34 Himmelsbote 24.01.04-I-II

Himmelsbote – Exklusivbericht

Datum: 24.01.04-I-II

Aknara rockt Starbay: Dämonisches Mädchen verzaubert das Theaterhaus

 

Starbay – Am Abend des 20.01.04-I-II wurde das Theaterhaus von Starbay Zeuge eines Auftritts, der die Zuschauer in Staunen versetzte. Aknara, das Dämonenmädchen, erschien in einem dunkelblauen Kleid und der uns bereits bekannten Halbmaske. Es war ihr dritter öffentlicher Auftritt nach Crystalbell am „Dies lucis“ und vor wenigen Tagen in Azura.

 

Gerade als der Vorhang gefallen war und die Menge sich erhob, ertönte Aknaras Stimme vom Geländer einer der Logen. Sie begann mit ihrem „Theater und Konzert”-Lied, das die Zuschauer sofort in den Bann zog:

 

„Der Vorhang fällt, die Leute gehen heim

Sie hatten Spaß und so soll es auch sein

Worum es wohl ging, weiß ich leider nicht

Kein Dämon sah bisher das Rampenlicht…“

 

In sechs bewegenden Versen und einem eindringlichen Refrain forderte sie das Publikum heraus, über die Ungerechtigkeit gegenüber den Dämonen nachzudenken. Das junge Publikum war begeistert, viele sangen und klatschten mit, während ältere Zuschauer nachdenklich dem Text lauschten.

 

Anschließend überzeugte Aknara das Orchester, sie bei einer rockigen Nummer zu begleiten. Mit kraftvollen Akkorden und energischem Rhythmus sang sie über Hoffnung und Frieden, über die Kinder, die nicht mehr heimlich entführt werden, und über die Möglichkeit von Vertrauen zwischen Engeln und Dämonen. Die Botschaft war klar:

 

„Am Tag Licht und Eis, nachts Schatten und Neid

Wir sind im Kommen – seid ihr bereit?

Ja, ihr seid Engel, wir sind Dämonen

Wachen über euch – wollt ihr uns belohnen?“

 

Nach tosendem Applaus leitete Aknara das Publikum sanft in eine ruhigere Stimmung und sang abschließend das Dämonen-Schlaflied, das Geborgenheit und Schutz für Kinder symbolisiert:

 

„Schließ die Augen, mein Kind, schlaf nun friedlich ein

Des Nachts wacht die Dritte über unser Traumheim

Schließ nun die Augen, mein Kind und fürchte dich nicht

Der Ew’ge Drache liebt auch Dämonen wie dich!“

 

Die Wirkung auf das Publikum war beeindruckend. Viele berichteten von einem Wechsel zwischen Begeisterung, Nachdenklichkeit und tiefer Rührung. Besonders bemerkenswert war die Resonanz auf die Botschaft, dass keine Kinder mehr heimlich entführt werden: Aknara erklärte dem Bürgermeister von Starbay, dass die Kinder weiterhin abgeholt würden, doch die Eltern hätten die Möglichkeit, sich zu verabschieden – ein Zeichen für Transparenz und Vertrauen.



 

Mit diesem Auftritt hat Aknara nicht nur ihre künstlerische Vielseitigkeit bewiesen, sondern auch die Herzen der Zuschauer berührt. Sie verbindet in ihren Liedern Unterhaltung mit einer tiefen Botschaft von Hoffnung, Schutz und der Annäherung von Engeln und Dämonen. Starbay hat an diesem Abend erlebt, wie Musik Brücken schlagen kann – zwischen Generationen, zwischen Licht und Schatten und zwischen Welten, die lange getrennt schienen.

 

Himmelsbote – Sondermitteilung der Redaktion
Datum: 24.01.04-I-II

Aknaras Lieder – Eine Stimme, die jeder hören soll

Verehrte Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Wochen hat die Dämonin Aknara mit ihren Auftritten im Initium große Aufmerksamkeit erregt. Ob in Azura, beim Fest „Dies lucis“ oder jüngst in Starbay – ihre Lieder berühren, provozieren und regen zum Nachdenken an. Viele Stimmen aus der Bevölkerung erreichen uns täglich: Man wolle die Worte selbst lesen, die Melodien nachempfinden und sich ein eigenes Bild machen.

