Im Nebel

23.03.2026

Im Nebel


Ich reibe mir die Augen.

Hoffe, klarer zu sehen.

 

Dass der Nebel sich lichtet.

Dass ein Weg sichtbar wird.

Der Pfad meines Lebens.

Ich erkenne meine Zeichen.

Ich bin behütet, geschützt und geführt.

Ich kann vertrauen.

Ich habe keine Angst.

 

Und dennoch ist da dieser Nebel.

Trüb in meinem Kopf.

Verschwommen in meinen Gedanken.

Unklar in meinem Geist.

 

Mein Weg schlängelt sich sanft durch den Wald.

Durch meinen Lebenswald.

Den Wald meiner Antworten.

 

Feiner Dunst steigt zwischen den Bäumen auf.

Die Sonne zeigt sich zaghaft – nur für einen Moment.

Doch ich erkenne kein Ende.

Kein Ziel.

Keine Lichtung am Horizont.

 

Immer öfter bekomme ich Gänsehaut.

An Orten.

In Gesprächen.

Bei Bildern.

Mitten in meinen Gedanken.

Gänsehaut, die mir etwas sagen will.

Die mir ein Rätsel aufgibt.

Und irgendwie zu meinem Plan gehört.

Meinem Seelenplan.

 

Ich stelle mir Fragen.

Unentwegt.

 

Wo führt dieser Weg hin?

Gibt es ein Ziel?

Was ist meine Aufgabe?

Und wie gehört das alles zusammen?

 

Ich besinne mich auf meine Fähigkeiten.

Auf das was ich bereits sehe.

Auf meinen roten Faden.

 

Und  doch verschwinde ich erneut im Nebel.

… schreiben

… Motivation

… Klarheit

… Lebensfreude

… Vertrauen

… Zeichen

… Ordnung

… innerer Frieden

… Angst

… Tod …

 

Wo ist hier der gemeinsame Nenner?

Wo schließt sich der Kreis?

Und was ist meine Aufgabe darin?

 

Ich zweifle nicht.

Aber ich verstehe es nicht.

Noch nicht.

 

Habe ich etwas übersehen?

Oder dichte ich mir all das nur zusammen?

 

Nein.

Es wird eine Lösung geben.

Nichts geschieht ohne Grund.

 

Ich reibe mir erneut meine Augen.

Blinzle.

Und dann nehme ich zarte Umrisse wahr.

 

Ein Fuchs erscheint.

Still und leise.

 

Gib mir deine Hand,

sprach der Fuchs.

… und wir gehen gemeinsam in den Wald.



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