Kapitel 37
Kunstvolle Rosen zwischen Dornenranken schwingen sich durch ein schwarzes Gitter einer Sicherheitstür des Fahrstuhls. Ein kleiner Käfig auf der letzten Etage. Von allen anderen Ebenen ist dies die einzige Sicherheitsvorkehrung, die sich von der schlichten Variante unterscheidet. Auch ohne den Fahrstuhl öffnet sich das Gitter, als sei Skyla angekündigt. Das Kunstwerk aus Metall knickt ein und schiebt sich zur Seite. Sie erhält freien Zutritt in einen langen Flur mit wenig Licht. Über den dunklen Holzdielen liegt ein violetter Teppich, der hochwertig wirkt wie der Rest der Einrichtung. An den Wänden hängen große Gemälde mit so viel Liebe im Detail, das Skyla sich am liebsten die Zeit nehmen möchte, um jedes Einzelne genauer zu betrachten. Auf jeder Leinwand steht die Rose im Mittelpunkt. Manche Werke sind düsterer, andere strahlen vor Eleganz. Auf dunklen Eichenkommoden befinden sich Sträuße mit frisch geschnittenen Rosen. Eine Sorte, die nicht nur ein weinrotes Kleid trägt, sondern auch einen zarten Duft im Raum verteilt. Auffällig sind die vielen Staubpartikel in der Luft. Der Ort wirkt verlassen. Etwas, was im Widerspruch zu den Vasen steht. Es gibt viele Türen zu öffnen, aber Skylas Gefühl rät ihr, dem Flur zu folgen. Die Dielen knarren unter ihren Füßen und die wenigen Lampen an den Wänden flackern auffällig.
Von der Einrichtung her vermutet Skyla ein Hotel. Verlassen wie das, worin die Geisterjäger nun wohnen. Der Wald wirkt groß und, daher hofft Skyla, das Gebäude wurde bislang durch die hohen Bäume in unmittelbarer Nähe versteckt. Eine Ecke, die noch nicht von Justin und Milan erkundet wurde. Wachsam schreitet sie voran und scannt jeden Winkel ab. Die Griffe sind vergoldet und die Türen geschlossen. Aber auch wenn keine Kameras auszumachen sind, fühlt sich Skyla beobachtet. Eine dunkle Präsenz. Voll von Neugier und Erwartungen. Ein fürchterliches Gefühl, dass ihr im Nacken liegt und ihre Nerven bis aufs Äußerte anspannt. Der Flur geht in die Kurve zu einer eindrucksvollen Treppe mit Geländer. Wenige Stufen führen hinauf zu einem Podest, von wo sich der Aufstieg nach links und rechts teilt. Die gewinkelten Arme sind von Rosenranken umschlungen und selbst auf den einzelnen Stufen findet Skyla einzelne Blütenblätter. Aus dem oberen Stockwerk lassen sich Stimmen vernehmen und eine davon stammt eindeutig von Kai. Der Bär präsentiert sein lautes und nervtötendes Mundwerk. Selbst in Gefangenschaft. Skyla seufzt. Sie hat für einen kurzen Zeitraum vergessen, wie schön die Stille auch sein kann.
Auf den Weg hinauf entgeht Skyla nicht, wie sich die Dornenranken bewegen. Es erinnert sie an Schlangen, die sich ganz langsam fortbewegen, damit ihre Beute sie nicht entdeckt. Skyla überlegt, ob es sich dabei vielleicht um Drachen handeln könne. Noch bleibt ihr die Welt der magischen Geschöpfe fremd und undenkbar wäre es nicht. Darauf bedacht, Abstand zu dem dornigen Gestrüpp zu halten, erklimmt sie die letzte Treppenstufe und ignoriert die zwei Eingänge in weitere Gebäudeflügel. Ihre Aufmerksamkeit gehört mehr dem großen Torbogen, von wo sie freie Sicht auf Segone hat. Der Dämon sitzt königlich auf einen riesigen Thron und hält geduldig Blickkontakt. Das bereits bekannte Schwert steckt weit vor Kais Entführerin im Boden, als wolle der Dämon, dass Skyla es benutzt. Mit Unbehagen durchschreitet Skyla den Durchgang und bekommt mit, wie sich die großen Flügeltüren in Bewegung setzen und sich bereits hinter ihr schließen. Türen aus Massivholz, die sie ohne ihre Macht sicherlich allein nicht in Bewegung setzen kann.
