Tag 15

Tag 15
Danke! Danke! Danke!
… ein paar Tage habe ich mit „Uff“, „Puh“ oder „Was für ein Tag!“ begonnen …
Jetzt wird es Zeit, „Danke“ zu sagen!
Danke an all’ diese wunderbaren Menschen, die wir kennenlernen durften und die uns mit Rat und Tat, Hilfe und Liebe zur Seite gestanden haben und nun zu unseren Freunden geworden sind.
Und „Danke“ auch an die moderne Technik!
… ich weiß, nicht jeder ist ein Freund davon …
jedoch haben uns unser abenteuerlustiger Freund und auch „er“ unglaublich gute Dienste geleistet und uns schnell und problemlos aus anstrengenden Situationen geholt.
Aber nun möchte ich von unserem letzten Tag dieser Reise erzählen!
Das Happy End unseres Abenteuers!
… und wer hätte gedacht, dass ein einfacher Reiseblog sich auf einmal in so etwas verwandelt?
Also, ich habe nicht im Geringsten daran gedacht, dass uns Himmel & Hölle so intensiv begleiten werden und dass dem schon zu Anfang unserer Reise fehlenden Reifendruck irgendwann komplett die Luft ausgeht. 🙂
Unser Tag begann um 6 Uhr morgens.
Zum Glück haben wir beide deutlich besser geschlafen als die Tage zuvor!
Am Vorabend habe ich wieder das lustige Spiel „Ich packe meine Hazet-Kisten“ gespielt und wir haben den Jeep schon mit unseren Rädern und allem anderen nicht unbedingt wichtigen Kram (wie den drei noch übrigen Instant-Grills) bestückt.
Um 7 Uhr weckten wir dann das halbe Dorf, bei dem Versuch, unsere Hazet-Kisten geräuschlos über die gefühlt 100-stufige Natursteintreppe zu rollen, und stapelten alles für uns in Deutschland Wichtige vor der zugewachsenen Garage unserer Bleibe.
Im Morgengrauen durfte der Jeep dann noch einmal vorsichtig den steilen Berg hinab in das kleine Dorf Soldano fahren.
Dort wurde mein Mann von Aurora – einer wirklich ganz bezaubernden jungen Frau (mein Mann war ganz begeistert, und das passiert normalerweise so gut wie NIE) – abgeholt und beide fuhren nach Monaco …
zu unserem Leihwagen!
Ich blieb im Jeep und wartete …
und häkelte 🙂
… denn Häkeln beruhigt.
Um kurz vor 9.30 Uhr rief mich dann der Abschleppdienst an und kündigte seine baldige Ankunft an.
Als der Wagen dann vorfuhr und der nette ältere Mann vom Samstag ausstieg und mich erkannte, war das „Hallo“ natürlich groß!
Ich hab’ jetzt übrigens seine Handynummer!
Schadet ja mal nicht, solche Kontakte im wilden Italien zu haben. 🙂
Ein bisschen komisch war es schon, als unser Auto mit den beiden Rädern und einem Teil unseres Hab und Gutes auf dem Abschlepper davonfuhr …
aber alles verlief tatsächlich wie abgesprochen und mit einer Freundlichkeit, die man selten erleben darf.
In der kleinen Bar gönnte ich mir einen Latte Macchiato (für 1,50 Euro!), lauschte den italienischen Männern beim morgendlichen Barbesuch und häkelte.
Ein klein wenig unterhalten konnte ich mich auch und ich glaube, die Männer haben sich über den ungewöhnlichen Besuch in ihrer Bar ebenfalls gefreut.
Gut eine Stunde später fuhr mein Mann unter niederländischer Flagge mit unserem Leihwagen (Opel Astra Hybrid) auf den Dorfplatz.
Alles hatte geklappt!
Wunderbar!
Und der Astra hatte auch noch einen richtig, richtig großen Kofferraum …
… und wir konnten nochmals shoppen gehen!
Aber zuvor sammelten wir unser restliches Gepäck vom Berg ein und verabschiedeten uns noch herzlich und mit einem:
„Wenn wir nächstes Jahr wiederkommen, dann trinken wir alle einen Prosecco zusammen!“
von unserem netten Vermieter der Notunterkunft.
Und dann ging’s ab zum Conad!
Der Conad in Camporosso hat jetzt übrigens geschlossen!
… wir haben die Regale leer gekauft!
… und unseren Opel bis zur Oberkante mit den leckersten italienischen Köstlichkeiten gefüllt!
Ein lauwarmes Pizzastück gab es als kleine Stärkung noch im Auto und dann ging es los!
Gut 950 km …
Aber alles verlief super!
Mein Mann fuhr toll!
Ich häkelte bis zum Sonnenuntergang, verschickte Nachrichten, machte Fotos und reichte kühle Getränke und kleine Snacks.
Alle Engel dieser Welt hielten uns die Strecke frei und in der Schweiz war die Autobahn dann sogar so leer, dass wir es fast ein wenig gruselig fanden, so ganz alleine unterwegs zu sein.
Um 22.30 Uhr parkten wir in unserem Hof ein.
Geschafft!
Unglaublich!
Was für ein Urlaub!
Morgen (also eigentlich heute) müssen wir den Mietwagen wieder um 9 Uhr abgeben.
Und hoffen, dass unser Jeep in Kürze die Reise zu uns antreten darf.
„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ …
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Alles wird gut werden, denn alles ist schon gut! 🙂
Verdammt gut sogar!
… ach und einen sauberen Schlüppi haben wir noch!
Wenn das nicht Timing ist! 🙂



































































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