Der Himmelsbote hat deshalb beschlossen, ab sofort in jeder Ausgabe zwei Lied von Aknara zu veröffentlichen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, nicht nur über Ereignisse zu berichten, sondern auch die Quellen selbst zugänglich zu machen.

Denn ob man ihre Lieder als Botschaft der Versöhnung, als Aufruf zur Einheit oder als schmerzhafte Erinnerung versteht – fest steht: Sie sind Teil unserer Zeit.

Wir danken allen Leserinnen und Lesern, die uns ermutigt haben, diesen Schritt zu gehen, und versichern, dass wir weiterhin mit größter Sorgfalt dokumentieren werden, was Aknara singt.

So wird in dieser und jeder kommenden Ausgabe zwei Stücke ihrer Lieder beigefügt, damit die Gemeinschaft selbst entscheiden kann, wie sie diese Worte versteht.

Wir danken Aknara für das Einsenden ihrer Lieder als Audio- Version und versichern, dass diese veröffentlicht werden.

Möge der Ewige Drache uns Weisheit schenken, mit offenen Herzen zu hören.

Eure Redaktion des Himmelsboten

PS.: Die Audio-Versionen werden nach und nach folgen, bis dahin haben wir die Texte der bisherigen Lieder für euch:

 

Dies Lucis

[Refrain]
Licht in unser Herz, hell und rein,
fließt von Hand zu Hand, von Sein zu Sein.




Sternenglanz und Himmelsschein,
Dies lucis, wir leuchten heim.

[Strophe]

Eine Flamme, klein und klar,
trägt den Frieden, wunderbar.
Jeder Funke, der hier brennt,
zeigt, was uns voneinander trennt.

 

[Strophe]

Flamme wandert, Herz wird weit,
teilt sich warm in Dunkelheit.
Dämon und Engel, Hand in Hand,
Vergessen, was uns einst verband.

 

[Refrain]

Licht in unser Herz, hell und rein,
fließt von Hand zu Hand, von Sein zu Sein.
Sternenglanz und Himmelsschein,
Dies lucis, wir leuchten heim.

 

[Strophe]

Eine Flamme, klein und klar,
trägt den Frieden, wunderbar.
Jeder Funke, der hier brennt,
zeigt, was uns voneinander trennt.

 

[Strophe]

Flamme wandert, Herz wird weit,
teilt sich warm in Dunkelheit.
Dämon und Engel, Hand in Hand,
Vergessen, was uns einst verband.

 

[Refrain]

Licht in unser Herz, hell und rein,
fließt von Hand zu Hand, von Sein zu Sein.
Sternenglanz und Himmelsschein,
Dies lucis, wir leuchten heim.

 

Spaziergang

[Verse 1]

Wenn wir spät Nachts durch die Straßen zieh‘n
Können wir die Spur‘n der Engel des Tag‘s seh’n
Oft genug erfüllen uns dann Trauer und Neid
Was ihr Tags habt, verliert sich in der Nacht Kleid
So lad ich euch ein, geht mit mir durch diese Nacht
Vielleicht wisst ihr dann, was uns‘re Trauer entfacht

 

[Chorus]

Die Stadt ist leer, so auch mein Herz
Sie ist still, bereitet mir Schmerz
Nur einmal noch möcht ich erleben
Wie es denn ist, sich dem Trubel zu ergeben…

 

[Verse 2]

Siehst du die Bank dort, die an der Ecke steht?
Wie viele Paare hat sie wohl schon erlebt?
Sie saßen dort, haben zusammen gelacht
Und über schöne alte Zeiten nachgedacht
Den Abend geplant, sich auf das neue Buch gefreut
Doch seit ich Dämon bin, die Gemeinschaft mich scheut

 

[Chorus]

Die Stadt ist leer, so auch mein Herz
Sie ist still, bereitet mir Schmerz
Nur einmal noch möcht ich erleben
Wie es denn ist, sich dem Trubel zu ergeben…

 

[Verse 3]

Schau auf das Cafe, heut gibt’s keinen Tee für mich
Auch wenn offen wär: Wer lässt mich an seinen Tisch?
Der Laden dort hat ein wunderschönes Kleid




Doch auch hier gilt: Niemand nimmt sich für mich Zeit
Schau doch selbst, wie du mit mir durch die Straßen gehst:
Nimmst nie meine Hand, weil deine vor Misstrauen bebt.

