Kapitel 5 – Aufbruch
Kapitel 5 – Aufbruch
Cyrus
Einmal mehr saß Nayara breitbeinig auf meiner Hüfte, wo ich sie mit beiden Händen an ihren Oberschenkel festhielt. Sie selbst hatte ihre Arme um meinen Oberkörper gelegt. Eine Tasche baumelte vor meinem Oberkörper. Daraus stieg uns der Geruch von Brot und Fleisch in die Nase – ein Abschiedsgeschenk von Kathia.
Der Abschied war kurz gewesen. Bei den Kleinsten hatte es sogar Tränchen gegeben. Vor allem Nayara hatten sie rasch ins Herz geschlossen. Ich hingegen war der große, starke Mann, vor dem sie Respekt hatten, auch wenn die Jungs gerne mit mir gerauft hatten.
Leicht drehte ich meinen Kopf zu der Schulter, auf der Nayara ihren Kopf abgelegt hatte. „Sind Leonard und Aurillia denn noch ein Paar? Sie war lange fort.“
„Ich weiß es nicht. Aber zumindest sind sie meines Wissens nicht zerstritten. Es wäre nur logisch, wenn Aurillia bei der Familie Schutz suchen würde.“ Sie kicherte leise, krampfte aber gleich darauf. Lachen konnte sie noch immer nicht schmerzfrei. „Sie hat nur einmal gesagt, dass er so viele Kinder will wie seine Eltern. Und dass sie das nicht will. Ich übrigens auch nicht, also pass nächstes Mal gefälligst besser auf!“
„Vampire können maximal zwei Kinder bekommen, in seltenen Fällen drei.“ Ich ging weiter. Immer in Richtung Süden. „Also sieh es positiv, wenn du das Kind zur Welt gebracht hast, hast du die Hälfte schon geschafft. Und das in deinen jungen Jahren.“
„Genau. Normalerweise haben Vampire aber auch keine Göttin im Nacken sitzen, die ihr Überleben sichern will …“, brummte sie mürrisch.
Das war in der Tat ein Argument, welches ich nicht entkräften konnte. „Ja, da hast du wohl recht. Also werden wir die nächsten dreihundert oder vierhundert Jahre auf den Beischlaf verzichten.“
„Sehr gut erkannt. Also sollten wir die nächsten zwei Jahre noch genießen“, entgegnete sie todernst. „Aber die nächste Zeit musst du wohl ausnahmsweise den aktiveren Part spielen. Bis ich wieder richtig auf den Beinen bin.“
„Als ob ich dich die nächste Zeit besteigen würde. Ich habe zwei gesunde Hände, wenn der Druck zu groß wird.“ Ich sah wieder geradeaus. Noch war Nayara leicht und ich spürte das zusätzliche Gewicht kaum. Aber das würde sich bald ändern.
Zur Mittagsstunde machten wir eine kurze Rast und aßen etwas. Nayara konnte sich ein wenig die Beine vertreten. Dann ging es bis zum Abend weiter. An einem Waldrand hielten wir an und ich baute ein provisorisches Lager. „Ich suche etwas Holz für ein Feuer zusammen. Lauf nicht weg.“
„Verstanden, mein König, Geliebter, Angetrauter, Verbundener und ganz persönlicher Dummkopf.“
Ich musste lachen. Bevor ich ging, gab ich ihr einen Kuss. Persönlicher Dummkopf …
Als ich mit aufgefülltem Trinkschlauch und einem Arm voller Äste zurückkehrte, saß Nay auf dem Boden und rieb über ihren Fuß.
„Tut es sehr weh?“ Besorgt die Stirn gefurcht, legte ich die Äste neben der provisorischen Feuerstelle ab, deren Steine Nayara noch zusammengesucht haben musste, und hockte mich anschließend zu Nay hin. Zum Glück hatte sich die Wunde am Fuß nicht entzündet.
„Es juckt. Sieht aus wie ein Biss, aber von dir ist der sicher nicht. Der muss tiefer gewesen sein …“
„Wölfe haben uns angegriffen. Ich glaube, es war Kaldor, der dich gerettet hat. Er lag die ganze Nacht bei dir.“ Ich sah kritisch auf die Bissspuren. Im Haus von Herold und Kathia waren ihre Wunden gut versorgt worden. Der Knöchel war erst dick angeschwollen, dann aber rasch wieder abgeheilt.
