Kapitel 16 – Der Arschfick

Kapitel 16 – Arschfick

 

Evelynn war heiß. Die ganze Zeit hatte sie getanzt, oder Trockensex betrieben. Sich durch Kleidung an Schwänzen gerieben oder ihre Hände wandern lassen. Der eine oder andere heiße Kuss war auch dabei gewesen. Und ihr Körper, der seit Jahren auf Pheromonentzug war, hatte darauf reagiert, als hätte sie irgendwelche üblen Drogen genommen. Sie war ausgelaufen – tat sie immer noch. Ihr Körper hatte noch nicht verstanden, dass er heute mit niemandem Sex haben würde. Stattdessen fühlte sie sich auf einmal sehr von Brian, der neben ihr im Auto saß, angezogen. Hatte er diese Muskeln an den Armen immer schon gehabt? Der Dreitagebart? Hastig schlug sie sich den Gedanken, freiwillig mit ihm zu schlafen, aus dem Kopf. War sie jetzt zur Nymphomanin geworden, oder was war mit ihr los? Immer wieder spähte sie zu dem konzentrierten Fahrer hinüber, nur um ihre Beine daraufhin noch fester aneinanderzupressen. Das war doch nicht normal!

„Du hast dich heute gut gemacht. Die Chemie zwischen dir und Patricia war super.“ Brian sah kurz zur Seite, konzentrierte sich aber sofort wieder auf die Straße. „Eine Woche hast du noch Schonfrist.“

„Klingt gut.“ Klang schrecklich. Sie hatte das dringende Bedürfnis, etwas Hartes zwischen die Beine zu bekommen.

Brian wirkte zufrieden. Es war heute besser gelaufen, als er erwartet hatte. Sicherlich war ein Großteil davon Patricia zu verdanken. Ob sie nach dieser Woche Probleme machen würde? Es wäre schlecht für den Ruf seines Clubs. Am besten setzte er Eve an jenem Abend auf den Bock. Das hatte bisher immer funktioniert. Vielleicht würde sie ihn ja sogar früher ausprobieren wollen …

Brian fluchte innerlich und war froh, als sie endlich in seiner Wohnung ankamen. Er brauchte dringend eine kalte Dusche! Und er war noch viel zu aufgekratzt, um zu schlafen.

„Ich sehe kurz nach Yannis.“

„Mhm.“ Brian verschwand im Bad, stellte sich unter das kalte Wasser und legte Hand an. Da hatte er einen Puff und musste trotzdem selbst anlegen, was für einen Mist.

Evelynn stand indessen vor dem Bett und betrachtete ihren Sohn, der in aller Ruhe vor sich hindöste. Auch sie hatte eine kalte Dusche dringend nötig, weswegen sie sich, nachdem sie Yannis einen sanften Kuss auf die Stirn gegeben hatte, auf die Couch im Wohnzimmer setzte und somit vor dem Bad wartete.



„Scheiße …!“

Evelynn horchte auf. Das war doch gerade … Er machte doch nicht gerade …?

„Mh …!“

Doch. Machte er. Er hatte sich im Club an ihr und Patricia aufgegeilt. Evelynn rieb ihre Schenkel aneinander. Verdammt, was würde sie gerade für Spielzeug geben? Aber ab nächster Woche bräuchte sie das kaum noch … da würde ihr die Lust auf Sex wahrscheinlich schon sehr schnell wieder vergehen. Was nichts daran änderte, dass sie jetzt gerade kaum einen klaren Gedanken zu fassen bekam, der nicht die Wörter reinstecken, ficken oder durchgenommen werden beinhaltete.

Kaum trat Brian aus dem Bad, huschte Evelynn hinein. Schnell entledigte sie sich ihrer Kleider, sprang unter die Dusche und führte ihre Finger zu ihrer Klit. Sie rieb und rieb, Gott, sie war es sich nicht mehr gewöhnt. Fast fühlten sich ihre eigenen Finger fremd an, so lange hatte sie sich nicht mehr selbst berührt. „Heilige Maria, Mutter Gottes …!“ Ihre Finger beschleunigten. Mit der linken Hand stützte sie sich an der nassen Duschwand ab, während ihr das Wasser über die Haare, in die Augen lief. „Mehr …!“, hörte sie sich krächzen und versenkte zwei Finger in sich. Sich allein auf diese Weise zu befriedigen, war ein Krampf. Es dauerte alles viel zu lange, doch gleichzeitig war ihr Gehirn von Glückshormonen geflutet, sodass jegliche Hemmungen flöten gingen.

