Kapitel 18

Nach dem Essen ließ Asher Skye nicht aus den Augen.
Er wartete, bis die Gespräche verebbten, bis Cain wieder bei den anderen Kindern war und Liv sich mit Kael unterhielt. Dann legte er ihr wortlos eine Hand in den unteren Rücken – nicht drängend, eher leitend – und führte sie aus dem Speisesaal.
„Komm“, sagte er ruhig. „Ich bringe dich zurück.“
Skye folgte ihm durch die breiten Flure des Rudelhauses. Jetzt, da es später war, wirkte alles größer und zugleich stiller. Die Stimmen waren gedämpft, das Licht weich und warm. Asher bemerkte, wie ihre Schritte langsamer wurden, je näher sie seinem Zimmer kamen.
Drinnen schloss er die Tür hinter ihnen.
„Morgen früh trainiere ich die Jungwölfe“, sagte er, während er sich aus der Jacke schälte. „Du bist dabei.“
Skye blinzelte überrascht. „Ich?“
Er nickte. „Du sollst sehen, wie wir leben. Und ich will, dass sie sehen, dass du zu mir gehörst.“
Sie wusste nicht, was sie darauf antworten sollte, also schwieg sie. Asher ließ ihr die Zeit und sprach weiter, als wäre es eine beiläufige Bemerkung.
„Danach gehört der Tag uns. Keine Termine. Kein Rudel. Kein Beta-Kram.“
Skye setzte sich auf die Bettkante, zog die Beine leicht an. „Und … was machen wir dann?“
Asher drehte sich zu ihr um. „Das frage ich dich. Was würdest du gern tun?“
Sie zögerte. Asher sah es. Was sie sich wohl gerade überlegt? Er hörte sie sagen:
„Ich würde gern einfach irgendwo sitzen. Kaffee trinken. Vielleicht ein Buch lesen. Oder mich nett mit jemanden unterhalten. Ohne ständig aufzupassen. Ohne zu schauen, wo der nächste Ausgang ist. Einfach in einem Café entspannen. Und vielleicht … ein großes Stück Schokoladenkuchen.“
Sie hob den Blick, fast entschuldigend. „Das klingt wahrscheinlich langweilig.“
Asher schmunzelte. „Für jemanden, der immer gerannt ist, klingt das nach Luxus.“
Ein leises Lächeln huschte über ihr Gesicht, doch dann fiel ihr Blick auf ihr Handgelenk.
Das Armband.
„Asher“, begann sie vorsichtig. „Können wir darüber reden?“
Er erstarrte. Für einen Moment hörte er Kaels Stimme in seinem Kopf: Hör auf, sie wie eine Gefangene zu behandeln.
Er atmete langsam aus. „Ja. Können wir.“
Skye hob überrascht den Kopf.
„Ich nehme es dir ab“, sagte er ruhig. „Aber unter einer Bedingung.“




