Kapitel 24 – Der Zorn einer Göttin
Kapitel 24 – Der Zorn einer Göttin
Cyrus
Das kühle Nass war eine willkommene Erfrischung. Nur schien sich Nayara nicht recht entspannen zu können, obwohl ich ihr mehrmals versichert hatte, dass wir hier am Fluss ungestört waren. Unsere Kleidung hatte ich über einen Ast gehängt, Nayara auf die Arme gehoben und war hüfttief mit ihr ins Wasser gestiegen.
„Willst du lieber stehen?“, fragte ich, denn sie klammerte sich mit ihren Armen an meinem Hals fest.
Hastig schüttelte sie den Kopf, nickte dann, und was folgte, war eine Mischung von beidem.
Ich liess sie runter. Nun stand sie zwar, klammerte sich aber noch immer an meinen Hals. Sanft nahm ich ihre Hände und legte sie locker an meine Taille. „Warum ausgerechnet Gilead?“ Am liebsten hätte ich sie wütend angefahren, denn mich hielt sie auf Abstand und ich hatte es respektiert aufgrund ihrer Erblindung. Nur um dann schlagartig eine Welle der Erregung zu spüren, die nicht von mir ausging. „Was hat er, das dich so erregt?“
Überrascht sah sie auf … oder … hob zumindest den Kopf. Es war noch immer höchst seltsam, wie sie mich ansah, gleichzeitig aber an mir vorbeiblickte. „Das ist es nicht …“ Offenbar hatte ich sie mit meiner Frage aus ihrer Angst geholt, denn ihre Finger hörten auf, sich in meine Haut zu bohren. „Ich kann nur gut mit ihm reden. Und dann ist eins zum anderen gekommen …“
„Und mit mir kannst du nicht reden?“ Ich konnte meine Enttäuschung nur schwer verbergen. „Welche Themen kannst du nur mit ihm bereden und nicht mit mir?“
„Äh…“ Sie errötete und ihr Blick wich zu meiner Brust. „Du … bist so ein Thema …, wenn du ein Beispiel willst.“
„Also brauchst du jemanden, bei dem du dich über mich beschweren kannst? Und danach machst du deine Beine für ihn breit?“ Meine Fangzähne drückten sich heraus. Ich ging in die Hocke, sodass das Wasser mit bis zum Hals ging, und wusch mich ordentlich. Mein Blick hing unweigerlich an Nayaras Bauch und ihren Brüsten. Sie war so wunderschön mit diesem Bauch.
Durch den Verlust meines Halts wieder ängstlich geworden, tastete sie nach meinem Kopf und hielt sich daran fest. „Ich beschwere mich nicht über dich. Ich bin glücklich mit dir“, erklärte sie so ruhig, wie es mit Angst in der Stimme möglich war. „Aber manchmal möchte ich auch mit jemand anderem reden. Andere Meinungen hören. Er hat mich vorhin in einem schwachen Moment gefunden und mir beigestanden. Die Sache mit der Schwangerschaft ist nicht leicht für mich, Cyrus.“ Sie schluckte, das Zittern in ihrer Stimme wurde stärker.
