Kapitel 19

Livia schlief in seinen Armen ein.

Vertrauensvoll kuschelte sie sich an ihn.

Sie war erschöpft, vielleichtnicht körperlich.

Es war eher, als hätte ihr Laib endlich entschieden, dass er loslassen durfte.

Kael hatte sich kaum bewegt, als ihr Atem ruhiger wurde. Er hielt sie, wie man etwas hält, das man nicht verlieren durfte. Ihre Stirn ruhte an seiner Brust, eine Hand hatte sich unbewusst in den Stoff seines Shirts gekrallt, als würde sie selbst im Schlaf prüfen, ob er noch da war.

Der Wolf war still und zufrieden.

So zu Frieden wie lange nicht mehr.

Im Augenblick verschwanden die Probleme um die Hexe und des Rudellosen.

Kael lag wach, den Blick auf die dunkle Decke gerichtet, während draußen die Stadt langsam zur Ruhe kam. Jede ihrer Atembewegungen nahm er wahr. Die Wärme ihres Körpers, den Rhythmus ihres Herzens. Er nahm ihren Duft wahr und diese hatte eine beruhigende Wirkung auf seine Seele.

Du kannst sie nicht schützen, wenn du ihr die Wahrheit vorenthältst, knurrte der Wolf leise.

Kael wusste das.

Und doch lag da diese andere Stimme. Die des Mannes. Die wusste, was Wissen anrichten konnte. Was Angst tat. Was es bedeutete, eine Welt zu öffnen, die sich nicht mehr schließen ließ.

Livia war menschlich.

Verwundbar auf eine Art, die ihn unruhig machte.

Sie hatte gerade erst gelernt, ihm zu vertrauen. Hatte ihre tiefste Wunde vor ihm offengelegt. Und er? Er trug etwas in sich, das alles verändern würde, sobald er es aussprach.

Marek war für sie ein Monster gewesen. Nicht körperlich aber seelisch. Und nun sollte er ihr sagen das er sich in ein körperliches Monster verwandeln konnte.

Kontrolle, Macht, Ausgeliefertsein.

Das alles hatte sie bei Marek gefühlt.

Er war auch Besitzergreifend. Wollte alles über sie wissen.

Aber ich bin nicht er.

Er senkte den Blick zu ihr.

Im Schlaf war ihr Gesicht weich, entspannt. Kein Ausdruck der Vorsicht oder Anspannung. Sie sah … zufrieden aus.

Sein Arm zog sich minimal fester um sie, als hätte sein Körper entschieden, bevor sein Kopf es tat.

Noch nicht, sagte er sich.

Nicht heute Nacht. Doch bald würde er ihr alles über seine Welt erzählen.

Die Stunden zogen sich dahin.



Der Himmel draußen wurde langsam heller, ein erstes graues Licht schob sich zwischen die Vorhänge. Kael hatte sich kein einziges Mal wirklich entspannt. Seine Gedanken kreisten – um Rudelgrenzen, um den Wilden, um die Hexe, um Livia.

Und um die unausweichliche Wahrheit.

Als sie sich regte, spürte er es sofort.

Ein leises Einatmen. Eine kleine Bewegung, als würde sie aus einem Traum auftauchen, der sie noch nicht ganz freigeben wollte. Ihre Finger lösten sich aus seinem Shirt, nur um sich einen Moment später wieder an ihn zu schmiegen. So vertrauensvoll.

„Morgen“, murmelte sie.

Ihre Stimme war rau vom Schlaf.

Kael antwortete nicht sofort. Er wollte diesen Moment nicht stören. Wollte ihr Zeit geben, ganz hier anzukommen. Und um ihn direkt zu bemerken.

„Du bist noch da“, murmelte sie leise und kuschelte sich weiter an ihn.

„Ich habe nicht vor, zu verschwinden“, erwiderte er ruhig.

Sie öffnete die Augen, blinzelte gegen das Morgenlicht, sah zu ihm auf. Für einen Augenblick war da etwas in ihrem Blick, dass Unsicherheit hätte sein können. Vielleicht auch alte Erinnerungen. Doch dann entspannte sich ihr Gesicht.

„Ich habe geschlafen“, sagte sie erstaunt.

Kael nickte. „Gut.“

Sie musterte ihn einen Moment. „Du nicht?“

„Nein.“

Sie musste gemerkt haben das er sehr verspannt wirkte. Durch das Mateband musste sie ihn lesen können, auch wenn sie unsere Verbindung noch nicht richtig erfassen konnte.

Sie richtete sich langsam auf, setzte sich auf, zog die Decke um sich, ohne sich wirklich von ihm zu entfernen. Ihre Bewegungen waren vorsichtig. Aber sie zog sich nicht zurück.

„Letzte Nacht … Du hast mich gehalten, als hätte ich zerbrechen können“, sagte sie leise. „Das… war schön.“

Kael antwortete ruhig: „Du brauchtest das genauso wie ich.“

Ein Moment Stille.

