05 erster Bericht Kathaya zu Kitary

Bericht Kathaya zu Kitary:
14. Juli 3ZdE2
Es ist eine Woche vergangen, seitdem ich in Kitary angekommen bin. An meinem ersten Tag sind mir
gleich zwei Sternenlose begegnet, einem Jungen und einer Frau. Ich war gerade im Gespräch mit dem
Bürgermeister Araton, als ein kleiner, verweinter Junge in die Halla kam und sofort zu Mariel in die
Küche ging. Araton wirkte besorgt um den Jungen, unterhielt sich aber weiter mit mir über andere
Themen. Als ich nach dem Gespräch in die Bibliothek die Zwillinge begrüßen bin, traf ich auf den
Jungen. Es stellt sich heraus, dass der Junge durch einen Streich einen Priester unabsichtlich verletzt
habe und er nun Strafarbeit leisten muss, was er noch nicht einsah. Ich überprüfte das Netzwerk und
stellte fest, dass besagter Junge nicht zu spüren war. Der Junge war etwas frech, aber schien einen
guten Kontakt zu den Zwillingen zuhaben. Während des Gespräches erschien plötzlich eine Frau in
der Bibliothek und mischte sich in unser Gespräch ein. Ich war sehr erschrocken, da sie so plötzlich
anwesend war und nichts im mentalen Netzwerk mich gewarnt hatte, dass jemand dazukommt. Die
Frau war streng und sie umgab eine Aura der Autorität, jedoch auch etwas Unheimliches, was ich
nicht benennen kann. Die Frau stellte mir ein paar allgemeine Fragen und ich beantwortete diese,
wobei ich jedoch zum Teil lügen musste. Dann bat sie mich ihr mein erstes Schneiderwerk zu zeigen.
Ich weiß nicht warum, aber sie war dabei sehr überzeugend und so ließ ich mich dazu hinreißen ihr es
zu zeigen. Danach verabschiedete sie sich und nahm den Jungen mit sich. Wohin, dass weiß ich nicht,
denn als ich ihnen folgen wollte, waren sie schon bereits verschwunden.
Eines fiel mir jedoch während meiner ersten Woche auf: die Leute von Kitary gehen sehr locker damit
um, dass diese Besucher ohne Stern sind. Stets werden die Sternenlosen wie Gäste oder sogar wie
gute Freunde empfangen. Es erinnert mich daran, wie wir Gäste aus anderen Legionen bewirten. Auf
Nachfrage woher diese Engel kommen, zucken die Leute von Kitary nur die Schultern, als würde das
keine Rolle spielen. Allgemein weichen die Leute von Kitary solchen Fragen lieber aus. Doch sie alle
geben mir unmissverständlich zu verstehen, dass diese Sternenlosen keine Gefahr darstellen und
unsere Brüder und Schwestern wären.
Besonders ein Ereignis ist mir jedoch noch im Gedächtnis geblieben: Jeden Abend baut einer der sehr
Alten von Kitary eine Partie Schach auf, jedoch ohne mit jemanden zu spielen. Wenn es an der Zeit ist
sich zu Ruhe zu begeben, räumt er es kommentarlos wieder weg. Auf Nachfrage ob er eine Partie
spielen möchte, sagt dieser stets: „Nein, danke. Ich warte auf einen Freund mit dem ich spielen will.“
Ich fragte mich schon, wer dieser ominöse Freund wohl sein würde, da erschien gestern Abend ein
alter Sternenloser und setzte sich zu dem Alten. Ich hörte ein paar Gesprächsfetzen, bevor sie beide
zu spielen begangen:
Der Alte: „Schön dich zu sehen, warst wohl lange beschäftigt.
Aber sag, warum verschleierst du deine …?“
Der Sternenlose machte nur eine Gestik des Schweigens und der Alte beließ es dabei.
Sie redeten danach nur noch über belanglose Dinge und waren ganz in ihr Spiel vertieft.
Ansonsten kann ich nicht viel über die Sternenlosen erzählen.
Bericht zu Ende.




































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