Kapitel 49 – Erste gemeinsame Nacht
Kapitel 49 – Erste gemeinsame Nacht
Cyrus
Erst ging Irina, etwas später folgte Darleen und ich blieb eine Weile alleine im Saal. Mein Blick fiel auf das noch volle Weinglas Aurelies. Ich ging hinaus und bestellte Timm in meine Gemächer, dann ging ich selbst dorthin. Kurz nach mir traf mein Grigoroi ein und verbeugte sich tief. „Du hast die letzten Tage viel Zeit mit der Königin verbracht“, begann ich und deutete Timm an, sich zu setzen. Ich selbst nahm ihm gegenüber Platz. „Hat sie mit dir über irgendwelche Geheimgänge gesprochen?“
„Nein, Herr.“
Ich nickte nachdenklich und fuhr mir über das Kinn. „War sie sonst irgendwie seltsam? Außer den Anmerkungen des Missbrauchs?“
Timmok runzelte kurz die Stirn und lehnte sich zurück. „Jetzt, wo du es sagst … Ja, ich wollte ihr den Zuber füllen und sie meinte, sie will das Wasser selbst holen.“
„Warum wollte sie Wasser holen?“, hakte ich nach.
„Ihre Majestät war in keinem guten Zustand, als sie davon sprach. Daher fragte ich nicht weiter nach.“
Ich nickte langsam. Es passte zu dem, was Irina mir erzählt hatte, als wir nach ihrer Wandlung mit dem Welpen zurück zum Schloss gingen. „Aurelie wurde von ihrer eigenen Familie versklavt. Ich möchte, dass du mehr über diese Zeit in Erfahrung bringst. Aber sei dabei behutsam.“
Timmok sah mich völlig bestürzt an. „Das kann nicht …!“
„Sie ist über einhundert Jahre alt und hat ihre Reife noch nicht durchlebt. Das haben der alte König und die Königin sicher als Schande empfunden.“
„Das arme Kind“, murmelte Timm. „Natürlich werde ich mehr in Erfahrung bringen und dabei behutsam vorgehen. Aber mit Verlaub …“
„Ja?“
„Ich möchte anmerken, dass es für mich nicht einfach ist, Cyrus. Sie ist meine Königin, auch wenn ich dir verpflichtet bin.“
Ich winkte ab. „Ich will nicht jedes Detail wissen. Nur die Dinge, die mir helfen, sie besser zu verstehen.“
Timm setzte gerade zu einer Entgegnung an, als es an der Tür klopfte.
„Herein!“, rief ich. Die Tür ging auf. Aurelie trat ein. Ihre Haare waren erneut völlig zerzaust und verdreckt. Aber das war mir gerade egal, denn hinter ihr betrat Lee den Raum. Erleichterung machte sich in mir breit, sodass ich mich hastig erhob und auf die beiden zuging. Leeander sah nicht gut aus. Und Aurelie hiengen die Augenringe bis zur Nasenspitze. „Danke, dass du Leeander wohlbehalten zurückgebracht hast.“
Sie nickte stumm und wandte sich ab, um in ihre eigenen, neu sanierten Gemächer zu gehen, wobei sie auf halbem Weg schon laut gähnte. Timmok verabschiedete sich ebenfalls. Er würde zu Aurelie gehen und seine Hilfe anbieten.
Leeander trat weiter in die große Wohnstube und ging auf den angezündeten Kamin zu. Dort streckte er beide Hände gegen die Flammen, obwohl er als Grigoroi längst nicht mehr empfindlich gegenüber der Kälte war. Es überraschte mich immer wieder, dass er manche Gepflogenheiten auch nach all den Jahrhunderten nicht abgelegt hatte. Ihm war kalt. Nicht körperlich, das konnte nicht sein. Aber da war eine innere Kälte, etwas, dass ihn zum Frieren gebracht hatte.
