51 Liriels Notizen zum 09.02.04-I-II

 

Da besuche ich meine Mutter und dann das! Ich hatte mir heute frei genommen, um Mutter zu besuchen und zu sehen, wie es ihr geht. Wir trafen uns zum Tee und Mutter schneidete mir einen Apfel, wobei sie mir von dem missglückten Date erzählte. Sie wirkte wirklich unglücklich und dann passierte es – sie schnitt sich in die Hand. Ich verband die Hand und versuchte ihr Hoffnung zu geben. “Balthasar mag zwar nicht besonders gut im Umgang mit anderen Personen sein, doch er liebt dich wirklich. Halt nur auf seine Art.” versuchte ich zu vermitteln. “Ich sehe, dass er mich liebt, doch habe ich das Gefühl in seiner Nähe zu erfrieren.”, meinte Mutter niedergeschlagen und mir wurde klar, dass beide mal dringend reden mussten. Ich verabschiedete mich von Mutter und ging meinen Vater suchen.

Ich fand ihn nicht wie gewohnt in seinem Büro. Das Mentale Netzwerk überprüfend fand ich ihn in der Trainingshalle. Es spielten gerade sein Team gegen das Team der Hexenmeisterin Fußball um die Entscheidung, wer gegen Kitary spielen darf. In der Pause trat ich näher und erklärte, dass es jemand gewagt habe, Uriel zu verletzen. Natürlich hatte ich sofort seine Aufmerksamkeit. Ich sprach auch davon, dass man sie vergiftet habe. Er verlangte mehr Informationen und ich schenkte ihn nach einer Weile reinen Wein ein – er habe sie emotional verletzt und das Gift nennt sich Liebeskummer. Ich glaube, Vater hätte mich am liebsten gerade erwürgt, weil ich ihn nicht sofort gesagt habe, was los ist. Wenn Mutter nur sehen könnte, wie viel Emotion er jetzt in diesem Moment hatte – sie würde ihn dann besser verstehen. Auf jeden Fall ließ er seine Mannschaft nicht im Stich und wartete noch das Endergebnis des Spiels ab – 2: 1 für Balthasars Team. Dann verschwand er und ich machte mich auf den Weg nach Kitray. Wie ich erwartet hatte, war Balthasar dort und tatsächlich redeten meine Eltern miteinander. Sie redeten manchmal aneinander vorbei, doch ich glaube, Vater hat angefangen zu begreifen, was das Problem ist. Ich hoffe, die beiden finden zueinander. Für Vater bedeutet Emotion Zeigen gleich Tod, doch wenn er Uriel nicht verlieren will, muss er lernen genau diese zu zeigen. Ich hoffe, dass man diesem alten Hund das noch beibringen kann. Seufzt – jetzt heißt es aber erstmal wieder an die Arbeit. Schließlich organisiert sich die Versammlung nicht von alleine.



 

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