Kapitel 13
Triggerwarnung
Fiona
Nach dem Telefonanruf ging alles sehr schnell. Ich bin zu meinem Zimmer gerannt und habe die schwarze Uniform angezogen, bei der nicht ersichtlich ist, für welches Land ich arbeite. Zudem packe ich ganz unordentlich meine Sachen in meinen Rucksack.
Mein Gewehr nehme ich im Koffer mit, da die Zeit zum zusammenbauen fehlt. Wieder beim Parkplatz angekommen, werfe ich meinen Rucksack in den Kofferraum. Taylor hat ebenfalls seine Uniform angezogen. Wir nicken uns zu und ich laufe zur Beifahrerseite.
Doch bevor ich einsteigen kann, werde ich aufgehalten. Mom hält mich am Arm „Ich habe dich gerade wieder, du“ beginnt sie. Ich kann ihren Schmerz verstehen und doch sage ich kälter als beabsichtigt „Mom, lass los, Bitte. Ich muss los!“
„Aber..“ versucht sie ihr Wissen in Worte zu fassen, während sie mit Schrecken die Uniform anschaut. „Ich weiß, was ich tue. Vertrau mir!“ spreche ich und löse dann ihre Hand von meinem Arm. Ich setze mich ins Auto und spreche zu Taylor „Fahr los.“
Dieser nickt und fährt los, ohne ein Wort zu sagen. Im Spiegel sehe ich Paul, der mir sehnsuchtsvoll, aber auch reumütig nachblickt. Ich schüttel mit dem Kopf, um diesen zu leeren.
„Hast du mehr Infos bekommen, als dass es sich um eine Rettungsmission geht?“ frage ich Wolf. Dieser schüttelt mit dem Kopf „Aber es muss entweder verflixt schwer sein oder eine sehr hohe Person betreffen, wenn wir alle aus dem Urlaub zurück beordert werden.“ Zustimmend nicke ich.
Während wir zum Platz fahren, wo wir vom Helikopter abgeholt werden, schweigen wir und hängen unseren Gedanken nach. Meine wollen immer wieder zu Paul wandern, doch verbiete ich mir das. Wenn ich jetzt anfange darüber nachzudenken, dann kann ich mich nicht mehr genügend auf die Mission konzentrieren und das muss ich, unser Leben hängt davon ab, dass wir uns alle nur auf die Mission konzentrieren.
Das Auto hält und ich steige aus. Wir nehmen unsere Rucksäcke und warten am Rand des Platzes wo wenig später der Militärhubschrauber landet. Schweigend steigen wir ein. „Sergeant Atkins, Sergeant Crane“ werden wir begrüßt. Wir nicken dem Soldaten zu und schon hebt auch der Hubschrauber wieder ab.
Während wir also zurück zur Militärbasis gebracht werden, werden wir darüber aufgeklärt, dass die Tochter des Präsidenten entführt wurde. Der Präsident hat nach dem besten Team für solche Einsätze verlangt, nachdem seine Tochter außer Landes gebracht wurde.
Nach dem kurzen Flug strecke ich mich und gehe mit Wolf zum Ausrüstungslager. Dort setzte ich mit geübten Handgriffen mein Gewehr zusammen und bekomme noch weitere Ausrüstung. Schlecht gelaunt kommen unsere anderen Teammitglieder dazu. Harry Potter, Snoopy und Piccolo greifen mürrisch nach ihrer Ausrüstung.
BigBoss sieht neutraler aus und spricht zu mir „Shadow, wie ich gehört habe, warst du auch mal von der Basis weg. Ausgerechnet dann werden wir zurückbeordert.“ „Ehrlich gesagt kam der Anruf für mich zur rechten Zeit, so konnte ich der Situation entfliehen. Aber ich will nicht weiter drüber nachdenken.“ spreche ich. Big Boss nickt verstehend, aber Wolf schaut mich misstrauisch an.
Ich winke ab und zum Glück belässt es Wolf dabei. Nachdem wir alle unsere Ausrüstung haben, nickt Big Boss uns zu und geht dann voran. Wir folgen ihm bis zum Flugzeug. Dort wartet ein sichtlich aufgelöster Mensch, dessen schwarze Haare wild von seinem Kopf abstehen.