Vorsichtig kam ich von hinten und legte meine Arme um ihn. Mein Kinn kam auf seiner Schulter zum ruhen und meine Augen schlossen sich, als mir ein Stein vom Herzen fiel, über dessen Existenz ich mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal gewahr war. „Es muss schrecklich gewesen sein. Es tut mir leid, dass du so lange in diesem Gang warst.“
Lees Schultern sackten nach unten. Mehr würde er an Schwäche nicht zeigen, obwohl er wusste, dass ich ihn dafür nie verurteilen würde. „Es war nicht bloß ein Gang, Cy. Es ist ein ganzes Labyrinth aus verborgenen Gängen. Dunkel. Und kalt.“
„Interessant. Meinst du, es waren früher Geheimgänge? Oder Dienstbotengänge?“
„Ihre Majestät schien sich sehr gut dort auszukennen“, sprach er müde.
Ich nickte unmerklich. „Ich werde sie zu einem späteren Zeitpunkt dazu befragen.“
„Vielleicht weiß sie ja, wo die geheime Schatzkammer ist.“
Leise lachte ich auf. „Unwahrscheinlich. Aber ich werde sie mal fragen.“ Mit den Worten stellte ich mich neben Lee und sah in die Flammen. „Geht und ruhe dich aus, Lee. Ich werde bald zu Bett gehen.“
Mein Grigoroi verneigte und entfernte sich. Kaum war er aus der Tür, zog ich mir leichte Kleidung an, nahm ein Buch und setzte mich auf das Sofa. Das Buch erzählte die Geschichte der Sklavenaufstände, die vor zweihundert Jahren im Goldenen Reich herrschten. Doch erkannte ich schon nach den ersten Seiten, dass dieses historische Werk nicht so objektiv war wie jenes, das ich in meiner eigenen Bibliothek im Osten besass.
Leise Stimmen drangen zu mir hin und doch konnte ich die Aufregung und Freude darin hören. Vermutlich zeigten Emili und Aurillia meiner Königin gerade die Zimmer und erzählten ihr von dem eigenen Zimmer. Vor allem Emili hatte sich sehr darüber gefreut. Die Stimmen entfernten sich ein wenig, und meine Aufmerksamkeit verlagerte sich wieder auf das Buch. Der alte König hatte mit voller Härte auf den Aufstand reagiert. Er hatte aber nicht die aufständischen Sklaven hinrichten lassen. Sondern deren Kinder. Das Buch lobte die weiße Voraussicht des Königs, erklärte bis ins Detail, wie der König die Sklaven bestraft und die Kinder öffentlich foltern und hinrichten lassen hatte.
Angewidert legte ich das Buch beiseite. Ich hatte den alten König unter anderem wegen solcher Vergehen absetzen wollen, und nun war ich nicht anders. Ich hatte die Rechte der Menschen verbessern wollen und tat dies auf Kosten von unschuldigen Vampirkindern. Ich stand auf und ging zu Bett. Aber meine Gedanken kreisten unaufhörlich weiter. Die Kinder der Haremsfrauen hätte ich auf in die Bergdörfer des Westens schicken können. Oder in eines der zahlreichen Klöster. Anstatt die Möglichkeiten zu sehen, hatte ich mich auf die Gefahren beschränkt und damit mein Handeln gerechtfertigt. Mein Blick glitt aus dem Fenster und zum ersten Mal seit der gewaltsamen Machtübernahme kamen mir Zweifel.
Ich musste eingenickt sein, denn ich schreckte auf, durch lautes Stöhnen. Erst verdrehte ich lediglich die Augen und versuchte mich wieder von der sanften, entspannenden Dunkelheit mitreißen zu lassen. Bestimmt hatte ein Grigoroi mit irgendjemandem seinen Spaß und das ausgerechnet hier. In dem Bereich des Schlosses, wo die Gemächer der Königsfamilie untergebracht waren. Oder zumindest hier in der Nähe. Das Schloss war immerhin so verwinkelt, dass es mich nicht wundern würde, fänden wir eine Bedienstetenkammer direkt neben meinen Gemächern, aber zugänglich von einer anderen Seite. Obwohl das wohl eher unwahrscheinlich war.