„Du hast Folter überlebt, Nayara. Du hast mich überlebt. Dagegen ist diese Schwangerschaft harmlos.“ Auch wenn ich mich als Mann nur schwer wirklich in sie hineinversetzen konnte. „Möchtest du vielleicht zu Kathia an den Hof? Dort könntest du mit Lyssa reden. Wahrscheinlich wird es dir guttun, wenn du mehr Frauen um dich hast.“
Sie nickte schwach. „Schon …“, sprach sie leise. „Aber ich will nicht von dir getrennt sein …“
Ich tauchte kurz unter und stand wieder auf. Sofort bildete sich eine Gänsehaut auf meinem Körper. Dann begann ich, etwas Wasser auf Nayara zu spritzen. „Sicher?“
Mir ihren Händen tastete sie sich wieder zu meiner Brust hinunter und schlang dann ihre Arme um meinen Oberkörper, sodass ihre Wange an meiner Brust zum Liegen kam. „Ich kann nicht von dir getrennt sein“, sprach sie leise. „Was, wenn dir etwas passiert? Und ich kann nicht helfen? Was, wenn mir etwas passiert, und du bist nicht da? Unser Blut ist das beste Heilmittel für den jeweils anderen. Was, wenn mit dem Kind etwas nicht stimmt, und ich kann es dir nicht sagen? Was, wenn ich mich verletze und du dich in einer gefährlichen Situation befindest, es spürst, und dadurch abgelenkt wirst?“
„Nayara, es ist völlig egal, ob wir getrennt sind oder nicht. Als wir aus dem Schloss fliehen mussten, hast du nur einen halben Meter neben mir gestanden, als das Schwert deinen Körper durchbohrt hat, und ich konnte nichts dagegen tun.“ Ich drückte sie an mich und begann, mit meinen Händen das kalte Wasser über ihren Körper laufen zu lassen. „Und wenn mir etwas passiert, könntest du es aktuell nicht einmal sehen, geschweige denn, mir helfen.“ Bitter sah ich auf sie hinunter. „So kann die Situation nicht bleiben. Du isst zu wenig, du schläfst kaum … du hast Angst. Lyssa kann dir, zumindest was die Schwangerschaft angeht, besser helfen als ich.“
Sie schwieg eine ganze Weile. Irgendwann nickte sie langsam. „Du hast recht. Hier bin ich nutzlos.“ Ihr Kopf, ihr Blick senkte sich zu ihrem Bauch, auf den sie auch ihre Hände legte, dann schniefte sie leise. „Das hier zumindest muss ich schaffen.“
„Und das wirst du auch, Nay. Du kannst dir ja schon mal ein paar Namen überlegen. Auch wenn ich nicht weiß, wann wir die Kindsweihe machen können.“ Oder ob wir jemals eine Kindsweihe haben würden. Aber das Kind sollte sich nicht sein ganzes Leben lang verstecken müssen. Schon allein deswegen hoffte ich auf Informationen aus der Stadt, die uns nützlich wären.
Nayara nickte zögerlich. „Ob der Hohepriester noch lebt? Er war nicht bei den Gefangenen.“
„Der Hohepriester ist eine neutrale Person. Ich glaube nicht, dass es jemand wagen würde, ihn zu töten.“ Immer mehr Wasser verteilte ich auf Nayaras Körper, um sie zu waschen. Sie zitterte immer noch, aber mittlerweile wohl eher, weil das Wasser kalt war. „Komm, ziehen wir uns an und gehen zurück.“ Hoffentlich gab es heute gute Neuigkeiten.
„Na so neutral auch nicht.“ Sie hielt sich an mir fest, sodass ich sie aus dem Wasser führen konnte. „Er steht auf unserer Seite, da bin ich mir sicher. Also auf meiner. Und du gehörst zu mir, so wie ich zu dir, also wird er auch dich mittlerweile unterstützen. Aber das kann er natürlich nicht öffentlich sagen …“
„Er wird unterstützen, wer auch immer auf dem Thron sitzt.“ Wer auch immer das sein mochte … Aber der Hohepriester tat, was der Herrscher wollte. Er war zu einer Marionette geworden. Aber das konnte ich Nayara natürlich nicht sagen.
„Das stimmt so nicht ganz, Cyrus. Er hat, als du noch … Als du mich noch nicht respektiert hast, hat er mir eine Möglichkeit gegeben, dich loszuwerden.“
Überrascht hielt ich inne. „Tatsächlich?“ Ich hob argwöhnisch die Augenbrauen. „Und wie sah die aus?“
Nervös biss sie sich auf der Unterlippe herum. „Er … also, er hat … mit Gift gegeben. Ich sollte es dir in den Wein tun … über längere Zeit.“
Gift … Ich war für einen Moment nicht in der Lage zu sprechen. Nicht einmal denken konnte ich. Ich war wieder der Junge, der auf dem Boden neben seinen toten Eltern saß und weinte. Ich sah ihre blassen Gesichter und die leeren Blicke. Ich fühlte mich so schwach und unendlich hilflos. Ich fühlte mich verraten. Ausgenutzt. Wie eine Spielfigur in einem Spiel um Macht und Gier.
