meinen geliebten Bruder zu besuchen. Ich machte mir Gedanken, was ich sagen wollte und reiste durch die Ebenen des Seins auf der Suche nach ihm. Da fiel mir auf, dass viele der Ebenen leer waren, wo hätte etwas sein müssen und in mir machte sich ein Gefühl breit, was ich „Angst“ nannte. Ich rannte der Spur seiner Macht hinterher, um zu ihm zu gelangen und erschrak zutiefst, als ich ihn am Boden liegend sah. Sein kunterbuntes Haar, war weiß geworden und er war kaum noch. Über ihn gebeugt war sie und ich erkannte, was sie war: Die Hochgöttin der Leere. Ein neues Gefühl machte sich in mir breit – Zorn. Ich materialisierte etwas in meiner Hand und stürzte mich auf die Hochgöttin. Wir lieferten uns einen harten Kampf, doch am Ende gewann ich und die Hochgöttin zersplitterte durch die Kraft meiner Waffe. Als sie fort war, sah ich mir die Waffe an, die ich in meiner Hand hielt – es war ein Eisschwert. Eis, ein neues Element, geschafften, um der Leere Einhalt zu gebieten. Blau wie das Wasser, stark wie die Erde, brennend wie das Feuer und leicht wie die Luft. Ich war fasziniert von diesem Element, doch ein leises Aufstöhnen meines Bruders ließ mich meiner Umgebung wieder gewahr werden. Ich rannte zu ihm und sah, dass er der Nichtexistenz sehr nah war. Er würde vergehen, dies war mir bewusst, doch ein Aufflackern seiner Aura erweckte in mir das Gefühl der Hoffnung und gab mir die rettende Idee: Ich nahm also den Traum und verband ihn mit meinem kleinen Bruder. Ich bettete ihn in ein weiches Bett, aus den Elementen geschaffen und versteckte seinen Körper. Doch seinen Geist verband ich mit dem Traum, auf dass er im Traum ewig leben möge und zog die Grenze zwischen Realität und Traum, damit er nicht gefunden werden konnte. Ich würde auf ewig sein Wächter sein und sein Reich, den Traum, bewahren. Seitdem wache ich über Nal´dran und beschütze meinen ewig träumenden Bruder vor der Leere. So hat alles seinen Anfang genommen und noch heute kämpfen die Leere und ich, um meinen Bruder und den Erhalt des Seins. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen und auch ich bin älter, erfahrender und weiser geworden. Zudem bin ich nicht mehr alleine in der Realität, denn ich habe euch, meine Engel. Doch wie Ihr entstanden seid, ist eine andere Geschichte.“



 

Aus den Erzählungen von Alisazza überliefert.

 

Die Hochgötter und ihre Welten

Alisazza Iriel Garilenas mag zwar der erste Gedanke gewesen sein, doch entstand kurz nach ihm zwei weitere Hochgötter. Während Alisazza und sein jüngerer Bruder Nal´dran beide schaffenden Hochgötter sind und ihre Macht dazu verwenden das Sein zu erhalten, steht Envyara dem entgegen, denn sie ist die Antwort der Leere auf das Sein.

Sein Bruder Nal´dran Ethyriel Viersares ist der Hochgott, welcher über seine eigene Sphäre und Welten wacht, welches zusammen als das „Ethyrial“ bezeichnet wird. Für gewöhnlich haben die Alisazza- Engel keinen Zutritt zu dieser Sphäre, aber mit Erlaubnis mindestens einem Wächter des Ethyrials kann eine Ausnahme gemacht werden. (Siehe Pen-and-Paper „Dreams of Wonders: Realms of Silatan“)

Alisazza Iriel Garilenas ist der Hochgott, welcher über alle anderen Welten wacht, welche nicht unter das „Ethyrial“ fallen. Seine Welten zusammen werden als „Iriel“ bezeichnet und es existiert keine vollständige Liste von allen Welten, die das „Iriel“ umfasst. Alisazzas bestreben ist es seinen Bruder zu schützen, doch er liebt auch seine Schöpfung. Das Iriel mag zwar der „Schutzmantel“ seines Bruders sein, doch hegt und pflegt Alisazza diesen mit großer Leidenschaft. Mit seinen Engeln verteidigt er jede seiner Welten gegenüber der Leere, doch auch er weiß, dass manchmal Opfer erbracht werden müssen. Der große Kampf „Sein gegen Leere“ ist ausgeglichen, denn Alisazza und Dearina sind gleichstark. Mal gewinnt der eine, mal die andere. Aber für jede gefallende Welt, erschafft Alisazza wieder eine Neue oder auch Zwei. So gibt es immer mehr Welten, als die Leere in sich auflösen kann. Solange dieses Gleichgewicht von Bestand ist, wird das Sein in seiner Vielfalt überleben. Erst wenn der letzte Gott, der letzte Sterbliche, das letzte Wesen, sein Bruder und Alisazza selbst fallen, dann hat die Leere gewonnen und das Sein endgültig besiegt. 