 

[Chorus]

Die Stadt ist leer, so auch mein Herz
Sie ist still, bereitet mir Schmerz
Nur einmal noch möcht ich erleben
Wie es denn ist, sich dem Trubel zu ergeben…

 

Eine Geschichte

[Verse 1]

Ein Gedicht im Eise für die Ewigkeit,
Im Tempel an der Wand – seit Anbeginn der Zeit.
Eine Geschichte, die heut keiner mehr versteht –
Einen Hinweis geb‘ ich euch, worum es hier geht!

 

[Chorus]

Kommt zu mir Kinder und Eltern, hört mir gut zu!
Eine Geschichte gibt‘s, dann geht’s zur Nachtruh!
Eine Legende, in der Zeit Lauf fast verlor‘n
Doch heute Nacht, in euch wird sie neu gebor‘n

 

[Verse 2]

Ein Kind und ein Gott, im Schnee sie gespielt –
Engel sie schufen – der dann das Leben erhielt.
Aus Licht und Eis haben die beiden sie gemacht,
Der Feind griff, an manch Engel fiel in der Nacht!

 

[Verse 3]

Der Junge, er sah, nachts kann kein Licht sein,
In die Schöpfung des Drachen griff er d‘rum ein
Ersann den Schatten, der kämpft in Finsternis –
So ward der Engel Heer dem Feind ein Hindernis

 

[Chorus]

Kommt zu mir Kinder und Eltern, hört mir gut zu!
Eine Geschichte gibt es, dann geht’s zur Nachtruh!
Eine Legende, in der Zeit Lauf fast verlor‘n
Doch heute Nacht, in euch, da wird sie neu gebor‘n

 

[Verse 4]

Der Kampf fand ein Ende, kaum ein Engel noch stand.
Neun kehrten zurück in das Ursprungsland.
Der Rest zog hinaus, um zu schützen das Sein,
Geheim neun Engel wachten über neues Heim

 

[Verse 5]

Gespalten die Engel, der Schatten war allein.
Gemeinsam bauten Licht und Eis ein neues Heim.
Der Schatten zieht aus, auf seine Wacht er nun geht,
An der Leere Rand als Wächter er heute steht.

 

[Chorus]

Kommt zu mir Kinder und Eltern, hört mir gut zu!
Eine Geschichte gibt es, dann geht’s zur Nachtruh!
Eine Legende, in der Zeit Lauf fast verlor‘n
Doch heute Nacht, in euch, da wird sie neu gebor‘n

 

[Verse 6]

Getrennt von den Brüdern wacht stetig sein Blick.




Niemals, so denkt er, lassen sie ihn zurück.
Doch wacht der Dämon treu über Licht und das Eis
Und jede Nacht fragt er: Wann schließt sich der Kreis?

 

Des Dämonen Schlaflied

[Verse 1]
Die Sterne zieh’n auf, wenn die Sonne versinkt
wenn es dunkel wird, dann mein Lied für euch erklingt
in des Drachen Werk schauten wir voller Drang
doch wird es Nacht, wird es vielen oft Angst und Bahng
Doch auch wenn es dunkelt, so fürchtet euch nicht
Denn über uns alle wacht des Drachen Blick

 

[Chorus]

Schließ die Augen, mein Kind, schlaf nun friedlich ein
Des Nachts wacht die Dritte über unser Traumheim
Schließ nun die Augen, mein Kind und fürchte dich nicht
Der Ew’ge Drache liebt auch Dämonen wie dich!

