Kapitel 25

Kael wachte früh auf.

Nicht, weil ihn jemand oder etwas beunruhigte, sondern weil er in diesem Moment eine klare Ruhe empfand. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und die Dunkelheit lag immer noch schwer im Raum.

Livia lag noch an ihn geschmiegt, ihr Atem gleichmäßig, ihre Stirn an seiner Schulter. Ihr konstanter Atem ging auf ihn über. Ließ Freude in ihn aufsteigen, da er sich dessen gewahr wurde, dass sie noch neben ihm war.

Sie war nicht gegangen. Er sagte sich dies immer wieder und jedes mal hüpfte sein Herz vor Freude. Oder war mit stiller Erleichterung gefüllt. Menschen gingen oft, wenn sie etwas nicht verstehen konnten, doch Livia war geblieben.

Der Wolf in ihm war Zufrieden. Und fühlte auch Stolz. Seine Gefährtin war tapfer und mutig. Bei dem von ihr erlebten musste das auch sein. Sie war aus der Asche ihrer Vergangenheit wieder auferstanden und hatte sich ein neues Leben erbaut. Wie ein Phönix.

Kael löste sich vorsichtig, darauf bedacht, sie nicht zu wecken, und stand auf. Der Morgen hatte die Stadt jetzt fast erreicht, Licht fiel weich durch die Fenster. Noch nicht genug um den Raum zu erhellen aber die ersten Strahlen fielen bereits auf sein Bett. Livia räkelte sich im Bett, als sie seine Wärme vermisste. Er zog die Decke höher über ihren Körper, damit sie nicht fröstelte.

Er ging in die Küche, zog sich ein Shirt über und begann, Frühstück vorzubereiten – eine Handlung, die erstaunlich normal wirkte.

Kaffee. Frisch gepresster Orangensaft, Frische Brötchen. Obst. Gekochter Eier.

Es fühlte sich richtig an für seine Gefährtin zu sorgen.

Als Livia schließlich hereinkam, barfuß, noch leicht verschlafen, in einem seiner Shirts, blieb Kael unwillkürlich stehen. Sein Blick folgte jeder ihrer Bewegungen, als wäre sie der einzige feste Punkt im Raum. Er konnte nicht anders. Der Wolf und auch er waren wie immer fasziniert von ihr. Wie sie sich bewegte, beim laufen ihre Hüften bewegte. Kael knurrte unwillkürlich.

„Guten Morgen“, sagte sie leise.

„Morgen“, antwortete er, ruhiger, als er sich fühlte.

Sie setzten sich gemeinsam an den Tisch. Das Frühstück verlief zunächst still und angenehm. Es gab keine Verlegenheit durch die spärliche Kleidung die sie anhatten. Über diesen Punkt waren sie auch weit hinaus. Es herrschte ein gewissen Gleichgewicht zwischen Ihnen.



Dann sah sie ihn an. Und rang anscheinend um Wörter.

„Kael“, begann sie schließlich, „ich… ich habe Fragen.“ Das war klar, weshalb er nur nickte. „Das habe ich erwartet.“

„Diese Verbindung zwischen uns“, sagte sie vorsichtig. „Warum fühlt es sich so… an? Warum scheint es, dass du von Amfang an, seit unseren ersten Treffen nur auf mich fixiert bist.?“

Kael lehnte sich zurück, betrachtete sie offen. „Das ist die Matebindung zwischen uns.“

Sie runzelte die Stirn leicht. „Das klingt komisch.“

„Ist es auch“, erwiderte er ruhig.

Er erzählte ihr von der Verbindung. Von dem Band, das einen Lykae half seine wahre Gefährtin zu finde. Zwei Seiten derselben Medaille, die zueinander gehörten, lange bevor sie es wussten.

„Es ist magisch.“ Fuhr er weiter aus.

„Und dieses Rudel?“, fragte sie leise.

„Ist meine Familie“, erklärte Kael. „Wir leben in Hierarchien, ja. Aber sie geben Halt und Struktur. Es bringt auch Verantwortung mit sich.“

Er zögerte kurz, dann fügte er hinzu: „Am angrenzenden Wald liegt unser Rudelhaus. Dort lassen wir los. Dort rennen wir. Das ist unser Zufluchtsort wenn die Stadt zu viel wird.“

Sie hörte zu. Setzte alles zusammen und versuchte augenscheinlich alles zu verstehen.

Als er vorher von der Partnerbindung sprach, sah er es in ihrem Gesicht. Zweifel. Aber warum sollte sie zweifeln?

„Du glaubst mir nicht ganz, oder? „, stellte er ruhig fest.

„Hast du Zweifel?“ Fragte er ganz offen.

Sie zögerte. „Ich… weiß nicht, wie ich das einordnen soll. Willst du mich also nur, weil der Wolf in dir verlangt das du mich nimmst, weil er es will oder weil dir dein Instinkt es sagt?“

Kael nickte, jetzt verstand er ihre Zweifel. „Das Band nimmt dir nichts. Es verstärkt nur, was da ist. Es macht sichtbar, was ohnehin existiert.“

Er beugte sich leicht vor. „Zwei Seiten einer Medaille, Livia. Wir haben uns gefunden, weil wir zusammen gehören.“

Sie schwieg. Dann atmete sie tief durch. Kael sah ihr in die Augen und umfasste ihre Hände.