Ich schlief nicht mehr ein. Zumindest nicht richtig. Immer wieder stöhnte es laut. Mittlerweile fragte ich mich, wie lange das noch so weiter gehen sollte. Ich verbrachte die Zeit in einer Art Dämmerschlaf, durchgängig gestört und davon abgehalten, wieder richtig einschlafen zu können. Mittlerweile hatte sich mein Körper den Lauten ergeben und war bereit, selbst solche zu verursachen. An Schlaf war somit nicht mehr zu denken. Kurz wanderten meine Gedanken zu Carina. Ich könnte rüber gehen und sie mir nehmen. Darüber würde sie sich nicht beschweren, auch wenn es bedeutete, aus dem Schlaf gerissen zu werden. Oder aber ich suchte Irina auf. Diese Grigoroi war das Abbild einer Göttin. Außerdem schliefen Grigoroi nicht. Das Zelt unter meiner Bettdecke wurde immer größer und meine Müdigkeit war sonst wo hin verschwunden. Jetzt war ich wach und erregt. Na, danke auch.
Schnell schlug ich die Decke weg und stand auf. Plötzlich aber veränderten sich die leidenschaftlichen Geräusche, die an mein Ohr drangen. Sie wurden verzweifelter. Schmerzerfüllt. Blitzschnell öffnete ich die Tür zum Flur hin und ging hinaus. Die Laute wurden leiser. Verstummten beinahe. Und dann fingen die Schreie an.
Augenblicklich fand mein Blick deren Ursprung und ich hastete durch die Tür neben meiner. In Vampirgeschwindigkeit legte ich den Weg zum Schlafzimmer meiner Gemahlin zurück, währenddessen ich mich unablässig fragte, wer in der Götter Namen nur bei ihr sein konnte. Wer könnte sie zu solchen Lauten animiert haben? Und anschließend zu diesen qualerfüllten Schreien, die nun herzzerreißend zu mir drangen? Wieder machte sich ein schlechtes Gewissen in mir breit. Ich hätte besser auf sie aufpassen müssen. Ihr Wachen vor die Tür stellen. Das würde ich später sofort nachholen.
Als ich ihr Schlafgemach stürmte, war da niemand. Niemand, der nicht hier sein sollte. Meine Gemahlin, Aurelie, lag im Bett und schlug wild um sich. Sie schrie und weinte. Zwischendurch wimmerte sie oder jaulte ängstlich auf. Die Bettdecke lag am Boden. Selbst Kaldor hatte sich aus dem Bett geflüchtet und tappste aufgebracht vor dem Bett herum, jaulend um Aufmerksamkeit. Für einen Moment blendete ich die Geräusche aus und betrachtete nur ihren Körper. Dadurch, dass sie sich hin und her gewälzt hatte, war ihr Nachthemd bis zur Taille hochgerutscht. So suchte ich nach Anzeichen ihrer Reife. Bei Frauen kam die Lust auf fleischliche Gelüste erst danach. So glaubte ich bis jetzt zumindest. Aber vor mir zeigte sich eindeutig, dass Aurelie noch immer ein Kind war. Keine Kurven, kein Haar, das ihr Geschlecht versteckt hätte. Es roch nach Blut, doch hatte sie nicht ihre Blutung – ein eindeutiges Zeichen, dass sie ihre Reife durchgestanden hätte. Weiter suchte ich im schwachen Mondlicht nach Verletzungen. Und tatsächlich: Sie hatte sich selbst gekratzt. Die Schnittwunden an ihren Armen bluteten zum Teil wieder.
Obschon es mein erster Reflex war, auf das Bett zu springen und sie an den Armen festzuhalten, blieb ich noch eine Weile stehen. Der kleine Wolf war mittlerweile aufs Bett gesprungen und leckte Aurelie verzweifelt jaulend das Gesicht. Aber sie wurde nicht wach. Mir wurde schnell klar, dass sie nicht ohne Weiteres aus diesem Albtraum erwachen würde. Dabei wollte ich am liebsten wieder gehen. Der Blutgeruch ließ meine Erektion noch härter werden, sodass es schon fast schmerzte und das Verlangen in mir verstärkte, mich in den warmen Schoß einer Frau zu versenken.
