Kapitel 19 – Eingeritten

Kapitel 19 – Eingeritten

 

Entweder ein Kunde oder er. Ein Kunde oder er. Ein Kunde. Oder er. Sie waren gerade angekommen. Den ganzen Tag hatte sie sich nicht konzentrieren können, war abgelenkt gewesen, wenn Yannis Fragen gestellt hatte, und hatte nichts auf die Reihe bekommen. Ein Kunde oder er.

Sie hatte keine Entscheidung getroffen. Stattdessen war sie weinend aus seinem Büro gestürmt und hatte sich barfuß und in Dessous auf den Weg nach Hause gemacht. Zum Glück hatte Brian sie nicht lange so fliehen lassen, denn ansonsten wäre sie wohl erfroren, vergewaltigt und von Tieren aufgefressen worden. Die Reihenfolge überließ sie der Fantasie.

Brian hatte ihr was Schwarzes rausgelegt. Was Schwarzes, Knappes, etwas, was garantiert erregend aussah, denn in seiner Hose stand es.

Evelynn zitterte.

„Also?“

Sie hatte noch immer keine Entscheidung gefällt. Es fiel ihr schwerer als gedacht. Sie war immerhin keine dumme Jungfrau! „K…kunde.“ Sie spuckte das Wort aus, als könnte sie sich daran verbrennen. Doch so hielt sie sich immerhin an ihre eigenen Regeln. Kein Sex mit Brian. Diese Regel hatte oberste Priorität. Allein deswegen, weil Yannis, würde sie damit beginnen, mit ihrem Boss zu schlafen, etwas davon mitbekommen würde. Garantiert sogar.

„Gut. Mach dich fertig. Ich telefoniere ein wenig rum.“ Brian machte auf dem Absatz kehrt und ging in sein Büro, wo er praktisch immer war, wenn sie in seinem Puff waren. Aktuell hatte er viel um die Ohren und das Meiste konnte er zu Hause in seinem Büro nicht mehr regeln.

Evelynn zog sich an und ging danach mit zittrigen Beinen nach vorne.

„Hi, Eve!“

„Hi, Jenn …“ Mehr war nicht aus ihr herauszubekommen. Zu tief war sie in Gedanken.

„Stange oder Bock?“, fragte Jennifer, wie schon am Tag zuvor.

Evelynn sah sich um. Heute schien mehr los zu sein. Zoe, Patricia und Kelly saßen auf dem runden Sofa bei zwei Kunden. Es sah sogar danach aus, dass Patricia und Kelly versuchten, einen Mann zu einem Dreier zu überreden.

Evelynn seufzte tief. „Der Bock ist doch aber für die Kunden da? Damit sie spielen können. Da müsste sich doch erst jemand interessieren …“ Und das musste nun wirklich nicht sein.




„Ach, die interessieren sich dafür, sobald jemand draufsitzt.“ Jenny grinste breit. „Aber nun ab mit dir. Oder setz dich mit auf die Couch.“

In dem Moment ging erneut die Tür auf und ein Mann mit breiten Schultern und Armen, so dick wie Oberschenkel, betrat den Puff. Ein Mann, der allein durch seine Muskelmasse eigentlich reihenweise Frauen haben sollte, die ihm zu Füßen lagen. Was also hatte er hier zu suchen?

Evelynn spähte zu Jenn. Sie war überrascht, grinste aber breit und trat hinter der Bar hervor. „Trevor!“ Lachend umarmte sie den Riesen. „Was machst du denn hier?“

Der Große brummte: „War in der Gegend, da hat brian angerufen. Er bräuchte jemanden, der anständig bestückt ist.“

Evelynn erstarrte, ihr Atem blieb ihr in der Lunge stecken. Hastig drehte sie sich um und eilte davon. „So ein Arschloch!“, zischte sie.

„Oh. Das heißt, du bist nicht meinetwegen hier?“ Jennifer klang enttäuscht, lächelte allerdings. „Möchtest du erst was trinken und etwas Spaß haben?“

„Klar. Dir könnte ich nie einen Wunsch abschlagen. War das die Kleine?“

„Ja, sie ist noch etwas scheu“, entgegnete Jenn.

