Kapitel 1
Triggerwarnung
Tief atme ich ein. Meine Finger greifen fester um das Gewehr, jederzeit bereit, abzudrücken. Das Fadenkreuz liegt ruhig auf dem Ziel.
„Statusmeldung, Shadow“ höre ich meinen Commander über den Knopf im Ohr. Ohne das Ziel aus den Augen verlieren, löse ich eine Hand und antworte „Ziel im Visier, jeder Zeit bereit, einzugreifen.“ „Verstanden, sollte die Situation eskalieren, haben sie die Befugniss einzugreifen in ihrem Ermessen.“
Bevor ich meine zweite Hand wieder zum Gewehr führe, ziehe ich die Seile nochmal straff, die mich im Baum halten. Dann stabilisiere ich wieder mein Scharfschützengewehr und beobachte die Situation, die sich einige hundert Meter vor mir abspielt.
Mein Team kommt auf die Lichtung, wodurch sich die andere Partei aufrichtet. Über Funk kann ich das Gespräch hören, damit ich die Situation rechtzeitig einschätzen kann. Ein Lichtblitz lässt mich mit dem Zielfernrohr die Bäume absuchen. Es dauert nicht lange und ich entdecke einen Scharfschützen, der zwar ebenfalls in den Bäumen ist, aber wesentlich auffälliger ist.
„Big Boss, keine Hundert Meter auf 2 Uhr befindet sich ein Scharfschütze, der Sie im Visier hat.“ melde ich dem Commander mit dem Codenamen Big Boss.
Ich höre dem Gespräch weiter zu. „Wie ich sehe, haben sie sich nicht an die Regeln gehalten.“ spricht der Commander. „Wieso? Wir tragen hier nur unsere offenen Waffen.“ fragt Boris grinsend.
Bei dem Grinsen, würde ich ihm am liebsten eine Kugel verpassen. Aber wir brauchen ihn leider, denn nur er hat den Standort von unseren entführten Soldaten. Wir wurden als Spezial-Einheit mit der Rettungsmission beauftragt.
„Nun, aber ihr Scharfschütze befindet sich ebenfalls im Radius.“ spricht mein Commander weiter. Mit Genugtuung sehe ich, wie das Grinsen von dem Mann entgleitet. „Woher?“ fragt Boris durch zusammen gebissenen Zähnen. „Shadow hat ihn ziemlich schnell entdeckt. Vielleicht solltet ihr euren Scharfschützen nochmal ausbilden?“ ärgert Commander ihn. „Shadow? Shadow ist hier?“ fragt der Mann leicht verängstigt. Nun schleicht sich ein Grinsen auf mein Gesicht.
„Shadow, würdest du dich mal bitte bemerkbar machen?“ höre ich meinen Commander. Sofort ziele ich auf den einen Reifen von einem der Autos. Innerhalb von Sekunden drücke ich ab, lade nach und habe wieder die Ziele im Blick.
„Also, kommen wir jetzt auf einen Nenner?“ fragt der Commander ihn ungeduldig. Der Mann dreht sich wieder zurück zu ihm und überreicht ihm einen Umschlang. „Laut meinen Informationen, müssten eure Soldaten dort gefangen gehalten werden.“
„Danke Boris, wir melden uns bezüglich der Bezahlung. Sollten deine Infos stimmen und wir können sie lebend befreien, gibt es nochmal einen Bonus.“ spricht der Commander.
Dann treten Sie den Rückzug an. Ich behalte in der Zwischenzeit die Männer im Blick. Boris schreit wütend umher. Deutet auf den Scharfschützen, dann auf den platten Reifen.
Als mein Team in Sicherheit ist, hänge ich mir das Gewehr um und löse die Seile. Langsam klettere ich den Baum hinunter. Unten angekommen, hole ich mir meine Tasche, die ich unter einem Dornenbusch versteckt hatte. Überprüfend schaue ich, ob etwas auf meine Anwesenheit hindeutet, doch ist nichts zu sehen. Wie immer hinterlasse ich keine Spuren.
Auf dem Weg zurück zu meinem Team, versuche ich so wenig wie möglich Spuren zu hinterlassen. Am Treffpunkt höre ich Snoopy wie er sich darüber beschwert, dass ich zu spät komme. Ohne Geräusche zu machen, hole ich meine Pistole aus dem Halfter und halte sie an den Kopf unseres jüngsten Mitglieds. Die restlichen Teammitglieder darunter Big Boss, Harry Potter und Piccolo haben mich schon lange bemerkt und können sich ihr Lächeln kaum verkneifen.
