Rachefeldzug (18+)

Dieses Kapitel ist erst ab 18 Jahren!

Fassungslos und geschockt blickten Geralt und Yves zwischen Johanna und Reaper hin und her.

„Schon vergessen?“, knurrte Johanna und deutete auf ihre Markierung.

„Ihr habt euch MARKIERT?!“, schrie Yves und stand nun völlig geschockt da.

„Nein, wir haben uns gegenseitig angemalt“, entgegnete Reaper trocken und blitzte ihn an.

 

Der Alpha sah Johanna verwirrt an: „Ich dachte… du wolltest nicht?“

 

Johanna rollte die Augen und Reaper knurrte.

„Hast du das Gefährtenband vergessen, Alpha?“ knurrte sie und begann dann langsam, ihre – durch die Verwandlung – zerfetzte Kleidung aufzusammeln.

Wie ein begossener Pudel standen der Alpha und sein Beta da und starrten die beiden an.

 

„Wer von euch wusste es?“

Yves war nun neugierig geworden und brannte auf Antworten.

Reaper hob kurz einen Finger und knurrte leise, als Zeichen, dass er es war.

 

„Wow!,“ meinte Yves anerkennend.

„Kein leichtes Ding, unsere Mama zu knacken! Und du hast sie auch noch ins Bett gekriegt! Respekt Junge!“

 

Blitzschnell standen sowohl Johanna, als auch Reaper direkt vor dem VP, ihre Krallen ausgefahren an seinem Hals und die Reisszähne entblösst.

„Wie war das?“, knurrte Reaper.

„Bin ich etwa eine Trophäe?“, zischte Johanna.

 

Der Alpha ging dazwischen und drückte sie alle auseinander.

„Es reicht! Das bleibt erstmal unter uns! Wir haben wichtigere Angelegenheiten, um die wir uns kümmern müssen!

Yves, ruf das Rudel zusammen! Diesen Angriff lassen wir nicht einfach auf uns sitzen.“

 

Kurz darauf war das komplette Rudel im Haus versammelt, die Wölfe im Sitzungszimmer, die Wölfinnen mit den Welpen im Aufenthaltsraum.

Johanna und einige der Mütter bereiteten ein Frühstück für alle zu, während die Männer beratschlagten.

 

Laura trat an Johanna heran.

„Alles in Ordnung bei dir?“, fragte sie Johanna leise und machte Andeutungen zur Hüfte. „Als dir vorhin dein Shirt hochgerutscht ist, hab ich etwas gesehen…“

Johanna lächelte, zog es aber vor, ihr eiskalt ins Gesicht zu lügen: „Ja, alles in Ordnung, ich war bloss in den Kampf verwickelt.“




 

Scheisse, sie musste besser aufpassen!

 

Hinter den geschlossenen Türen des Sitzungszimmers ging es laut zu und her.

Der Rachedurst war geweckt, diverse Voschläge schwirrten durch den Raum, doch irgendwie wurden sie sich nicht einig.

Nach einer Stunde hatte Reaper die Schnauze voll und schlug mit der Faust auf den Tisch.

„ES REICHT!“

Die Wölfe verstummten und aller Augen richteten sich auf ihn.

Er erhob sich, stützte sich auf die Tischplatte und starrte den Alpha durchdringend an.

„Ich bin ein Sensenmann für Wölfe. Einfacher können wir es nicht haben!“

 

Der Prez nickte nachdenklich und seufzte. Eigentlich wollte er Reaper nicht schon wieder dazu einsetzen, insbesondere nicht, um ein komplettes Rudel auszulöschen, den je mehr ein Reaper tötete, desto mordlustiger wurde er.

„Wer ist dafür, dass Reaper sich der Sache annimmt?“, fragte er in die Runde und blickte sein Rudel an.

Ein Gemurmel erhob sich und schwoll allmählich zu einem Sprechchor heran,

„Sensenmann! Sensenmann! Sensenmann! SENSENMANN!“

Geralt liess den Hammer auf den Tisch hinuntersausen, es war beschlossen.

 

Als die Türen sich öffnete und der Prez schweren Schrittes aus dem Sitzungszimmer kam, wusste Johanna, was sie beschlossen hatte und die Tassen, die sie gerade in den Händen hielt, zerschellten auf dem Fliesenboden.

Der Prez sah ihr nicht in die Augen, sondern wandte sich ab und ging zu seiner Frau.

Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken hinunter, als sie Reaper sah.

Er kam langsam zur Bar und während eines der Mädchen die Scherben zusammenfegte, reichte Johanna ihm mit leicht zitternder Hand eine Tasse Kaffee.

Er nahm einen Schluck, dann nickte er, seine Augen wurden dunkel.

„Wann?“, flüsterte sie und umklammerte den Tresen.

„Morgen Nacht. Das komplette Rudel.“, meinte er so leise, dass nur sie es hören konnte.

 

Johanna hatte befürchtet, dass er es erledigen würde.

Die drei vergangenen Rache-Morde waren soweit okay gewesen, aber ein komplettes Rudel, das war eine andere Hausnummer.

„Was passiert mit den Welpen?“, fragte sie leise.

Sie kannte das Rudel nicht besonders gut, das sie angegriffen hatte, sie wusste nicht, ob es überhaupt welche hatte.



Nicht jedes Rudel hatte Welpen, die wenigstens hatten tatsächlich welche und ihr eigenes Rudel war schon fast eine Ausnahme, mit den vielen Kindern, die sie hatten.

„Es gibt keine, aber wären welche da, würden sie verschont und von uns aufgezogen.“, sagte Reaper leise und nahm einen weiteren Schluck von seinem Kaffee.

Johannas Blick war unmissverständlich.

Sie wusste genau um das Risiko, das seine Aufgabe mit sich brachte: es konnte sein, dass er irgendwann umkippte und sich in eine rasende Bestie verwandelte, die sich nicht mehr stoppen liess, ausser mit Silberkugeln in den Kopf.

 

„Wie willst du vorgehen?“, fragte sie, wieder mit sehr leiser Stimme, damit niemand anderes etwas mitkriegte.

„Ein Überraschungsangriff um Mitternacht, wie eine Walze.“

„Dann gibt es heute Abend definitiv keinen Sex.“

 

Reaper grinste ob Johannas Antwort.

Sie hörten sich an, wie ein altes Ehepaar.

„Ja, ich werde auf mich acht geben, danke für die Erinnerung.“, gluckste er und richtete sich etwas auf.

 

Nach dem Frühstück wurde das Clubhaus langsam wieder leer, die meisten Wölfe gingen zur Arbeit oder hatten sonst zu tun.

Reaper und Johanna sassen zusammen an der Bar.

Ihr Job war es, das Clubhaus in Ordnung zu halten, dafür wurde sie bezahlt und so konnte sie dem Rudel dienen.

Reaper war schon seit seiner Jugend damit beschäftigt, die Drecksarbeit für den Club zu machen und leistete so seinen Beitrag.

Dazu noch den einen oder anderen gut bezahlten Auftrag von der Strasse, liess ihn ein gut gefülltes Konto vorweisen.

 

Johanna fing an, das dreckige Geschirr einzusammeln und abzuwaschen, während Reaper ihr zusah und sie mit seinen Blicken auszog.

Ihre Hitze war noch nicht vorbei, er konnte es riechen und auch ihre Bewegungen waren ein kleines bisschen fahriger als üblich.

Der Hüne erhob sich und ging leise um den Tresen herum, bis er hinter seiner Gefährtin stand.

Er umfasste ihre Hüften und versenkte seine Nase in ihren Haaren.

Sie stöhnte auf und ihr Hintern schob sich automatisch gegen sein Glied.

Er grinste und liess seine Hände über ihren Bauch gleiten.

„Reaper…“, stöhnte Johanna und schloss die Augen, ihr Kopf kippte nach hinten.



Diesen Teil der Hitze war es, den sie hasste: sie war Wachs in Reapers Händen.

Und natürlich wusste dieser Bastard das!

Sein Grinsen wurde breiter, er spielte gerade mit dem Feuer, das wusste er, aber genau das reizte ihn auch.

Seine Lippen fanden den Weg zu Johannas Ohr und knabberten an ihrem Ohrläppchen.

Natürlich würde er jetzt leer ausgehen, das war ihm bewusst, denn Johannas Wort war Gesetz.

Aber sie hatte nichts von Nicht Rummachen erwähnt.

Reapers Lippen strichen so sanft über Johannas Hals, dass es ihr wie ein Hauch vorkam und ihr eine tiefgreifende Gänsehaut bereitete.