„Kal?“, fragte sie überrascht, wurde dann aber schweigsam. Ich betrachtete sie stumm. Nach einer Weile murmelte sie leise: „Es war wohl schon die richtige Entscheidung, ihn freizulassen. Er gehört nicht in ein Schloss eingesperrt.“
„Er war trotzdem dein Freund und die Art, wie ich euch auseinander gerissen habe …“ Wie ich sie einfach in den Harem gesperrt hatte … Im Schneidersitz setzte ich mich vor die Feuerstelle. „Magst du dich zu mir setzen? Wir haben noch genug Brot und gedörrtes Fleisch. Und frisches Wasser aus einem Bach hier in der Nähe.“ Später würde ich das Feuer entzünden.
Sie lächelte sacht und setzte sich vorsichtig auf meinen Schoß. „Ich gebe dir recht. Nett war es nicht, wie du uns getrennt hast.“ Ihre Hand fand meine Wange und drehte mein Gesicht zu ihrem. „Aber ich habe dir längst vergeben. Ich habe mich für dich entschieden, vergiss das nicht. Wir hätten die Bindung lösen können. Aber das haben wir nicht. Was wir heute haben, das beruht auf gegenseitigem Willen.“ Sanft streiften ihre Lippen die Meinen. „Verzeih, dass ich es dir früher so schwer gemacht habe …“
„Früher?“ Nur mühsam konnte ich ein breites Grinsen unterdrücken und schaffte es, ein ernstes Gesicht zu machen. „Du machst es mir immer noch schwer. Der Sturz in die Tiefe oder die Verletzung durch das Schwert? Wenn wir am Ziel sind, wird mein Rücken ganz schief und krumm sein.“
„Du hast recht. So etwas darf nicht wieder vorkommen.“ Ihre Lippen entfernten sich von mir. „Ich muss besser werden. Sobald ich wieder auf den Beinen bin, löst du dein Versprechen ein und trainierst mich.“
Ich zog sie wieder näher zu mir und presste meine Lippen auf ihren Mund. Ihre Nähe, ihre Worte, die beiden Herzschläge … Sie berauschten mich. Mein Kuss wurde fordernd. Keuchend ließ sie ihre Hände an meinem Körper hinuntergleiten, direkt zu meinem Gürtel, an dem sie sehnsüchtig zu ziehen begann. Mein Schwanz pochte und zuckte erregt. Trotzdem hielt ich sie zurück. „Ich kann dich nicht den ganzen Tag tragen, weil du verletzt bist und dann am Abend deine Verletzung ignorieren.“ Mein Atem ging schwer. Aber ich riss mich zusammen.
„Ich lege mich hin! Du darfst oben!“, keuchte sie energisch.
Meine Selbstbeherrschung bröckelte. „Du bist verletzt …“
Ihre Fingerspitzen fanden den Weg in meine Hose. Nur leicht strich ihr Daumen über die Öffnung an meiner Eichel, um meinen Lusttropfen zu verteilen.
Ein tiefer, kehliger Laut entwich meinen Lippen. Eine Mischung aus Stöhnen und Knurren. Der Duft ihrer eigenen Erregung drang in meine Nase und ich sog diesen Geruch gierig ein. „Beiß mich!“, befahl ich rau.
Ich brauchte nicht lange zu warten. Nay versenkte ihre Fänge in meinen Hals und stöhnte hemmungslos, als mein Blut ihr in den Mund schoss. Geblendet von meiner Lust bemerkte ich erst reichlich spät, dass ihre Hände meinen Gürtel mittlerweile geöffnet hatten und ihre Hand sich sowohl zärtlich als auch verzagend um mein Gemächt legte.
Sie zog ihre Fänge zurück und leckte mir süchtig über die Haut. „Ich will dich“, raunte sie, die Stimme lustgetränkt. „Ich will dich in mir, Cyrus.“ Langsam ließ sie von mir ab, löste sich mit einem Kuss von mir und legte sich vor mir auf den Waldboden. Mit ihren Händen raffte sie den Stoff um ihre angewinkelten Beine und präsentierte sich mir schamlos.
Ich starrte auf ihre Mitte. Im Schein des Feuers erkannte ich, wie nass sie war. „Berühre dich selbst.“
„Cyrus, nimm mich! Bitte!“ Ungeduldig wackelte sie mit ihren Schenkeln.
„Nein, erst steckst du zwei Finger in deine Grotte und dann leckst du sie ab!“ Während ich gebannt auf ihre Mitte starrte, zog ich meine Hose bis zu den Knien herunter und nahm meinen Schwanz in die Hand, um ihn mit schnellen Bewegungen noch härter zu machen.