„Na, hoffentlich nur das. Auf Rapeplay hab ich keine Lust.“ Trevor bekam sein Getränk und setzte sich mit auf die Couch. Zoe und ihr Kunde standen auf und gingen in den hinteren Bereich. Patricia, die sich bis gerade noch zusammen mit Kelly um einen Kunden gekümmert hatte, erhob sich ebenfalls. „Na? Lust auf etwas Spaß?“ Sie setzte sich zu dem Muskelpaket und strich über den beeindruckenden Bizeps.

„Du darfst mir gern einheizen, Kleine. Aber nachher bin ich mit Brian und eurer Neuen verabredet.“

Patricia lehnte sich zu Trevor rüber, während ihre Finger sinnlich über seinen Arm glitten. Dabei hauchte sie ihm ein leises ‚Schade‘ ins Ohr. „Mit mir hättest du sicher auch ganz viel Spaß.“

 

Brian ging die Kameras durch. Evelynn saß nicht auf der Couch. Sie tanzte auch nicht an der Stange. Also wo verdammt war sie hin? Genervt ging er die Aufnahmen durch und schnaubte, als er sie schließlich fand. Brian sperrte die Bildschirme, stand auf und ging zu den Frauen-WCs. Er klopfte gar nicht erst an. Tat er nie, immerhin waren es seine Mädels und er hatte sie schon in unzähligen Positionen gesehen.



Evelynn fand er, die Arme aufs Waschbecken gestützt, in den Spiegel starrend. Sie musste sich mit den Händen mehrere Male durch die schwarzen Locken gefahren haben, denn diese waren wild und ungezähmt. Ihre Lippen waren vom vielen Daraufherumkauen geschwollen. Alles in allem sah sie gefickt aus. Einmal gut durchgerammelt. Der Anblick hätte jeden Mann sofort schwach gemacht.

„Was machst du hier?“ Brian machte sich gar erst nicht die Mühe, seine angepisste Laune zu verbergen.

Stöhnend ließ Evelynn ihren Kopf auf ihr Brustbein fallen. „Versuchen, mich davon zu überzeugen, dir wenn du schläfst, kein verdammtes Messer in die Kehle zu rammen.“ Aggressionen brodelten in ihr. Was hatte er sich nur dabei gedacht, ihr einen Typen herzubestellen und ihn auch noch anhand der Schwanzgröße auszusuchen?! Wie wäre es mit einem Asexuellen gewesen? Oder zumindest jemand Sanftem! Der aber sah aus, als würde er sie mit einer Berührung auseinanderreißen! Denn Evelynn war klein! Drogen in jungem Alter hatten Einfluss auf das Wachstum, und das hatten sie auch bei ihr gehabt! Mit ihren verdammten eins fünfundfünfzig kam sie dem Kerl doch gerade so bis zur Brust!

„Kannst es gerne mal versuchen.“ Brian verschränkte die Arme vor der Brust. „Und jetzt geh raus und mach Trevor glücklich. Immerhin hast du selbst gewählt. Also musst du die Pille jetzt schlucken.“

„Selbst gewählt“, äffte sie ihn nach, während sich ihre Beine widerwillig in Bewegung setzten und sie an ihm vorbeidackelte. Die Hände hatte sie zu Fäusten geballt. „Glücklich, jaja.“ Hingehen, sagen, er solle schnell machen und die Beine spreizen. Und dann hieß es: Augen zu und durch.

Brian blieb dicht hinter Evelynn. Zum einen, um ihren süßen Arsch zu betrachten, und zum anderen, um sicherzustellen, dass sie nicht die Biege machte.

Trevor, der bereits aus den Augenwinkeln gesehen hatte, dass die kleine Schwarzhaarige zurückkehrte, hob winkend die Hand. Hinter ihr war Brian, dem er knapp zunickte. Dann nahm er sein Glas Whisky, schwenkte es und nippte daran.

Patricia ging rüber zur Stange. Kelly war mit dem zweiten Gast verschwunden, daher nutzte sie die Tanzstange, um sich zu dehnen und in Stimmung zu bringen. Außerdem wollte sie Brian gefallen, der sie direkt ansah.