Segone macht keine Anstalten, sich zu erheben. Ihre Miene ist dennoch erhellt, als freue sie sich über den Besuch. Mit ihrem grazilen Kleid und ihrer anmutigen Art kommt sie dem Bild einer Königin sehr nahe. Das Sonnenlicht kämpft sich trotz der großen Bogenfenster schwer hinein, womit der Dämon teils in Dunkelheit getaucht ist. Vor der Verglasung ranken überall Rosensträucher hoch und erblühen im gesamten Raum. In einer riesigen Halle mit hohen Decken, in der sich Skyla winzig klein fühlt.
„Meine Bosheit? Ihr seid gekommen?“
Kai klingt, als könne er sein Glück nicht glauben. Der kleine Bär steckt in einem schwarzen Vogelkäfig mitten auf einem kleinen Podest neben dem Thron. Welch Ironie. Auch die Geistjäger steckten den Bären in einen Vogelkäfig. Eine Behausung, die Kai nicht fremd ist. Skyla scannt ihren Schutzgeist kurz nach Verletzungen ab, aber Kai wirkt unbeschadet. Ein Glück für Segone.
„Sag, wo genau befinden wir uns hier? Ich hielt den Ort für ein Hotel. Nun aber habe ich meine Zweifel. Befinden wir uns noch dort, wo meine Freunde hausen?“
Skyla bleibt überzeugt, dass Segone jedes ihrer Worte vernahm, denn sie sprach laut genug und doch schweigt der Dämon. Die Akustik in dem Raum ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Skylas Stimme hallt nach. Etwas, was sich ungeheuerlich anfühlt. Beim Schwert angekommen zögert Skyla und betrachtet es aus nächster Nähe. Ein Blick hinauf zeigt die Neugier des Dämons. Segone beugt sich vor und blinzelt nicht mal, als könne sie etwas verpassen. Wahrscheinlich wird Skyla bereits geprüft, daher beschließt sie jeden weiteren Schritt zu überdenken.
„Forderst du mich zu einem Duell heraus, Segone?“
Damit entlockt Skyla ihr ein Lachen. Es klingt dunkel und bedrohlich, womit das Schwert umso verlockender wirkt.
„Nicht!“, ruft Kai, als wüsste er, was Skyla vorhat. „Lasst das Schwert dort. Es ist ein Pakt.“
Augenblicklich verstummt Segone und wirft ihrem Gefangenen einen giftigen Blick zu, als habe er all ihre Pläne damit zerstört.
Nun da Skyla die Wahrheit über das Schwert kennt, macht sie einen großen Bogen darum und nähert sich dem Thron. Damit hat sie Segones Aufmerksamkeit.
„Mein Schutzgeist“ Skyla deutet genervt auf Kai. „Ich hätte ihn gern wieder.“
„Ihr seid tatsächlich gekommen, um mich zu befreien? Das stimmt mich unfassbar glücklich.“
Die emotionale Heulsuse verliert gegen seine Tränen und so weint der Bär vor Freude. Als wäre dies nicht genug empfindet Skyla sein nachträgliches Schniefen als störend bei den Verhandlungen. Mit Tränen und emotionalen Ausbrüchen kann sie leider wenig gut umgehen. Sie gibt sich Mühe und doch überfordert sie solch ein Verhalten ungemein.
„Noch befindet du dich nicht in meinem Reich, sondern in seinem Kopf“, berichtet Segone ihr mit einem amüsierten Lächeln, das Skyla nicht geheuer ist.
„Ah gut.“ Skyla erwidert das Grinsen. „Ich war mir dessen nicht bewusst. Also bin ich auch nicht tot oder irre ich mich?“
„Nein noch nicht.“
Segones Augen funkeln böse.