War ich das noch immer? War der Hohepriester einer der Spieler, die mit den Leben von Vampiren spielten? Über Jahrhunderte hatte er im Schatten der Könige gelebt und gedient. Wollte er nun selbst an die Macht? Oder weiterhin im Hintergrund bleiben, aber einen König als Marionette haben? Mein Blick ruhte nachdenklich auf Nayara. Oder eine Königin … als Marionette?
„Wir können ihm nicht trauen“, entschied ich und setzte mich wieder in Bewegung. „Wir können im Grunde genommen niemandem vertrauen.“ Selbst Targes hatte uns verraten. Weil unser Feind gezielt die Schwächen einer Person auszunutzen wusste. Auf diese Weise war jeder Vampir erpressbar. Selbst Gilead, würde man ihm Lyssa wegnehmen.
„A…aber…!“ Sie blieb stehen und tastete nach meinem zweiten Arm, um meine Hände in ihre zu nehmen. „Ich habe es nie getan! Ich war vielleicht einmal kurz davor … aber ich konnte es nicht. Und wollte es nicht. Aber der Hohepriester hat es doch damals nur gut gemeint! Er hat gesehen, wie wir uns gegenseitig zerstören, und wollte mir helfen …“ Ihre Augen zuckten in ihren Höhlen herum, als suchten sie die meinen.
Ich packte ihre suchenden Hände. „Nein, er wollte dir nicht helfen, Nay! Hätte er dir helfen wollen, hätte er mir nie gesagt, wer du bist. Er hätte dich damals aus dem Schloss gebracht, anstatt mir vorzuschlagen, einen unechten Blutschwur zu vollziehen. Er wollte sich nur selbst helfen.“ Ich schüttelte über Nayaras Naivität den Kopf. Wie konnte sie bei allem, was ihr widerfahren war, noch so gutgläubig sein?
„Du“, ihr Griff um meine Hände festigte sich ebenfalls, „wusstest damals noch gar nicht, wer ich war? Ich habe gedacht … die Kräuterhexe hätte mich verraten.“
„Du meinst die Frau, die sich so undeutlich ausgedrückt hat? Nay, ich habe damals nicht verstanden, was sie mit ihren Phrasen gemeint hat. Nur, dass du ein Vampirkind warst. Aber doch nicht, wer! Das wusste sie doch selbst nicht! Erst der Hohepriester sprach deinen Namen aus. Und besiegelte damit dein Schicksal an meiner Seite.“ Ich schüttelte erneut den Kopf. Erst jetzt wurde mir wieder bewusst, dass sie gar nicht sehen konnte.
Ich nahm Nayara in den Arm. In diesem Moment wurde mir wieder bewusst, wie jung und unerfahren sie noch war, und es verstärkte meinen Beschützerinstinkt. Sie durfte sich nicht mehr in Gefahr bringen. Bei den Göttern, sie trug mein Kind unter ihrem Herzen! Vielleicht war es ja kein Geschenk in dem Sinne, sondern eine Ermahnung und Erinnerung daran, welche Rolle sie als Frau in der Gesellschaft einzuhalten hatte. Auch, wenn ich dieses Bild als veraltet ansah.
Wir gingen zurück. Mit jedem Schritt spürte ich, dass Nayara innerlich einen Entschluss fasste … Nur welchen, das verschwieg sie mir.