Envyara Inanis Dearina wacht über keine der Welten, sondern führt und koordiniert die Wesen der Leere. Sie ist der denkende Teil der Leere und steht gegen Alisazza und seinen Bruder. Sie war es, welche den Anschlag auf seinen Bruder veranlasste und in die Wege geleitet hat. Selten tritt sie selbst in Erscheinung, sondern lässt viel mehr andere für sich arbeiten. Sie benutzt und verführt die Wesen der Schöpfung, um ihren Einfluss zu mehren, indem sie ihnen süße Lügen und Halbwahrheiten ins Ohr und ins Herz flüstert. Sie wird auch die „zersplitterte Königin“ genannt, denn als Alisazza sie von seinem Bruder davonjagte, traf ein Schlag sie so heftig, dass sie in zwei Teile zersplitterte: Envyara und Dearina. Seitdem kämpft Dearina mit Alisazza um die Welten des Iriels, während sich Envyara unbemerkt ins Ethyrial schleichen konnte, um da ihre Pläne auszuführen.



 

Der Hochgott Alisazza und seine Aspekte

Alisazza ist der Hochgott des Iriels und der Herr des Seins und der Elemente. Auch wenn er das gesamte Sein ist und daher alles im Gleichgewicht, so favorisiert er drei Aspekte. Diese Aspekte sind Eigenverantwortung, Gleichgewicht und Bewahrung. Die Eigenverantwortung liegt ihm am Herzen, weil er ein Verfechter des freien Willens ist. Ob eine Welt im Krieg oder Frieden lebt, liegt in der Hand der Sterblichen, solange es zu keinem absoluten Stillstand kommt, denn dieser ist der Leere zugetan. Zudem sieht das Gleichgewicht des Alisazzas etwas anders aus als man erwarten würde. Denn das perfekte Gleichgewicht besteht aus Drittel anstatt Hälfte/Hälfte. Nehmen wir Krieg und Frieden zum Beispiel: Das eine Drittel ist dann Krieg und das andere Drittel ist Frieden und dann wäre das Drittel, dass dazu da ist um den Krieg in seine Schranken zu weisen. Wenn diese Drittel im Gleichgewicht sind, ist das Sein stabil. Ein anderes Beispiel: Zwei Personen stehen sich gegenüber und dazwischen befindet sich auf dem Boden gemalt eine Zahl. Der eine behauptet, dass es sich bei der Zahl um eine 6 handelt, der andere behauptet, dass es eine 9 sei. Nur als Dritter kann man sehen, dass beide Recht haben und beide Personen Wahrheit sprechen. Dieses Beispiel zeigt, dass die Wahrheit nur Ganz zu erkennen ist, wenn man sie aus 3Perspektiven sieht. Die 3 ist seine heilige Zahl und es gibt noch mehr Beispiele für diese Dreifaltigkeit des Gleichwichtes, aber das ist eine andere Geschichte. Kommen wir zum Aspekt der Bewahrung: Ja, Sein bedeutet Veränderung, doch auch das Bewahren von dem, was man liebt. So wie Alisazza alles in seine Macht stehende tut, um seinen Bruder Nal´dran zu beschützen, so sollen auch die Sterblichen bewahren, was ihnen wichtig ist und ihnen am Herzen liegt.

Es gibt nur eins, was Alisazza wirklich verabscheut und das ist das große Ziel der Leere, denn diese möchte alles zum absoluten Stillstand und Zerstörung bringen. Aber er sieht auch den Nutzen der Leere und benutzt diese als „Mülleimer“ für Dinge, die nicht mehr zu retten sind oder nicht funktioniert haben. Er behandelt seine Erzfeindin Derina mit Respekt und führt den ewigen Krieg mit ihr als ein Spiel auf allen Ebenen des Seins und bisher spielt er sehr gut. Alisazza nutzt die Leere gegen diese selbst, denn solange das Spiel existiert, bleiben die Welten im Wandel, ebenso wie Alisazza selbst. Solange er spielt um die Welten und seine Lieblingsfeindin Derina hat, überkommt ihn keine Langweile und er hat einen Anreiz weiterzumachen und nicht selbst dem Stillstand zu verfallen. Dieses Paradoxon hält das Sein im Schwung ebenso wie der freie Wille. 