Langsam ging ich um das Bett herum, stieg auf die Matratze und schnappte mir Kaldor, den ich vor ihren umher schlagenden Armen in Sicherheit brachte und auf dem Boden abstellte. Anschließend griff ich nach den Handgelenken meiner Frau. Weiterhin schreiend setzte sie sich zur Wehr, schlug um sich und traf mich gar mit einem ihrer Nägel im Gesicht. Der Kratzer brannte auf meiner Haut und warmes Blut lief mir die Wange hinunter, aber er würde bald verheilt sein. Übermüdet, genervt und sexuell frustriert schnaubte ich auf und drückte ihre Handgelenke in die Matratze. Als sie daraufhin mit den Beinen ausholen wollte, setzte ich mich auf ihren entblößten Schoss. Nicht die Art, wie ich es diese Nacht bevorzugt hätte. Dafür hatte ich noch eine Schicht zu viel Stoff an mir und definitif die falsche Person unter mir. Schnell schüttelte ich den Kopf, um diesen Gedanken loszuwerden. Sie war noch ein Kind. Und sie hatte Angst. Die Vereinigung mit einer Frau war das Letzte, an das ich jetzt denken sollte.
Tränen ronnen ihr über die Wangen und sie schrie vor Angst. Angst vor dem, was ihr angetan worden war. Vielleicht auch vor Furcht, was ich ihr noch antun könnte, was sie noch alles erleiden müsste. „Bitte nicht!“, wimmerte sie flehend, schluchzte und wand sich erneut. Dieses Mal etwas schwächer. „Bruder, bitte nicht! Wieso?!“ Wieder wurden ihre Versuche, sich zu befreien und mich von sich zu schieben, stärker.
Angespannt presste ich meine Lippen aufeinander. Ashur war ein Mann ohne Ehre oder Respekt. Was hatte er ihr nur alles angetan? Hatte er sie vielleicht sogar schon genommen?
„Geh sofort von ihr runter, du Schwein!“, schrie plötzlich eine sehr wütende Aurillia, welche sich wohl auf mich gestürzt hätte, wäre sie nicht von Emili festgehalten worden. Aufgrund des Lärms, den Aurelie machte, hatte ich die Schritte der Mädchen nicht kommen gehört.
„Mach die Augen auf, Kind!“, rief ich und wandte mich halb zu Aurillia um, obwohl ich auch Aurelie damit wecken wollte. „Ich trage meine Hose, du dummes Ding! Und deine Herrin schläft, wie du sehen kannst! Sie träumt!“
Emili zog an Aurillia. „Komm. Wir sollten nicht stören.“
„Aber er…“
„Nein“, sagte Emili entschieden und zog ihre Freundin weg.
„Aurelie!“ Ich rüttelte sie, doch sie blieb gefangen in ihrem Traum. „Wach auf, Kleine“, versuchte ich es erneut und redete eindringlich auf sie ein. „Du bist hier. Er ist im Kerker. Er wird dir nie wieder etwas tun.“
Plötzlich riss sie die Augen auf. Nur langsam kam ihre Gegenwehr zum Erliegen. „Loslassen“, keuchte sie wimmernd. „Lass los!“, brüllte sie mir weinend entgegen, woraufhin ich meinen Griff um sie lockerte und sie sich ihm entzog.
Ich rutschte von ihr herunter und setzte mich neben sie. Dabei musterte ich sie kritisch. „Möchtest du reden?“
Sie schluchzte noch immer leise, schüttelte aber wie bereits erwartet den Kopf. „Nein. Es ist alles gut, mein König.“ Noch während sie sprach, wischte sie sich gehetzt die Tränen von den Wangen, wo aber immer gleich wieder neue kamen, die sie fast schon panisch werden ließen.
Das kleine, graue Fellknäuel hüpfte wieder aufs Bett, kletterte mit den Vorderpfoten an ihrer flachen Brust hoch und leckte ihr zutraulich das Gesicht. Mit zitternden Händen fuhr sie ihm durchs Fell, bevor sich Kaldor sicher war, ihre Tränen fertig aufgeleckt zu haben und sich zu ihren Füßen niederließ.