Brian, der unterdessen nach der Fernbedienung gegriffen hatte, schaltete die Flimmerkiste noch nicht ein. Natürlich hörte er das Wasser, aber er hatte auch geglaubt, Evelynn etwas rufen gehört zu haben. Aber vielleicht bildete er es sich auch nur ein. Als er dann aber wieder ihre Stimme hörte, legte er die Fernbedienung weg und stand auf. Dabei zog er das Handtuch um seine Hüfte noch mal stramm. An der Tür zum Badezimmer lauschte er kurz, hörte aber nur das fließende Wasser. Testweise drückte er die Klinke runter. Die Tür war nicht abgeschlossen. Ohne sich bemerkbar zu machen, trat er ein. Es war immerhin seine Wohnung und es könnte ja sein, dass sie Hilfe brauchte. Es klang zumindest nicht so, als würde sie unter der Dusche singen.

Die offene Dusche bot ihm einen fantastischen Blick auf ihren Hintern. Sie stand seitlich, mit dem Gesicht zum Fenster. Langsam trat er näher, lehnte sich an die klammen Fliesen und betrachtete Evelynn dabei, wie sie krampfhaft versuchte, sich selbst zu befriedigen. Zwei Finger steckten in ihr und er sah, dass sie sich im Innern selbst massierte, während ihre andere Hand über ihren Kitzler rieb.



Brian konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. „Brauchst du noch ’ne Hand?“

„Äh!“ Evelynn kreischte auf und schlug sich die Hand, die gerade noch an ihrer Klit geweilt hatte, vors Herz. „Brian!“ Hastig zog sie ihre Finger aus sich heraus.

„War das ein ‚Ja‘?“ Schamlos zog er das Handtuch weg und stieg hinter ihr in die Dusche. Sofort prasselte das warme Wasser auch auf ihn. „Entspann dich einfach und denk dir nichts dabei.“ Seine rechte Hand wanderte über die mittige Linie ihres Rückens, über ihre Hüfte, hinab zu ihrem Hintern.

Evelynn verspannte sich unmerklich. Ihr Atem ging schwer und ihre Brust hob und senkte sich in kurzen Abständen. Den Kopf hatte sie ihm zugewandt. Sie musste aufsehen. Er war ihr nah. ‚Das ist keine gute Idee‘, wollte sie sagen. Stattdessen leckte sich ihr wollüstiger Körper über die Lippen. „Ich … äh …“ Sie sollte sich nichts denken? Sie konnte ja auch nicht denken! Ihr Gehirn meldete ununterbrochen Error, versuchte sie auch nur auf einen einzigen Teil ihres Denkapparats zuzugreiffen! „W…wobei?“

„Schhh …“ Seine rechte Hand glitt zwischen ihre Pobacken. Vorsichtig schob er seinen Zeigefinger in ihr Hintertürchen. Dann drückte er einen zweiten Finger mit hinein und bewegte sie langsam. „Mach einfach weiter, womit du gerade aufgehört hast“, raunte er leise in ihr Ohr.

Evelynn erzitterte. Willenlos, und wenn, dann einzig noch mit dem Willen, endlich zu kommen, schob sie sich ihre Finger wieder hinein und wandte den unfokussierten Blick der Duschwand zu. Zusammen mit ihrem Schließmuskel durchlebte sie einen Wechselkampf der Gefühle. Sie verkrampfte sich, es brannte leicht, zeitgleich hätte es gerade nichts auf der ganzen Welt gegeben, was sich besser angefühlt hätte, was sie dazu veranlasste, ihm ihren Arsch zusätzlich noch entgegenzustrecken. Die Stimulation ihres Hintereingangs eröffnete neue Welten, neue Höhen und neue Tiefen. Wellen der Lust fegten über Evelynn hinweg, ließen sie atemlos keuchen und ihren Kopf nach hinten fallen. Ihr Hinterkopf prallte gegen Brians Brust; ihre Beine zitterten unter ihrem Gewicht.

„Lass deine Finger einfach stecken, reib dafür etwas kräftiger.“ Seine Stimme klang sanft und dominant zugleich. Mit dem linken Arm stützte er sie zusätzlich und kam zugleich noch völlig uneigennützig an ihre Brüste, die er kurz knetete, nur um sofort danach in ihre steifen Nippel zu kneifen.



Evelynn stöhnte auf. Seine Finger in ihrem Arsch brachten sie um den Verstand! Wieso hatte sie das nie ausprobiert?! Die eigene Hand zu bewegen, fühlte sich in ihrem Zustand jedoch wie ein Kraftakt höchsten Ausmaßes an. Sie versuchte es, doch war es eher die unbeholfene Bewegung von jemandem, der sich noch nie selbst berührt hatte. Schlussendlich blieb Reibung aber Reibung, so unbeholfen sie auch war.