Die kleine Schwarzhaarige näherte sich Trevor, bis sie schließlich vor ihm stand. Sie räusperte sich. „Hi.“ Unbeholfen kratzte sie sich im Nacken. „Trevor, nicht?“

„Genau der. Komm, setz dich, Kleines. Ich beiße nur, wenn du es willst.“ Seine Stimme klang angenehm und das Lächeln auf seinen Lippen sah ehrlich aus.

Brian setzte sich neben Trevor, lehnte sich zurück und sah zu Patricia. Mit seinen Ohren war er jedoch bei Trevor und Eve. Hoffentlich verbockte sie es jetzt nicht.

Evelynn nervte sich indessen darüber, dass Brian nicht einfach wieder in seinem Büro verschwinden konnte. Aber es führte wohl kein Weg mehr daran vorbei. Sie zwang sich zu Lächeln – ein Lächeln, das mehr als alles andere gequält aussah – und setzte sich seitlich auf Trevors Schoß. Ihre rechte Hand legte sie auf seinen Oberarm, die andere auf seine Brust. Gut soweit. Die letzten Tage hindurch hatte sie es doch auch geschafft, mit den Männern zu flirten … Aber irgendwie wollten ihr gerade keine Worte in den Sinn kommen. Wie es ihm ging? Oder was er suchte? Nein, suchen tat er nichts. Vermutlich war sie jetzt für ihn sogar kostenlos, immerhin hatte er ihretwegen herkommen müssen. Also würde sie dafür nicht einmal bezahlt werden. Ihr Blick – mordend in seiner Absicht – zuckte zu Brian, der einen auf entspannt machte, aber alles andere als das war. Er saß zu aufrecht, war zu still und zu sehr auf Patricia fokussiert, als dass es hätte echt sein können.

Evelynn räusperte sich. „Schicke Muskeln hast du da.“ Konnte die Situation noch unangenehmer werden? Und sie sollte mit ihm schlafen? Natürlich …, schlecht sah er nicht aus. Da hätte Brian ihr ganz anderes Material beschaffen können, insofern sollte sie vielleicht sogar dankbar sein. Aber … sie … der Typ interessierte sie nun mal nicht groß. Und wo kein Interesse war, verspürte sie auch keine Lust und ihre unteren Regionen blieben trockener als eine Wüste. Noch weitaus unangenehmer war aber, dass Brian direkt daneben saß. Er sollte weg!

Trevor wiederum störte es überhaupt nicht, dass neben ihm noch ein anderer Mann saß. Er fuhr mit den Händen über Evelynns Seiten, stoppte an ihren Brüsten und legte seine Hände darauf. Er drückte leicht zu, massierte sie ein wenig und strich mit den Daumen über den Stoff des BHs. „Sag, was gefällt dir beim Sex am besten? Lässt du dich auch fesseln? Auspeitschen? Oder sanft und sinnlich?“



Tja, wenn sie das nur wüsste. Was mochte sie an Sex? Denn wenn sie ehrlich war … „Sanft.“ Wenn sie ehrlich war, konnte sie sich nicht an irgendwelchen Sex erinnern. Sie wusste, sie musste welchen gehabt haben. Schwanger wurde man immerhin nicht durch Blowjobs, Drogen oder Kippen. Sie hatte schemenhafte Erinnerungen daran, wie sie mit dem Kopf im Dreck gelegen hatte, den Po nach hinten ausgestreckt und ihr Gehirn von Drogen benebelt. Sie wusste, in der Schwangerschaft hatten sich des Öfteren irgendwelche Kumpels von Emanuel an ihr vergangen, als Preis, dass sie bei ihnen schlafen durfte. Doch das war anfangs gewesen. Auch an diese Zeit hatte sie nicht mehr viele Erinnerungen. Die Nachwirkungen der Drogen und der kalte Entzug waren ihre Päckchen gewesen, mit denen sie jede Sekunde des Tages zu kämpfen gehabt hatte. Wie oder wie oft man sie da genommen hatte? Sie hatte keine Ahnung. Sämtliche Konzentration hatte darauf gelegen, nicht wieder zu den Drogen zu greifen. Von denen es in den Buden, in denen sie gehaust hatte, genüge gegeben hätte.

