Kapitel 17
Fiona
Wie erhofft kommen wir relativ unbehelligt zur Siedlung. An der Grenze werden wir jedoch angehalten.
Die Grenzwache spricht ohne wirklich ins Auto zu schauen „Entschuldigen Sie, aber sie sind dabei ein Naturschutzgebiet zu betreten. Ohne vorherige Anmeldung dürfen sie nicht weiter fahren.“
Ich fahre mein Fenster ganz runter und verschränke dann meine Arme auf der Tür. „Gibt es für mich keine Ausnahme?“ frage ich süß. „Tut mir Leid, aber ich bin nicht befug… Fiona?“ fragt Joel überrascht, als er dann doch mal runter schaut. „Hallo Joel. Wenn du nicht befugt bist, dann vergiss es. Wir werden einfach wieder umdrehen.“ spreche ich mit Schalk in der Stimme.
Joel lacht auf und schüttelt dann seinen Kopf „Für die Tochter des Alphas gibt es immer eine Sondergenehmigung. Da bin selbst ich befugt, sie zu geben. Aber sag, wer sitzt da noch mit dir im Auto?“
„Das ist Taylor Crane. Wir mussten spontan los und..“ beginne ich, doch werde ich unterbrochen von Joel. „Er war auf Besuch und ihr musstet los. Ich weiß. Deine Eltern werden sich sehr freuen, dass du wieder da bist Fiona. Genau wie das ganze Rudel. Du hast uns gefehlt.“ Ich lächle ihm dankbar zu und fahre dann weiter.
Jetzt beginnt es doch, dass ich aufgeregt werde. Wird er sofort eine Antwort verlangen? Wie reagieren meine Eltern?
Doch die Fragen bleiben unbeantwortet, da der Parkplatz vor uns auftaucht. Schnell parke ich ein. Bevor ich jedoch aussteigen kann, hält mich Taylor auf „Ich bin bei dir, die ganze Zeit. Und ich habe es ernst gemeint, es reicht ein Wort von dir und ich nehme dich mit zu meinem Rudel.“
Ich umarme ihn halb „Danke Taylor.“ Nach einem tiefen Atemzug, steige ich aus. Wir schnappen uns unsere Sachen und gehen los. Anders als bei meiner letzten Ankunft, bildet sich keine Traube um mich. Die wenigen Rudelmitglieder, denen wir begegnen, nicken uns freundlich zu. „Ist es immer so ruhig hier?“ fragt mich Taylor skeptisch.
Überlegend antworte ich „Hm, eigentlich nicht. Außer es findet gerade Training statt. Komm, wir schauen mal nach.“ spreche ich zu ihm. Je näher wir dann dem Trainingsplatz kommen, desto lauter wird es.
„Wow, kein Wunder das ihr so stark seid.“ entfährt es Taylor, als wir schließlich den Platz erreichen. Ich kann mich ihm nur anschließen. Zwar bin ich den Anblick von Oberkörperfreien Männern gewohnt, aber Werwölfe sind dann doch um einiges muskolöser. Kein Wunder also, dass die Frauen, die nicht mittrainieren, am Rand sitzen und zuschauen. Auch wenn die meisten nur ihrem Mate zuschauen.
Ich entdecke meinen Bruder mit dem Rücken zu mir gewandt. Meine Tasche überreiche ich Taylor und schleiche mich dann an Joshua ran. Natürlich haben mich inzwischen einige Rudelmitglieder entdeckt, doch lassen sie es sich nicht anmerken, wenn man mal ihr Grinsen außer Acht lässt. Als ich schließlich nah genug dran bin, springe ich meinem Bruder auf den Rücken.
Dieser erschreckt sich und versucht mich über seinen Rücken zu werfen, doch habe ich damit schon gerechnet und mich gut festgeklammert. „Das ich das mal schaffe.“ sage ich kichernd. Joschua verharrt „Fiona?“ fragt er verblüfft und dreht seinen Kopf, sodass wir uns nun anschauen können. „Hallo Joshy.“
Ich löse meinen Klammergriff und gleite von seinem Rücken. „Du bist wieder hier!“ spricht Joshua verblüfft. „Ihr habt mir alle so gefehlt.“ erkläre ich ihm. Daraufhin werde ich von ihm in eine wolfsstarke Umarmung gezogen.
Mein Blick fällt auf den Trainingsplatz, wo das Rudel inne gehalten hat mit dem Training. Ich löse mich aus der Umarmung und spreche zu allen „Ich glaube euer Training ist noch nicht zu ende.“ Lachend gehen die meisten ihrem Training wieder nach. Nur einige wenige verharren noch, wie meine Eltern. Paul entdecke ich auch, wie er verschwitzt und oberkörperfrei da steht und mich anschaut. Doch ein Rufen lässt mich wegblicken.