Als er uns erblickt, kommt er zu uns „Bitte, ich flehe Sie an, bringen sie mir meine Tochter lebend wieder.“ Wir salutieren und BigBoss ergreift das Wort „Wir werden unser Bestes geben, um ihre Tochter sicher zurück zu bringen, Herr Präsident.“ „Lassen Sie das, im Moment fühle ich mich nicht wie ein Präsident, sondern wie ein Vater, der Angst um seine Tochter hat.“ spricht der Präsident. „Natürlich Sir. Wir gehen dann Sir.“ spricht BigBoss ruhig.
Wir steigen in das Transportflugzeug ein. Noch am Boden kontrollieren wir unsere Fallschirme und nachdem jeder sein Okay gibt, starten wir. Da es keine Offizielle Mission ist, dürfen wir nicht entdeckt werden, weswegen wir auch per Fallschirm ‚einreisen‘ werden.
Auf dem Flug geht Big Boss die Einzelheiten unserer Mission mit uns durch. Anhand eines Videos wissen wir, wo die Tochter gefangen gehalten wird. Die Entführer wähnen sich in Sicherheit, da sie in einem Land sind, wo die USA es nicht wagen würde, offen zu agieren. Naja, da haben sie die Rechnung ohne uns gemacht.
Die Lampen gehen an, unser Zeichen dafür, dass wir unser Flugziel erreicht haben und die Ladeluke geöffnet wird. „Denkt dran, wir machen einen HALO. Das heißt wir springen aus großer Höhe und öffnen unseren Fallschirm erst spät. Wir werden nicht viel gleiten müssen, da wir so gut wie über der Landezone sind. Neben der Rettung der Geisel ist unser oberstes Ziel unentdeckt zu bleiben. Nun denn, viel Erfolg.“
Bevor wir antworten können, ertönt das Warnsignal und die Luke wird geöffnet. Sofort ist es unglaublich laut. Über Funk höre ich BigBoss sagen „Wir haben unser Absprungziel erreicht. Abflug!“ Ohne zu Zögern springt einer nach dem anderen aus dem Flugzeug.
Trotz der Schutzausrütung peitscht der Wind unermüdlich ins Gesicht. Das Gefühl des freien Falls habe ich schon immer gehasst. Die Welt unter uns sieht so winzig aus und doch kommt sie rasend schnell näher. Unser Landepunkt ist eine kleine Lichtung, die nicht wirklich größer wird, je näher wir kommen. ‚Na das wird ein Spaß‘ denke ich mir ironisch.
Die Höhenmeter zum öffnen des Fallschirms sind erreicht und jeder zieht seinen Fallschirm. Abrupt werden wir in unserem Fall gebremst. Da wir darauf aus sind, alle schnell zu landen, sehen wir zu, möglichst schnell tiefer zu kommen. Ich habe noch so viel Schwung, dass ich noch einige Meter laufe, bevor ich zum stehen komme am Boden.
Schweratmend löse ich den Fallschirm und packe ihn wieder zusammen. Die anderen sind ebenfalls alle gut gelandet. Piccolo spricht blass „Okay, jetzt verstehe ich Euch. Eine holprige Landung mit dem Flugzeug ziehe ich dem hier auf jeden Fall vor. Das war mein höchster Sprung.“
Schmunzelnd verstecke ich unsere Fallschirme. Jetzt wären sie nur hinderlich. Als man sie nicht mehr sieht, geselle ich mich zu den Anderen. „Wolf und Shadow, ihr seilt euch etwas ab und beobachtet die Umgebung, ihr kennt unseren Plan. Ihr seid hauptsächlich auch für unseren Rückweg dann zuständig.“ befiehlt uns Big Boss. „Verstanden“ sprechen Wolf und ich unisono.































































Wow, ist dass wirklich alles echtes Militärwissen? Woher weißt du sowas, etwa einfach nur Recherche??
Ich hab mich jedenfalls gefühlt als wär ich mittendrin – das hast du echt krass gut in die Geschichte hinein verpackt!
🤍
Danke
HALO habe ich tatsächlich nachgeschaut. Ansonsten habe ich ansich gar keine Ahnung. Nur Serienwissen von SEAL, S.W.A.T, Descendants of the sun, und noch einer Serie, deren Name mir gerade entfallen ist. Ich stelle mir anhand dessen vor, wie es ablaufen könnte. Da es Werwölfe gibt, nehme ich es mit der Richtigkeit auch nicht so ernst. Ich baue mir meine Geschichte, wie sie mir passt 😅😉