Ich brummte unzufrieden. Es wäre besser, sie jetzt einfach alleine zu lassen. Ich müsste dringend Druck abbauen. Außerdem würde Aurelie nun sicher nicht meine Gesellschaft wollen. Nicht die Anwesenheit eines Mannes. Und doch legte ich mich neben sie und zog sie wegen meines aktuell unangebrachten und irrationalen Beschützerinstinkts an mich. „Versuch noch ein wenig zu schlafen. Es ist mitten in der Nacht.“ Ich Idiot hätte die Decke aufheben sollen. Oder zumindest ihr Nachthemd wieder über ihre Beine ziehen müssen. Nun, das konnte ich immer noch, wenn sie mich gleich wieder aus ihrem Bett warf.
Unversehens versteifte sie sich. Wie erwartet ekelte sie sich vor mir. Vor dem Körperkontakt mit einem Manne. Nachdem zu was sie gedrängt, gezwungen worden war, kam das nicht überraschend. Dennoch blieb ich steif liegen und wartete auf eine richtige Reaktion. Sie konnte für sich einstehen, wenn sie wollte, das hatte sie schon gezeigt. Oder traute sie sich nicht? Verschwand ihr Mut, sobald es um Körperkontakt mit einem Mann ging? Bei unserem Kuss hatte sie sich immerhin auch nicht getraut, mich von sich zu stoßen. Nein, sie hatte mitgemacht. Meine Stirn runzelte sich und je länger wir in dieser versteiften Position liegen blieben, desto unsicherer wurde ich mir, um diese Entscheidung. Letztlich stand ich auf und zog dabei ihr Nachthemd ordentlich. Dann bückte ich mich nach der Decke, schüttelte diese aus und legte sie über Aurelie. Während ich zur Tür ging, hörte ich sie leise schluchzen und blieb wieder stehen. Es war einfach unmöglich, sie sich selbst zu überlassen. Frustriert unterdrückte ich ein Schnauben und ging zurück, stieg ins Bett und legte mich wieder neben sie. Dann zog ich sie bäuchlings an mich, so, dass sie meine hartnäckig bleibende Erektion nicht spüren konnte. Tief sah ich ihr in die bernsteinfarbenen Iriden. „Es ist alles gut. Dir wird nichts mehr passieren.“ Sanft legte ich meine Hand an ihre Wange und strich ihr mit dem Daumen über die weiche Haut.
Sie nickte leicht, den Blick ungebrochen mit meinem verknüpft. Sie lehnte sich in meine Hand. Und vergrub im nächsten Moment ihr Gesicht an meiner Brust. Von Zeit zu Zeit drang noch ein gedämpfter Schluchzer zu mir hin, doch ihr Körper wurde ruhiger. Nach einer langen Weile hatte sie sich vollkommen entspannt.
Fassungslos hielt ich sie in meinen Armen, die Augen vor Überraschung und Schock noch immer weit geöffnet, während sich ihre längst geschlossen hatten. Ihr Atem ging regelmäßig und ihr Herz ruhig. Entspannt lag sie in meinen Armen und kuschelte sich im Schlaf enger an mich. Und ich blieb liegen, streichelte ihren Rücken und hing meinen Gedanken nach. An Schlaf war für mich nicht zu denken, dafür war mein Schwanz zu hart und die Erregung zu groß. Immerhin hatte ich schon mehrere Tage keine Frau mehr gehabt und der Blutgeruch hing immer noch in der Luft.
Die Sonne ging langsam auf und erhellte Aurelies weißblondes Haar, sodass es fast silbern schimmerte. Silber, wie die Farbe meines Hauses. Das Gesicht der Kleinen war völlig entspannt; nichts erinnerte mehr an den bösen Traum. An meiner Brust hatte sie sich entspannt. Ein sanftmütiges Gefühl in mir überzeugte meine Mundwinkel, sich zu heben, während meine Hand zärtlich durch ihr silberglänzendes Haar fuhr.





































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