Als sich der Dämon vom Thron abstößt und sich geschmeidig erhebt, wittert Skyla Gefahr. Davon mal abgesehen, dass der königliche Stuhl aus schwarzen Totenköpfen besteht. Ein Haufen Knochen, die menschlich aussehen. Aus Reflex sammelt sich Energie in Skylas rechte Hand, deren Arm sie bedrohlich hebt und Segone böse lachen lässt.
„Niedlich.“
Kaum spricht Segone zu Ende, ist sie auch schon verschwunden. Skyla blickt sich überrascht um und dreht sich im Kreis. Doch der Dämon lässt sich nicht ausmachen.
„Kai! Siehst du sie? Sie ist nicht weg oder?“
Das wäre zu einfach.
„Ich weiß nicht. Ich sehe sie nirgends“, stottert der Bär, als begreife er nicht, was hier gespielt wird.
Lautes Geschrei erfüllt den Raum. Von der Decke fällt eine Frau hinab in den Thronsaal. Die Fallende schüttelt im Sturz einen Beutel aus ihrem Ärmel und wirft ihn hinab, ehe sie Bodenkontakt hat. Das dunkle Säckchen öffnet sich auf den Holzdielen und bunter Staub verteilt sich in alle Richtungen. Auf der glitzernden Wolke wird der Fall gebremst, als lande die Dame in einem Sprungtuch. Dort rekelt sie sich und seufzt laut, bevor sie ihre Umgebung erkundet. Skyla blinzelt verwirrt, denn es Naomi, die in Kais Kopf landete.
„Naomi? Du bist hier? Etwa, weil dich gerufen habe?“
Der Unglaube spricht aus ihr. Naomi brummt, während ihre Augen sich verengen.
„Verhext! Ernsthaft? Wie konnte das passieren?“
„Ah, du bist nicht freiwillig hier“, hört Skyla daraus und schnalzt abwertend mit der Zunge.
Naomi winkt genervt ab und rutscht von dem glitzernden Staub hinab sicher auf den Boden.
„Ich erschaffe ein Portal hinaus, aber das dauert einen Moment.“
„Können wir Kai mitnehmen?“
„Bedaure, das ist seine Erinnerung.“
„Wissen wir, wo er steckt?“
Naomi nickt nur knapp und legt den Finger auf ihre Lippen, aber Skyla denkt nicht mal dran, still zu sein, denn es gibt noch eine wichtige Sache zu klären.
„Milan steckt hier noch irgendwo! Wir können nicht gehen!“
„Milan?“ Allein wie abwertend die Hexe seinen Namen nennt, macht Skyla wütend. Zumal Naomi belustigt gluckst. „Du hast ihn aus dieser Welt herauskatapultiert. Er ist schon lange zurück. Allein sein Blick war göttlich. Hoffentlich erkennt er nun, was für eine Gefahr du wirklich darstellst.“
Skylas sucht vergebens nach Anzeichen eines Scherzes, aber Naomi schert sich nicht mehr um sie und streckt die Arme aus. Funken entstehen um die Hexe herum und die Luft wirkt aufgeladen vor Energie. Skyla spürt, wie sich ihre Körperbeharrung aufstellt. Ein beklemmendes Gefühl macht sich bei ihr breit.
„Milan ist in Sicherheit? Du kannst mir das garantieren?“
„Mhm! Und jetzt sei mal still!“
Einerseits kann Skyla aufatmen, dass Milan aus dem Gefahrengebiet gebracht wurde. Anderseits fühlt sie sich schlecht, wie es dazu kam und dass sie mal wieder schuld an allem ist.
Besorgt tritt Skyla an den Thron und öffnet den Käfig. In der Hoffnung, damit seien alle Probleme gelöst. Kai scheint ihren Kummer zu erkennen und klopft ihr kumpelhaft auf die Schulter.
„Das ist doch gut oder?“
Ja und nein.
Skyla will nicht wissen, wie es sich anfühlt, gewaltsam aus der Welt katapultiert zu werden. Vielleicht war es schmerzhaft und erneut unterschätze sie ihre Macht.
„Hey!“, beschwert sich Naomi, woraufhin sich Skyla überrascht umdreht.