Immer wieder ging ich in den nächsten Tagen auf die Jagd. Die Untätigkeit, zu der wir gezwungen waren, setzte mir immer stärker zu. Ich wurde unzufrieden und die Erblindung Nayaras machte es nicht einfacher. Auch sie war rastlos. Mal schlief sie mehr als üblich, mal war sie so lange wach, dass sie beinahe schon im Sitzen einschlief. Jeden Tag wartete ich darauf, dass die Palastwachen zurückkehrten. Die Gesprächsthemen waren erschöpft und wir saßen meist nur noch da und schwiegen. Es war zum Verzweifeln. Zu allem Überfluss wurde Nayara auch immer schweigsamer. Manchmal hörte ich sie nachts weinen. Oder sie irrte durch die Gänge. Selbst Gilead konnte nicht mehr zu ihr durchdringen. Ich machte mir ernsthafte Sorgen um ihren Gemütszustand. Mehrmals war ich schon kurz davor gewesen, Nayara auf den Hof zu bringen. Aber jedes Mal flehte sie darum, bei mir bleiben zu dürfen. So sehr, dass es mir unmöglich war, sie fortzubringen.
Es war tiefste Nacht, als mich eine Bewegung in meinen Armen weckte. Mit ihrer Blindheit kam auch eine gewisse Tolpatschigkeit. Schniefend versuchte sie, sich aus meinen Armen zu lösen. Ich ließ sie los. Mein Herz war schwer. Eine weitere Nacht, in der sie rastlos herumirren würde, weinend und verzagend. Doch ich hielt sie nicht auf. Ich wusste nicht, ob es gut wäre, sie aufzuhalten. Vielleicht brauchte sie diese Zeit, um sich mit dem Verlust ihres Augenlichts abzufinden. Die karge Hoffnung, dass Ignis-Robur ihr die Sicht wieder zurückgäbe, sank mit jeder vergehenden Woche, mit jedem Tag, den sie in finsterer Dunkelheit verbrachte.
Wie erwartet trieb es sie aus unserem Schlafzimmer heraus. Leise ächzend rappelte auch ich mich auf und folgte ihr auf Zehenspitzen. Sie brauchte ihren Freiraum und den wollte ich ihr so gut wie möglich geben, aber sie war schwanger. Blind. Ich konnte sie nicht allein des Nachts hier herumirren lassen, weinend und unachtsam, was ihre Umgebung betraf.
Doch heute irrte sie nicht. Sie schluchzte und wimmerte, hielt sich den immer größer werdenden Bauch und krallte die Hand hinein, als würde er schmerzen. Aber für die Geburt war es noch viel zu früh, das konnte ich also getrost ausschließen. Mindestens ein Jahr noch. Aber selbst dann wäre das Kind Wochen zu früh – was zwar durchaus vorkam, aber alles andere als erstrebenswert war. Kinder, die die Sicherheit des Mutterleibs zu früh verließen, hatten es anfangs oft schwer, nahmen nicht richtig an Gewicht zu und waren meist schwächlich. Als Thronerbe durfte unser Kind nicht schwächlich oder gar kränklich sein. Dafür waren die Zeiten zu instabil.
Nayaras nackte Füße brachten sie in die Kammer der Götter, in das Heiligtum dieses Ortes. Sie hatte den Ort seit ihrer Erblindung gemieden. Und auch jetzt sah ich, wie schwer es ihr fiel, ihn zu betreten. Es wirkte, als spürte sie, dass sie unwillkommen war, als spürte sie die ablehnende Haltung der Götter ihr gegenüber. Und doch trat sie ein, überwand die unsichtbare Mauer der Ablehnung und tastete sich schluchzend und wimmernd zu Ignis-Roburs Podest vor.
Dort angekommen fiel sie weinend auf die Knie. Noch immer lag eine Hand auf ihrem bereits stark gewölbten Bauch. „Bitte!“ Ihr Blick war zu Boden gerichtet, die Stimme verzweifelt. „Lass mich wieder sehen …“, flehte sie, leise wimmernd. Es war, als schlösse sich eine Hand um mein Herz und drückte zu. Ich wollte einen Schritt vor machen, wollte ihr zeigen, dass sie nicht allein war … aber meine Intuition hielt mich zurück. Vielleicht war es genau das, was die Göttin von ihr wollte. Meine Verbundene war gebrochen, das sah ein Blinder. So viel Leid, so viel Schmerz hatte sie schon erlebt, aber sie zu brechen, das schaffte zum Schluss die Dunkelheit.