„Du hast Dinge in dir“, sagte sie dann. „Das spüre ich. Dinge, die du mir nicht gesagt hast.“

Er hielt ihrem Blick stand.

„Ja.“

„Kannst du es mir sagen?“, fragte sie.

Kael schüttelte langsam den Kopf. „Nein. Noch nicht, aber bald.“

Sie dachte darüber nach. Atmete ein. Aus.

„Ich will nicht mehr im Dunkeln stehen“, sagte sie schließlich. „Nicht, wenn ich bleiben soll.“



Wenn ich bleibe

Diese Wörter machten ihn glücklicher als alles andere.

„Das soll ich doch, oder?“ fügte sie mit unsicherer Stimme hinzu.

Die Worte hallten in ihm nach.

„Ich werde es dir sagen“, sagte Kael schnell um sie zu beruhigen. „Aber nicht zwischen Tür und Angel. Lass mir noch etwas Zeit.“

Sie nickte. „Gut.“

Sie sah ihn noch einen Moment an, dann senkte sie den Blick. Und als sie ihn wieder hob, war da etwas Neues in ihrem Ausdruck.

Entschlossenheit.

Livia beugte sich vor.

Sie zögerte kurz und schloss die Augen als sich Ihre Lippen dem seinen näherten.

Ihre Hand legte sich an seine Wange, Kael erstarrte vor Überraschung. Er bewegte sich nicht, ließ ihr jede Kontrolle.

Und dann küsste sie ihn.

Dieser Kuss war so sanft und dennoch löste es ein Feuerwerk in seinem Körper aus. Die Erregung erfasste ihn mit voller Wucht.

Als sie sich zurückzog, blieb ihre Stirn einen Moment an seiner gelehnt.

„Ich wollte, dass das von mir kommt“, sagte sie leise.

Kaels Stimme war rau, als er antwortete: „Das bedeutet mir mehr, als du weißt.“ und so wie der Wolf eben war wie er war, reichte ihm dieser leichte Kuss nicht aus.

Und Kael wusste:

Was immer die nächsten Stunden und Tage brachten, sie würden ihm nicht mehr ausweichen.

Er senkte ebenfalls seinen Kopf und fing diesmal ihre Lippen mit dem seinen ein. Sie stöhnte auffordern und regelrecht sich ihm entgegen.

Mit einem Seufzer wanderten seine Lippen Ihrer Kinnpartie entlang Richtung Ohr. Er knabbert an diesem und wanderte dann zu Ihrem Hals. Diesen verpasste er kleine Bisse und Knutschflecken. Liv krallte sich an sein Shirt und wölbte ihm ihrem Busen entgegen. Ihre Brüsten waren noch von Ihrer Kleidung bedeckt. Mit schnellen und geschickten Fingern, zog er sie bis auf die Unterwäsche aus. Von Ihrem Hals wanderte er weiter Richtung Süden und nahm jede einzelne vom BH gehaltene Brustwarze in den Mund. Zum Schluss zerriss er diesen, was Liv kurz aufkeuchen ließ.

„Du hast meinen BH zerstört.“ Flüsterte sie erregt.

Kael sah ihr kurz in die Augen.

„Ich besorge dir einen neuen.“ Sagte er und stürzte sich wieder auf diesen Geschmack.

Livia stöhnte unaufhörlich und krallte sich in seinen Haaren fest. Nachdem er ihren Busen vorerst genug erkundet hatte wanderte er weiter in das süße Tal ihres Bauchnabels, bis er zu Ihren Höschen kam.



Auch mit diesem wurde kurzen Prozess gemacht.

Kael schob sich weiter runter und hielt Liv an Ihrer Taille fest, dann genoss er sein Festmal. Sie schmeckte so süß, wie etwas was er noch nie probiert hatte. Mit eleganten Zungenschlägen fand er ihre Perle, kreiste erst sanft darum, dann stärker bis sie kurz davor war.

Er merkte es an ihren kurzen unregelmäßigen Atemzügen. Inzwischen nahm er seine Hände von Ihrer Taille. Eine bedeckte jetzt Ihren Unterleib um sie in Position zu halten. Mit einem Finger der anderen Hand suchte er ihren Eingang.

Fand sie und tauchte tief in sie ein. Das war der Moment den sie über die Klippe stürzen lies. Sie schrie ihren Orgasmus hinaus und ihre inneren Wände drückten seinen Finger zusammen. Liv brauchte eine ganze Weile um sich zu beruhigen und wieder zu Atem zu kommen. Er erhob sich über sie und küsste Liv nocheinmal. Dann legte er sich wieder neben sie.

Männliche Lykae strebten stets dazu ihre Frauen glücklich zu machen.

Und das Lächeln was sich in diesem Moment auf ihre Lippen schlich, zeigte das sie sehr glücklich war.

 

 

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