Im späteren Verlauf der Schwangerschaft hatte man sie rausgeworfen, weil ihr Bauch zu fett und sie den Typen zu hässlich geworden war. Ein Frauenhaus hatte sie für die letzten drei Monate aufgenommen und bis zur Geburt unterstützt. Das Frauenhaus war es gewesen, das das Screening bezahlt hatte. Die Untersuchungen, die vor der Geburt stattgefunden hatten. Doch danach war sie auch von diesen Menschen fallen gelassen worden. Gleich nachdem sie es abgelehnt hatte, Yannis zur Adoption freizugeben. Noch heute war sie sich unsicher, ob es in diesem Frauenhaus mit rechten Dingen zugegangen war, so wie man sie dazu gedrängt hatte, ihren Jungen in fremde Hände zu geben.

Also, was mochte sie nun an Sex? Nichts. Rein gar nichts. „Sei … einfach sanft zu mir.“ Ein tolles erstes Mal – mit Erinnerung – würde das werden. Ihr Blick huschte zur Bar. Vielleicht sollte sie sich vorhin noch die Kante geben …

„Das krieg ich hin, Schätzchen.“ Trevor spielte noch ein wenig mit ihren Brüsten. Dann legte er eine Hand an ihren Kopf und zog sie näher zu sich. Er legte seine Lippen auf ihre und küsste sie sanft. Dabei ließ er seine Hände über ihren Körper gleiten. Und Evelynn erwiderte. Irgendwie musste sie sich in Stimmung bringen, stellte sie fest. Also trennte sie ihre Lippen kurz von seinen, streckte ihr rechtes Bein aus und schwang es zwischen ihren Oberkörpern auf die andere Seite. So. Jetzt hatte sie mit ihrer Flexibilität geprahlt. Dafür saß sie jetzt breitbeinig auf dem Schrank von Mann und rutschte gleich noch ein Stück näher an seine Lenden heran. Reibung würde ihr helfen. Sie sah zu ihm hoch. Ihre Hände hatte sie in sein Shirt gekrallt. Dann überwand sie sich und küsste ihn. Brians Gesicht blitzte vor ihren Augen auf, weswegen sie sie schnell schloss, was es wiederum nicht besser machte. Hände strichen ihre Taille entlang, hoch und runter, verweilten teilweise etwas länger bei ihren Brüsten und massierten ihre Nippel, bis sie steif waren und ihre Brüste leicht spannten. Evelynn hatte begonnen, den Mann rhythmisch trockenzuficken. Vor und zurück, immer wieder glitt ihre Hüfte über seine Lenden, bis sie sehr, sehr deutlich spüren konnte, was da auf sie zukam.



War Brian mittlerweile weg? Was, wenn er das hier sah? Das wollte sie nicht. Aber irgendwie musste sie sich in Stimmung bringen. Jede Frau wusste, dass normaler Sex nur dann schmerzte, wenn sie nicht feucht genug war. Zumindest war es das, was die Mädels sowohl im Stripclub als auch hier immer wieder gesagt hatten. Und Evelynns Bemühungen waren nicht ohne Folgen geblieben. Ihr Höschen wurde langsam feucht, zumindest ein bisschen. Sie selbst keuchte leise in den unzähligsten Kuss hinein.

Trevor legte seine Hände auf ihre Oberschenkel und bewegte eine Hand langsam zu ihrem Schritt. Er löste den Kuss und sah sie an. „Bereit, den Raum zu wechseln?“ Vorsichtig rieb er mit seinen Fingern über ihr Höschen auf Höhe ihrer Klit.

Evelynn nickte, sich innerlich auf die Wange beißend.

Trevor stand auf, wobei er die Kleine mit Leichtigkeit hochhob und neben sich stellte. Er sah kurz zu Brian, der immer noch auf dem Sofa saß. Deutlich angespannter als zuvor. Kein Wunder bei der Beule. „Wir gehen hoch. Welches Zimmer?“

„Die zwei“, entgegnete dieser sofort und stand ebenfalls, sich die Hose richtend, auf.

Ein weiterer Kunde betrat den Puff. Jung. Verdammt jung sogar. Er war vielleicht Anfang zwanzig, hatte noch Pickel im Gesicht und kaum Bartwuchs. Wahrscheinlich sein erstes Mal hier. Entsprechend unsicher sah er sich um, da ging Patricia schon auf ihn zu.