„Ich sehe es ein! Hörst du?!“ Leer ging ihr Blick zur Decke. „Du hattest recht! Ich bin unerfahren, jung und dumm! Du bist eine Göttin, uralt und weise, ich habe es verstanden! Ich hätte mich nicht auflehnen dürfen …“ Sie schluchzte. „Ich diene dir. Ich hätte dein Geschenk würdigen müssen, es tut mir leid!“
Ihr Flehen verhallte unbeantwortet und Stille breitete sich in dem großen Raum aus, bis der nächste Schluchzer ihren Körper erbeben ließ. Am ganzen Körper zitternd, sank sie auf das große Plateau nieder, zog sich zu einer Kugel zusammen und weinte weiter.
Die Göttin zeigte sich nicht. Sollte ich …? Ich seufzte leise. Es zog mich zu ihr. Sie war meine Verbundene, mein Herz. Ich wollte nichts sehnlicher, als sie in meine Arme zu schließen und sie zu trösten. Aber ich konnte es nicht. Was sollte ich denn sagen?
Die Laute waren verstummt. Die Fackeln tauchten den Raum in ihr flackerndes Licht, doch was einst noch freundlich und hell gewirkt hatte, hatte heute viel mehr eine einschüchternde Wirkung.
Ich war in Gedanken vertieft gewesen, hatte nicht mitbekommen, dass Nay sich in einem letzten, stummen Aufschrei der Verzweiflung in den Arm gebissen hatte und nun ihr Blut auf das Plateau tropfen ließ. So hatte sie auch letztes Mal die Göttin beschworen. Oder viel eher herbeordert. Diese hatte nämlich nicht sehr erfreut gewirkt.
Nein! Wieso nur wiederholte sie ihren Fehler?! Wieder ließ sie der Göttin nicht ihren Willen sondern wollte ihn erzwingen! Nur ganz leise konnte ich hören, wie sie vor sich hinmurmelte. Worte wie ‚Kind’, ‚Geschenk’ und ‚Gefahr’ drangen zu mir hin und ließen mich das Gesicht in den Händen vergraben. Nayara hatte Angst. Das konnte ich verstehen. Sowohl vor dem Kind in ihrem Bauch als auch um das Kind. Aber sie musste doch irgendwie darüber hinwegkommen! Sie musste zu Lyssa. Sie brauchte eine Frau, die das schon einmal erlebt hatte, die ihr helfen und ihre Fragen beantworten konnte!
Auf einmal ging eine Welle durch den Raum, begleitet von einem grenzenlos wütenden, tiefen Grollen. Nay wurde von der Platte geschleudert und landete mit einem spitzen Schrei mit dem Rücken an der nächsten Wand. Wimmernd sank sie daran hinab. Ihre Arme hatte sie um ihren Bauch geschlungen. Sie hatte ihn während des Aufpralls versucht zu schützen.
Ich eilte auf sie zu. „Nein!“, stieß ich keuchend aus. Als ich bei ihrem Körper ankam, war dieser schon in sich zusammengesackt und meine Liebe bewusstlos. Der Geruch von Blut mischte sich unter den von Schweiß, Angst und Verzweiflung. Augenblicklich wurde ich panisch. Ich beugte mich über Nayara. Sie atmete. Die Herzen von ihr und dem Kind schlugen. Behutsam hob ich sie auf meine Arme und drückte ihren Körper an meinen. „Ich hoffe, ihr seid zufrieden damit, wenn sie nun vollständig den Glauben an Güte und Gerechtigkeit verloren hat. Ich hoffe, es war euer Ziel, dass diese Frau den Rest ihrer Würde und ihres Selbstbewusstseins verliert. Und ich hoffe, es war euer Ziel, dass sie nun völlig den Verstand verliert, den Lebensmut und den Glauben an euch Götter.“ Ich sah gar nicht nach, ob Ignis-Robur erschienen war, denn es war mir gleichgültig. Die Götter sollten ruhig wieder dahin verschwinden, wo sie hergekommen waren.




























































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