 

[Verse 2]

Tags schützt die Erste alle Wesen des Seins
Bald schützt du die Erste, wenn auch im Geheim’
Am Tag lehrt die Zweite dich, was du wissen musst
Bald schützt du die Zweite, und zwar voller Lust
Die Engel, sie wachen über alles was ist
Bald wachst du über sie, wofür der Drache dich liebt

 

[Chorus]

Schließ die Augen, mein Kind, schlaf nun friedlich ein
Des Nachts wacht die Dritte über unser Traumheim
Schließ nun die Augen, mein Kind und fürchte dich nicht
Der Ew’ge Drache liebt auch Dämonen wie dich!

 

[Verse 3]

Engel und Dämonen kämpften einst Hand in Hand
Doch dann zerriss Vergessen das einst mächt’ge Band
Doch wir bewahren was war, wir vergaßen nicht
Verkörpern das Dunkel, doch beschützen das Licht
Wann immer ein Engel der Gefahr sich auch stellt
Ein Dämon ihm zur Wacht steht, damit er nicht fällt

 

[Chorus]

Schließ die Augen, mein Kind, schlaf nun friedlich ein
Des Nachts wacht die Dritte über unser Traumheim
Schließ nun die Augen, mein Kind und fürchte dich nicht
Der Ew’ge Drache liebt auch Dämonen wie dich!

 

[Verse 4]

Das Eis und das Licht, unsere Brüder sie sind
Vergessen wir nicht: Auch wir sind des Drachen Kind
Ist auch die Nacht finster, die Hoffnung sei dein
Wir Kinder des Schatten, wir sind niemals allein
Einsam ist nur, wer den ew’gen Drachen nicht kennt
doch wisse: auch in uns seine Liebe stets brennt

 

[Chorus]

Schließ die Augen, mein Kind, schlaf nun friedlich ein




Des Nachts wacht die Dritte über unser Traumheim
Schließ nun die Augen, mein Kind und fürchte dich nicht
Der Ew’ge Drache liebt auch Dämonen wie dich!

 

[Chorus]

Schließ die Augen, mein Kind, schlaf nun friedlich ein
Des Nachts wacht die Dritte über unser Traumheim
Schließ nun die Augen, mein Kind und fürchte dich nicht
Der Ew’ge Drache liebt auch Dämonen wie dich!

 

Theater und Konzert (Ein Vorwurf)

[Verse 1]

Der Vorhang fällt, die Leute gehen heim
Sie hatten Spaß und so soll es auch sein
Worum es wohl ging, weiß ich leider nicht
Kein Dämon sah bisher das Rampenlicht

 

[Verse 2]

Sagt mir warum darf ich es nicht sehen
Die Künstler, die auf der Bühne stehen
Warum lasst ihr uns nicht das Vergnügen
Uns in die Unterhaltung zu entführen

 

[Chorus]

Musik und Theater, Darstellung und Kunst
So viel zu sehen, jedoch nicht für uns
Wollen wir rein, gibt’s keine Karten mehr
Fragt euch mal selbst, findet ihr das fair?

 

[Verse 3]

So oft les ich Berichte, wie das Stück war,
und doch bedenkt: Nie sah ich einen Star.
Nie konnt ich erleben, sich zu verlieren
Wo die Künstler den Abend regieren

 

[Verse 4]

So manches Konzert hab ich versäumt
Von all dem Spaß habe ich nur geträumt
Doch, ach, was solls, dann sing halt mal ich
Und ich weiß: Ungehört machen könnt ihr’s nicht!

 

[Chorus]

Musik und Theater, Darstellung und Kunst
So viel zu sehen, jedoch nicht für uns
Wollen wir rein, gibt’s keine Karten mehr
Fragt euch mal selbst, findet ihr das fair?

 

[Verse 5]

Auch zu sportlichem Kampf dürfen wir nicht hin
Könnt ihr denn wissen, ob ich sportlich bin?
Stellt euch nur vor, jemand würd euch sagen
Euch einzulassen würde man nicht wagen

 

[Verse 6]

Doch genug davon, ich lade euch ein
Zu lauschen – eine Geschichte solls sein
Vergangene Zeit will ich euch bringen
Denn ich denke, was ich kann – ist singen!