Trevor nahm Evelynn an die Hand und zog sie in den Flur, wo er die Treppen nach oben ansteuerte. Ihre Nippel waren hart und ihr Höschen feucht, das hatte er gefühlt. Brian hatte recht behalten. Unbeholfen war sie allemal. Aber ein wenig einreiten sollte da helfen.

Der Flur oben war nur spärlich beleuchtet. Den schlechten Lichtverhältnissen zum Trotz, sprangen einem die Zimmernummern direkt ins Auge. 1 – 2 – 3 – 4. Auf das Zimmer mit der Zwei steuerte Trevor zu und öffnete es.

Die Einrichtung war schlicht. Ein riesiges Kingsize-Bett mit dunkelblauer Bettwäsche empfing sie und eine unauffällige Frisierkommode stand an einer Wand neben der Tür. Ein paar wenige Dekorelemente lockerten die Atmosphäre auf. Auf der Kommode lag gut sichtbar eine Glasschale mit Kondomen in allen Varianten. Ein Spiegel nahm den Großteil der rechten Zimmerseite ein und spiegelte das Bett und was auch immer sich darin befand, und zwei Fenster, die sich an der Wand hinter dem Bett befanden, wurden durch dunkelblaue, zugezogene Vorhänge verdeckt. Neben der Kommode befand sich eine kleine Garderobe. Trevor zog seine Schuhe aus und befreite sich von seinem Achselshirt. Die Hose ließ er noch an. „Komm her, Kleine.“



Evelynn ging zu ihm und drehte sich brav um, als er den ausgestreckten Zeigefinger im Kreis wandern ließ. Den Blick hatte sie zu Boden gesenkt. Sie spürte seine Hände an ihrem BH-Verschluss. Gleich darauf war er auf und fiel. Sie starrte dem dünnen Stoff nach, als wäre er eine Rettungsleine. Dann spürte sie wieder Hände auf ihrer Taille und zuckte zusammen. Doch die Hände ließen ihr noch das Höschen, wanderten hoch zu ihren Brüsten und spielten damit. Kniffen in ihre Spitzen, massierten sie und zwirbelten daran herum. Schwerer Atem drang an ihre Schulter, ehe sie dort sanfte Lippen spürte, die einen Kuss platzierten. Der Atem wanderte ihren Hals hoch, hinauf zu ihrem Ohr. „Zieh mir die Hose aus, Kleine.“

Evelynn bemühte sich, nicht erneut zusammenzuzucken, aber ihr Blick huschte zur Tür. Hatte er sie überhaupt zu… Ihr Atem stockte. Was machte Brian da? Angelehnt an den Türrahmen und die Hände vor der Brust verschränkt?

Er zog die Mundwinkel leicht hoch, ohne wirklich zu grinsen. Dazu hob er erwartungsvoll die Augenbrauen. Sein Blick ruhte intensiv auf ihr. Wie ein Raubtier, das seine Beute ausfindig gemacht hatte. Evelynn wurde heiß und kalt zugleich. Was machte er hier? Was sollte das? „Hast du nichts zu tun?“

„Augen auf deinen Kunden, Eve.“ Er behielt seine Pose bei und sah zumindest äußerlich entspannt aus. Es fiel ihm schwer, unbeeindruckt zu wirken. Natürlich sah er solche Szenen öfters. Aber nun wollte er jedes Detail sehen. „Pack ihn aus!“

Hinter ihr räusperte es sich. Hastig drehte sie sich um und knallte dabei fast in ihren Kunden. Ihre Wangen waren heiß und jeder Wille, es jetzt einfach durchzuziehen, verblasst. „W…willst du nicht etwas mehr Privatsphäre?“ Verzweifelt blickte sie zu Trevor hoch. Das hier war doch schon ohne Zuschauer schwer genug für sie!

„Brian kann zugucken oder mitmachen. Stört mich nicht. Aber vereinbart ist Ersteres.“ Trevor legte ihre Hände an seine Hose. „Vergiss einfach, dass er hier ist, und lass uns Spaß haben.“

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