Seine Hände glitten zu ihren Hosenbund und schlüpften hinein, liessen sie noch mehr stöhnen.

Sie schloss die Augen, nein, sie konnte sich nicht gegen ihn wehren, selbst wenn sie es gewollt hätte.

Seine Berührungen machten sie beinahe bewegungsunfähig, ihre Knie waren weich und sie klammerte sich an der Arbeitsplatte fest, damit sie nicht umkippte.

Ihr ganzer Körper brannte wie Feuer und dort wo Reaper sie berührte, schien sie zu schmelzen.

Reaper zog eine Braue hoch, als seine Finger unter Johannas Hosenbund schlüpften. Statt dem Stoff eines Höschens spürte er ihre – für ihn – perfekte, glatte Haut unter seinen Fingerspitzen.

„Na“, raunte er in ihr Ohr, „ist dir der Stoff ausgegangen?“

Seine Finger hatten gefunden, was er wollte und schon beinahe sanft massierte er ihre heisse Klitoris.

Sie stöhnte und spreizte ihre Beine etwas, damit er besser ran kam.

„Ich trage nur bei Röcken und Kleidchen ein Höschen…“, brachte sie knapp heraus.

„Gut…!“, war alles, was Reaper dazu sagte und unterbrach seine Tätigkeit, was Johanna ein Murren entlockte.

Er öffnete ihre Hose und liess seine eine Hand wieder vorne hinein gleiten, massierte ihre Klitoris weiter.

Seine andere Hand glitt hinten in die Hose, packten erst ihren Arsch, danach fuhr er weiter nach unten zum Eingang ihrer Höhle.

Er streichelte sie, liebkoste sie, liess sie erzittern und stöhnen.

Sein erregtes Glied war inzwischen schon fast schmerzhaft in seiner engen Hose eingeklemmt, doch er beherrschte sich.

Abrupt stiess er seine Finger in Johanna hinein, was ihr einen kleinen, überraschten Aufschrei entlockte, der in ein Stöhnen überging.



Reaper liess seine Finger vorne härter kreisen und unten liess er sie schneller und heftiger in Johanna hineinstossen.

Plötzlich knurrte Johanna und als sie ihren Kopf drehte und ihn ansah, waren ihre Augen komplett weiss geworden.

Sie drückte sie beide von der Arbeitsplatte weg und drehte sich um, ihre Triebe hatten die Kontrolle übernommen.

Sie zerrte Reaper zu sich zurück und küsste ihn, wild, verlangend und es war offensichtlich, dass sie keinen Rückzieher duldete.

Reaper packte ihre Taille und hob sie auf die Arbeitsplatte hoch und befreite sie danach von ihrer Hose.

Sie packte seinen Gürtel und riss ihn beim öffnen beinahe entzwei, bei seiner Hose kümmerte sie sich nicht mehr um den Knopf, sie riss einfach den Stoff auseinander.

Ihre Fingernägel waren bereits zu Krallen geworden, die den Stoff der Short gleich mit aufschlitze.

Reapers Hose rasselte zu Boden, er würde heute definitiv nicht auf seinen blauen Eiern sitzen bleiben.

Ohne zu Zögern zog Reaper Johanna an den Rand der Arbeitsplatte und stiess hart in sie hinein.

Er hatte schon die eine oder andere Wölfin gefickt, aber keine von ihnen ging so heftig ab, wie Johanna.

Er stiess in sie, wieder und wieder, saugte und knabberte an ihren Hals, packte ihren Hintern und ihre Brüste und kam auch seinem Höhepunkt immer näher.

Diese Frau machte ihn so geil wie keine andere.

Sie wurde zunehmends enger und als sie kam, schlug sie ihre Zähne in die Markierung, die sie ihm verpasst hatte.

Es fühlte sich für ihn an, als würde ein Flammenmeer durch seinen Körper strömen und mit einem letzten Stoss ergoss er sich mit heftigem Keuchen in ihr.

Heftig schnaufend hielten sie sich einfach aneinander fest.

„Bastard!“, murmelte Johanna in seine Halsbeuge.

„So war es nicht geplant gewesen…“, gab er ehrlich zu und richtete sich auf, strich Johanna die Haare aus dem Gesicht.

„Ich wollte dir eigentlich nur etwas Vergnügen bereiten. Dass du gleich so abgehst, habe ich nicht erwartet.“

Reaper kratze sich etwas verlegen am Kopf.