 

Licht und Eis – Schatten und Neid

[Verse 1]

Ein Tempel entstand, vor so langer Zeit,
das erste Gebäude, doch steht es noch heut
Gebaut wurde es aus Licht und aus Eis
An seiner Wand spricht ein Gedicht vom Kreis




Ein Kreis, den keiner kennt, der nicht geschlossen
Für euch ein Rätsel, uns lässt es hoffen!

 

[Chorus]

Am Tag Licht und Eis, nachts Schatten und Neid
Wir sind im kommen – seid ihr bereit?
Ja, ihr seid Engel, wir sind Dämonen
Wachen über euch – wollt ihr uns belohnen?

 

[Verse 2]

Im ewigen Eis bautet ihr ein Heim
Für jene die kämpfen, doch lasst uns nicht ein
Und doch stehn wir hier, reichen euch die Hand
Lasst uns erneuern das einstige Bahnd!
Schenkt uns die Liebe, wir schenken euch Schutz
Ein neues Bündnis, für beide zum Nutz!

 

[Chorus]

Am Tag Licht und Eis, nachts Schatten und Neid
Wir sind im kommen – seid ihr bereit?
Ja, ihr seid Engel, wir sind Dämonen
Wachen über euch – wollt ihr uns belohnen?

 

[Verse 3]

Geschaffen aus Dunkel dienen wir dem Licht
Wir wollen Freundschaft, seht ihr das nicht?
Geschlossener Kreis war uns versprochen
Und doch seh ich: Das Wort ward gebrochen!
So bitte ich euch: Vergesst das was war
Zusamm in die Zukunft – der Weg ist klar!

 

[Chorus]

Am Tag Licht und Eis, nachts Schatten und Neid
Wir sind im kommen – seid ihr bereit?
Ja, ihr seid Engel, wir sind Dämonen
Wachen über euch – wollt ihr uns belohnen?

 

[Verse 4]

Es war keine Geschichte, da habt ihr Recht
Aber wollt ihr sagen, mein Lied war schlecht?
Es kann Geschichte werden, stimmt ihr ein?
Lasst die Zukunft für uns alle sein!
Mein Wort, kein Kind wird mehr von uns geraubt
Ab heute Nacht, egal ob ihr mir glaubt!

 

[Chorus]

Am Tag Licht und Eis, nachts Schatten und Neid
Wir sind im kommen – seid ihr bereit?
Ja, ihr seid Engel, wir sind Dämonen
Wachen über euch – wollt ihr uns belohnen?

 

[Verse 5]

Mein Liedlein für heute ist nun vollbracht
Drum sage ich euch nun „Gute Nacht“
Wenn ihr es denn wünscht, dann auch mit Gesang
Auf dieser Bühne voll lieblichem Klang
Doch denkt drüber nach, was ich euch erzählt
Ob ihr die Gemeinschaft mit uns denn wählt

 

[Chorus]

Am Tag Licht und Eis, nachts Schatten und Neid
Wir sind im kommen – seid ihr bereit?
Ja, ihr seid Engel, wir sind Dämonen
Wachen über euch – wollt ihr uns belohnen?



 

Himmelsbote – Sonderbericht
Datum: 24.01.04-I-II

Das Gedicht an der Wand – das uralte Geheimnis von Crystalbell

Seit Anbeginn der Zeit liegt in der Kathedrale von Crystalbell ein Rätsel verborgen, das bis heute niemand zu lösen vermochte. Im ältesten Teil des Bauwerks, einer Wand des ersten Gebäudes, das dort jemals errichtet wurde, sind geheimnisvolle Verse in die Eiswand geritzt.

 

Ursprünglich war dieses Gebäude das allererste Heiligtum, das an jener Stelle errichtet wurde. Über die Jahrhunderte wuchs es, wurde erweitert, umgebaut und schließlich zur strahlenden Kathedrale von Crystalbell, die wir heute kennen. Und doch blieb jene eine Wand stets unberührt. Denn ein mächtiger Schutzzauber ruht auf ihr – keiner vermochte ihn je zu brechen, und so sind die Worte bis heute unverändert bewahrt.