Sie spannte sich an. „Welche?“
„Keine Magie“, erwiderte er fest. „Vor allem keine Verschleierung. Nicht hier. Nicht bei mir. Ich möchte dich spüren.“
Sie zögerte lange, musterte sein Gesicht, suchte nach einer Falle. Fand keine.
„In Ordnung“, sagte sie schließlich. „Ich verspreche es.“
Asher trat näher und löste den Reif von ihrem Handgelenk. Asher hörte sofort dieses leise Aufatmen von ihr, als würde etwas wieder freigegeben, das nie wirklich fort gewesen war.
„Danke“, murmelte sie.
Er legte den Reif auf den Tisch, sah kurz zur Badtür, dann wieder zu ihr.
„Du solltest duschen.“
„Jetzt?“
Er grinste, ein deutlich wölfisches Funkeln in den Augen. „Natürlich.“
Skye runzelte die Stirn – und dann sagte er ruhig, beinahe sanft:
„Zusammen.“
Sie erstarrte. „Was?“
„Nicht aus dem Grund, den du gerade denkst“, sagte er – oder vielleicht doch. „Du trägst noch zu viel Anspannung mit dir. Ich will, dass du sie loslässt.“
Sie schluckte. „Und wenn ich nein sage?“
Er sah sie lange an. „Dann akzeptiere ich das. Aber ich wäre enttäuscht.“
Er zog einen übertrieben unschuldigen Blick, der sie unwillkürlich schmunzeln ließ.
„Dann … gehen wir duschen“, sagte sie leise.
„Aber du darfst nicht schauen.“ Warf sie noch ein.
Asher grinste schelmisch. „Nein. Natürlich nicht.“ Sie wussten beide das ee log.
Im Bad stellte Asher das Wasser an. Skye drehte ihm den Rücken zu, während sie sich auszog, bemüht, nicht nervös zu wirken. Doch jede ihrer Bewegungen war ihm bewusst. Als sie das Oberteil auszog musste er seine Finger zurück Fäusten ballen um sie nicht zu packen. Und als sie sich den Jeans samt Slip vom Körper strich, hätter er beinahe lustvoll geknurrt. Er zwang sich zur Ruhe, während er selbst Hemd und Hose ablegte, die Boxershorts jedoch anbehielt.
Er führte sie unter den warmen Wasserstrahl, nahm Shampoo und massierte es behutsam in ihr Haar. Seine Berührungen waren langsam, fast meditativ. Skye hielt die Arme zunächst eng um sich geschlungen, versuchte ihre Brüste vor ihm zu verbergen, doch je länger er sich um sie kümmerte, desto mehr löste sich ihre Spannung.
Ein leiser Laut entwich ihr, als seine Hände ihren Nacken bearbeiteten.
„Entspann dich“, murmelte er. „Du bist sicher.“




Sie lehnte sich unbewusst näher an ihn, ließ das Wasser und seine Nähe wirken. Asher spürte, wie ihr Atem ruhiger wurde, wie ihr Körper nachgab.
Asher drehte sie um, lehnte sie gegen die Duschwand und begann nun ihren Körper einzuseifen. Sie schloss genüsslich die Augen. Er streifte mit seiner Hand wie zufällig ihre Brüste, ging weiter nach unten und bedeckte ihre Scham mit seiner Hand. Mit einen Finger umkreiste er ihre Perle, was sie erschrocken aufschreien ließ. Diesen Moment benutze Asher um ihren Mund zu erobert. Sie hielt sich an seinen Schultern fest, während sie unaufhörlich in seinem Mund stöhnte. Er ging wie beim letzten Mal zu ihrem Hals. Nur diesmal war die andere Seite dran. Er neckte, biss und hinterließ diesmal kleine Flecken der Inanspruchnahme. Als er fertig war lies er seinen Mund weiterwandern. Er kniete sich hin. An ihrer Scham hielt er inne. Aber nur kurz. Dann ersetzte er seinen Finger mit seinen Mund. Die Empfindungen ließen sie aufschreien. Aber Asher konzentrierte sich nur auf sein Festmahl. Sie war fast soweit. Er leckte saugte, bis er sie über sie Klippe stieß. Bis dahin hatte sie die Augen noch genüsslich geschlossen gehabt aber bei ihrem Orgasmus hatte sie die Augen weit geöffnet. Er hätte sofort seinen Samen ergießt können, so verzaubert war er von ihrem Anblick. Sie stand ermattet, glückseelig und in einen Zustand der Schwebe da.
Er leckte sie noch ein wenig weiter, ließ sie diesen Zustand ausschöpfen. Als er schließlich innehielt, war sie erschöpft, warm und seltsam leicht – als hätte sie einen Teil der Last verloren, die sie so lange getragen hatte.
Asher musterte sie einen Moment, sah ihren abwesenden Blick, die weiche Entspannung in ihren Zügen.
Jetzt, dachte er.
Er stellte die erste Frage – leise, behutsam –, in der Hoffnung, dass dieser fragile Zustand ihr erlauben würde, ein kleines Stück von sich preiszugeben.

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