Johanna lehnte sich an ihn und schlang ihre Arme um seinen Brustkorb.

„Die Hitze macht mich fertig… ich habe sie nicht oft, aber dafür umso heftiger… ich möchte gar nicht wissen, was in der Paarungszeit mit uns passieren wird…“



 

Reaper strich ihr langsam durch das rote Haar und spielte mit den Haarspitzen.

„Das kriegen wir hin, Mama, mach dir keine Sorgen.“, hauchte er in ihr Ohr.

„Warum gibt mir dieses Gespräch gerade das Gefühl, als würden wir über eine mögliche Schwangerschaft reden?“, fragte Johanna und hob den Kopf.

 

Der nächste Abend brach an und Johanna stand neben dem Alpha, als Reaper auf seinem Bike vom Hof fuhr.

Sie wandte sich ab und ging zurück ins Clubhaus, setzte sich dort mit einer Kanne Tee und einem dicken Buch auf die Couch.

Sie wollte warten, bis Reaper zurück war, denn Schlaf würde sie keinen finden.

Gegen Mitternacht verabschiedeten sich der VP und seine Frau – sie war inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden, aber brauchte tagsüber meist noch Hilfe, weswegen sie aktuell im Clubhaus wohnten- und liessen Johanna alleine zurück.

Ihr Tee war inzwischen kalt geworden und sie konnte ihren Herzschlag in der Kehle spüren.

 

Reaper war bei Sonnenuntergang losgefahren und hatte sein Bike auf halbem Weg zu seinem Ziel in einem Wäldchen abgestellt.

Er zog seine Kutte aus und hängte sie über die Sissi Bar, danach schlüpfte er aus seinen Klamotten und warf sie über den Sitz.

Sein Handy legte er in die Satteltasche.

 

Er trat einen Schritt zurück und verwandelte sich, öffnete seine Augen nun als riesiger, dunkelgrauer Wolf.

Sein Bike sah beinahe lächerlich klein aus.

Er wandte sich um und rannte los, er würde nicht lange brauchen, um sein Ziel zu erreichen.

Sie hatten dafür gesorgt, dass das ganze Rudel heute Abend sicher anwesend war.

 

Kurz vor Mitternacht stand er im Schatten vor dem feindlichen Rudelhaus.

Leise schlich er um das Haus herum und dann war es, als würde in seinem Kopf ein Schalter umgelegt.

Weit entfernt konnte sein Geist wahrnehmen, wie Knochen unter seinen Zähnen brachen, warmes Blut über seine Zunge floss und Schreie in seinen Ohren gellten.

Zwischendrin spürte er einen kurzen Schmerz aufzucken, doch es war ebenfalls weit weg.

Irgendwann kam er wieder zu sich und die Realität holte ihn ein.

Reaper stand inmitten eines Berges von Leichen, er hatte ein verdammtes Blutbad angerichtet.



Vorsichtig stieg er über die leblosen Körper hinweg.

Auch das Rudelhaus – es war ein einfacher Holzschuppen gewesen – hatte er vollständig zerlegt.

Er schnupperte, ob es noch Überlebende oder Flüchtende gab, doch da war nichts. Er war sehr gründlich gewesen.

Reaper stieg aus den Trümmern und ging langsam in Richtung Wald.

Sein Rücken schmerzte, und ihm war dumpf, dass er von einem Weibchen mit einem Messer attackiert worden war… Hatte sie ihn tatsächlich erwischt?

 

Johanna stand auf der Veranda, als die Sonne aufging.

Sie hatte die ganze Nacht kein Auge zu getan, sondern die ganze Zeit auf die selben beiden Buchseiten gestarrt und auf das Geräusch von Reapers Bike gewartet.

Doch bis jetzt war er noch nicht zurück gekommen.

Sie setzte sich auf die Treppe und kurz darauf hörte sie schwere Schritte durch die Tür kommen.

Der VP hielt ihr eine Tasse Kaffee vor die Nase.

„Er kommt sicher bald.“, meinte er und liess sie wieder allein.

Die Zeit verstrich quälend langsam, doch nach einer halben Stunde hörte sie es.

Wie gut gefällt dir dieses Buch?

Klicke auf einen Stern zum bewerten.

Durchschnitt 0 / 5. Anzahl: 0

Bisher keine Bewertungen

Kommentare