Der Zorn der Hexe verglimmt, als sie Segone vor sich ausmacht. Der Dämon steht auf einem Kreis aus magischen Runen, die wie Schlüssel aussehen. Eine glitzernde Linie in violetten Farben. Segone verwischt diese mit ihrem Schuh und betrachtet Naomi anerkennend. Justins Freundin steht jedoch der Mund offen und die Augen sind geweitet vor Schreck. Die Haut der Hexe nimmt einen kränklichen Teint an, während der Schock sie lähmen zu scheint.
„Willkommen, Naomi. Du bist ein Genie und Regelbrecher. Begabt, aber verstoßen. Du hast hohe Ziele und scheust dafür keine Opfer. Auf die Leute wirkst du kalt und unnahbar, daher meiden sie dich und du kennst die Bedeutung von Einsamkeit zu gut. Ich fühle deinen Schmerz. Skyla ist nicht nur eine schlummernde Gefahr, sondern auch eine Liebesrivalin. Hier steht mächtig viel für dich auf dem Spiel. Nicht wahr?“
Der Dämon beweist sich als eine Silberzunge. Ihre Worte erreichen die Hexe und die neuen Aussichten lassen Skyla schwer schlucken. Die kurze Pause zeigt Wirkung, denn Naomi stiert zu Skyla hinüber und durch ihre Augen blickt der Hass heraus.
„Fühl dich geehrt, denn ich erwähle dich ebenfalls als meinen Nachfolger. Es kann aber nur ein Königskandidat das Amt antreten, was bedeutet, dass ihr um euren Titel kämpfen müsst.“
„Nein! Naomi, wir mögen uns zwar nicht, aber wir sind ein Team.“
Kichernd tritt Segone aus dem Weg und schlendert in den Hintergrund, während Naomi ihre Finger zu Krallen ausfährt. Funken und Blitze entstehen in diesen und huschen zwischen den Händen der Hexe hin und her.
„Sorry, aber du bist eine Bedrohung. Ich hinterlasse keine Zeugen und mit deinem Tod enden die Strapazen. Aber keine Sorge, die beiden Dämonen folgen die in Kürze.“ Naomis Züge erhellen sich. „Das ist so simple. Wieso bin ich nicht früher darauf gekommen?“
Skyla schüttelt ungläubig den Kopf. „Hör auf! Du redest von Mord! Das geht zu weit!“
Doch die Hexe scheint sich an den Gedanken nicht zu stören und lächelt siegessicher, woraufhin das Medium die Zähne bleckt.
„Nein! Ich töte dich nicht!“
„Ich weiß“, kichert ihr Gegenüber und schießt auf die Sekunde Blitze los.
Wie Pistolenschüsse kommt ihre Magie angeflogen und Skyla weicht erschrocken aus. Naomi vergeudet keine Zeit. Sie geht direkt in die Offensive und ihr Vorteil ist es, dass Skyla das Ganze noch zögerlich verarbeitet. Ihre vermeintliche Verbündete hat die Seiten gewechselt und trachtet nach ihrem Leben. Eine hochbegabte Hexe, der Skyla sicherlich nicht gewachsen ist.
Als ständen die Chancen nicht bereits schlecht genug, angelt sich Naomi den nächsten Vorteil. Der geschockte Gesichtsausdruck von Kai zeigt, dass der Schutzgeist keine Kontrolle darüber hat, dass er plötzlich zu schweben beginnt. Als habe die Erdanziehungskraft keine Wirkung mehr auf ihn, überschlägt sich der kleine Bär mehrere Male in der Luft und wedelt panisch mit den Armen umher, als versuche er, dagegen zu steuern. Einige Bewegungen erinnern an Schwimmbewegungen. Skyla streckt ihren Arm aus, um zu helfen, hält aber inne, als die Funken Naomis Magie ankündigen. Die Blitzadern kesseln Kai ein. Bleiben aber dennoch auf Abstand. Skylas Schutzgeist reagiert auf die Hexenmagie und leuchtet in einem schaurigen Violett. Kai reißt das Maul auf, als wolle er schreien, nur verlässt kein Laut seinen Mund. Der Unglaube steht Skyla im Gesicht. Frustriert, machtlos zusehen zu müssen, wie ihr Schutzgeist der Hexe ausgeliefert ist, und schockiert, wie weit die Hexe die Probleme angeht.