„Ernsthaft, wo bleibt Fiona?“ fragt er. Sofort verändert sich die gesamte Stimmung, das Grinsen auf den Gesichtern meiner Kameraden ist schlagartig verschwunden. Verärgert löse ich die Sicherung der Pistole. Das Geräusch lässt Snoopy sofort umdrehen. Erschrocken blickt er auf die Pistole, die zwischen seine Augenbrauen zielt. „Wie lange bist du schon da?“ fragt er
„Lange genug, um dich auf 25 Arten umzubringen. Wir sind hier nicht in unserem Land. Wir sind auf einer Mission! Solange wir das sind, werden wir nicht mit unseren Namen angesprochen. Dies ist zu unserer Sicherheit, aber auch für die Sicherheit unserer Familie wichtig. Also merke dir das. Das nächste Mal, wo ich den Namen von einen von uns aus deinem Mund höre, werde ich nicht so gnadenvoll sein, verstanden?“ halte ich ihm eine Standpauke. „Ja Shadow. Entschuldige.“ sagt er reuevoll.
Ich nicke es ab und stecke meine nun wieder gesicherte Pistole zurück. „Also, wo werden unsere Kameraden festgehalten?“ lenke ich wieder auf unseren Auftrag zurück.
~-~-~~-~-~~-~-~
Langsam robbe ich mich an den Abgrund Zentimeter für Zentimeter nach vorne. Mit dem Fernroh an meinem Scharfschützengewehr sondiere ich die Gegend. Die Hütte ist zwischen zwei Felswänden gut versteckt. Ohne die Karte und den genauen Ort, hätten wir die Hütte wahrscheinlich nie gefunden.
Ich konzentriere mich auf die zwei Fenster. Sie sind vergittert und haben Vorhänge, wodurch es für mich schwieriger ist, etwas zu erkennen. Trotzdem sehe ich genug. Die Uniform von meinen Kameraden erkenne ich überall wieder. Sie knien mit Händen hinter ihrem Kopf auf dem Boden der Hütte. Blut läuft beiden den Kopf herunter.
Drei Geiselnehmer befinden sich ebenfalls in dem Raum. Einer von ihnen geht vor unseren Soldaten auf und ab. Er scheint nicht zufrieden zu sein, denn plötzlich holt er aus und schlägt den einen Soldaten zu Boden. Die Situation scheint zu eskalieren.
„Big Boss, uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Soweit ich sehen kann, befinden sich drei Gegner zusammen mit den Geiseln im ersten Raum. Ich kann keine weiteren Türen sehen, aber das muss nichts bedeuten.“ informiere ich den Commander per Funk. „Verstanden Shadow. Wir gehen jetzt rein.“ meldet er sich zurück.
Ich beobachte, wie meine Gruppe sich an die Hütte heranschleicht. Als alle auf Position sind, klopft der Commander an. Das Grinsen kann ich mir nicht verkneifen. Durch das Fernrohr sehe ich, wie der eine Geiselnehmer verwundert stehen bleibt. Er sagt etwas und daraufhin geht einer von den anderen zur Tür. Sobald diese geöffnet wurde, stürmt der Commander herein. Zudem wird eine Rauchgranate durchs Fenster, zwischen den Gittern hindurch geworfen. Gleichzeitig schalte ich den einen Gegner, der nach seiner Waffe greifen wollte aus.
Innerhalb von Sekunden werden die anderen beiden Gegner gefangen genommen und unsere Kameraden werden an die frische Luft gebracht, wo sie keuchend nach Luft schnappen.
„Shadow?“ werde ich angefragt von einem der Soldaten, den wir gerettet haben, nachdem er wieder seinen Funk bekam. „Na Wolf, alles gut?“ frage ich ihn grinsend. „Hättet ihr nicht einige Momente früher eingreifen können? Dann hätte der Kerl mir die Nase nicht gebrochen.“ äußert Wolf scherzend. „Du hast dich doch freiwillig für die Mission gemeldet und dich entführen lassen, damit wir herausfinden können wer dahinter steckt.“ werfe ich ihm ebenfalls scherzend vor.
„Genug ihr beiden. Shadow, sichere die Umgebung. Wir durchsuchen in der Zwischenzeit die Hütte, nach weiteren Hinweisen. Wir werden in 20 Minuten per Luft abgeholt.“ schaltet sich der Commander ein. „Ja Sir.“ hallt es von allen nach und nach.






































Hey, entschuldige das ich diesmal so spät bin.. bei mir is es grad etwas stressig.
Dafür ist dein Kapitel umso besser! Irgendwie habe ich nichts anderes erwartet, als das sich Fiona beim Militär eine Namen macht – insbesondere weil sie ja schon von klein auf eine Meisterin im Verstecken war 😉
😉😊