„Zweifle niemals daran, dass ich dich will“, sagte er ruhig. „Unabhängig von Instinkt oder Bindung.“

Er hielt ihrem Blick weiterhin stand.

„Du bist klug. Du bist mutig. Du hast Widerstandskraft gezeigt, wo andere aufgegeben hätten. Du hast dir ein neues Leben aufgebaut, aus eigener Kraft.“



Ein kurzer Atemzug.

„Und ich glaube“, fuhr er leiser fort, „dass das, was ich für dich empfinde, nicht nur aus dem entstanden ist, was wir sind – sondern aus dem, wer du bist.“ Er sprach die Worte nicht aus aber er sah es in ihrem Gesicht. Sie wusste welche Worte er nicht ausgesprochen hatte.

Während er sprach ist sie weiter an ihn herangerückt, kam mit ihren Kopf seinen näher und ein Schleier hatte sich über ihren Blick gelegt. Er konnte nicht mehr an sich halten und presste seine Lippen auf die Ihren. Kael war sofort im Rausch der Lust gefangen. Ein Zelt hatte sich in seine Boxershorts geschlichen und er roch auch Ihre Erregung. Er stand auf, zog sie mit sich und verfrachtete sie auf den Tisch. Mit einer schnellen Handbewegung schob er alles beiseite damit sie genug Platz hatte.

Livia stöhnte unaufhörlich an seinem Mund. Ihre Zunge tanzte mit seiner. Ihre Hände krallten sich in sein Shirt und zogen es über seinen Kopf, während er sein Hemd was sie trug einfach in der Mitte aufriss. Sie quickte kurz überrascht. Aber als er ihre rosafarbenen Nippel in den Mund nahm und Ihre Brüsten knetete, war alles das wieder vergessen.

Livias Hände wanderten hinunter zu seinen Shorts, zogen sie über seine Hüften. Sein Schaft sprang hervor. Sie umfasste ihn mit ihren Händen, streichelte auf und ab bis er kurz vor der Explosion stand.

Kael löste sich kurz von ihr und stöhnte:

„Genug.“ Sie sah ihn an und hielt kurz inne. Dann sagte sie:

„Noch nicht.“ Livia zog ihn zu einen weiteren verbrennenden Kuss zu sich.

Gott, sie machte ihn fertig. Er war ganz außer sich und wusste nicht mehr wo oben und unten war. Sein Verstand verabschiedete sich nach jeden streicheln und nach jeden Zungenschlag weiter. Er überlegte ob er ihr noch irgendwas sagen musste, was die Verbindung betraf aber nachdem sie weiter an den Tischrand gerutscht war, wo sein Schwanz ihre durch einen Slip bedeckte Vagina bedeckte, war alles wieder weg.

Sie rieb sich an ihm und mit einer Hand zog er ihren Slip runter. Gott, dieser war schon ganz feucht. Kael dachte noch wie außergewöhnlich sie heute roch. Und irgendwo in seinen Kopf wusste er das es heute anders war. Sie roch so fruchtbar.





Kurz bevor er diesen Gedanken fassen konnte berührten sich wieder ihre Geschlechtsteile. Kael hielt es nicht mehr aus, teilte ihr Fleisch und drang mit einen Stoß in sie ein.

Livia stöhnte laut auf als er sich langsam zu bewegen begann.

Sie flüsterte immer wieder Worte wie mach weiter, hör nicht auf, ich brauch das, stärker

Es dauerte nicht mehr lange und sie kam zu einem Orgasmus durch den sie laut aufschrie. Ihre inneren Wände zogen sie zusammen, drückten und melken bis er es nicht mehr halten konnten. Mit einem lauten Gebrüll schoss er seinen Samen in seine Gefährtin.

Er atmete schwer, sie ebenso. Es dauerte lange bis Kael sich beruhigte und wieder leichter atmen konnte. Dann fiel ihn wieder auf an was er hätte denken sollen. Verdammt.

Er hatte sie wahrscheinlich gerade geschwängert.

Wir haben noch nicht über Kinder geredet, vielleicht will sie auch keines mehr, nachdem sie bereits eine verletzliche Erfahrung gemacht hatte.

Panik ergriff jetzt von ihm Besitz. Er musste schnellstmöglich mit ihr reden. Er zog sich aus ihr heraus was ihr noch ein kurzes Stöhnen entlockt. Sie lag matt und befriedigt in seinen Armen, ihre Augen geschlossen.

Gerade als er ansetzen wollte, spürte Kael wie Mira mit ihm Kontakt aufnahm.

Seine Überraschung war da.

 

 

Wie gut gefällt dir dieses Buch?

Klicke auf einen Stern zum bewerten.

Durchschnitt 0 / 5. Anzahl: 0

Bisher keine Bewertungen

Kommentare