„Hör auf, Naomi!“
Aber Justins Freundin kichert böse und schreitet gemächlich an ihnen vorbei. Sie platziert ihren Hintern auf Segones Thron und schlägt das eine Bein über das andere. Während Kais Gestalt sich verändert. Seine Züge werden wilder und haben nichts mit einem niedlichen Stofftier zu tun. Er nimmt die Gestalt eines richtigen Bären an und wächst auf eine beachtliche Größe, womit er Skyla um Längen überragt. Die Pupille und Iris verblasen immer mehr, bis nichts mehr davon zu sehen ist und die Augen violett glühen. Als habe der riesige Grizzlybär Tollwut läuft ihm die Spucke aus dem Maul, dennoch sind es die Pranken und Muskeln, die Skyla fürchtet. Ihr Schutzgeist bewegt hektisch den Kopf, als kämpfe er um die Kontrolle, bis er plötzlich in der Bewegung erstarrt und das Medium mit einem teuflischen Ausdruck fixiert.
„Kai! Hey, Kai! Erwache verdammt!“
Skylas Rufe sind vergebene Müh. Ein Knurren verlässt das Maul der wilden Bestie. Noch bewegt sich ihr Gegenüber nicht und doch will sie ihr Schicksal nicht herausfordern. Frustriert presst Skyla ihren Mund zu einem Strich und dreht sich zornig um. Ihr Schutzgeist kann sie nicht hören, da ist sie sich sicher, also muss sie Naomi zur Vernunft bringen. Die Hexe und der Thron sind jedoch verschwunden, sodass sich Skyla im Kreis dreht und Ausschau nach dem Biest hält. Ein Blick zu Segone zeigt, wie tierisch sich der Dämon amüsiert. Das bösartige Grinsen steht der selbsternannten Königin gut.
„Wo ist sie? Wo ist Naomi?“
Mit Hilfe rechnet Skyla eigentlich nicht, daher ist die Überraschung groß, als Segone hinauf deutet. Die Hexe brachte den Thron zum Schweben, um sich eine schöne Aussicht zu organisieren. Einen VIP Platz in einer Safe-Zone. Skyla fällt es schwer, ihre Wut zurück zu halten, aber Naomi ist eine geschätzte Freundin und sicherlich auch eine gute Schauspielerin. Unzählige Ausgangspunkte können Skyla nur Nachteile verschaffen. Selbst, wenn das Medium die Situation irgendwie gerade biegt, könnte es an ihrer Überzeugungskraft scheitern. Werden die Geisterjäger ihr vielleicht noch glauben oder doch dieser hinterhältigen Hexe?
Ein Windzug verrät Kai. Seine furchteinflößende Grizzly-Gestalt schlägt mit Ach und Krach zu. Skyla entkommt seiner schwerfälligen Bewegung und kommt aus dem Staunen kaum raus, als die Dielen unter seinem Schlag brechen und ein riesiges Loch entsteht. Wenn Kai sie mit dieser Kraft trifft, dann bleibt es nicht nur beim Knochenbruch.
„Dein Blick!“ Naomi kugelt sich vor Lachen. „Du müsstest dich mal sehen, Skyla. Erkennst du deine Lage? Mit Dämonen als Schutzgeister machst du es mir zu einfach. Wir Hexen stehen über ihnen und hier befinden sich zwei Stück. Wollen wir aber erst einmal sehen, wie du dich gegen einen schlägst.“
Erschrocken visiert Skyla Segone an, denn sie geht davon aus, dass Naomi sie meint. Hoffentlich vergaß sie Dalika. Eine Verbündete, die Skyla nun dringender braucht denn je.






























































Kommentare