„Fiona!!“ werde ich von Mom gerufen. Diese kommt von Dad auf uns zu gerannt, schubst Joshua zur Seite und zieht mich in eine Umarmung.
„Es ist so schön, dich wieder zu sehen. Sag, geht es dir gut?“ fragt sie mich und dreht mein Gesicht hin und her. „Hast du es ordentlich gekühlt? Das sieht wirklich schlimm aus und deine Lippe erst. Lass Marlene mal drauf schauen, ich glaube fast das muss genäht werden. MARLENE!“ ruft meine Mutter die Heilerin. Dank dem Wolfsgehör zucken alle nahstehende Werwölfe zusammen.
Meine Mum registriert dies Schultern zuckend „Was? Ich habe eben keinen Mind-Link. Außerdem geht es um meine Tochter und sie ist verletzt.“ Bei dieser Aussage kommt Dad und Joshua auf uns zu gerannt, wobei Joshua schon relativ nah ist. „Du bist verletzt? Zeig her, das habe ich eben nicht gesehen.“ spricht Joshua besorgt. Auch Dad will genau wissen, wo ich verletzt bin.
Aus dem Augenwinkel kann ich sehen, dass Paul scheinbar auch kommen wollte, doch er verharrt nach zwei Schritten wieder. Außer Atem kommt Marlene bei uns an „Alpha, wer ist schwer verletzt?“ bringt sie gerade noch so heraus, ehe sie stolpert und auf ihrem Hintern landet.
„Es ist alles in Ordnung Marlene. Beruhige Du dich erst mal wieder. Hast du dir wehgetan?“ frage ich sie und helfe ihr auf. „Alles gut, ich.. Ah verstehe. Die Lippe muss du so heilen lassen. Kann es sein, dass du die länger als 6 Stunden schon hast?“ spricht Marlene und beginnt schon mein Gesicht zu untersuchen.
„Ja, seit etwas mehr als einem Tag.“ stimme ich ihr zu. Erst jetzt merke ich, wie lange wir für die Mission gebraucht haben. Insgesamt waren wir jetzt drei einhalb Tage weg.
„Also ich kann da jetzt auch nicht mehr groß etwas tun. Deine Lippe muss von alleine heilen. Es ist zwar sehr tief, aber sie sieht bis jetzt sehr gut aus. Es kann aber sein, dass du eine kleine Narbe davon trägst. Dahingegend sieht der blaue Fleck schon wesentlich schlimmer aus. Ich gebe dir eine Creme gegen die Schwellung. Beobachte den Fleck bitte. Sollte er auffällig werden oder die Schmerzen stärker werden, komme bitte sofort zu mir. Hast du ansonsten eine Verletzung?“ verarztet mich Marlene. „Nein.“ sage ich und werfe Taylor wiederholt einen bösen Blick zu. Dieser versucht die gesamte Zeit über sein Lachen zu verbergen, doch entkommt ihm hin und wieder ein Prusten.
„Jetzt reicht es mir.“ grummel ich und stürze mich auf Taylor. Dieser kann geschockt gerade noch ausweichen. „Komm her du Grinsebacke.“
Eine Spur von Angst kann ich im Gesicht von Taylor erkennen. „Fiona komm schon. Das war so nicht gemeint.“ versucht er mich zu beruhigen. „Komm schon? Komm schon! Letztens waren wir auf der Mission. Aber jetzt nicht mehr.“ grolle ich und komme ihm Wort für Wort näher.
Als ich schließlich nah genug dran bin, will ich zu schlagen. „Fio..uf“ macht Taylor, als er meinen Schlag blockt. Meinen zweiten und letzten Schlag kann Taylor hingegen nicht mehr blocken. „Verflucht, das war meine Nase!“ beschwert sich Taylor. „Die heilt in der nächsten Stunde wieder.“ spreche ich kühl und schüttle meine Hand aus.
Taylor richtet seine Nase und fragt dann „Geht es dir jetzt besser?“ Ich horche in mich hinein. Ich hatte vorher gar nicht bemerkt, dass ich ziemlich angespannt war. „Ja, ja jetzt geht es mir besser.“ erkenne ich „Danke.“ Taylor nickt dies ab.
































































Die beiden würden besser zusammen passen 🤔
Ich mag Taylor wie er mit ihr umgeht
Safe, manchmal hab ich auch das Gefühl dass zwischen den beiden mehr als nur Freundschaft ist… aber eigentlich glaub ich nicht so recht das die beiden mehr als nur Kameraden/ Freunde sein wollen 😉
Marlene hat echt toll reagiert, ich mag sie 🤍
👍🤗