 

Der Text lautet:

“Einst ein Reich aus Schnee und Eis
Kein Leben – nur ein Knabe und ein Greis
Einer gebrochen, voll Gram,
der andere glückselig, von lebendigem Charme.
Einer fragte den anderen, was sollt jetzt geschehen?
Der andere sprach, sie sollten formen Engel aus den Schneewehen.”

 

In kunstvollen Versen erzählt das Gedicht von der Schöpfung der Engel: vom Knaben und vom Greis, die aus Schnee und Eis das erste Engelsgeschlecht formten, von Licht, das ihnen Stärke gab, und von der Finsternis, die ihnen entgegentrat. Besonders auffällig sind die Zeilen, in denen der Knabe mahnt, dass zu Licht immer auch Schatten gehöre.

 

“Der Junge rief aus, wo Licht ist muss Schatten sein
Und dann nimm das Eis – darüber sind sie vereint!”

 

Viele Ausleger sehen darin den ersten Hinweis auf die Dämonen – nicht als Gegner, sondern als Teil derselben Schöpfung. Doch die letzten Worte klingen wie eine Warnung:

 

”Aber noch heute, sieh hin, sind sie doch nicht vereint
Da das Licht trotz des Eises den Schatten verneint.”

 

Aknaras Bezug zum Gedicht

Die Dämonin Aknara, deren Auftritte in Dies Lucis, Azura und zuletzt Starbay die Gemüter bewegen, hat mehrfach auf dieses Gedicht hingewiesen. In ihren Liedern knüpft sie an die alten Verse an und fordert eine Rückkehr zum Gleichgewicht von Licht, Eis und Schatten.



Ihr Rocklied in Starbay griff die Botschaft direkt auf:

„Am Tag Licht und Eis, nachts Schatten und Neid –
Wir sind im Kommen, seid ihr bereit?“

 

Damit stellt Aknara klar: Die Dämonen sehen sich selbst als die „Schattenengel“, deren Dasein schon in den uralten Versen der Kathedrale angedeutet wurde.

 

Ein Rätsel, das weiterwirkt

Wer das Gedicht in die Wand von Crystalbell ritzen ließ, bleibt unbekannt. Manche behaupten, es stamme vom Ewigen Drachen selbst, andere halten es für ein Werk früher Engel. Sicher ist nur: Seit Anbeginn hat es überdauert, geschützt durch eine Macht, die niemand zu durchdringen vermag.

Nun, da Aknara die Verse in den Mittelpunkt rückt, gewinnt die alte Inschrift neue Bedeutung – für Engel wie Dämonen. Ob sie Schlüssel zur Einheit oder Anlass neuer Konflikte ist, wird die Zukunft zeigen.

 

 

 

 

Himmelsbote – Theater & Kultur
Datum: 24.01.04-I-II 

Dämonenkinder im Theater: Starbay erlebt Abend der Überraschungen

Starbay – Gestern Abend wurde das Theaterhaus von Starbay zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Ereignisses: Zwanzig Dämonenkinder besuchten die späte Vorstellung von „Tanz der Vampire“. Begleitet von einem erwachsenen Dämon, wurden die Kinder sicher zum Theater gebracht und wieder abgeholt – wie ein geordneter Schulausflug der Dämonen.

 

Die jungen Gäste trugen die bekannten Dämonenmasken, die ihre Gesichter teilweise verbargen. Doch ihre Begeisterung und Disziplin waren unübersehbar: Sie fieberten bei den Liedern mit, klatschten im richtigen Moment und verhielten sich vorbildlich. Theaterangestellte zeigten sich beeindruckt: „Wären die Masken nicht da, hätte man sie glatt für Engel-Kinder halten können. Sie sind erstaunlich aufmerksam und gleichzeitig voller Freude.“

 

Reaktionen der Engel

Besonders die jüngeren Engel zeigten Neugier und Freude:

„Ich habe noch nie so aufmerksam zugehört. Wie die Kinder sich über die Musik freuen!“, schwärmte die junge Elenara.

„Es ist schön zu sehen, dass wir gemeinsam lachen und die Spannung teilen können,“ fügte der junge Botenjunge Ceryon hinzu.