Doch Alisazza ist viele und doch nur einer. Denn immer, wenn er mit den Sterblichen, den Göttern, oder etwas anderem aus seiner Schöpfung interagieren will, muss ein Teil seiner Selbst die Hochgöttlichkeit ablegen und zu einem normalen Gott werden, die sehr wohl fehlbar sind. So entstehen viele Alisazzas und doch sind sie alle gemeinsam Alisazza Iriel Garilenas. 

Auch ist Alisazza an keine Gestalt oder Geschlecht gebunden, sondern ist das was er sein möchte oder wie man sich ihn vorstellt. Soll heißen, dass Alisazza sie Gestalt erwählt, worin er als Alisazza zu erkennen ist. Was das Geschlecht betrifft, so erscheint er den Sterblichen in der Form, wie der Klang seiner drei Namen in den Ohren der betreffenden Person klingt. Beispiel: für mich klingt Alisazza und Garilenas nach einem männlichen Namen und Iriel nach einem weiblichen, daher rede ich von ihm/er usw. Wenn für dich die Mehrzahl der Namen weiblich anhört, dann ist Alisazza für dich eine weibliche Person. So einfach ist das und beides ist wahr, denn Alisazza hat so gesehen kein Geschlecht, denn er ist alles zu gleich und wiederrum nichts davon. Da es mühselig ist immer er/sie, Bruder/Schwetser usw zuschreiben und dies den Lesefluss hemmen würde und die Bezeichnung „es“ in meinen Ohren nicht gerade schmeichelhaft klingt, habe ich mich entschieden von ihm als Bruder von Nal´dran zu sprechen. Ob das der Spielleiter, der die Runde leitet, später auch so hält oder anders ist seine Sache.

 

Alisazza, seine Engel und andere Götter

Alisazza mag zwar der Erschaffer der Götterebene sein (siehe „die Geschichte des Initiums“) und damit der indirekte Vater aller Götter, doch ist sein Einfluss in den Welten seiner Kinder begrenzt. Er muss sich an sein eigenes Hochgöttliches Gesetz halten, das lautet „Der Glaube entscheidet über die Macht, den Einfluss und die Existenz der Götter“. Mit anderen Worten: je weniger Glaube, der Gott ernten kann, desto weniger Macht hat er und umso weniger kann er sich einmischen. Aber Alisazza wäre nicht Alisazza, wenn er nicht auch ein Hintertürchen für sich übriggelassen hätte. Denn was ist mit denjenigen, welche an keinen Gott glauben? Nun ihr Glaube (der Glaube an sich Selbst, der Glaube an die Nichtexistenz der Götter) geht an Alisazza, sodass er stets mitwirken kann, sollte eine Welt drohen vernichtet zu werden durch eigene Schuld. Dazu muss man wissen, dass Glaube Energie freisetzt. Diese Energie landet automatisch bei dem betreffenden Gott. Nur Götter können diese Energie verwenden. Der Glaube an sich Selbst oder auch das Glauben an die Nichtexistenz der Götter setzt ebenfalls Energie frei, jedoch ist diese Energie nicht die gleiche wie beim Glauben an die Götter, sondern eine artverwandte Energie und weniger gehaltvoll als die Glaubensenergie. Für normale Götter ist die Nichtglaubensenergie ungenießbar und verursacht beim Verwenden einen Machtverlust, da sich Glaubensenergie und Nichtglaubensenergie gegenseitig negieren. Nur Alisazza allein weiß, wie man sich die Nichtglaubensenergie zu Eigen machen kann, sodass sie einen stärkt statt schwächt. Es ist eins von Alisazzas größten Geheimnissen, wie es ihm gelingt die Nichtglaubensenergie zu nutzen ohne einen Machtverlust hinnehmen zu müssen. Dieses Geheimnis hütet Alisazza in absoluter Perfektion, denn dafür würden die anderen Götter nicht nur Töten, sondern noch ganz andere Dinge vollbringen. 



