Kapitel 16
Fiona
„Taylor?“ wende ich mich an ihn, nachdem wir mit allem fertig sind. „Ja?“ horcht er auf. „Gehst du zu deiner Familie? Oder, oder gehst du zu..?“ stottere ich. Taylor grinst wissend. „Nun, da ich die Aufgabe meines älteren Bruders bisher noch nicht ausführen konnte und meine restlichen Sachen ebenfalls noch da sind, werde ich wohl zu deiner Familie fahren.“
Natürlich bietet er es mir nicht an, wie gehofft. Taylor möchte, dass ich ihn frage. Ich seufze, fasse mir ein Herz und frage dann „Würdest du mich nach Hause begleiten und mich unterstützen?“
Ernst schaut Taylor mich an „Wenn du dir wirklich sicher bist, dann werde ich dich begleiten und auch wegbringen, solltest du das wünschen.“ Bei seinen Worten und den Gedanken an meine Familie kommen mir die Tränen. „Ich vermisse meine Familie so unfassbar.“ schluchze ich.
Taylor umschließt mich fest mit seinen Armen. „Das verstehe ich. Ich kann es auch immer kaum erwarten, wieder zurück zu meiner Familie zu kommen. Und du hattest jetzt jahrelang keinen Kontakt mehr.“ spricht er sanft.
Ich nicke, ziehe die Nase undamenhaft hoch und löse mich dann etwas „Es hat sich so gut angefühlt, als ich wieder bei ihnen war. Aber..“ ich breche ab. Taylor nickt verstehend „Du weißt nicht, was du bezüglich ihm machst?“
Ich nicke. „Fiona, du musst dich auch noch nicht jetzt entscheiden. Ich weiß nicht genau, was er alles angestellt hat. Aber es muss viel gewesen sein, wenn du den Kontakt komplett abgebrochen hast. Wenn er es wirklich ernst meint, wird er es verstehen und dir die Zeit geben, bis du deine Gedanken sortiert hast und weißt, was du machen möchtest. Und falls nicht, dann riskiere ich eine Feindschaft zwischen unseren Familien, indem ich dich zu meiner Familie entführe.“ spricht Taylor und zwinkert mir zum Schluss zu.
Dies lässt mich lachen und auch gleich besser fühlen. „Okay. Ich danke dir von Herzen.“ spreche ich. Taylor winkt ab und runzelt dann nachdenklich die Stirn „Die Frage ist jetzt nur, wie wir zu deiner Familie kommen. Mein Auto steht bei mir zu Hause und mit dem Zug ist es so umständlich von hier.“
Grinsend deute ich an, dass er mir folgen soll. Wir gehen zu dem Parkplatz, nachdem wir kurz bei meinem Zimmer vorbei geschaut haben. Zielstrebig gehe ich auf das einzig farbige Auto zu, was hier steht.
Als ich es öffne, beginnt Taylor zu lachen „Ich habe mich schon immer gefragt, wem dieses himmelblaue Auto gehört. Aber es macht Sinn, ich habe es nie wegfahren sehen und das bist du ja auch nie.“ Ich boxe ihm in die Seite „Ich habe im Urlaub schon hin und wieder die Basis verlassen. Besonders wenn ich meine Ruhe haben wollte.“
„Verstehe. Na dann bring uns mal in deiner Wolke zu deiner Familie.“ spricht Tayler grinsend auf die Wolken auf meinem Auto zeigend. Wir steigen ein und fahren los.
Es fühlt sich komisch an, bei der diensthabenden Wache uns abzumelden und zu wissen, wir fahren zu meiner Familie. Uns wird ein schöner Urlaub gewünscht und dann geht es auch schon los.
Die Fahrt über bin ich noch schweigsamer als sonst. Aber mich beschäftigen meine Gedanken. Zum Glück scheint Taylor dies auch zu merken, denn er lässt mich in Ruhe.
Die ganze Zeit frage ich mich, was ich zu Ihm sagen soll. Doch mir fällt keine Antwort ein, die mir gefällt. Denn ich möchte ihn nicht anlügen. Denn ganz trocken betrachtet, hatten wir viel mehr schöne Jahre, als schlechte. Nur wiegen diese aber leider schwerer, gerade das letzte Ereignis.
Das war das erste Mal, dass ich wirklich Angst vor Paul hatte und nicht nur vor seinem Wolf. Ich weiß, dass Paul selbst mir nie etwas tun würde. Die blauen Flecken, die ich damals hatte, bekam ich von Dust, Pauls innerem Wolf. Und ich glaube nicht, dass er es absichtlich gemacht hatte. Schließlich hatte er versucht meinen Treppenfall zu stoppen. Nur hatte er zu fest zugepackt, wodurch ich aufgeschrien hatte und Dust erschrocken losließ.
Zwar hat Dust mir dann nicht mehr an den Armen wehgetan, aber ich bin auch weiter die Treppe runtergefallen. Diese blauen Flecken taten nachher viel mehr weh, als die blauen Flecken an meinen Handgelenken von Dust.
Ein Stupsen an meinem Arm lässt mich aus meinen Gedanken zurückkehren. Fragend blicke ich kurz zu Taylor, ehe ich mich weiter auf die Straße konzentriere. „Wir hätten die Abfahrt nehmen müssen.“ spricht Taylor vorsichtig. Meine Augen weiten sich vor Schock „Shit, wirklich? Oh Mist. Ähm?“ fluche ich vor mich hin und gehe das Straßennetzt imaginär durch.
„Ganz ruhig Fiona. Wir kommen schon noch an. Wir haben Zeit.“ beruhigt mich Taylor gekonnt. Ich nicke und sage dann gefasster „Okay, wir nehmen die nächste Abfahrt. Zwar müssen wir dann einmal um Scranton herum fahren, aber das passt schon.“
Taylor nickt „Und durch Scranton hindurch?“ Ich verziehe mein Gesicht. Taylor grinst „Verstehe, du möchtest solange wie möglich unbehelligt fahren können.“ Ich hebe meinen Daumen und sage „Du hast es erraten.“




























































Ich liebe diese kleinen Details, welche du immer mal wieder in die Geschichte einbringst und auch die Einblicke in alte Erinnerungen 🤍
Hoffentlich kann Taylor ihr wirklich die Stütze sein, die sie in bestimmten vielleicht Situationen braucht..
Wollen wir es hoffen.
Die kleinen Details passieren ganz automatisch, da musste ich selber nochmal lesen 😅 Die Erinnerung war dahingegen geplant.