 

Ältere Engel reagierten eher vorsichtig, manche skeptisch:



„Man kann ihre Ordnung und Freude sehen, aber wir müssen trotzdem wachsam bleiben,“ meinte die Paladina Morvanna.

„Es ist faszinierend, ja, aber man spürt, dass sie anders aufwachsen als wir. Wir müssen beobachten, wie sich das entwickelt,“ kommentierte ein erfahrener Lehrer.

 

Ein Abend voller Paradoxe

Die Kombination aus Disziplin, Begeisterung und kindlicher Freude erzeugte eine Mischung aus Staunen und Beklommenheit. Die jungen Dämonen präsentierten eine Harmonie zwischen Ordnung und Lebensfreude, die Engel und Dämonen gleichermaßen berührte. „Es ist erschreckend und faszinierend zugleich, wie ähnlich sich Engel und Dämonen in ihrer Jugend sind. Dabei sind die Dämonenkinder, die mit der höheren Disziplin,“ sagte ein Theaterangestellter.

 

Fazit: Die späte Abendvorstellung in Starbay zeigte erneut, dass die jüngere Generation der Dämonen Brücken zwischen den Welten schlagen kann. Während die jüngeren Engel die Begegnung als Bereicherung und Abenteuer erlebten, zeigten die Älteren Respekt, aber auch vorsichtige Skepsis. Der Abend hinterlässt die Botschaft: Freundschaft, Verständnis und Geduld könnten den Weg für eine gemeinsame Zukunft zwischen Engeln und Dämonen ebnen – selbst wenn alte Ängste noch bestehen.

 

 

Himmelsbote – Natur & Erfreuliches
Datum: 24.01.04-I-II 

Verschwundenes Iceleuen-Junges in Linaria wiedergefunden

Gute Nachrichten für alle Tierfreunde und insbesondere die besorgten Leserinnen und Leser, die das verschwundene Iceleuen-Junges mit dem markanten blauen Streifen von Kopf bis zum Schweif vermisst haben: Das Jungtier wurde wohlbehalten in Linaria aufgefunden.

Zwei junge Engel, die in der Stadt unterwegs waren, entdeckten das Wesen und nahmen es sofort auf. Sie kümmerten sich liebevoll um das Iceleuen, fütterten es und sorgten dafür, dass es nicht nur sicher, sondern auch wohlbehalten blieb. Dank ihres schnellen Handelns konnte das Tier vor weiteren Gefahren geschützt werden.

Die Dämonen, die das Jungtier ursprünglich betreuten, haben nun die Möglichkeit, es bei der Familie abzuholen. Nach bisherigen Berichten geschieht dies auf eine vorsichtige und respektvolle Weise, sodass sowohl die Engel als auch die Dämonen sich sicher sein können, dass dem Iceleuen kein Schaden widerfährt.



„Es ist ein kleines Wunder, dass das Tier wiedergefunden wurde“, so die junge Engelin Lysiel, eine der Finderinnen. „Wir sind froh, dass wir helfen konnten und dass das Jungtier bald zu den Dämonen zurückkehren darf. Scheinbar haben die Dämonen auch ein Herz für Tiere. Sie schienen wirklich besorgt.“

Diese Geschichte erinnert einmal mehr daran, dass Engel und Dämonen trotz ihrer Unterschiede zusammenarbeiten können, um das Wohl aller Lebewesen zu sichern. Und für die Bewohner von Linaria war es ein freudiger Moment, die beiden jungen Engel mit dem Iceleuen zu sehen, wie sie sich so fürsorglich um das Tier kümmerten.

Der Himmelsbote bedankt sich bei allen Helfern und ruft weiterhin dazu auf, Augen und Herzen offen zu halten – denn manchmal braucht es nur einen wachsamen Blick und ein offenes Herz, um kleine Wunder wahr werden zu lassen.

Dem Ewigen sei Dank! Wir haben uns wirklich Sorgen gemacht! Wir werden sofort Kontakt zu der Familie aufnehmen und uns gemeinsam um eine sichere Rückkehr des Jungen in sein Rudel kümmern. Danke für die rasche und besonnene Hilfe! A.

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