Alisazza entscheidet jedoch nicht über die Welten seiner göttlichen Kinder allein, viel mehr berät er die Götter und unterstützt je nachdem was gebraucht wird einen oder mehrere Götter, sodass die Welten im Gleichgewicht bleiben. Ob die Götter diese Hilfe annehmen oder nicht, ist unterschiedlich. Manche Götter hassen Alisazza, manche fürchten Ihn und wieder andere genießen seine Hilfe und nehmen sie nur zu gern an. Alisazza hat mit jedem Götter-Pantheon ein Abkommen, welches besagt, dass seine Engel freien Zugang zu ihren Welten haben. Jedoch dürfen die Engel Alisazzas sich nicht zu erkennen geben, außer im Falle einer Invasion der Leerekreaturen. Die Engel dürfen sich einmischen in die Belange der Wesen, müssen jedoch ihre wahre Natur verheimlichen und dürfen keinen Alisazza-Glauben neuetablieren. Erlaubt ist es ihnen mit Absprache des Gottes, wenn es unbedingt sein muss und es nicht anders geht, sich als Gesandte der heimischen Götter auszugeben, damit der heimische Gott den Glauben/die Lorbeeren ernten kann. Aber dies ist nur mit Absprache des heimischen Gottes bez. des zuständigen Götter-Pantheons erlaubt. Der Engel muss dies anmelden und bekommt von Alisazza eine kurze Rückmeldung, ob die anderen Götter dies gutheißen. Die Anmeldung einer solchen Erlaubnis erfolgt im stummen Gebet an Alisazza und wird zeitnah mit einem „Nein“ oder „Ja“ von Alisazza beantwortet. Besteht bereits der Glaube an Alisazza in einer Welt, dann dürfen sich die Engel, wenn es notwendig ist, den Wesen dieser Glaubensgemeinschaft offenbaren. Doch der Glaube an Alisazza ist nicht weit verbreitet und daher ist dies mehr eine Ausnahme als die Regel.

 

Magie, klerikale Macht und Glaube

Engel sind klerikale Wesen und erzeugen durch ihre pure Existenz klerikale Macht, welche in ihren Körpern entsteht und diesen erfüllen. Da diese Engel Alisazza dienen, erzeugen sie reine Alisazza Macht und diese Art von klerikaler Macht hat etwas Besonderes an sich. Sie zerfällt innerhalb von ein paar Minuten zu Magie, wenn sie nicht genutzt wird, um ein Wunder zu wirken. Je erfahrender ein Engel ist, desto mehr erzeugt er klerikale Macht und umso mehr Magie steht ihm zur Verfügung. Die Engel sind in der Lage beide Varianten zu benutzten, also sowohl die reine Macht Alisazzas als auch die Magie. Ein Teil der selbst erzeugten Macht wird automatisch verbraucht, um die Tarngestalt aufrecht zu erhalten. Dadurch, dass sich diese Macht selbsterzeugt, greifen die Engel nur im seltensten Fall auf die Umgebungsmagie innerhalb einer Welt zu, um ihre Zauber zu wirken. Zudem hat es den Vorteil, dass die Engel, weil sie ihre eigene Macht haben, auch in Welten agieren können, wo es keine Magie gibt. Doch diese Macht ist begrenzt, weshalb der Engel gut überlegen sollte, ob er einen Zauber anwendet oder nicht. Der Engel könnte auf die Magie der Welt zurückgreifen, doch dies ist nur in Ausnahmefällen gestattet. Da ein Anzapfen der natürlichen Umgebungsmagie, das Gleichgewicht der Welt ins Wanken bringen könnte. Gerät ein Engel auf ein Magie-Niveau (Mana) von Null, so wird dieser augenblicklich bewusstlos.



Im Initium, der Welt der Engel, greifen diese jedoch meistens auf sie Umgebungsmagie zu. Denn dort herrscht eine enormer Magieüberschuss, aufgrund der Anwesenheit so vieler Engel auf einmal und den regelmäßigen rituellem Gebetsstunden aller Engel am Tag. Denn Beten erzeugt klerikale Macht. Und wenn diese klerikale Macht nicht verbrauchst wird, dann wird daraus Magie, welche sich dann nach und nach mit der Umgebungsmagie verbindet. 