Sie tastete sich vor, bemüht darum, die Muskeln in ihrem Bauch nicht anzuspannen. Als ihre Finger die Perle zwischen ihren Beinen erreichten, nahm sie sich einen Moment und rieb sich stöhnend. Erst als ich warnend zu knurren begann, führte sie sich mit einem erregten Grinsen im Gesicht zwei Finger ein, holte sie wieder hervor und führte sie an ihren Mund. Lasziv streckte sie ihre Zunge heraus und begann, ihre Finger wieder zu säubern – den Blick dunkel auf mich gerichtet.
Meine Erektion schmerzte schon. Ich konnte nicht länger warten und positionierte mich zwischen ihren Beinen. Ganz vorsichtig beugte ich mich vor, rieb meine Eichel an ihrer Mitte und drang langsam in sie ein. Obwohl es mir schwerfiel, wartete ich auf ihre Reaktion. War es zu früh? Schmerzte ihre Wunde zu stark? Dann könnte ihr heißer, feuchter Schoß noch so verführerisch pochen …
Wimmernd legte sie ihre Arme um meinen Hals und zog mich zu ihr hinunter, sodass ihr Atem heiß in meinen Mund drang.
„Hast du Schmerzen?“, fragte ich besorgt und hielt sofort inne.
Hastig schüttelte sie den Kopf. „Nein, nur ein Ziehen. Mach weiter, einfach … langsam.“
Vorsichtig und langsam also. Ich küsste sie, bewegte mich kontrolliert und genoss jedes Stöhnen, das in meinen Mund drang. Der Druck in mir baute sich schneller auf, als mir lieb war. Mit jedem langsamen Vordringen wurde sie enger und ihr Stöhnen lauter. Nur mit Mühe hielt ich meinen eigenen Höhepunkt zurück, bis ich das verräterische Zucken an ihren inneren Wänden spürte. Vorsichtig stieß ich etwas kräftiger zu, um auch mich zum Höhepunkt zu bringen, achtete dabei aber auf die Signale ihres Körpers.
Schwer keuchend legte sie ihren Kopf in den Nacken. Die Augen hatte sie geschlossen und die Hände in mein Hemd gekrallt, während ihre Lippen leicht offen standen, allzeit zu jeder Sünde bereit. Die Ader an ihrem Hals pulsierte ebenso einladend wie der weit gestreckte Hals. Es war unmöglich, dem zu widerstehen, und so biss ich zu.
„Cyrus!“, stöhnte sie laut. Ihr ganzer Körper bebte und das Zucken in ihrem Innern wurde noch stärker. Immer wieder pressten sich ihre Wände rhythmisch an meinen Schwanz. Mit jeder Bewegung wurde sie lauter. „Cyrus!“ Sie schrie meinen Namen während ihres Höhepunktes, der sich beachtlich in die Länge zog.
Ich keuchte schwer und ergoss mich in meinem Weib. Doch bevor ich erschöpft zusammenbrach, löste ich meine Lippen von ihrem Hals und leckte das restliche Blut auf. Dann rollte ich mich von ihr herunter und blieb neben ihr, auf dem Rücken, liegen. Mein Atem ging nur stoßweise und das Blut in meinen Adern rauschte so heftig, dass ich es ohne Weiteres hören konnte. Mein Blick ging sofort zur Seite. „Geht es dir gut?“
Nayara atmete schwer. Den Blick in den Himmel gerichtet, nickte sie. Ihre Hand fuhr über ihren Bauch – hin zu der Wunde. Kaum berührte sie sie, zuckte meine Geliebte zusammen, das Gesicht schmerzhaft verzogen. „Alles gut“, setzte sie schnell nach.
Ich gab ihr einen Kuss auf die Wange und stand auf. Dann wandte mich dem Feuer zu. „Magst du schon schlafen?“ Stirnrunzelnd drehte ich mich um, nur um gleich darauf leise zu lachen. An Ort und Stelle war sie eingeschlafen. Liegend auf dem Waldboden, die Haare wild um ihren Kopf herum verteilt und gefüllt mit meinem Samen, der demnächst seinen Weg aus ihr herausfinden dürfte.


























































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