Brian weitete seine Finger ein Stück und Evelynn schrie auf, als durch diese kleine Bewegung plötzlich alle Reize Überhand zu nehmen schienen. Blitze schossen durch ihr Blickfeld. Welle für Welle durchzuckte ihren Körper und in ihren Ohren klingelte es betäubend. Dann fiel sie schlaff nach hinten, gegen Brians Brust. Sie konnte nicht mehr. Zu viel. Alles … zu viel …

Brian fing Evelynn auf, als diese kraftlos in sich zusammensackte. Vorsichtig ging er in die Knie, um in der Dusche nicht auszurutschen. Mit dem rechten Arm stützte er ihren Überkörper und lehnte sie an seine Brust. Mit dem linken Arm schaltete er das Wasser ab. „Evelynn?“ Besorgt beugte er sich über sie. Was war nur passiert? Zu grob konnte er nicht gewesen sein, und er hatte das verräterische Zucken in ihrem Arsch gespürt. Es hatte ihr gefallen.

Evelynn blinzelte. Ihre Stirn runzelte sich. Dusche? Was machte sie in der Du… Wieso lag sie in Brians Armen?! Zittrig hob sich ihre Hand, noch schwach von dem überwältigenden Orgasmus. Oh … Nein.

„Alles okay?“ Brian griff nach dem Handtuch, welches er vorhin achtlos auf den Boden geworfen hatte und legte es ihr über den Oberkörper.

Wieder blinzelte sie. „N…nein.“ Wieso lag sie immer noch in seinen Armen?! Hastig rappelte sie sich auf, zuckte aber unter dem Schwindel, der sie überkam, zusammen und hielt sofort wieder inne. „Wir haben aber nicht …?“ Hatte sie etwas vergessen? Das waren doch nur seine Finger gewesen, oder? Oh, Gott, er hatte ihr seine Finger in den Arsch gesteckt! Und sie hatte es zugelassen! Sie hatte ihm ihren Arsch auch noch hingestreckt und sich damit angeboten! Was für einen Scheiß! Was … so etwas hätte sie nie getan! Ihre Hände umklammerten das Frotté, das über ihrer Brust lag, krampfhaft. „Was hast du mir gegeben?“

„Einen vernünftigen Orgasmus, nichts weiter.“ Brian konnte sein Grinsen kaum noch zurückhalten. Hatte sie noch nie einen Arschfick gehabt? Die meisten Frauen mochten es, nachdem sie die Hemmungen erst einmal über Bord geworfen hatten. „Kommst du du klar?“ Testweise ließ er Evelynn los und rutschte etwas zurück. Aber sie kippte nicht um, also stieg er aus der Dusche und ging zum Regal, in dem die Handtücher lagen. Er zog eines heraus und rubbelte sich damit trocken. Dabei wandte er ihr absichtlich den Rücken zu, damit sie etwas Privatsphäre hatte. Hoffentlich bereute sie es nicht, denn es hatte sich ziemlich geil angefühlt, sie zum Orgasmus zu bringen. Er wollte sie wieder so sehen. Wollte sehen, wie sich sein Schwanz in ihr versenkte und sie zum Schreien brachte.



„Pff, vernünftig!“ Evelynn wünschte sich unter die Erde. Weg. Hinter einen Baum. In ein Loch. Sie wollte einfach nur verschwinden. „Da hatte ich schon deutlich bessere.“ Jetzt erst recht. Oh, Gott, was sagte sie da? Nein! Nein, Mund, bleib zu! „Ausserdem war das nur eine Ausnahme. Du bist nicht mein Typ. Und wir wohnen zusammen. Wir haben gesagt, wir machen das nicht.“ Sie heulte. Innerlich heute sie. Wieso hatte sie sich nicht einfach zurückhalten können? Jetzt drehte sich der imposant – nein, das nahm sie zurück – göttlich gebaute Mann langsam zu ihr um. Seine Länge war halb steif und seine Bauchmuskeln glänzten ob der vielen, kleinen Wassertropfen, die daran herabliefen, ein V bildend, hinab zu seinem verdammt großen, verdammt göttlichen…!

„Kein Sex. War es im Grunde genommen auch nicht.“ Brian trocknete sich weiter ab. Ihm entging nicht, dass sie auf seinen Schwanz starrte und eine gewisse Gier in ihren Augen lag. Dabei war sein kleiner Freund noch längst nicht voll aufgerichtet. Brian nahm ein weiteres Handtuch und warf es Evelynn zu. „Du bist allerdings voll mein Typ. Und wenn du deine Regel irgendwann in den Wind schießen willst, lass es mich wissen.“ Brian wickelte das Handtuch um seine Hüfte und verließ das Badezimmer.

Evelynn vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. „Fuck …“

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