Das klerikale Wirken dagegen erfordert es, dass man die Macht dazu direkt von Alisazza bezieht. Das bedeutet, dass Alisazza dem Engel Macht zukommen lassen muss, was Arbeit für Alisazza bedeutet. Doch Alisazza hat allgemein sehr viele Aufgaben. Das Erlauben der Nutzung seiner klerikalen Macht bedeutet zusätzlichen Aufwand, weshalb Alisazza etwas ungern diese Erlaubnis erteilt. Das spiegelt sich darin wider, dass Engel fürs klerikale Wirken ein wenig Gunst verlieren. Gerät der Engel auf ein Gunst-Niveau von Null, dann wird der Engel bewusstlos und muss sich vor Alisazza verantworten. Darum überlegt ein Engel genau, wofür und ob er Wunder wirken will. Von dem Gunstverlust sind reine Zeremonien, Segnungen und Weihen ausgenommen, da diese den Glauben stärken.

Denn Glaube ist nicht gleich klerikale Macht. Glaube ist wie ein Pfad. Anfangs ist es nur ein Trampelpfad, der mit der Zeit und mit Übung zur großen befestigten Straße werden kann. Auf dieser Straße fließt die göttliche Macht (= klerikale Macht) zum Anwender (Priester aller Völker oder Engel). Ist der Glaube nur ein Trampelpfad, so kann nur wenig göttliche Energie fließen. Ist der Glaube stark und tief, so ist die Straße gut ausgebaut und es kann mehr göttliche Energie fließen. Doch diese Straße muss auch gepflegt werden, sonst verkommt sie und die Energien können nicht mehr fließen. Engel besitzen generell einen hohen Glaubenswert, weshalb die Straße stets gut ausgebaut ist. Doch entschiedet bei Ihnen die Gunst, wie viel klerikale Macht Alisazza ihnen zugesteht. Darum hängt die klerikale Macht bei Engeln mit der Gunst und bei anderen Wesen mit dem Glauben zusammen.

 

Die Todsünden im Sinne des Alisazzas

Genau wie bei jedem Gott kann ein sterbliches Wesen sich vor Alisazza versündigen. Sünden werden jedoch meistens von den Engeln nicht strafend verfolgt, weil die Sterblichen diese zumeist selbst regeln und da Alisazza nun mal das gesamte Sein ist, wozu auch die Sünde gehört. Doch obliegt es den Sterblichen selbst in Sinne des Aspektes der Selbstverantwortung, ob die Sterblichen der Sünde frönen oder nicht. Jedoch gibt es eine Ausnahme bezüglich des Einmischens: Ein Engel (es wird dann immer einer der 7. Legion sein) wird für ein Götterurteil beschwören, dann spricht dieser auch direkt Recht. 



Anders sieht das mit den Todsünden aus. Diese werden von der 1. Legion bei ihren Reisen wahrgenommen und bei der 7. Legion gemeldet, damit diese über die Sünder ein Urteil sprechen kann, welches entweder von der 4. Legion oder der 6. Legion ausgeführt wird.

Diese 9 Todsünden, die strafrechtlich verfolgt werden sind:

 

  1. Tyrannei – Verstoß gegen den Aspekt des Freien Willens
  2. „In Watte packen“ von größeren Gruppen – Verstoß gegen den Aspekt der Selbstverantwortung
  3. Leere-Paktiererei – Verstoß gegen den Aspekt der Bewahrung
  4. Stagnation – Stillstand herbeiführen (Verhinderung von mindestens drei Arten der Veränderung ausfolgender Liste: Naturwissenschaft, Kultur, Magie, Religion, Ethik, Technische Wissenschaft, Medizin, Geisteswissenschaften) – Führt zu Stillstand und Stillstand ist Leere (Leere-Förderung ist hier der strafbare Punkt, Aspekt des Seins)
  5. Ungezügelte Maßlosigkeit – Starke Ausbeutung der Natur, anderer Wesen oder die Erschaffung eines bedeutsamen, weitreichenden Ungleichgewichts zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Aspekt des Gleichgewichts)
  6. Kriegstreiberei – Betreibung eines globalen Krieges, welcher das Potential der völligen gegen-seitigen Vernichtung in sich trägt (Aspekt der Bewahrung)
  7. Erzeugung einer eindeutigen Gefahr für das Fortbestehen der dominanten Spezies (Aspekt des Gleichgewichtes)
  8. Der Versuch, eine absolute, globale Herrschaft zu errichten – Verstoß gegen den Aspekt der Vielfalt, was wiederum das Gleichgewicht schwächt)
  9. Vernichtung von Wissen oder Religion im global bedeutsamen Ausmaß – Verstoß gegen den Aspekt der Bewahrung 

 

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